Hallo Robert,
nein, mein Motor ist nicht fest. Im Gegenteil, fast nicht vorhandene Verbrennungsrückstände an Kolbenboden und Kopfkalotte, sehr schöne Zylinderlaufbahnen, einwandfreie Stößelbecher, das sieht gut aus. Die Nockenwelle ist am Stützlager auch titop, die Vielkeiwelle makellos.
Gut dann lasse ich die Kerzenrohre drin, und die Kipphebelstehbolzen auch und besuche mal den Instandsetzer zum panen.
Die Stehbolzen an den Kanälen habe ich natürlich dringelassen. Repbuch habe ich auch.
Aber wie bekomme ich den Schmodder aus dem Motor ohne die Büchsen rauszunehmen? Ichhabe Sorge die jemals wieder dicht reinzubekommen....
Der Motor wo der ominöse Anlasser dranhängt ist übrigens ein 21iger von 1967 Typ DX
Gruß
bernd
5 Fragen während der Mootorüberholung...
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Louis de Funes
- Beiträge: 219
- Registriert: Sa 10. Nov 2007, 18:45
Re: 5 Fragen während der Mootorüberholung...
Louis de Funes schrieb:
> Aber wie bekomme ich den Schmodder aus dem Motor
> ohne die Büchsen rauszunehmen? Ichhabe Sorge die
> jemals wieder dicht reinzubekommen....
>
ich denke, Du musst Dich entscheiden: Entweder den Motor komplett auseinander nehmen und neu abdichten, oder wieder zusammenbauen und die Chemie bemühen. Letzteres ist wohl die einfachere Lösung, vor allem, wenn der Block noch eingebaut sein sollte. Ich würde ihn auseinandernehmen. Dicht kriegt man den Motor in jedem Fall wieder, man muss nur alles schön sauber machen. Du kannst die Lager kontrollieren und ggfls erneuern und, wenn Du evtl. ein neues gebrauchtes Schwungrad verwenden musst, kannst Du die Kurbelwelle auswuchten lassen.
Der Anlasser ist völlig korrekt für das Baujahr, man kann ihn aber durch einen späteren ersetzen. Es gibt da unterschiedliche Versionen, und dazu auch unterschiedliche Zahnkränze, also kann das eine das andere ergeben.
Grüsse
Robert
> Aber wie bekomme ich den Schmodder aus dem Motor
> ohne die Büchsen rauszunehmen? Ichhabe Sorge die
> jemals wieder dicht reinzubekommen....
>
ich denke, Du musst Dich entscheiden: Entweder den Motor komplett auseinander nehmen und neu abdichten, oder wieder zusammenbauen und die Chemie bemühen. Letzteres ist wohl die einfachere Lösung, vor allem, wenn der Block noch eingebaut sein sollte. Ich würde ihn auseinandernehmen. Dicht kriegt man den Motor in jedem Fall wieder, man muss nur alles schön sauber machen. Du kannst die Lager kontrollieren und ggfls erneuern und, wenn Du evtl. ein neues gebrauchtes Schwungrad verwenden musst, kannst Du die Kurbelwelle auswuchten lassen.
Der Anlasser ist völlig korrekt für das Baujahr, man kann ihn aber durch einen späteren ersetzen. Es gibt da unterschiedliche Versionen, und dazu auch unterschiedliche Zahnkränze, also kann das eine das andere ergeben.
Grüsse
Robert
'59 DS 19/'66 ID 19/'68 DS 21 Pallas/'71 SM /'71 SM in Arbeit/'84 Renault R4F6 in Arbeit/'96 Saab 900 CV/'98 BMW 1100 GS
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Gerhard Trosien
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Re: 5 Fragen während der Mootorüberholung...
Noch mal Thema Anlasser:
ich habe mir einen Anlasser von D.Sassen besorgt, der ist für den C35 gedacht. Er dreht deutlich schneller, als die DS-Anlasser. Man muss nur ein kurzes Kabel vom dicken Anschluss zum Anschluss des Einrückschalters verlegen, wenn man das Anlasserelais am Pluspol des Akku hat.
ich habe mir einen Anlasser von D.Sassen besorgt, der ist für den C35 gedacht. Er dreht deutlich schneller, als die DS-Anlasser. Man muss nur ein kurzes Kabel vom dicken Anschluss zum Anschluss des Einrückschalters verlegen, wenn man das Anlasserelais am Pluspol des Akku hat.
Re: 5 Fragen während der Mootorüberholung...
Ich habe den Bendix-Anlasser auch drin: ID19 von 10/67. Viele Adventsgrüsse!
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Louis de Funes
- Beiträge: 219
- Registriert: Sa 10. Nov 2007, 18:45
Re: 5 Fragen während der Mootorüberholung...
Robert Kruse schrieb:
> ich denke, Du musst Dich entscheiden: Entweder den
> Motor komplett auseinander nehmen und neu
> abdichten, oder wieder zusammenbauen und die
> Chemie bemühen.
Hallo Robert,
ichhabe schon etnschieden: Der Block ist ja raus und komplett abgestrippt. Das Triebwerk war in einwandfreiem Zustand, alle Lager tiptpp bis auf das Kettenseitige Nockenwellenlager: Im Block ok, auf der Welle mit bösen Riefen. Entölt ist kein Spiel fühlbar. Ich hoffe der Instandsetzer kann die Lagerstelle plieren und dann ist es wieder gut. Die Nockenwelle schlägt am Riemenscheibenende nur 0,004mm, das ist sehr gut. Kolben ohne Riefen, Zylinderlaufbahnen sind sehr gut, keine Durchblasfarben an den Kolben, Stößelbecher wie neu, Nocken wie neu, unten im Motor fast keine Ablagerungen, kurz: Auf der Ölseite síehts gut aus.
Auf der Wasserseite nicht: Das Gehäuseinnere, die Laufbüchsen, alles total verschmoddert und schwer angerostet. Die meisten Wasserkanäle zwischen Block und Kopf waren dicht und mußten freigestoßen werden. Ich könnte den Block wunderbar reinigen wenn ich die Laufbüchsen rausnehme. Doch davor habe ich Sorge: Bekomme ich das jemals wieder dicht bei der fortgeschrittenen Korrosion??? Ich möchte Kolben und Zylinder weiterverwenden, nur neue Ringe sollen drauf. Höhenspiel der Kolbenringe ist ok, Konizität am Kolben auch, Unrundheit der Bohrung auch ok, Kolbenringstoßspiel im Zylinder mit 0,8mm zu hoch = Ringe verschlissen.
Wer hat schonmal die nassen Laufbüchsen gewechselt und kann mir was dazu sagen?
Gruß
Bernd
> ich denke, Du musst Dich entscheiden: Entweder den
> Motor komplett auseinander nehmen und neu
> abdichten, oder wieder zusammenbauen und die
> Chemie bemühen.
Hallo Robert,
ichhabe schon etnschieden: Der Block ist ja raus und komplett abgestrippt. Das Triebwerk war in einwandfreiem Zustand, alle Lager tiptpp bis auf das Kettenseitige Nockenwellenlager: Im Block ok, auf der Welle mit bösen Riefen. Entölt ist kein Spiel fühlbar. Ich hoffe der Instandsetzer kann die Lagerstelle plieren und dann ist es wieder gut. Die Nockenwelle schlägt am Riemenscheibenende nur 0,004mm, das ist sehr gut. Kolben ohne Riefen, Zylinderlaufbahnen sind sehr gut, keine Durchblasfarben an den Kolben, Stößelbecher wie neu, Nocken wie neu, unten im Motor fast keine Ablagerungen, kurz: Auf der Ölseite síehts gut aus.
Auf der Wasserseite nicht: Das Gehäuseinnere, die Laufbüchsen, alles total verschmoddert und schwer angerostet. Die meisten Wasserkanäle zwischen Block und Kopf waren dicht und mußten freigestoßen werden. Ich könnte den Block wunderbar reinigen wenn ich die Laufbüchsen rausnehme. Doch davor habe ich Sorge: Bekomme ich das jemals wieder dicht bei der fortgeschrittenen Korrosion??? Ich möchte Kolben und Zylinder weiterverwenden, nur neue Ringe sollen drauf. Höhenspiel der Kolbenringe ist ok, Konizität am Kolben auch, Unrundheit der Bohrung auch ok, Kolbenringstoßspiel im Zylinder mit 0,8mm zu hoch = Ringe verschlissen.
Wer hat schonmal die nassen Laufbüchsen gewechselt und kann mir was dazu sagen?
Gruß
Bernd
Fragen eines lesenden Arbeiters
Hallo Bernd,
ich würde das nicht schreiben, wenn ich es nicht schon einmal getan hätte - allerdings nur einmal. Jetzt sitzen Deine Buchsen zwar schön fest im Schmodder, aber ich kann mir vorstellen, dass sich schon durch die mechanische Belastung, die Deine bisherigen Arbeiten zwangsläufig mit sich gebracht haben werden, die Buchsen schon irgendwie im Block "gearbeitet" haben und sich so die Gefahr von Undichtigkeiten im Bereich der Fussdichtung deutlich erhöht hat. Wie heisst es so schön, Angst ist ein schlechter Ratgeber, also raus damit. Im schlimmsten Fall, also wenn die Dichtfläche der Buchse zu stark angegriffen ist, könnte ich Dir sogar mit einer oder zwei gebrauchten 21er Laufbuchsen aushelfen - bei mir war ein Kolben so unlösbar fest, dass ich mir neue Laufgarnituren kaufen musste.
Grüsse
Robert
ich würde das nicht schreiben, wenn ich es nicht schon einmal getan hätte - allerdings nur einmal. Jetzt sitzen Deine Buchsen zwar schön fest im Schmodder, aber ich kann mir vorstellen, dass sich schon durch die mechanische Belastung, die Deine bisherigen Arbeiten zwangsläufig mit sich gebracht haben werden, die Buchsen schon irgendwie im Block "gearbeitet" haben und sich so die Gefahr von Undichtigkeiten im Bereich der Fussdichtung deutlich erhöht hat. Wie heisst es so schön, Angst ist ein schlechter Ratgeber, also raus damit. Im schlimmsten Fall, also wenn die Dichtfläche der Buchse zu stark angegriffen ist, könnte ich Dir sogar mit einer oder zwei gebrauchten 21er Laufbuchsen aushelfen - bei mir war ein Kolben so unlösbar fest, dass ich mir neue Laufgarnituren kaufen musste.
Grüsse
Robert
'59 DS 19/'66 ID 19/'68 DS 21 Pallas/'71 SM /'71 SM in Arbeit/'84 Renault R4F6 in Arbeit/'96 Saab 900 CV/'98 BMW 1100 GS
Re: 5 Fragen während der Mootorüberholung...
Noch mal zum Anlasser. Die alten Anlasser haben 10 Zähne, die neuen 9, der Wechsel war ca 1968. Ich würde den Anlasser zerlegen und instandsetzen und eventuell eine gebrauchte Schwungscheibe (mit passender Zähnezahl!) besorgen. Die Anlasser arbeiten problemlos, selbst wenn die Batterie schlapp ist.
Du könntest mit Zitronensäure oder Essig versuchen den Wasserkreislauf zu reinigen. Die Laufbuchsen lockern sich nicht so schnell, bzw. dicht bekommt man sie bestimmt wieder.
Gruß Uli
Du könntest mit Zitronensäure oder Essig versuchen den Wasserkreislauf zu reinigen. Die Laufbuchsen lockern sich nicht so schnell, bzw. dicht bekommt man sie bestimmt wieder.
Gruß Uli