Fragen zur Konservierung

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ideefix
Beiträge: 394
Registriert: So 15. Okt 2006, 13:08

Fragen zur Konservierung

Beitrag von ideefix »

Moin,

ich habe die Suchmaschine schon bemüht und auch einige Artikel zu der Thematik gelesen.

Dennoch habe ich eine Frage zur Konservierung.
Ich entroste und schweiße gerade meine DSpecial und bin mir jetzt nicht ganz sicher wie ich vorgehen sollte.

Bei einigen Stellen bekomme ich den Rost nicht hunderprozentig weg. Es bleiben kleinere "Dellen" übrig. Auch in so manche Falz kommt man nicht richtig hin. Selbst mit dem Dremel wird es dort schwer.

Jetzt habe ich mir folgendes Vorgehen überlegt und möchte mal eure Meinung dazu hören.

1. Entrosten mit Schleifmopteller, Dremel etc.
2. Entfetten mit Bremsenreiniger und lufttrocknen lassen.
3. Mit Fertan Rostumwandler einschmieren.
4. 24 Stunden einwirken lassen.
5. Mit Wasser abspülen.
6. Mit Fön die Falze etc. trocknen.
7. Entfetten.
8. Mit 1K Multiconnector (oder wie das Zeug genau heißt) einsprühen.

Jetzt sollte es erst einmal ordentlich geschützt sein.

Wenn ich dann so ziemlich alles fertig habe wollte ich eine Behandlung mit FluidFilm A durchführen und dann mit Mike Sanders drüber gehen.
FluidFilm A aber nur an den Falzen, weil es bessere Kriecheigenschaften haben soll.
In anderen Hohlräumen wollte ich das Fett von Mönnich verwenden.

Kann ich das so machen oder habe ich was übersehen oder geht das so gar nicht oder, oder, oder ....

Bin für jeden Tipp dankbar.

Gruß

Arne
C5 - Tourer, C3 - Pluriel, DSuper (1972) - Lady in black, MB 408 LF (1971) - Festivalmobil
Hybried
Beiträge: 253
Registriert: Mi 13. Jun 2007, 21:28

Re: Fragen zur Konservierung

Beitrag von Hybried »

Und schon falsch!!
Bremsenreiniger ist nicht alkalisch also Ölhaltig bedeutet Fertan wirkt nicht.



ideefix
Beiträge: 394
Registriert: So 15. Okt 2006, 13:08

Re: Fragen zur Konservierung

Beitrag von ideefix »

Hallo,

das verstehe ich nicht. Bremsenreiniger bzw. der von mir eingesetzte Industriereiniger der Firma Normfest besteht meines Wissens aus leicht flüchtigen organischen Substanzen die rückstandsfrei verdunsten.

Was sollte man ggf. stattdessen zum Entfetten nehmen? Waschbenzin?
Oder einfach abwischen und dann Fertan drauf?

Gruß

Arne
C5 - Tourer, C3 - Pluriel, DSuper (1972) - Lady in black, MB 408 LF (1971) - Festivalmobil
hjwirth
Beiträge: 93
Registriert: So 15. Okt 2006, 10:13

Re: Fragen zur Konservierung

Beitrag von hjwirth »

Grüezi Arne

1. Ja, mit Negerkeks etc.
2. Nein, nimm lieber Silikon Ex oder Nitro Verdünner, wenn überhaupt.
3. NEIN, NEiN, Brunox verwenden, ein Top Schweizer Produkt :-)), kein abspülen, dient als hervorragende Grundierung, ist überstreichbar etc. ist in Deutschland problemlos erhältlich.
4. entfällt mit Brunox
5. entfällt
6. entfällt
7. entfällt
8. kenne ich nicht, wie oben erwähnt kann Brunox überstrichen und /oder "geteert"werden. Alles ist möglich.

Du siehst, alls viel einfacher unter Beachtung der geeigneten Mittel(che)n.
Gruss
Hansjörg
Gruss
Hansjörg
Kalle
Beiträge: 122
Registriert: Mi 10. Jan 2007, 15:22

Re: Fragen zur Konservierung

Beitrag von Kalle »

Hallo zusammen,

bei diesen ganzen "Wundermittelchen" fehlt mir ganz einfach der Blick zurück, die Langzeiterfahrung.
Ich kenne leider niemanden der diese Tinkturen vor 10 oder 15 Jahren angewendet hat und nun ein Urteil abgeben könnte... :-(

Oder ?!

Gruß
Kalle
hjwirth
Beiträge: 93
Registriert: So 15. Okt 2006, 10:13

Re: Fragen zur Konservierung

Beitrag von hjwirth »

Grüezi Kalle

Mensch, du hast recht!!!!!
Aber........... du stehst HEUTE vor dem Problem der Konservierung. Du MUSST heute entscheiden, welchen Mittelchen du einsetzen willst. Was in 10 Jahren ist und sein wird, wissen die Götter (Göttinnen). Und????

Entscheide dich HEUTE
LG
Hansjörg
Gruss
Hansjörg
dietmar
Beiträge: 468
Registriert: Mo 10. Nov 2003, 21:07

Re: Fragen zur Konservierung

Beitrag von dietmar »

> Aber........... du stehst HEUTE vor dem Problem
> der Konservierung. Du MUSST heute entscheiden,
> welchen Mittelchen du einsetzen willst. Was in 10
> Jahren ist und sein wird, wissen die Götter


na, das stimmt nur fuer deine private planung und fortuene...

die ERFAHRUNG zeigt, dass eine konservierung von moennich nach ueber 10 jahren ebenso wie nach 20 jahren das rosten unterbindet.
das ist ein erfahrungswert, keine akademische betrachtung (die hier manche nicht moegen...)

uebrigens schliesse ich mich dem vorredner an, der so einen sch#### wie fertan oder brunox oder schlangenoel no 5 fuer das haelt, was es ist:
vertan-e chance. so einen m### macht man, um damit geld zu machen, sonst nix.

wer dann mit WASSER hohlraeume am auto zwecks konservierung ausspuelen will, der ist fuer mich, mit verlaub, nicht ganz bei troste. WASSER IM HOHLRAUM ZUR KONSERVIERUNG??? da ziehe ich mir doch lieber die hose mit der kneifzange an, das geht besser, jede wette....

witzig, was KALLE schreibt:
> bei diesen ganzen "Wundermittelchen" fehlt mir ganz einfach der Blick zurück, die
> Langzeiterfahrung.
> Ich kenne leider niemanden der diese Tinkturen vor 10 oder 15 Jahren angewendet
> hatund nun ein Urteil abgeben könnte... :-(

na, so ein ZUFALL, dass es keinen gibt, der so ein wundermittel ueberlebt hat.

ich stell' mir gerade mit grausen vor, auf so eine vertan-verfrikkelte kiste hereinzufallen... kannst besser direkt reines wasser hereinkippen, verstopft dir wenigstens nicht die ablaufloecher.

fakt ist:
ein gutes korrosionsschutzmittel muss bei alten, angerosteten blechen kriechen und haengen bleiben gleichzeitig, es muss inhibieren, reduzieren und dabei nicht versproeden, nicht austrocknen und das alles zugleich. und kriechen, kriechen, kriechen.
das grenzt an ein wunder, sowas zu mischen.
aber es geht.
siehe moennich oder evtl. mike sanders fett (kenne ich nicht von den ergebnissen her, also kein urteil)

fliessfett geht auch, man kennt die diskussion, ist aber z.b. nicht ganz so dauerhaltbar (nacharbeiten erforderlich alle paar jahre) und greift gummi an.

mach' dir keine illusionen: kapillarraeume wirst du niemals rostfrei bekommen, die sind meist zugeschweisst. also muiss das dein korr.-schutz leisten. womit wir wieder bei moennich und sander waeren.....


/d
;-)
marc
Beiträge: 205
Registriert: Mi 26. Apr 2006, 19:42

Re: Fragen zur Konservierung

Beitrag von marc »

Hallo,

ich habe das Fertan jetzt mal an der Regenrinne getestet.
Wenn es nichts taugt kann ich ja immer noch schweißen.
Ich habe festgestellt dass es wieder anfängt zu rosten wenn noch etwas Rost zu sehen ist, deshalb muß da irgendwas drunter unter die Grundierung.

Wie isses eigentlich wenn man einen Spalt mit Sikaflex zuklebt ?
Wie lange hält das ?
Gruß
marc

...hannes
Beiträge: 1541
Registriert: Fr 20. Mai 2005, 21:07

Re: Fragen zur Konservierung

Beitrag von ...hannes »

Kalle schrieb:
-------------------------------------------------------
> bei diesen ganzen "Wundermittelchen" fehlt mir
> ganz einfach der Blick zurück, die
> Langzeiterfahrung.

Folgender Link dürfte jegliche Zweifel ausräumen:
http://www.autobild.de/artikel/Themen-A ... 35817.html
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Stephan J.
Beiträge: 922
Registriert: Di 7. Jun 2005, 18:34

Re: Fragen zur Konservierung

Beitrag von Stephan J. »

Hallo Dietmar,

"wer dann mit WASSER hohlraeume am auto zwecks konservierung ausspuelen will, der ist fuer mich, mit verlaub, nicht ganz bei troste. WASSER IM HOHLRAUM ZUR KONSERVIERUNG??? da ziehe ich mir doch lieber die hose mit der kneifzange an, das geht besser, jede wette...."

Bitte keine Aufregung, sonst kommt es noch zu unnötiger Transpiration!

FERTAN (man kann davon halten, was man will, die Lackierer lieben es zum Beispiel nicht...) muss nach dem Aufbringen und Trocknen mit Wasser abgespült bzw. abgewaschen werden, sonst reagiert es nicht und geht keine dauerhafte Verbindung mit dem Metall ein. Das steht so in der FERTAN-Anwendungs-Anleitung.

Ich habe das Zeug vor etwa zehn Jahren an ein paar Ecken meines Wagens, die nicht weiter lackiert werden mussten, angewendet und war lange Zeit ganz zufrieden: Die Stellen sind nicht weiter gerostet.

Über die Sache mit dem Abspülen war ich damals aber auch sehr verwundert und habe der Sache auch zunächst nicht getraut...

Gruß,
Stephan J.
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