Leck in der Lenkung. Wie dramatisch ist das?

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steiner2001 Verified
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Registriert: So 1. Jun 2008, 15:51

Leck in der Lenkung. Wie dramatisch ist das?

Beitrag von steiner2001 Verified »

Hallo an alle -
der Wetterbericht lässt zumindest mal den Hauch einer Hoffnung aufkommen, dass ich mit meiner DSpécial endlich mal wieder eine Bewegungsfahrt machen kann, ohne mir über den potentiellen Gefrierpunkt von LHM Gedanken machen zu müssen...
Ein Blick auf den Garagenboden zeigt mir einen ca. 40cm großen LHM-Fleck. Ein Blick unter die Haube und in dieses Forum lässt es wahrscheinlich werden, dass die Lenkung undicht ist (LHM steht oben auf der Vertiefung des Getriebes). Da schockt mich nun nicht besonders, da ich mit solchen Eskapaden sowieso gerechnet hatte. Hier meine Frage:
Wie sind Euere Erfahrungen mit LHM-Verlust (generell und im Speziellen bei Lenkungsleck)? Eher schleichende Verluste oder eher ruckartiger Verlust in so großem Umfang, dass gleich die rote Lampe anspringt? Ist bei Lenkungsleck der Verlust abhängig vom Betätigen der Lenkung (also in der Stadt höher als auf der Autobahn?) Ab wieviel Verlust springt überhaupt die Warnlampe an?
Hintergrund meiner Frage ist, ob ich meine Bewegungsfahrt mit einem gefüllten LHM-Kanister wagen kann und mal in aller Gemütsruhe schauen kann, was noch so alles über den Winter einen Anschlag auf mein Portemonnaie geplant hat oder ob ich tatsächlich auf direktem Wege in Richtung Hebebühne rollen sollte.
Herzliche Grüße
Jörg
Chris
Beiträge: 537
Registriert: So 20. Aug 2006, 08:45

Re: Leck in der Lenkung. Wie dramatisch ist das?

Beitrag von Chris »

Hallo Jörg

Schlagartiger Verlust ist eher selten, zumindest bei der Lenkung.
Die Warnlampe springt erst an, wenn der Druck zu niedrig ist, solange solltest du nicht warten. Der Druck sinkt erst ab wenn die Pumpe nicht mehr genügend nachfördert, was wiederum erst der Fall ist wenn der Vorratsbehälter leer ist (durch das Leck) und die Pumpe Luft saugt, oder eine Leitung gebrochen ist (was bei dir nicht der Fall sein sollte).

Ja nach Defekt ist es wurscht wo du langfährst - die Leckmenge dürfte nicht gross variieren. Letztendes sind es entweder Dichtungen die hinüber sind, dann leckt es mehr beim Bewegen, oder Zylinderpassungen die eingelaufen sind, dann leckt es vorallem um die Mittelstellung. Kleine Lenkkorrekturen um die Mittelstellung dürften dann die Leckmenge erhöhen.

Neben der Schweinerei die du auf der Strasse hinterlässt würde mich aber was anderes vom Fahren abhalten, zumindest bis das Leck genau lokalisiert ist: die grüne Sosse kann dir auf die Bremsen tropfen und mit geschmierten Bremsen bremst es sich schlecht - vorallem wenn nur eine Seite betroffen ist, und die Fuhre beim Bremsen nach links oder rechts zieht.

Gruss
Chrigu
DS 21 i.e. HA 1972, Sable métallise
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Thomas Held Verified
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Registriert: Do 22. Jul 2004, 12:11

Re: Leck in der Lenkung. Wie dramatisch ist das?

Beitrag von Thomas Held Verified »

steiner2001 schrieb:
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> Wie sind Euere Erfahrungen mit LHM-Verlust
> (generell und im Speziellen bei Lenkungsleck)?

Es troepfelt entweder durch die Faltenbaelge auf die Getriebeglocke (Lenkungszylinder undicht oder Lenkventilkopf) oder direkt vom Lenkventilkopf runter. Heutzutage scheint das Troepfeln eher normal zu sein und die dichte Lenkung die Ausnahme...

> Eher schleichende Verluste oder eher ruckartiger
> Verlust in so großem Umfang, dass gleich die rote
> Lampe anspringt?

Eher schleichende Verluste. Die rote Lampe springt nicht auf LHM-Fuellstand, sondern nur auf Bremsdruck an.

> Ist bei Lenkungsleck der Verlust
> abhängig vom Betätigen der Lenkung (also in der
> Stadt höher als auf der Autobahn?)

Das haengt von der Art des Lecks ab. Teile des Lenkventilkopfes stehen staendig unter Systemdruck, die Kammern des Lenkzylinders bekommen beim Lenken mehr Druck als bei Lenkung in Mittellage...

> Ab wieviel
> Verlust springt überhaupt die Warnlampe an?

S.o. - es ist eine Druckwarnlampe.

> Hintergrund meiner Frage ist, ob ich meine
> Bewegungsfahrt mit einem gefüllten LHM-Kanister
> wagen kann und mal in aller Gemütsruhe schauen
> kann, was noch so alles über den Winter einen
> Anschlag auf mein Portemonnaie geplant hat oder ob
> ich tatsächlich auf direktem Wege in Richtung
> Hebebühne rollen sollte.

Ersteres.
Gruss,

Tom


Gruß

Tom
...hannes
Beiträge: 1541
Registriert: Fr 20. Mai 2005, 21:07

Re: Leck in der Lenkung. Wie dramatisch ist das?

Beitrag von ...hannes »

Die Anzahl der rundum dichten und trockenen Lenkungen kannst du wahrscheinlich an den verbliebenen Fingern eines Tischlers abzählen, Leckagen geringeren Umfangs sollten heute quasi als Konstruktionsmerkmal hingenommen werden, es gibt keine neuen Lenkungen mehr, nur solche, die mit (weniger verschlissenen) Gebrauchtteilen überholt wurden. Auch meine Lenkung ist im Bereich der Gabel etwas nach außen undicht, LHM- "Verbrauch" etwa 0,25l auf tausend Kilometer.
Auf dem Getriebedeckel sammelt sich das Leck-LHM allmählich zu einem Pfützerl, und wenn sich der Wagen bei längerer Standzeit absenkt, gibt es wieder einen neuen kleinen LHM-Fleck in 1€-Münzengröße am Garagenboden.
40cm Durchmesser, wie du schilderst, sind jedoch keine Tropferln mehr, das ist bereits ein See, der seine Herkunft unmöglich alleine aus der übergelaufenen Getriebegrube haben kann. Ich denke, das stammt aus einer größeren Leckage - aus einer auseinandergerutschte Rücklaufleitung etwa...
Wieviel LHM füllst du derzeit auf 1000 km denn nach?
Chris
Beiträge: 537
Registriert: So 20. Aug 2006, 08:45

Re: Leck in der Lenkung. Wie dramatisch ist das?

Beitrag von Chris »

hebt einen Tischlerfinger hoch:
Meine Lenkung ist trocken (von Kunz & Häfliger)

Gruss
Chrigu
DS 21 i.e. HA 1972, Sable métallise
symphatique
Beiträge: 1656
Registriert: Do 15. Feb 2007, 23:51

Re: Leck in der Lenkung. Wie dramatisch ist das?

Beitrag von symphatique »

Beim googeln nach "Autowindel" aufgetaucht:

http://www.clipfish.de/video/553804/windel-boxenstopp/1
"Das is´nich´kaputt! Das kann man reparieren!"
Sebastian
Beiträge: 37
Registriert: Sa 14. Jan 2006, 23:03

Re: Leck in der Lenkung. Wie dramatisch ist das?

Beitrag von Sebastian »

... und einen zweiten Finger für meine Lenkung - die leckt nicht im Geringsten, die Manschetten und der Lenkungskopf sind absolut trocken. Meine stammt von Herrn Petermann und hat jetzt etwa 15.000km runter...

Gruss

Sebastian

P.S. Ich persönlich würde von einer Bewegungsfahrt Abstand nehmen und die Leckage beseitigen - LHM im Motorraum ist eine Sauerei und wie schon gesagt, gefährlich, wenn es auf die Bremsbeläge bzw. Scheiben kommt - ausserdem kannst Du die Beläge dann wegwerfen...
sebastianklaus
Beiträge: 1288
Registriert: Sa 28. Okt 2006, 09:41

Re: Leck in der Lenkung. Wie dramatisch ist das?

Beitrag von sebastianklaus »

Hallo,
ich habe mir vor 18 oder 19 Jahren eien Lenkung von H. Petermann machen lassen, da ist jetzt der dritte Tischlerfinger fällig. Ich bin damit vielliecht 100.000 km gefahren.
Ich schließe mich der Meinung meines Namensvettern an:
so eine Riesen-Leckage findet man doch schnell. Ich wickle immer Papier- Küchentücher um alle verdächtigen Faltenbälge oder flexiblen Leitungen, nach ein paar km Fahrt ist der Übeltäter entlarvt.
Viele Grüße
Sebastian 2
cluster72
Beiträge: 228
Registriert: Fr 27. Mai 2005, 01:17

Re: Leck in der Lenkung. Wie dramatisch ist das?

Beitrag von cluster72 »

nummer 4 lebt...

hab sie aber so mit dem auto gekauft und kann daher nicht sagen, ob und wenn ja von wem sie wäre. sie ist trocken und lenkt...was soll sie sonst auch machen?
cluster72 (alex b./leipzig/dspecial/11/70/weiß/schwarz)
tomsail
Beiträge: 2236
Registriert: Di 4. Sep 2007, 13:45

Re: Leck in der Lenkung. Wie dramatisch ist das?

Beitrag von tomsail »

huhu alle!

meine lenkungen sind auch dicht!
habe derer drei. eine aus dem auto und zwei "zugelaufene".
liegen alle drei seit november 2007 in einem karton und der ist bisher von aussen noch trocken! :-)

grüße
thomas
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