Hallo,
im Zuge der Komplettierung meines Austauschzylinderkopfes habe ich heute mal angefangen, die Ventilfedern zu messen. Zunaechst mal verhalten sich die grossen und kleinen Federn fuer sich jeweils gleich unter Belastung, soll heissen, beim gemeinsamen Komprimieren zweier Federn auf einer Gewindestange messe ich keinerlei Laengenunterschiede (Aufloesung ~ 0,2 mm).
Das erspart mir schon mal das einzelne Belasten aller Federn entsprechend der Angaben im Reparaturhandbuch.
Laut Handbuch sollen die inneren Federn eine Laenge von 31 mm haben bei Belastung unter (12,6 +/- 1) kg. Ich habe dann eine solche Feder mit 11.8 kg Bleigewichten (also in etwa dem unteren Toleranzwert fuer 31 mm Laenge) belastet und ihre Laenge gemessen. Dabei komme ich auf 29 mm, also zu wenig, d.h. ausgeleiert.
Zaehle ich hier Erbsen oder sollte man an den Federn etwas machen/tauschen? Letzteres scheidet wohl aus, ich habe lediglich aeussere Federn (beim Franzosen) gefunden. Ob die allerdings nach Handbuch tariert sind, weiss man sicher auch erst nach einer Messung.
Die anderen Messungen, insbesondere an den grossen, aeusseren Federn habe ich (noch) nicht gemacht. Den 11,8 kg-Stapel aus Bleigewichten mit einer Hand ueber der Feder zu balancieren, waehrend die andere Hand die Federhoehe ueber der Tischkante misst, war mir zunaechst mal Artistik genug. (Fuer diese Federn ist noch ein weiterer Messpunkt bei hoeherer Belastung angegeben, ebenso bei den grossen Aussenfedern...)
Im entlasteten Zustand haben uebrigens sowohl die inneren, wie die aeusseren Federn exakt die Masse, die im Ersatzteilkatalog angegeben sind.
Mit Bitte um Kommentare,
Gruss,
Tom
Ventilfedern
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Ventilfedern
Gruß
Tom
Tom
Re: Ventilfedern
Hallo Tom,
bei der Motorüberholung im Rahmen meiner Restaurierung habe ich an den Ventilfedern gar nichts gemacht. Ich habe nur, wie bei allen Teilen, die wiederverwendet wurden, darauf geachtet, dass sie an derselben Stelle wieder verbaut wurden, wo sie vorher saßen. Ich hatte natürlich den Vorteil, dass ich den Motor vorher schon kannte und wusste, dass er super gelaufen ist. Von daher hatte ich diesbezüglich erst einmal keine Veranlassung, hier allzuviel nachzumessen.
Hätte ich aber wohl auch gemacht, wären die Teile/ der Zylinderkopf aus einer mir unbekannten Quelle.
Da Du ja schreibst, dass die Federn im entlasteten Zustand vom Maß her exakt passen würde ich mir da keine großen Gedanken machen.
Wenn sie in irgendeiner Art verschlissen wären würde man das wohl vom bloßen ansehen und messen auch nicht erkennen. Da könnte ich mir vorstellen, dass man das durch Verfahren herausfinden könnte, mit denen man z.B. auch Kurbelwellen prüft. Ich meine, dass war etwas mit UV-Licht o.ä. Aber dafür bin ich zu wenig Techniker um dazu etwas zu sagen.
Grüße
Alex
bei der Motorüberholung im Rahmen meiner Restaurierung habe ich an den Ventilfedern gar nichts gemacht. Ich habe nur, wie bei allen Teilen, die wiederverwendet wurden, darauf geachtet, dass sie an derselben Stelle wieder verbaut wurden, wo sie vorher saßen. Ich hatte natürlich den Vorteil, dass ich den Motor vorher schon kannte und wusste, dass er super gelaufen ist. Von daher hatte ich diesbezüglich erst einmal keine Veranlassung, hier allzuviel nachzumessen.
Hätte ich aber wohl auch gemacht, wären die Teile/ der Zylinderkopf aus einer mir unbekannten Quelle.
Da Du ja schreibst, dass die Federn im entlasteten Zustand vom Maß her exakt passen würde ich mir da keine großen Gedanken machen.
Wenn sie in irgendeiner Art verschlissen wären würde man das wohl vom bloßen ansehen und messen auch nicht erkennen. Da könnte ich mir vorstellen, dass man das durch Verfahren herausfinden könnte, mit denen man z.B. auch Kurbelwellen prüft. Ich meine, dass war etwas mit UV-Licht o.ä. Aber dafür bin ich zu wenig Techniker um dazu etwas zu sagen.
Grüße
Alex
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Re: Ventilfedern
Hallo
Wenn ich das bissel Motortheorie bemühe was ich intus zu glauben habe, bedeuten lahme Federn tiefere maximale Drehzahlen, weil die Federn die Ventile nicht mehr schnell genug schliessen können.
Wenn Du also vor hast, mit der Dame Rennen zu fahren und den Motor auszudrehen, dann musst Du neue Federn besorgen, sonst nicht.
Viele Grüsse,
Chris
Wenn ich das bissel Motortheorie bemühe was ich intus zu glauben habe, bedeuten lahme Federn tiefere maximale Drehzahlen, weil die Federn die Ventile nicht mehr schnell genug schliessen können.
Wenn Du also vor hast, mit der Dame Rennen zu fahren und den Motor auszudrehen, dann musst Du neue Federn besorgen, sonst nicht.
Viele Grüsse,
Chris
DS 21 i.e. HA 1972, Sable métallise
- Thomas Held Verified
- Beiträge: 5070
- Registriert: Do 22. Jul 2004, 12:11
Re: Ventilfedern
ACCM Alex schrieb:
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> Hallo Tom,
>
> bei der Motorüberholung im Rahmen meiner
> Restaurierung habe ich an den Ventilfedern gar
> nichts gemacht. Ich habe nur, wie bei allen
> Teilen, die wiederverwendet wurden, darauf
> geachtet, dass sie an derselben Stelle wieder
> verbaut wurden, wo sie vorher saßen.
Hallo Alex,
das habe ich bei Kolben und Buchsen gemacht. Bei den Ventilfedern duerfte das, da sich alle gleich verhalten, egal sein.
> Ich hatte natürlich den Vorteil, dass ich den Motor vorher
> schon kannte und wusste, dass er super gelaufen
> ist.
Den gleichen Vorteil habe ich insofern auch, als ich Ventile, Federn etc. von meinem alten, bis Mitte Juni super gefahrenen Motor nehme und wirklich nur den Zylinderkopf (allerdings inkl. Ventilsitzen und -fuehrungen) tausche.
> Von daher hatte ich diesbezüglich erst einmal
> keine Veranlassung, hier allzuviel nachzumessen.
Ich habe ehrlich gesagt auch ueberlegt, ob ich ueberhaupt messen soll, da die Alternative (neue Federn), so ueberhaupt erhaeltlich, nicht ganz billig waere bei 16 Federn. Aber da Messen nunmal zu meinem Beruf gehoert...aehliches hatte ich ja auch mit meiner Nockenwelle erlebt.
> Hätte ich aber wohl auch gemacht, wären die Teile/
> der Zylinderkopf aus einer mir unbekannten
> Quelle.
> Da Du ja schreibst, dass die Federn im entlasteten
> Zustand vom Maß her exakt passen würde ich mir da
> keine großen Gedanken machen.
Das beruhigt mich auch einigermassen.
Gruss,
Tom
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> Hallo Tom,
>
> bei der Motorüberholung im Rahmen meiner
> Restaurierung habe ich an den Ventilfedern gar
> nichts gemacht. Ich habe nur, wie bei allen
> Teilen, die wiederverwendet wurden, darauf
> geachtet, dass sie an derselben Stelle wieder
> verbaut wurden, wo sie vorher saßen.
Hallo Alex,
das habe ich bei Kolben und Buchsen gemacht. Bei den Ventilfedern duerfte das, da sich alle gleich verhalten, egal sein.
> Ich hatte natürlich den Vorteil, dass ich den Motor vorher
> schon kannte und wusste, dass er super gelaufen
> ist.
Den gleichen Vorteil habe ich insofern auch, als ich Ventile, Federn etc. von meinem alten, bis Mitte Juni super gefahrenen Motor nehme und wirklich nur den Zylinderkopf (allerdings inkl. Ventilsitzen und -fuehrungen) tausche.
> Von daher hatte ich diesbezüglich erst einmal
> keine Veranlassung, hier allzuviel nachzumessen.
Ich habe ehrlich gesagt auch ueberlegt, ob ich ueberhaupt messen soll, da die Alternative (neue Federn), so ueberhaupt erhaeltlich, nicht ganz billig waere bei 16 Federn. Aber da Messen nunmal zu meinem Beruf gehoert...aehliches hatte ich ja auch mit meiner Nockenwelle erlebt.
> Hätte ich aber wohl auch gemacht, wären die Teile/
> der Zylinderkopf aus einer mir unbekannten
> Quelle.
> Da Du ja schreibst, dass die Federn im entlasteten
> Zustand vom Maß her exakt passen würde ich mir da
> keine großen Gedanken machen.
Das beruhigt mich auch einigermassen.
Gruss,
Tom
Gruß
Tom
Tom