Hallo Sebastian,
Wenn der Konus verschlissen ist, sind Dellen oder auch Rostnarben in der Oberfläche. Da kannst Du mit Schmirgelpapier lange schleifen. Es braucht dazu auch eine Lehre, quasi einen Gegenkonus, der um den Achsarm rotiert. So ganz überzeugend finde ich die Methode noch nicht.
Gruss
Andreas
Schwingarmlager vorn, Langhuber
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Andreas B. Verified
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Re: Schwingarmlager vorn, Langhuber
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Re: Schwingarmlager vorn, Langhuber
@ sebastianklaus
ich würde deiner Argumentation folgen wenn es sich um eine Auto ab 1990 handelt würde.
Der Ds stammt noch aus Zeiten in denen Ingeniere lieber mit 200 -300 % Sicherheit gearbeitet und mit Material rumgesaut wurde ( heute werden die nur noch dafür bezahlt wo man noch Material einsparen kann, leider ) haben demzufolge dürfte ein Materialabtrag von ca, 1,5 mm nicht ins Gewicht fallen.
Eine Handelsübliche Anhängerkupplung hat höher Kräfte ( inkl D-Kräfte)aufzunehmen und hat dünnere Materialstärkern vorzuweisen.
Und wie kommst Du auf eine Spannungsueberhoehung vom Faktor 1,8 bis 2,5?
Das ist einfach mal so ins Blaue geschossen.
Wie sagte mein Lehrherr immer, "Stahl ist doof der weis nicht wieviel er halten muss".
@ robert diese Arbeiten können beispielsweise auf einer Karuselldrehmaschine erledigt werden.
ich würde deiner Argumentation folgen wenn es sich um eine Auto ab 1990 handelt würde.
Der Ds stammt noch aus Zeiten in denen Ingeniere lieber mit 200 -300 % Sicherheit gearbeitet und mit Material rumgesaut wurde ( heute werden die nur noch dafür bezahlt wo man noch Material einsparen kann, leider ) haben demzufolge dürfte ein Materialabtrag von ca, 1,5 mm nicht ins Gewicht fallen.
Eine Handelsübliche Anhängerkupplung hat höher Kräfte ( inkl D-Kräfte)aufzunehmen und hat dünnere Materialstärkern vorzuweisen.
Und wie kommst Du auf eine Spannungsueberhoehung vom Faktor 1,8 bis 2,5?
Das ist einfach mal so ins Blaue geschossen.
Wie sagte mein Lehrherr immer, "Stahl ist doof der weis nicht wieviel er halten muss".
@ robert diese Arbeiten können beispielsweise auf einer Karuselldrehmaschine erledigt werden.
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sebastianklaus
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Re: Schwingarmlager vorn, Langhuber
Hallo Andreas,
natuerlich kannst du den Schwingenarm an einen Spezialbetrieb geben, der ihn mit einer sehr großen Drehbank oder einer kleinen Karussellmaschine oder einem Bohrwerk entsprechend abdreht. Aber die Kosten werden dann sehr hoch. Ich wuerd da erst mal lieber 2 h mit Schmirgelleinen arbeiten, das finde ich besser... (Ich setze voraus, dass der Lagersitz noch einigermassen im Zustand ist...
Und wir sprechen hier ja nicht von einem Radlager.
Viele Gruesse
Sebastian
natuerlich kannst du den Schwingenarm an einen Spezialbetrieb geben, der ihn mit einer sehr großen Drehbank oder einer kleinen Karussellmaschine oder einem Bohrwerk entsprechend abdreht. Aber die Kosten werden dann sehr hoch. Ich wuerd da erst mal lieber 2 h mit Schmirgelleinen arbeiten, das finde ich besser... (Ich setze voraus, dass der Lagersitz noch einigermassen im Zustand ist...
Und wir sprechen hier ja nicht von einem Radlager.
Viele Gruesse
Sebastian
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sebastianklaus
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Re: Schwingarmlager vorn, Langhuber
Hallo Frank,
das mit der Spannungaueberhoehung ist leider so gar nicht ins Blaue geschossen. Es gibt sehr schoene Tabellenwerke, aus denen man aus dem Außendurchmesser, der Tiefe des Einstichs und dem Radius die Spannungsueberhoehung ablesen kann. diese Kurven gibt es a) aus Versuchen ermittelt und b) aus Berechnungen ermittelt. Wenn ich Zeit habe, kann ich gern morgen mal welche hier einstellen, aber das geht vielliecht dann doch etwas weit. Da es sich hier um ein hochdynamisch belastetes Teil handelt, ist es nicht so wahnsinnig wichtig, ob es dick oder duenn ist. Der Uebergangsradius und die Tiefe der Kerbe zaehlt und von dort startet der Anriss. Ist der Riss erst mal da, dann kannst Du zaehlen bis zum "Ende". Aufgrund der extrem fatalen Folgen beim Versagen von genau diesen Teile werden die so sorgfaeltig gestaltet (siehe oben).
Ich weiss nicht, wie gross die Sicherheit ist in diesem Zapfen, aber ich persoenlich mache so was nicht, tut mir leid.
Viele Gruesse
Sebastian
das mit der Spannungaueberhoehung ist leider so gar nicht ins Blaue geschossen. Es gibt sehr schoene Tabellenwerke, aus denen man aus dem Außendurchmesser, der Tiefe des Einstichs und dem Radius die Spannungsueberhoehung ablesen kann. diese Kurven gibt es a) aus Versuchen ermittelt und b) aus Berechnungen ermittelt. Wenn ich Zeit habe, kann ich gern morgen mal welche hier einstellen, aber das geht vielliecht dann doch etwas weit. Da es sich hier um ein hochdynamisch belastetes Teil handelt, ist es nicht so wahnsinnig wichtig, ob es dick oder duenn ist. Der Uebergangsradius und die Tiefe der Kerbe zaehlt und von dort startet der Anriss. Ist der Riss erst mal da, dann kannst Du zaehlen bis zum "Ende". Aufgrund der extrem fatalen Folgen beim Versagen von genau diesen Teile werden die so sorgfaeltig gestaltet (siehe oben).
Ich weiss nicht, wie gross die Sicherheit ist in diesem Zapfen, aber ich persoenlich mache so was nicht, tut mir leid.
Viele Gruesse
Sebastian
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Sensenmann
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Re: Schwingarmlager vorn, Langhuber
Robert Kruse schrieb:
Lt. Ersatzteilkatalog hat der Aussenring
> (oben und unten identisch, im übrigen entspricht
> das Vorderachsaggregat, mit Ausnahme der
> Schwingarme selbst, völlig dem der Kurzhuber) ein
> Mass von 19 x 72 mm, das müsste die Suche schon
> etwas einschränken.
Hat diese Simmeringe denn schon mal Jemand außerhalb der einschlägigen DS-Teilehändler bekommen?
> Die hinteren Lager sind in
> jedem Fall Normlager, da muss man nur aufpassen,
> die Dimensionierung des hinteren Lagers des oberen
> Schwingarms wurde 1960 geändert.
Das heißt wohl daß es diese Lager zwar bei FAG gibt, aber nicht bei den meisten DS-Teilehändlern, oder?
Das Lager was geändert wurde ist aber "vollständig" oder müßte man auch daran herumsägen?
Bei den vorderen Lagern würde ich dann schon lieber auf die Teilehändler zurückgreifen, als mit der Eisensäge den Ringen zu Leibe zu rücken
Lt. Ersatzteilkatalog hat der Aussenring
> (oben und unten identisch, im übrigen entspricht
> das Vorderachsaggregat, mit Ausnahme der
> Schwingarme selbst, völlig dem der Kurzhuber) ein
> Mass von 19 x 72 mm, das müsste die Suche schon
> etwas einschränken.
Hat diese Simmeringe denn schon mal Jemand außerhalb der einschlägigen DS-Teilehändler bekommen?
> Die hinteren Lager sind in
> jedem Fall Normlager, da muss man nur aufpassen,
> die Dimensionierung des hinteren Lagers des oberen
> Schwingarms wurde 1960 geändert.
Das heißt wohl daß es diese Lager zwar bei FAG gibt, aber nicht bei den meisten DS-Teilehändlern, oder?
Das Lager was geändert wurde ist aber "vollständig" oder müßte man auch daran herumsägen?
Bei den vorderen Lagern würde ich dann schon lieber auf die Teilehändler zurückgreifen, als mit der Eisensäge den Ringen zu Leibe zu rücken
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Andreas B. Verified
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Re: Schwingarmlager vorn, Langhuber
Hallo Sensenmann,
die Wellendichtringe aussen (=Vorn) sind keine gängigen (normierten) Teile, jedenfalls sind deren Abmessungen nicht in mir bekannten Händlerlisten geführt. Diese Ringe haben auch eine Art zusätzliche Anformung, sie greift unter die Blechhülse des Schwingarms und ist kein Standard. Es passen wohl nur Originale. Ich habe einfach gute gebrauchte wiederverwendet. Auf Teilemärkten kannst Du aber manchmal NOS Teile finden. Der innere (=hintere obere) Ring ist dagegen normal erhältlich, zB. bei Kugellagerhändlern, er ist lediglich etwas dicker als das Original.
Zur Eisensäge: Du musst hier keine neuen Lager zersägen, sondern der Schnitt dient, wie Robert beschreibt, nur der Herstellung des passenden Einschlagwerkzeugs. Du brauchst es in jedem Fall , um die neuen Lagerschalen in den Bohrungen zu versenken
Gruss Andreas
die Wellendichtringe aussen (=Vorn) sind keine gängigen (normierten) Teile, jedenfalls sind deren Abmessungen nicht in mir bekannten Händlerlisten geführt. Diese Ringe haben auch eine Art zusätzliche Anformung, sie greift unter die Blechhülse des Schwingarms und ist kein Standard. Es passen wohl nur Originale. Ich habe einfach gute gebrauchte wiederverwendet. Auf Teilemärkten kannst Du aber manchmal NOS Teile finden. Der innere (=hintere obere) Ring ist dagegen normal erhältlich, zB. bei Kugellagerhändlern, er ist lediglich etwas dicker als das Original.
Zur Eisensäge: Du musst hier keine neuen Lager zersägen, sondern der Schnitt dient, wie Robert beschreibt, nur der Herstellung des passenden Einschlagwerkzeugs. Du brauchst es in jedem Fall , um die neuen Lagerschalen in den Bohrungen zu versenken
Gruss Andreas
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Sensenmann
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Re: Schwingarmlager vorn, Langhuber
Vielleicht eine überflüssige Frage, aber (wie) kann man die vorderen Wellendichtringe zerstörungsfrei entfernen? Sie sehen halt noch wie neu aus nach dem Reinigen. Die Lager haben wohl Standschäden. Oder muß man die Simmeringe sowieso tauschen (eigentlich ja schon, oder?).