Mal etwas Grundsätzliches zur Fehlersuche: Ganz egal ob mechanischer oder elektronischer Regler. Die zu prüfende Spannung wird gegen eine Referenzspannung verglichen, bzw. geregelt. Beim mech. Regler ist die Ref.-Spannung ersatzweise ein Relais, welches bei ca. 13.8 Volt schaltet.
Die zu prüfende Spannung (soll= 13.8 V) wird am Bordnetz abgegriffen. Bei der DS/ID geschieht das an der Zündspule. Dieser Abgreifpunkt befindet sich elektrisch nach dem Zündschloss um eine Entladung des Akkus nach dem Abstellen des Autos, zu verhindern.
Der Nachteil ist, dass der Strom vom Generator bis zur Zündspule über einige Kontaktstellen fliessen muss. Wie hier schon beschrieben, entstehen an diesen Kontaktstellen Übergangwiderstände, an denen Spannung abfällt.
Wäre die Sache statisch, würde der Regler die Generatorspannung soweit hochregeln, dass am Abgreifpunkt/Messpunkt auch die 13.8 Volt anliegen. Der Generator würde aber 13.8 Volt + Spannungsabfall-Volt hochfahren. Das können dann durchaus z.B. ca. 16 Volt werden. Da die gesamte Anlage aber dafür nicht ausgerichtet ist, wird das gesamte System "wackeln".
Jetzt komme ich aber zum eigentlichen Punkt: Ist die Strombelastung aber nicht statisch, ändert sich auch die zu messende Spannung (Abgreifspannung/ Messspannung) und der Regler regelt 'rauf und 'runter. Entsprechend der Belastung wird also nachgeregelt.
Und genau diese Belastung kann z.B. von der Zündspule kommen. Im Leerlauf liefert der Generator sehr wenig Leistung. Gleichzeitig zieht aber die Zündspule über die mechanischen Kontakte im Verteiler einen hohen Strom. Der Schliesswinkel und damit die Einschaltzeit ist rel. lang und die Zündspule zieht einen rel. hohen Strom. Jetzt haben wir am Abgreifpunkt/Zündspule eine dyn. Belastung die sich über die Summe der Übergangswiderstände bemerkbar macht und die der Regler ausregelt. Oft ist dann dieses Flackern synchron zur niedrigen Drehzahl.
Wenn in solch einer elektrischen Anlage jetzt die Lampen Flackern, ist das ein Zeichen, dass der Regler richtig arbeitet! Viele schmeissen jetzt den Regler in den Müll
Um die ganze Sache einmal einzukreisen, braucht man nur die Fühlerleitung vom Regler direkt an den Akku anklemmen. Ist jetzt das Flackern weg, sind es die Spannungsabfälle. Ist das Flackern noch vorhanden, muss ein nächster Lösungsansatz her.
Ich persönlich würde in keinem Fall einen elektronischen Regler einsetzten. Dafür sind die mechanischen einfach zu schön und zu leicht einzustellen.
Und noch etwas: Das Schwanken einer Bordspannung wird NICHT vom Akku gepuffert/abgefangen/kompensiert. Der Akku liefer nur Strom, wenn die Bordspannung auf ca. 12 Volt abfällt. Die Bordspannung, also die Generatorspannung, beträgt aber ca. 14 Volt. Von den Bedingen her ist es so, als ob garkein Akku angeschlossen wäre. Daher auch der Begriff "Startbatterie".
HUF