20W 50
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sebastianklaus
- Beiträge: 1288
- Registriert: Sa 28. Okt 2006, 09:41
Re: 20W 50
Liebe Kollegen,
ich bin Maschinenbauingenieur und habe vor vielen Jahren am Lehrstuhl einer TU studiert, die sich speziell mit der erprobung von Schmiermitteln von Ottomotoren beschaeftigt hat.
Ich habe noch immer die Worte meines alten Professors in der Vorlesung "Verbrennungskraftmaschinen" im Ohr, der sagte:
"Sofern die Klassifikation SF-CC stimmt, fuellen Sie immer schoen das allerbilligste Oel ein und machen Sie lieber mal oefter einen Oelwechsel, anstatt teures Oel zu verwenden."
Das mache ich nun bei meinen DS seit nunmehr 25 Jahren. Immer schoen das billigste vom Baumarkt und alle 5000 km kommt es raus (natuerlich incl. Filter).
Ich nehme immer gern etwas dickeres Oel, um auf Nr. sicher zu gehen (20W50), zumal ich im Winter selten fahre. Die Motoren werden behutsam warm gefahren und gut ist.
Ich habe mir noch niemals irgend einen Motor beschaedigt und so werde ich es auch in Zukunft machen. Und es kommen einige 100.000 km zusammen in all den Jahren.
Das Argument, dass man duennfluessiges Oel fahren muesse, weil im ersten Moment des Startens die Reibflaechen nicht benetzt seien, ist fuer mich nicht nachvollziehbar:
Egal, wie lange der Motor steht, es ist immer Oel in allen Leitungen, da das Oel aus den Leitungen oberhalb der Oelpumpe nicht raus fliessen kann, denn die Oelpumpe ist ein"Verdraenger" (Zahnradpumpe) und keine Turbopumpe. Es kommt im allerersten Moment eben nur nicht so viel Oel nach, weil die Oelpumpe neues Oel aus dem Sumpf erst ansaugen muss. In so einem Fall von Mangelschmierung im ersten Moment des Anlassens ist es natuerlich immer besser, moeglichst dickes Oel zu haben, um den Schmierfilm nicht abreissen zu lassen.
Aber wenn man nach sehr langem Stehen des Motors erst mal alle Zuendkerzen heraus dreht und dann den Motor vorsichtig von Hand oder auch per Anlasser durch dreht, kann aber doch wirklich nichts passieren.
Ich finde die Diskussion ueber das Oel hier ehrlich gesagt viel zu aufgeregt: es ist meines Erachtens eigentlich gar kein Thema, jedenfalls nicht beim halbwegs modernen (fuenffach gelagerten) DS- Motor.
Viele Gruesse
Sebastian
ich bin Maschinenbauingenieur und habe vor vielen Jahren am Lehrstuhl einer TU studiert, die sich speziell mit der erprobung von Schmiermitteln von Ottomotoren beschaeftigt hat.
Ich habe noch immer die Worte meines alten Professors in der Vorlesung "Verbrennungskraftmaschinen" im Ohr, der sagte:
"Sofern die Klassifikation SF-CC stimmt, fuellen Sie immer schoen das allerbilligste Oel ein und machen Sie lieber mal oefter einen Oelwechsel, anstatt teures Oel zu verwenden."
Das mache ich nun bei meinen DS seit nunmehr 25 Jahren. Immer schoen das billigste vom Baumarkt und alle 5000 km kommt es raus (natuerlich incl. Filter).
Ich nehme immer gern etwas dickeres Oel, um auf Nr. sicher zu gehen (20W50), zumal ich im Winter selten fahre. Die Motoren werden behutsam warm gefahren und gut ist.
Ich habe mir noch niemals irgend einen Motor beschaedigt und so werde ich es auch in Zukunft machen. Und es kommen einige 100.000 km zusammen in all den Jahren.
Das Argument, dass man duennfluessiges Oel fahren muesse, weil im ersten Moment des Startens die Reibflaechen nicht benetzt seien, ist fuer mich nicht nachvollziehbar:
Egal, wie lange der Motor steht, es ist immer Oel in allen Leitungen, da das Oel aus den Leitungen oberhalb der Oelpumpe nicht raus fliessen kann, denn die Oelpumpe ist ein"Verdraenger" (Zahnradpumpe) und keine Turbopumpe. Es kommt im allerersten Moment eben nur nicht so viel Oel nach, weil die Oelpumpe neues Oel aus dem Sumpf erst ansaugen muss. In so einem Fall von Mangelschmierung im ersten Moment des Anlassens ist es natuerlich immer besser, moeglichst dickes Oel zu haben, um den Schmierfilm nicht abreissen zu lassen.
Aber wenn man nach sehr langem Stehen des Motors erst mal alle Zuendkerzen heraus dreht und dann den Motor vorsichtig von Hand oder auch per Anlasser durch dreht, kann aber doch wirklich nichts passieren.
Ich finde die Diskussion ueber das Oel hier ehrlich gesagt viel zu aufgeregt: es ist meines Erachtens eigentlich gar kein Thema, jedenfalls nicht beim halbwegs modernen (fuenffach gelagerten) DS- Motor.
Viele Gruesse
Sebastian
Re: 20W 50
Uwe,
du hast recht! Das habe ich übersehen!
Wie schon geschrieben, hat mich die Art Dietmars, wie er andere Meinungen oder Leute als dumm darstellt, zu meinem unsachlichen Beitrag veranlasst. Vielleicht bin ich aber auch überempfindlich.
Zum Thema 20W50 contra 15W40 hat zum Beispiel DR. D mal genau die entgegengesetzte Meinung wie Dietmar vertreten.
Zu meiner Information:
Wird zum Beispiel in der Schweiz "Masse" (kg) und "Maße" (Länge) gleich geschrieben?
pit
du hast recht! Das habe ich übersehen!
Wie schon geschrieben, hat mich die Art Dietmars, wie er andere Meinungen oder Leute als dumm darstellt, zu meinem unsachlichen Beitrag veranlasst. Vielleicht bin ich aber auch überempfindlich.
Zum Thema 20W50 contra 15W40 hat zum Beispiel DR. D mal genau die entgegengesetzte Meinung wie Dietmar vertreten.
Zu meiner Information:
Wird zum Beispiel in der Schweiz "Masse" (kg) und "Maße" (Länge) gleich geschrieben?
pit
Re: 20W 50
Moin...
...da ich das jetzt gerade gelesen habe gebe ich auch noch meinen Senf dazu:
ich gebe meiner 67er das standard 15W40 (bevorzugt LiquiMoly - weiß auch nicht genau warum, warscheinlich weil`s so schön klingt)
Habe aber mal für meinen damaligen 65er Pontiac von LiquiMoly das 20W50 gekauft für nicht allzu großes Geld im "Bauhaus" - das ist allerdings schon ein paar jährchen her und hatten das auch damals schon nicht immer..............
(Aber gut zu wissen das es das bei Toom gibt - laut MenrathU)
schöne Grüße aus Hamburg
>> Cordula
...da ich das jetzt gerade gelesen habe gebe ich auch noch meinen Senf dazu:
ich gebe meiner 67er das standard 15W40 (bevorzugt LiquiMoly - weiß auch nicht genau warum, warscheinlich weil`s so schön klingt)
Habe aber mal für meinen damaligen 65er Pontiac von LiquiMoly das 20W50 gekauft für nicht allzu großes Geld im "Bauhaus" - das ist allerdings schon ein paar jährchen her und hatten das auch damals schon nicht immer..............
(Aber gut zu wissen das es das bei Toom gibt - laut MenrathU)
schöne Grüße aus Hamburg
>> Cordula
Re: 20W 50
Pit schrieb:
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> Wird zum Beispiel in der Schweiz "Masse" (kg) und
> "Maße" (Länge) gleich geschrieben?
Definitiv, Pit!
Die Bedeutung muss man dann aus dem Kontext ersehen.
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> Wird zum Beispiel in der Schweiz "Masse" (kg) und
> "Maße" (Länge) gleich geschrieben?
Definitiv, Pit!
Die Bedeutung muss man dann aus dem Kontext ersehen.
Beste Grüße, Uwe
- Stephan J.
- Beiträge: 922
- Registriert: Di 7. Jun 2005, 18:34
Re: 20W 50
Gibt es in der Schweiz denn generell kein "ß"?
Stephan J.
--------------------------------------------------------
Citroën ID 19 B, EZ 19.05.1969 ("Der Frosch")
Citroën C5 Break 2.0i 16V, EZ 16.05.2006
Opel Olympia Rekord P1, EZ 18.02.1959
http://www.buch-jaenicke.de
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http://www.buch-jaenicke.de
Re: 20W 50
Hallo Stephan - nein, gab und gibt es generell nicht (also auch schon vor der Rechtschreibreform) - und auch keine grossen Umlaute (dafuer ermoeglichen die Tastaturen franzoesisch zu schreiben) - und das interessante dabei ist: das funktionniert ohne Missverstaendnisse, obwohl das den Deutschen schwer zu vermitteln ist (siehe oben
.
Sagt ein Deutscher der aus der Schweiz kommt.
Und nun zurueck zum Oel: So wie ich das verstehe, stimmt das oben gesagte alles unter der Annahme, dass die neuen Oele immer besser werden (Neudeutsch: backwards compatible) - das war bisher offensichtlich auch immer so (die neue API-Norm hat immer alle Anforderungen der alten Norm uebertroffen und konnte somit immer bedenkenlos in Motoren verwendet werden, die fuer die alte Norm ausgelegt waren) - nun jedoch offensichtlich nicht mehr, da die ganz neuen Oele eben einen geringeren Anteil dieser jetzt mal ganz unwissenschaftlich "Hochdruckschmierstoffe", z.B. ZDDP, enthalten, um die Lebensdauer des Kats zu erhoehen. Neuen Motoren macht das nichts aus, da die Kipphebel ueber Rollen auf der Nockenwelle laufen - fuer Motoren mit Tassenstoesseln scheint das neue Oel jedoch ungeeignet.
Da hilft es nichts zu sagen, dass man mit dem billigsten 20W-50 bisher immer problemlos gefahren ist (ich auch!) - da das ja niemand bestreitet - Til
Sagt ein Deutscher der aus der Schweiz kommt.
Und nun zurueck zum Oel: So wie ich das verstehe, stimmt das oben gesagte alles unter der Annahme, dass die neuen Oele immer besser werden (Neudeutsch: backwards compatible) - das war bisher offensichtlich auch immer so (die neue API-Norm hat immer alle Anforderungen der alten Norm uebertroffen und konnte somit immer bedenkenlos in Motoren verwendet werden, die fuer die alte Norm ausgelegt waren) - nun jedoch offensichtlich nicht mehr, da die ganz neuen Oele eben einen geringeren Anteil dieser jetzt mal ganz unwissenschaftlich "Hochdruckschmierstoffe", z.B. ZDDP, enthalten, um die Lebensdauer des Kats zu erhoehen. Neuen Motoren macht das nichts aus, da die Kipphebel ueber Rollen auf der Nockenwelle laufen - fuer Motoren mit Tassenstoesseln scheint das neue Oel jedoch ungeeignet.
Da hilft es nichts zu sagen, dass man mit dem billigsten 20W-50 bisher immer problemlos gefahren ist (ich auch!) - da das ja niemand bestreitet - Til
OT:Umlaute in der Schweiz
Bei uns kommt man tatsächlich ohne ß aus, grossgeschriebene Umlaute aber gibts schon - man muss nur wissen wo man sie auf der Tastatur findet... 
es GrÜsst
Chris
es GrÜsst
Chris
DS 21 i.e. HA 1972, Sable métallise
Re: 20W 50
Hallo Chris - ich war da von meiner alten Schreibmaschine ausgegangen - auf dem Computer finde ich sie auch
- Til
Re: 20W 50
fahre zwar seit Jahren 15W40, wer aber lieber 20W50 möchte:
Pentolub 20W-50 Classic Motorenöl
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Gruß
patric
patric
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Thorsten Graf Verified
- Beiträge: 588
- Registriert: Di 31. Okt 2006, 21:43
Re: 20W 50
Gab es heute bei Real in Düsseldorf für 19,90 EUR. Ob der Preis auch bei anderen Märkten gilt, weiß ich aber nicht. Dort war das ein Sonderangebot, begrenzt bis morgen.
Gruß,
Thorsten
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> Gruß
> patric
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Thorsten
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