ID 19 entdeckt ...... und gekauft !

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Stefan Sikeler

ID 19 entdeckt ...... und gekauft !

Beitrag von Stefan Sikeler »

Hallo DS Gemeinde,
mein langer Traum (in der Hoffnung daß es kein Albtraum wird) ist erfüllt, ich habe meine erste Göttin erworben. Wie bereits berichtet habe ich per Zufall eine ID19 entdeckt, Bj. 65 (4 Wochen älter als meine Wenigkeit) und angeblich erst knapp 60000km. Ein freundlicher und absolut kompetender Mitstreiter hat sich die Sache mit mir angeschaut und sein Urteil abgegeben. Fazit: Die km Angabe stimmt aller Wahrscheinlichkeit nach, Bremsscheiben haben keinen Absatz, Pedalgummi kaum Verschleis. Innenausstattung ist in einem Super Zustand, nichts brüchig oder verhärtet, lediglich leichter Schmutz und Verschleiß am Fahrersitz. Sämtliche Karrosserieteile sind bis auf minimalen Oberflächenrost an den Kanten rostfrei. Keinerlei aufgequollenen Falze oder Kanten, alles astrein, jeder Schweißpunkt sichtbar. Seltsamerweise wurde dennoch recht grob angeschliffen und neu lackiert (AC106). Das Chassis ist gröstenteils genausogut, einige Stellen müssen jedoch gemacht werden. Dachrahmen ist rostfrei, Dach war noch nicht entfernt, Himmel innen absolut in Ordnung, keine Flecken, nichts gelöst. Rost gibts jeweils am Schweller vorne, an der hinteren Wagenheberaufnahme, an der Stoßstangenaufnahme hinten und seltsamerweise auch an der hinteren Schwingenaufnahme, jedoch nichts dramatisches. Leider auch Flugrost am schwarzen Teil des Armaturenbretts und patinierter Chrom. Motor dreht leicht. Absolutes Sorgenkind, die rote Hydraulik. Die Bremsen des Wagens versagten vor 15 Jahren bei der Überführung aus Frankreich, eine Werkstatt machte den Wagen dann wieder flott. Wie sich jetzt herausstellte wurde anscheinend der Filter des Ausgleichsbehäters komplett entsorgt. Der Behälter hat innen rostansatz und wirkt oben aufgequollen. Frage: ist es sinnvol die Hydraulikkomponenten gleich auszubauen und zu sichten? Oder kann nichts passieren wenn die Anlage unter Druck gesetzt wird. Hab immer noch Hoffnung daß einiges der Hydraulik überlebt hat, möchte aber nichts zerstören durch meine Dummheit. Wenn erwünscht werde ich Bilder einstellen, habe allerdings den Wagen noch nicht überführt, gehe zuerst noch in Urlaub. Danke noch an Mipu für sein Angebot, werde dennoch auf Dich mit allerlei Fragen zurückkommen (wenn erlaubt).
Gruß
Stefan Sikeler
(der jetzt in Griechenland drei Wochen von seiner Göttin träumen darf)
Daniel Buck

Re: ID 19 entdeckt ...... und gekauft !

Beitrag von Daniel Buck »

Hallo Stefan,

ich hoffe auch das du viel Freude und nur wenige böse Überraschungen mit dem Fahrzeug hast. Bis zur Abholung!

Gruß, Daniel (der Verkäufer), der sich scon auf die versprochene Mitfahrt freut ...
Stefan Sikeler

Re: ID 19 entdeckt ...... und gekauft !

Beitrag von Stefan Sikeler »

Hallo,
freue mich auch schon auf die Abholung, im Geiste ist der Wagen schon halb fertiggestellt. Meinungen, Kommentare und Anregungen sind ausdrücklich erwünscht, ich fahre erst am Samstag ab nach Griechenland und kann noch ein wenig Ratschlag benötigen.
Gruß
Stefan Sikeler
Andreas B.

Re: ID 19 entdeckt ...... und gekauft !

Beitrag von Andreas B. »

Hallo Stefan,

ich habe eine ähnlich alte ID, und der Betrieb mit LHS hat mir bisher noch keine Probleme bereitet. Ich würde Dir allerdings dringend raten, aufgrund der langen Standzeit alle Hydraulikorgane (sind nicht viele) erst garnicht in Betrieb zu nehmen, sie auszubauen und zu prüfen oder prüfen zu lassen.

Gruss


Andreas
Robert Kruse

Re: ID 19 entdeckt ...... und gekauft !

Beitrag von Robert Kruse »

Hallo Stefan,

ich kann Andreas nur Recht geben. Ich habe eine DS mit über 20 Jahren und eine ID mit 5 Jahren Standzeit, letzten Endes waren die einzigen hydraulischen Teile, die ich nicht instandsetzen musste, bei beiden Autos das Bremsventil und die Federzylinder (und bei der DS die Niederdruckpumpe). Bei der ID, die meine erste Restauration war, hatte ich die gleichen Hoffnungen wie Du, Bremsen gemacht, Kugeln überholen lassen, Korrektoren gängig gemacht, getüvt und während der ersten Tankfüllung fing die Lenkung an zu siffen, bei der zweiten Tankfüllung die HD-Pumpe, dann die Gelenkleitungen, der Regler hielt immerhin noch etwa 20000 km. Ich habe dann bei der DS direkt alles gemacht, wie gesagt mit Ausnahme der Federzylinder. Für die alte Ausführung vor 66 gibt es eh keine Dichtsätze mehr, und selbst die vorderen Manschetten sind noch die alten. Kontrollieren würde ich aber in jedem Fall die kleinen Stahlkugeln unter den Stösselstangen, die sind oft zerbröselt und zerstören dann die Kugelsitze.

Grüsse
Robert
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