Axialspiel Lenksäule
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Bernhard(Süd) Verified
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Axialspiel Lenksäule
Hallo,
zum Thema Einstellen des Axialspiels der Lenksäule finde ich in mehreren technischen Unterlagen den Hinweis, daß die Spiralfeder auf der Lenksäule mittels der Schelle ganz (bis zum Anschlag, "..bis sich die Ringe der Feder berühren...") nach oben Richtung Lenkrad zusammengedrückt werden soll.
Das hab`ich nun gemacht.- bzw. eigentlich nur, bis sich die Federumgänge nahezu berühren, denn:
Frage 1: Wie kann denn ein Spiel bestehen bzw. eine Feder wirksam sein, wenn diese vollständig komprimiert ist?? Und drückt die dann nicht erst recht gnadenlos (da spielfrei?!?) auf die Kugeln des Kopflagers-?
2. In der Rep-Anleitung steht "Axialspiel Null"; mehrere Fachleute geben aber an: "0,5 - 1,0 mm". WAS stimmt, und aus welchem Grund-???
3. Seh`ich das richtig, daß besagte Feder die Lenksäule lediglich nach oben in deren Kopflager drückt? WIE aber justiere ich das Axialspiel exakt, wo doch lt. Anleitungen einfach nur die Feder angespannt werden soll (was ja kein Justiervorgang ist)-??
4. Effekt: Der Mechaniker, der die neue Lenkung vor Kurzem montiert hat, hat offenkundig eine der Schrauben an einem der Lagergehäuse für die Servolenkung nicht festgezogen, etwa 1/2 Umdrehung hat gefehlt (grrrrrrrrrr !!!).
Nach dem erneuten Lockern und paarweisen (nicht über Kreuz!!) Festziehen der Lagerhalbschalen hat sich das Lenksäulen-Axialspiel bereits von Null auf geschätzt knapp 1 mm verändert. Das wäre also jetzt (trotz nicht mit Gewalt völlig komprimierter Feder...) gut und bleibt auch so, unabhängig von der Spannung der Feder!.
Aber: Die Lenksäule läßt sich nur schwergängig und "zögerlich" um besagte knapp 1 mm axial bewegen. UNd zwar durch Herausziehen des Lenkrads. Nach meinem Verständnis müßte aber die besagte Feder eine Vorspannung dergestalt bewirken, daß das Lenkrad nach unten gedrückt werden kann, um das Axialspiel zu verspüren.
Viele Fragen, wenig Antwort...Also...: Befund trotzdem ok und so lassen-???
Danke für dennoch-Antworten!:
Bernhard
zum Thema Einstellen des Axialspiels der Lenksäule finde ich in mehreren technischen Unterlagen den Hinweis, daß die Spiralfeder auf der Lenksäule mittels der Schelle ganz (bis zum Anschlag, "..bis sich die Ringe der Feder berühren...") nach oben Richtung Lenkrad zusammengedrückt werden soll.
Das hab`ich nun gemacht.- bzw. eigentlich nur, bis sich die Federumgänge nahezu berühren, denn:
Frage 1: Wie kann denn ein Spiel bestehen bzw. eine Feder wirksam sein, wenn diese vollständig komprimiert ist?? Und drückt die dann nicht erst recht gnadenlos (da spielfrei?!?) auf die Kugeln des Kopflagers-?
2. In der Rep-Anleitung steht "Axialspiel Null"; mehrere Fachleute geben aber an: "0,5 - 1,0 mm". WAS stimmt, und aus welchem Grund-???
3. Seh`ich das richtig, daß besagte Feder die Lenksäule lediglich nach oben in deren Kopflager drückt? WIE aber justiere ich das Axialspiel exakt, wo doch lt. Anleitungen einfach nur die Feder angespannt werden soll (was ja kein Justiervorgang ist)-??
4. Effekt: Der Mechaniker, der die neue Lenkung vor Kurzem montiert hat, hat offenkundig eine der Schrauben an einem der Lagergehäuse für die Servolenkung nicht festgezogen, etwa 1/2 Umdrehung hat gefehlt (grrrrrrrrrr !!!).
Nach dem erneuten Lockern und paarweisen (nicht über Kreuz!!) Festziehen der Lagerhalbschalen hat sich das Lenksäulen-Axialspiel bereits von Null auf geschätzt knapp 1 mm verändert. Das wäre also jetzt (trotz nicht mit Gewalt völlig komprimierter Feder...) gut und bleibt auch so, unabhängig von der Spannung der Feder!.
Aber: Die Lenksäule läßt sich nur schwergängig und "zögerlich" um besagte knapp 1 mm axial bewegen. UNd zwar durch Herausziehen des Lenkrads. Nach meinem Verständnis müßte aber die besagte Feder eine Vorspannung dergestalt bewirken, daß das Lenkrad nach unten gedrückt werden kann, um das Axialspiel zu verspüren.
Viele Fragen, wenig Antwort...Also...: Befund trotzdem ok und so lassen-???
Danke für dennoch-Antworten!:
Bernhard
(Citroenfahrer seit 1980, wie schön :-) )
Re: Axialspiel Lenksäule
Hallo Bernhard,
das ist alles so richtig, wie Du es schreibst. Die Feder drückt die Lenksäule nach vorn, also gegen die Lenkung und gibt dem Lager Spannung. Schau Dir mal die Schnittzeichnung an, dann wird das klar, die Feder stützt sich oben am Stützlager ab und drückt auf die Schelle auf der Lenksäule. Bei der Montage wird die Feder soweit es geht zusammengepresst und dann die Schelle festgezogen. Theoretisch wäre das Spiel dann 0, praktisch sind es mmer 1 - 2 mm, das bei ruckartigem ziehen am Lenkrad spürbar wird.
Grüsse
Robert
das ist alles so richtig, wie Du es schreibst. Die Feder drückt die Lenksäule nach vorn, also gegen die Lenkung und gibt dem Lager Spannung. Schau Dir mal die Schnittzeichnung an, dann wird das klar, die Feder stützt sich oben am Stützlager ab und drückt auf die Schelle auf der Lenksäule. Bei der Montage wird die Feder soweit es geht zusammengepresst und dann die Schelle festgezogen. Theoretisch wäre das Spiel dann 0, praktisch sind es mmer 1 - 2 mm, das bei ruckartigem ziehen am Lenkrad spürbar wird.
Grüsse
Robert
'59 DS 19/'66 ID 19/'68 DS 21 Pallas/'71 SM /'71 SM in Arbeit/'84 Renault R4F6 in Arbeit/'96 Saab 900 CV/'98 BMW 1100 GS
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Bernhard(Süd) Verified
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Re: Axialspiel Lenksäule
Danke, Robert.
Demnach kann ich vermutlich "meine" Einstellung so lassen?!
...Dennoch ist mir noch nich VÖLLIG klar, wodurch denn nun das Axialspiel entsteht, warum es durch die ?vollständig? komprimierte Feder optimiert wird, und WIE ich es denn nun einstellen würde, wenn es zu groß oder zu klein wäre...?
Grüße, Be
Demnach kann ich vermutlich "meine" Einstellung so lassen?!
...Dennoch ist mir noch nich VÖLLIG klar, wodurch denn nun das Axialspiel entsteht, warum es durch die ?vollständig? komprimierte Feder optimiert wird, und WIE ich es denn nun einstellen würde, wenn es zu groß oder zu klein wäre...?
Grüße, Be
(Citroenfahrer seit 1980, wie schön :-) )
Re: Axialspiel Lenksäule
Das Werkstatthandbuch beschreibt einen Abstand von 0,5-1 mm zwischen jeder Wicklung der Feder! Das heißt das Spiel sollte ca 3-5mm betragen. Diese Größenordnung bestätigt auch meine Erfahrung bei mehreren Fahrzeugen, wenn man am Lenkrad kräftig zieht ist das Spiel deutlich zu spüren. 1mm ist also viel zu wenig.
Gruß Uli
Gruß Uli
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Bernhard(Süd) Verified
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Re: Axialspiel Lenksäule
Hallo Uli,
...bist Du ganz sicher? Das wäre aber viel Spiel!
Ich habe z.B. in der französischen Originalausgabe (1963/1964) der "revue technique automobile" auch gefunden, daß sich die Federumgänge berühren sollen.
UND: Erhöht sich automatisch das Spiel, wenn ich die Feder somit um, sagen wir, ca. 1 cm entspanne???
Danke, Be
...bist Du ganz sicher? Das wäre aber viel Spiel!
Ich habe z.B. in der französischen Originalausgabe (1963/1964) der "revue technique automobile" auch gefunden, daß sich die Federumgänge berühren sollen.
UND: Erhöht sich automatisch das Spiel, wenn ich die Feder somit um, sagen wir, ca. 1 cm entspanne???
Danke, Be
(Citroenfahrer seit 1980, wie schön :-) )
Re: Axialspiel Lenksäule
Hallo Bernhard,
ich kenne keine DS/ID, die dieses Spiel nicht hat. Wenn das Auto anständig fährt, brauchst Du nichts zu unternehmen, alles so ok. Bzw. wenn Du wissen willst, wie das Spiel zustande kommt, bau alles auseinander und wieder zusammen, dann siehst Du, wie schwierig es selbst unter Zuhilfenahme des Spezialwerkzeugs ist, die Feder zu komprimieren und dann die Schelle zu montieren. An der Stelle ist das Arbeiten nicht ganz leicht, Zündspule, Schaltblock und Federkugel sind im Weg. Zu geringes Spiel kann bei korrekter Montage (erst die Lenkung befestigen, dann die Schelle) nicht entstehen, zu grosses, wenn die Schelle beim Festziehen durch die Feder zurückgedrückt wird. Das wichtigste bei der ganzen Angelegenheit ist aber die absolut genaue Ausrichtung der Lenkung (Winkelstellung), wenn die nicht stimmt, gibt es die seltsamsten Effekte.
Grüsse
Robert
ich kenne keine DS/ID, die dieses Spiel nicht hat. Wenn das Auto anständig fährt, brauchst Du nichts zu unternehmen, alles so ok. Bzw. wenn Du wissen willst, wie das Spiel zustande kommt, bau alles auseinander und wieder zusammen, dann siehst Du, wie schwierig es selbst unter Zuhilfenahme des Spezialwerkzeugs ist, die Feder zu komprimieren und dann die Schelle zu montieren. An der Stelle ist das Arbeiten nicht ganz leicht, Zündspule, Schaltblock und Federkugel sind im Weg. Zu geringes Spiel kann bei korrekter Montage (erst die Lenkung befestigen, dann die Schelle) nicht entstehen, zu grosses, wenn die Schelle beim Festziehen durch die Feder zurückgedrückt wird. Das wichtigste bei der ganzen Angelegenheit ist aber die absolut genaue Ausrichtung der Lenkung (Winkelstellung), wenn die nicht stimmt, gibt es die seltsamsten Effekte.
Grüsse
Robert
'59 DS 19/'66 ID 19/'68 DS 21 Pallas/'71 SM /'71 SM in Arbeit/'84 Renault R4F6 in Arbeit/'96 Saab 900 CV/'98 BMW 1100 GS
Re: Axialspiel Lenksäule
Hallo Bernhard, deine Infos stimmen, betreffend das Baujahr. Bei den alten Modellen wird tatsächlich das Spiel auf Null gesetzt, das heißt die Windungen der Feder berühren sich. Nur bei den neuen Modellen bekommt die Lenksäule axiales Spiel.
Gruß Uli
Gruß Uli
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Bernhard(Süd) Verified
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Re: Axialspiel Lenksäule
Danke, Männer!!!
Buenas noches, tangueros!
Be
Buenas noches, tangueros!
Be
(Citroenfahrer seit 1980, wie schön :-) )