Zylinderkopf DY

Diskussionen rund um's Thema...
Til

Zylinderkopf DY

Beitrag von Til »

Hallo,

meine DS 19A, BJ 67 qualmt ziemlich. Da Kompression etc. alles OK, dürfte es sich wahrscheinlich um die Ventilschaftdichtungen halten.

Habe nun einen DY-Kopf aus späteren Jahren (69?, Ansugstutzen für Einfach-Vergaser, innere Ansaugbrücke) bekommen. Dieser soll angeblich bereits Ventilschaftdichtungen haben.

Würde diesen gerne aufarbeiten lassen und dann montieren!

Frage: Sind die Köpfe austauschbar? Wie erkenne ich, ob Ventilschaftdichtungen eingebaut sind und welche? Auf was sollte beim Aufarbeiten geachtet werden?

Besten Dank für Antworten, bin gespannt!

Til

PS: siehe auch Nachfrage nach DY2 Zylinderkopf!
Til

Re: Zylinderkopf DY

Beitrag von Til »

Nachtrag: eigentlich weiss ich nicht, woher der Zylinderkopf kommt, könnte also auch von einer DV sein. Fest steht, dass er eine innere Ansaugbrücke hat und der Ansaugstutzen für einen Einfachvergaser ist.

Selbstverständlcih hat der Kopf auch keine Risse, es würde sich also durchaus lohnen!

Til

PS: Jürgen, Du kannst mir hier doch sicherlich weiterhelfen ;-)))
Gerhard Klaus
Beiträge: 238
Registriert: Mo 10. Feb 2003, 10:17

Zylinderkopf DV

Beitrag von Gerhard Klaus »

Hallo!

ich "hänge" mich mal an Tils etwas ältere Frage an (wie ging das eigentlich aus?) und würde gerne in Erfahrung bringen, wieviel Aufwand und Kosten das Wechseln der Ventilschaftdichtungen bei einem DV-Motor BJ'68 bedeutet.
Der Kopf ist bereits ausgebaut.
Ist es dabei auch nötig, die Ventile bzw. Ventilsitze zu schleifen oder den Kopf zu planen?
Wer macht so was und wie lange dauert es?
Hat das von Euch schonmal einer selbst gemacht?

Wollte meiner alten Dame eigentlich pünktlich zum 1.10. das Rauchen abgewöhnen, aber daraus wird wohl nichts :-(

Viele Grüße,
Gerhard
Til Verified
Beiträge: 797
Registriert: So 30. Jan 2005, 02:22

Re: Zylinderkopf DY

Beitrag von Til Verified »

Hallo Gerhard - es ging gut aus ( ist das wirklich schon 5 Jahre her?) - es ist ein DV Zylinderkopf, der wegen der Verdichtung etwas grosszuegig geplant wurde - das Qualmen ist voellig weg und leistungsmaessig kann ich keinen Unterschied feststellen.

Wenn Du schon die abziehbaren Ventilschaftdichtungen hast (ich bin nicht sicher, ob das 68 schon der Fall ist), kannst Du den Wechsel theoretisch bei eingebautem Kopf machen (lassen) - dazu muessen die Ventile entweder durch Pressluft oder mit einem speziellen Hebel via Kerzenloch geschlossen gehalten werden, waehrend man die Ventilfedern ausbaut - dann kommt man an die Ventilschaftdichtungen direkt dran - ob das praktisch sinnvoll ist weiss ich nicht - es muessen ja sicher die Zylinderkopfschrauben geloest werden (um die Kipphebel aus dem Weg zu schaffen) und dann koennte es einfacher sein, den Zylinderkopf gleich auszubauen, zu planen, die Ventilsitze und Ventile zu ueberpruefen (evtl. nachschleifen), die Ventile einzuschleifen, und das ganze mit einer neuen Dichtung wieder draufzuschrauben. Wenn Dir eine Zylinderkopfschraube abreisst, bleibt Dir eh nicht anderes uebrig.

Viel Erfolg - Til
Gerhard Klaus
Beiträge: 238
Registriert: Mo 10. Feb 2003, 10:17

Re: Zylinderkopf DY

Beitrag von Gerhard Klaus »

Hallo Til,

danke für Deine schnelle Antwort zu so später Stunde. Sieht ja so aus, als hätte ich genau die gleiche Kombination wie Du.
Der Kopf ist schon draußen, aber es gibt wohl irgendwelche Probleme beim Ausbau der Ventile (mir wurde nur berichtet). Die Spannung der Federn ist zu stark.
Gibt es da einen Trick oder fehlt da nur das Spezialwerkzeug?

Viele Grüße,
Gerhard
Gerhard
Til Verified
Beiträge: 797
Registriert: So 30. Jan 2005, 02:22

Re: Zylinderkopf DY

Beitrag von Til Verified »

Hallo Gerhard - die spaete Stunde kommt von der Zeitverschiebung (bin in Boston) - zum Zusammendruecken der Ventilfedern braucht man eine Zange, die jedoch jeder, der an Zylinderkoepfen arbeitet, hat (also kein DS-Spezialwerkzeug).

Viel Erfolg - Til
Gerhard Klaus
Beiträge: 238
Registriert: Mo 10. Feb 2003, 10:17

Zylinderkopf DV

Beitrag von Gerhard Klaus »

Hallo Til,

so wie's aussieht ist mein DV-Zylinderkopf älter als Deiner. Der Mann von der Motoreninstandsetzungsfirma sagte, der Kopf hat gar keine Ventilschaftdichtungen, nur die Gummis (ob eingangs- oder ausgangsseitig, hab ich vergessen). Wird also teuer, da die Ventilschaftdichtungen dorthin müssen, wo keine waren, also der Platz dafür noch geschaffen werden muss.

Vom "Spenderauto" weiss ich leider nur, dass es eine ID19B mit verglaster Front war. Frage an alle - Hatten die alle keine Ventilschaftdichtungen oder gab es später welche? Und ab wann?

Hoffentlich bald mit Nichtraucherauto,
Gerhard
Gerhard
Til Verified
Beiträge: 797
Registriert: So 30. Jan 2005, 02:22

Re: Zylinderkopf DY

Beitrag von Til Verified »

Hallo Gerhard - die Suche nach Ventilschaftdichtung hat foglenden Beitrag von Jürgen hervorgebracht:

"Wenn dein Motor in deiner DS original ist, hast er Ventilschaftdichtungen!
Du schriebst doch, er sei vom Mj 68, die Umstellung von ohne auf mit war 5/67, also zum Ende des Mj 67."

5/67 gab es mW noch keine 3. Front - allerdings kann manches bei den ID etwas spaeter gekommen sein und nach 40 Jahren weiss man auch nicht so genau, ob das noch der originale Kopf ist.

Anyway - all das hilft Dir nicht, da sich der Umbau (neue Ventilschaefte, wahrscheinlich andere Ventile, Teller und Federn) wahrscheinlich nicht lohnt. Vom Austausch der Gummiringe wurde mir damals glaube ich abgeraten, da das nicht lange haelt (bzw. nicht mehr den heutigen Anforderungen an Auspuffgase entspricht).

Bleibt weitersuchen? Viel Erfolg - Til
Gerhard Klaus
Beiträge: 238
Registriert: Mo 10. Feb 2003, 10:17

Re: Zylinderkopf DY

Beitrag von Gerhard Klaus »

Hallo Till,

vielen Dank für Deine Antwort! Ich habe mein Thema in ein getrenntes ausgekoppelt, da es etwas komplizierter wird...

Viele Grüße,
Gerhard
Gerhard
MenrathU Verified
Beiträge: 1490
Registriert: Do 2. Jan 2003, 01:53

Re: Zylinderkopf DY

Beitrag von MenrathU Verified »

Til schrieb:
-------------------------------------------------------
> Anyway - all das hilft Dir nicht, da sich der
> Umbau (neue Ventilschaefte, wahrscheinlich andere
> Ventile, Teller und Federn) wahrscheinlich nicht
> lohnt. Vom Austausch der Gummiringe wurde mir
> damals glaube ich abgeraten, da das nicht lange
> haelt (bzw. nicht mehr den heutigen Anforderungen
> an Auspuffgase entspricht).

Moin,

man benötigt weder neue Ventile noch Federn, Teller etc. Ein begnadeter und motivierter Motorenbauer wird die neuen Führungen, welche bei einer Instandsetzung sowieso fällig sind, auf der Drehmaschine entsprechend bearbeiten. Geht nicht? Been there, done that - meine BMW, im Original ebenfalls ohne Ventilschaftdichtungen, fährt seit nunmehr gut zwei Jahren mit ihnen spazieren.

Beste Grüße, Uwe
Antworten