Ausbau Federkugel

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j-cruiser
Beiträge: 11
Registriert: Mo 10. Feb 2003, 20:58

Ausbau Federkugel

Beitrag von j-cruiser »

Nachdem das schöne Wetter mich in den letzten Wochen davon abgehalten hat, endlich die Demontage meiner DS zu vollenden habe ich mich am Wochenende mal wieder an das Objekt der Begierde herangewagt.
Dabei bin ich auf ein Problem gestossen, dass ich wohl nur mit Hilfe der Erfahrung einiger unerschrockener DS-Schrauber lösen kann.

Beim Ausbau der Federkugeln angelangt, mußte ich festsellen, dass sich die vordere rechte Federkugel einfach nicht vom Federzylinder trennen möchte. Weder diverse Hilfsmittel ( von Caramba bis zum Ölfilterschlüssel) noch gutes Zureden konnte die Federkugel davon überzeugen.

Danke schon mal für Eure tollen Tipps, die ich dann am nächsten Wochenende gerne in die Tat umsetzen werde.

leicht festgerostet grüßend
Oliver


P.S.: Ich schrecke auch vor roher Gewalt in dieser Angelegenheit nicht zurück ;-)
Sebastian

Re: Ausbau Federkugel

Beitrag von Sebastian »

Hi,

Du solltest versuchen, die Kugel unter Druck, d.h. in Normalstellung, leicht zu lösen - dafür natürlich die anderen Kugeln (oder die Neuen) wieder einbauen:-) Meist klappt es dann. Und wenn es gar nicht geht, gibt es noch die Methode mit Hammer und Meißel - diese ist aber mit Vorsicht zu genießen, da die Gefahr besteht, dass sich der Federzylinder mitdreht und Du so den Hydraulikanschluß abreißt...

Gruß

Sebastian
j-cruiser
Beiträge: 11
Registriert: Mo 10. Feb 2003, 20:58

Re: Ausbau Federkugel

Beitrag von j-cruiser »

Hallo Sebastian,

Danke für Deine Tipps.

Das Problem ist nur, dass ausser dieser einen Federkugel und dem Federzylinder nichts mehr vom ursprünglichen Fahrzeug übrig ist. Alle anderen Teile (bis hin zum Motor) habe ich bereits ausgebaut, so dass dann wohl doch nur noch die gewaltsame Entfernung der Federkugel als letztem Ausweg übrig bleibt.

Oder gibt es noch andere Methoden?

Ich weiß auch ehrlich nicht genau, wie ich die Kugel mit Hammer und Meißel vom Federzylinder entfernen kann, ohne den Federzylinder selbst zu demolieren.

Immer noch die sanfte Tour suchend,
Oliver
Robert Kruse

Re: Ausbau Federkugel

Beitrag von Robert Kruse »

Mit Hammer und Meißel ist schon viel Unheil angerichtet worden. Geht, wenn es denn sein soll, auch nur bei geschraubten Kugeln. Das einzig amtliche Werkzeug zum Ausbau der Federkugel ist die Kettenrohrzange, sowas ähnliches wie ein Ölfilterschlüssel, nur was kräftiger gebaut. Und teurer. Aber eine andere Sprache verstehen die Kugeln nicht. Wenn das Auto noch komplett ist (wäre, ich weiß, das ist jetzt für die Mitleser) fährt man es in die oberste Stellung. Dann setzt man die Zange an (hinten schräg über die Kugel) und bricht die Kugel los (ein paar mm reichen), dann den Druck ganz ablassen und Kugel lässig mit einer Hand abschrauben.
Im konkreten Fall sehe ich zwei Alternativen: Entweder hält jemand mit einer zweiten Kettenrohrzange den Zylinder gegen, oder Du lässt es, wie es ist, restaurierst die Karre und wechselst die Kugel dann als "krönenden" Abschluß (Heute ein…)

Mit dem Gruss der Rothäute:Hugh!
Robert
j-cruiser
Beiträge: 11
Registriert: Mo 10. Feb 2003, 20:58

Re: Ausbau Federkugel

Beitrag von j-cruiser »

Hallo Robert,

ich bin auch nicht unbedingt ein Freund von Hammer und Meißel. Fest steht aber, die Federkugel (und anschließend auch der Federzylinder) muss raus.

Ich bin dabei eine Totalresaturation vorzunehmen und da sollte am Ende nur noch dass Chassis übrig bleiben.

Ich habe noch einmal nachgedacht. Da ich davon ausgehe, dass die Federkugel sowieso nicht mehr die Beste ist und ausgetauscht wird, war meine Überlegung die Kugel zu durchbohren (mit einem Bohrer mit entsprechend großen Durschmesser) und anschließend eine Eisenstange duchzustecken. Schön lang, mit entsprechender Hebelwirkung müßte ich die Federkugel doch eigentlich lösen können.

Nur ist diese ja normalerweise mit Stickstoff gefüllt. Hat jemand so etwas schon einmal gemacht? Was passiert, wenn ich die Membran durchbohre?
Wieviel Druck kann denn da maximal in so einer Kugel sein?

Ist das überhaupt eine sinnvolle Lösung?

Heute (k)ein ...., aber das Bier schmeckt trotzdem ganz passabel.

Noch immer festsitzend und auf eine friedliche Lösung hoffend
Oliver
Daniel P.

Re: Ausbau Federkugel

Beitrag von Daniel P. »

hallo oliver,ich kann dir weiterhelfen, es gibt einen besseren schlüssel als die kettengliedgeschichte...
habe deine mail adresse nicht mehr,ruf mal an dieser tage.viele grüße an die gattin,daniel
Dietmar Messerschmidt

Re: Ausbau Federkugel

Beitrag von Dietmar Messerschmidt »

@ Ist das überhaupt eine sinnvolle Lösung?

Nein!
Besser und gesünder für den Zylinder als alle langen Hebel und guten Werkzeuge sind gezielte Schläge mit dem Hammer auf den tangential angeseten Meißel. Hierbei kommt ganz klar das Trägheitsmoment und das Losbrechmoment zur Hilfe - nach diesem Prinzip funktioniert schließlich auch der Schlagschrauber.
Federzylinder dabei im Auge behalten und wenn nötig mit Rohrzange festhalten.
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