hallo hannes,
auch ich denke über eine behandlung meiner madame mit mike sander´s fett nach. wie waren deine erfahrungen mit den A, B und C-Säulen, diese hast du wahrscheinlich auch mitgemacht. meine C-Säulen liegen gerade frei (der untere abschluß für die aufnahme der dichtung war vergammelt, ich schweiße neue dran. besser vorher zuschweißen oder danach).wie funktioniert die versiegelung eben dieser stehenden hohlräume? ist es notwendig zusätzliche löcher für die hohlraumversiegelung zu bohren? wie hast du das fett erhitzt (100 grad sollten es nach gebrauchsanweisung schon sein und die mirkowelle scheidet wohl aus)? ist es ratsam die türinnenseiten zu fetten (habe neue türunterkanten eingesetzt), so dass innen ein falz ausgebildet ist, der besonders geschützt werden soll.
ich weiß: fragen über fragen, würde mich aber über deine erfahrungne freuen.
lg
stefan
Was schmiert Ihr unter Euer D-Modell ?
Re: Was schmiert Ihr unter Euer D-Modell ?
Hallo Stefan!
Während du die A- Säule über die Türkontaktschalter, die B-Säule über bereits vorhandene Löcher hinter der inneren Abdeckung problemlos mit Fett versehen kannst, musst du bei der C-Säule eine Bohrung von der Unterseite durchführen. In meinem Fall war da schon ein 8mm Bohrloch (original?), das musste ich auf 10 mm aufweiten. Die C- Säule ist aber auch noch oberhalb ihres Hohlraumabschlusses gefährdet, deshalb am besten auch die Alu- Verkleidung demontieren und sowohl außen als auch innen (vor allem im Bereich, wo die Hutablage ansetzt) fetten.
Schweißarbeiten solltest du übrigens alle schon zuvor(!) erledigt haben, das Fett ist beim Schweißen lästig, fließt, brennt wahrscheinlich sogar, sodass du für den Notfall einen feuchten Lappen zum Absticken der Flammen bereithalten solltest.
Die Verarbeitung war übrigens überhaupt kein Problem. Zur Vorbereitung ist es jedoch wirklich ratsam, die Dame komplett zu entkleiden, also sämtliche Teppiche und Verkleidungen raus, Sitze raus, Türverkleidungen ab, Tankraumdeckel abschrauben.... Dann ergibt sich ganz von selbst ein Bild aller schützenswerten Hohlräume, man benötigt praktisch nur eine gute Taschenlampe und sondiert probehalber die Querträger, um mehr über die Anordnung der Versteifungsbleche zu erfahren. Aufbohren musste ich (wie erwähnt) nur das etwas zu enge Loch unten an der C- Säule sowie die Sitzstufe innen, alle anderen Hohlräume sind durch natürliche Öffnungen bzw. die Bodenstopfen erreichbar.
Ich empfehle, keine zu großen Portionen aufzukochen, sodass die Sonde mit der Rundumdüse immer leergeblasen ist, bevor das Fett abkühlt. Ich habe jedenfalls Heißluftpistole und Wärmerohr für die Sonde nie gebraucht. Ideal ist ein zweiter Helfer (habe damals den Schnupperlehrling für die Arbeit an der elektr. Herdplatte engagiert - der war froh eine wichtige Aufgabe zu bekommen, der Chef war froh, dass er in der Zeit niemandem im Weg herumstehen konnte, ich war froh, die Küchenarbeit delegieren zu können...)
Die Bühne hat mich übrigens keinen Cent gekostet, als "Stammkunde" zahlte ich faktisch nur die Schweißarbeit, die ich in Auftrag gegeben hatte.
Natürlich schützt man, wenn man schon alles abgebaut hat, nicht nur die Chassishohlräume sondern gleich auch den Unterboden, die Innenseiten der Kotflügel und die der Tür. Speziell bei der Tür würde ich schon wegen des Glases nur die unteren 10 cm einsprühen. Das geht natürlich besonders gut, wenn man (wie es bei mir der Fall war) auch die Türverkleidung abgebaut hat. Für alles was außerhalb der Chassishohlräume liegt, habe ich die im Set mit Druckbecher und Sonde enthaltene Hakendüse verwendet, für die Hohlräume klarerweise die Sonde mit der speziellen Düse.
Während du die A- Säule über die Türkontaktschalter, die B-Säule über bereits vorhandene Löcher hinter der inneren Abdeckung problemlos mit Fett versehen kannst, musst du bei der C-Säule eine Bohrung von der Unterseite durchführen. In meinem Fall war da schon ein 8mm Bohrloch (original?), das musste ich auf 10 mm aufweiten. Die C- Säule ist aber auch noch oberhalb ihres Hohlraumabschlusses gefährdet, deshalb am besten auch die Alu- Verkleidung demontieren und sowohl außen als auch innen (vor allem im Bereich, wo die Hutablage ansetzt) fetten.
Schweißarbeiten solltest du übrigens alle schon zuvor(!) erledigt haben, das Fett ist beim Schweißen lästig, fließt, brennt wahrscheinlich sogar, sodass du für den Notfall einen feuchten Lappen zum Absticken der Flammen bereithalten solltest.
Die Verarbeitung war übrigens überhaupt kein Problem. Zur Vorbereitung ist es jedoch wirklich ratsam, die Dame komplett zu entkleiden, also sämtliche Teppiche und Verkleidungen raus, Sitze raus, Türverkleidungen ab, Tankraumdeckel abschrauben.... Dann ergibt sich ganz von selbst ein Bild aller schützenswerten Hohlräume, man benötigt praktisch nur eine gute Taschenlampe und sondiert probehalber die Querträger, um mehr über die Anordnung der Versteifungsbleche zu erfahren. Aufbohren musste ich (wie erwähnt) nur das etwas zu enge Loch unten an der C- Säule sowie die Sitzstufe innen, alle anderen Hohlräume sind durch natürliche Öffnungen bzw. die Bodenstopfen erreichbar.
Ich empfehle, keine zu großen Portionen aufzukochen, sodass die Sonde mit der Rundumdüse immer leergeblasen ist, bevor das Fett abkühlt. Ich habe jedenfalls Heißluftpistole und Wärmerohr für die Sonde nie gebraucht. Ideal ist ein zweiter Helfer (habe damals den Schnupperlehrling für die Arbeit an der elektr. Herdplatte engagiert - der war froh eine wichtige Aufgabe zu bekommen, der Chef war froh, dass er in der Zeit niemandem im Weg herumstehen konnte, ich war froh, die Küchenarbeit delegieren zu können...)
Die Bühne hat mich übrigens keinen Cent gekostet, als "Stammkunde" zahlte ich faktisch nur die Schweißarbeit, die ich in Auftrag gegeben hatte.
Natürlich schützt man, wenn man schon alles abgebaut hat, nicht nur die Chassishohlräume sondern gleich auch den Unterboden, die Innenseiten der Kotflügel und die der Tür. Speziell bei der Tür würde ich schon wegen des Glases nur die unteren 10 cm einsprühen. Das geht natürlich besonders gut, wenn man (wie es bei mir der Fall war) auch die Türverkleidung abgebaut hat. Für alles was außerhalb der Chassishohlräume liegt, habe ich die im Set mit Druckbecher und Sonde enthaltene Hakendüse verwendet, für die Hohlräume klarerweise die Sonde mit der speziellen Düse.
Re: Was schmiert Ihr unter Euer D-Modell ?
hallo hannes!
danke für die sehr ausführlichen tipps, ich denke ich bestell mir gleich das set bei sander´s. für den anfang sollten 2 x 4 kg wohl reichen. den unterboden mache ich ein anderes mal.
das loch im unteren abschluß der C-Säule ist übrigens original.
vielen dank
stefan n.
ps: hab auf ac bilder deiner id gesehen, respekt! schön anzusehen auch euer gemütliches treffen u.a. mit wolf lettmayer (sein prestige schwebt in meiner nachbarschaft), alles top gepflegte wagen, gratuliere.
danke für die sehr ausführlichen tipps, ich denke ich bestell mir gleich das set bei sander´s. für den anfang sollten 2 x 4 kg wohl reichen. den unterboden mache ich ein anderes mal.
das loch im unteren abschluß der C-Säule ist übrigens original.
vielen dank
stefan n.
ps: hab auf ac bilder deiner id gesehen, respekt! schön anzusehen auch euer gemütliches treffen u.a. mit wolf lettmayer (sein prestige schwebt in meiner nachbarschaft), alles top gepflegte wagen, gratuliere.
stefan n.
d-super 9/70 ac 632
d-super 9/70 ac 632
-
Peter
Re: Was schmiert Ihr unter Euer D-Modell ?
Hallo Hannes!
Wenn ich dich richtig verstehe, kommt man mit einer normalen Hohlraumpistole nicht zum gewünschten Ergebnis! Also sollte man die bei MS homepage angegebene Zubehöhr (Set?) mitbestellen?
LG
Peter
Wenn ich dich richtig verstehe, kommt man mit einer normalen Hohlraumpistole nicht zum gewünschten Ergebnis! Also sollte man die bei MS homepage angegebene Zubehöhr (Set?) mitbestellen?
LG
Peter
- Michael Klette
- Beiträge: 1394
- Registriert: Mo 21. Apr 2003, 10:58
Re: Was schmiert Ihr unter Euer D-Modell ?
Hallo,
Mike Sanders läßt sich sehr gut streichen.Also z.B. die Türen würde ich auf jeden Fall von innen streichen.Auch der Tankboden läßt sich sehr gut streichen,da der Boden ohnehin immer an den Seiten durchrostet reicht zunächst auch die Behandlung an diesen Stellen mit einem guten Heißkörperpinsel.Verteilen tut sich das Fett von selber.
Das Versprühen ist eine üble Sauerei.Man tut sich einen großen Gefallen alle erreichbaren Stellen nicht zu sprühen!
Bei den Hohlräumen bleibt einem natürlich nichts anderes übrig.Löcher bohrt man immer an den tiefsten Punkten.A-,B- und C-Säulen müssen unten immer ein Loch haben.
Gruß Michael
Mike Sanders läßt sich sehr gut streichen.Also z.B. die Türen würde ich auf jeden Fall von innen streichen.Auch der Tankboden läßt sich sehr gut streichen,da der Boden ohnehin immer an den Seiten durchrostet reicht zunächst auch die Behandlung an diesen Stellen mit einem guten Heißkörperpinsel.Verteilen tut sich das Fett von selber.
Das Versprühen ist eine üble Sauerei.Man tut sich einen großen Gefallen alle erreichbaren Stellen nicht zu sprühen!
Bei den Hohlräumen bleibt einem natürlich nichts anderes übrig.Löcher bohrt man immer an den tiefsten Punkten.A-,B- und C-Säulen müssen unten immer ein Loch haben.
Gruß Michael
Re: Was schmiert Ihr unter Euer D-Modell ?
@ Peter: Es gibt Leute, die verarbeiten Sanderfett auch mit einer Wagner Elektrospritzpistole und Pinsel. Ob damit ausreichend Druck für eine lange Sonde mit feinem Sprühkopf erzeugt wird, die Maschine mit den Temperaturen zurecht kommt - ich habe es selbst nicht probiert.
Andererseits ist das Druckbecherpistole+Sonde+Hakendüsenset nicht so teuer, und wenn man schon einmal Bühne und Pressluftanschluss zur Verfügung hat, möchte man auch möglichst professionell arbeiten können.
@ Michael: Da hast du sicher Recht. Wo immer etwas nachzuarbeiten ist, sind Pinsel und Heißluft die erste Wahl. Ist der Wagen aber zu Restaurationszwecken sowieso komplett abgebaut, arbeitet man vielerorts mit der Düse wesentlich schneller und erreicht auch besser die entlegenen Ecken.
@ Stefan: Das Grazer Umland scheint in der Tat ein besonders gutes Gebiet für die Species D-Modell zu sein, was nicht zuletzt auch Jozzo zu verdanken sein dürfte, der sich seit frühen Zwazehfauklubzeiten um die Citroenszene verdient gemacht und die Leute zusammengebracht hat.
Andererseits ist das Druckbecherpistole+Sonde+Hakendüsenset nicht so teuer, und wenn man schon einmal Bühne und Pressluftanschluss zur Verfügung hat, möchte man auch möglichst professionell arbeiten können.
@ Michael: Da hast du sicher Recht. Wo immer etwas nachzuarbeiten ist, sind Pinsel und Heißluft die erste Wahl. Ist der Wagen aber zu Restaurationszwecken sowieso komplett abgebaut, arbeitet man vielerorts mit der Düse wesentlich schneller und erreicht auch besser die entlegenen Ecken.
@ Stefan: Das Grazer Umland scheint in der Tat ein besonders gutes Gebiet für die Species D-Modell zu sein, was nicht zuletzt auch Jozzo zu verdanken sein dürfte, der sich seit frühen Zwazehfauklubzeiten um die Citroenszene verdient gemacht und die Leute zusammengebracht hat.