Winterpause
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paul aus DK
Winterpause
Meine DS ist auf dem Weg ins Winterquartier, dazu ein paar Fragen an die Spezialisten. Habe den thread "Einmotten im Winter 21.12.04" gefunden. gibts was hinzuzufügen? Sind Holzklötze obligatorisch? Ich meine ich hätte irgendwo was vom erhöhtem Reifendruck und gelegentlichem Bewegen gelesen, wenn ja wie hoch Reifendruck, und wie oft bewegen? Wie übersteht der Innenraum den Winter in ungeheizter Scheune(einigermassen luftig) in nasskühlem Klima? Soll man gelegentlich mal anlassen und auf dem Hof ne Runde drehen?
Schon mal im voraus vielen Dank für eure Hilfe
Paul
Schon mal im voraus vielen Dank für eure Hilfe
Paul
Re: Winterpause
10 cm- Klötze mit quadratischem Querschnitt reichen völlig aus und liegen auf jeder größeren Baustelle als Abfall herum. Solche würde ich besorgen und unterlegen, nicht nur der Reifen sondern auch der Radlager wegen.
@ gelegentlich bewegen: Wenn der Motor dabei nicht ordentlich warmgefahren werden kann ( 20 km sollten es schon sein ), lass das Fahrzeug lieber stehen, ein paar Drehungen mit der Handkurbel von Zeit zu Zeit sind da viel besser.
Batterie ausbauen, damit sie nicht auffriert, alle Fenster einen kleinen Spalt öffnen, Scheibenwischergummis entlasten, Frostschutz für Motor/ Kühler sowie Scheibenwaschbehälter sollte sichergestellt sein. Wenn sowieso bald ein Ölwechsel ansteht, mach ihn noch vorher.
Eine Scheune - gut durchlüftet - ist schon ok. Ungeheizt ist sowieso besser, weil sich dann wenigstens kein Kondenswasser bildet. So gesehen genügt auch ein Flugdach, nur vom Boden her soll es einigermaßen trocken sein.
Bewährt haben sich alte Leintücher über den gewaschenen und gewachsten Lack, damit sich gerade im Winter vermehrt anfallender Staub und Ruß nicht ablagern können.
Viel mehr kannst du nicht tun. Kerzen rausschrauben und Konservierungsöl in die Brennräume finde ich für 5 Monate Standzeit übertrieben.
@ gelegentlich bewegen: Wenn der Motor dabei nicht ordentlich warmgefahren werden kann ( 20 km sollten es schon sein ), lass das Fahrzeug lieber stehen, ein paar Drehungen mit der Handkurbel von Zeit zu Zeit sind da viel besser.
Batterie ausbauen, damit sie nicht auffriert, alle Fenster einen kleinen Spalt öffnen, Scheibenwischergummis entlasten, Frostschutz für Motor/ Kühler sowie Scheibenwaschbehälter sollte sichergestellt sein. Wenn sowieso bald ein Ölwechsel ansteht, mach ihn noch vorher.
Eine Scheune - gut durchlüftet - ist schon ok. Ungeheizt ist sowieso besser, weil sich dann wenigstens kein Kondenswasser bildet. So gesehen genügt auch ein Flugdach, nur vom Boden her soll es einigermaßen trocken sein.
Bewährt haben sich alte Leintücher über den gewaschenen und gewachsten Lack, damit sich gerade im Winter vermehrt anfallender Staub und Ruß nicht ablagern können.
Viel mehr kannst du nicht tun. Kerzen rausschrauben und Konservierungsöl in die Brennräume finde ich für 5 Monate Standzeit übertrieben.
Re: Winterpause
Hallo!
Vom gelegentlichen Fahren im Winter kann ich nur sehr abraten - 20 km reichen zum Warmfahren keineswegs aus. Und im Auspuff bildet sich jedes Mal Kondenswasser.
Ausserdem sollte man vor dem Abstellen einen Ölwechsel machen. Frisches Öl verhindert Korrosion im Inneren besser als gebrauchtes.
Wenn das Auto über die vier Wintermonate steht, braucht der Motor nicht bewegt werden - Durchdrehen mit der Kurbel schadet aber auch nicht.
Die Batterie kann man ausbauen und mit ins Haus nehmen. Ich habe beste Erfahrungen mit einem elektronischen Erhaltungsladungsgerät gemacht, welches ich z.B. an die Zigarettenanzünderdose stecken kann (Batterie bleibt also im Auto). Aber kein billiges Gerät für 9,98 Euro, das killt die Batterie eher, weil es nicht abschaltet. Darüber wurde im Forum aber schon diskutiert.
Aufbocken empfehle ich nach wie vor. So hoch, dass die Reifen entlastet sind, die Räder aber noch auf dem Boden stehen ohne dass die Schwingarme die Anschlaggummis berühren. Ist auch hier im Forum nachzulesen.
Beim Aufbocken muss man den Reifendruck nicht erhöhen.
Scheunen können brauchbar aber auch sehr schlecht sein, je nach Bauart und Lage. Eine gut durchlüftete Scheune, die in einer Gegend steht mit häufigen Temperaturwechseln kann in ihrem Inneren ein feuchtes Wechselklima entwickeln, bei dem sich bei temperaturschwankungen Kondenswasser auf dem gesamten Fahrzeug bildet, was dem Rost sehr förderlich ist.
Ein recht dichte Scheune, in deren Innerem ein Luftaustausch nur langsam stattfindet und die vielleicht sogar noch zum Lagern von Stroh und Heu verwendet wird, ist eher gut geeignet. Stroh wirkt wie ein Luftentfeuchter.
In letzterer macht auch das Abdecken mit Tüchern (beser noch staubdichter Auto-Paletot) Sinn. In ersterer macht das eher alles noch schlimmer, denn die Tücher werden feucht und bleiben es auf dem Blech auch lange.
Durchlüftete Scheunen können also in Verbindung mit einem mit Tüchern abgedeckten Auto wie eine Klimakammer zum Testen von Rostentwicklung wirken!
Bei Unterbringung in einer Scheune würde ich zu einem Carcoon oder Permabag raten. Die Investition lohnt sich.
Grüße
Martin
Vom gelegentlichen Fahren im Winter kann ich nur sehr abraten - 20 km reichen zum Warmfahren keineswegs aus. Und im Auspuff bildet sich jedes Mal Kondenswasser.
Ausserdem sollte man vor dem Abstellen einen Ölwechsel machen. Frisches Öl verhindert Korrosion im Inneren besser als gebrauchtes.
Wenn das Auto über die vier Wintermonate steht, braucht der Motor nicht bewegt werden - Durchdrehen mit der Kurbel schadet aber auch nicht.
Die Batterie kann man ausbauen und mit ins Haus nehmen. Ich habe beste Erfahrungen mit einem elektronischen Erhaltungsladungsgerät gemacht, welches ich z.B. an die Zigarettenanzünderdose stecken kann (Batterie bleibt also im Auto). Aber kein billiges Gerät für 9,98 Euro, das killt die Batterie eher, weil es nicht abschaltet. Darüber wurde im Forum aber schon diskutiert.
Aufbocken empfehle ich nach wie vor. So hoch, dass die Reifen entlastet sind, die Räder aber noch auf dem Boden stehen ohne dass die Schwingarme die Anschlaggummis berühren. Ist auch hier im Forum nachzulesen.
Beim Aufbocken muss man den Reifendruck nicht erhöhen.
Scheunen können brauchbar aber auch sehr schlecht sein, je nach Bauart und Lage. Eine gut durchlüftete Scheune, die in einer Gegend steht mit häufigen Temperaturwechseln kann in ihrem Inneren ein feuchtes Wechselklima entwickeln, bei dem sich bei temperaturschwankungen Kondenswasser auf dem gesamten Fahrzeug bildet, was dem Rost sehr förderlich ist.
Ein recht dichte Scheune, in deren Innerem ein Luftaustausch nur langsam stattfindet und die vielleicht sogar noch zum Lagern von Stroh und Heu verwendet wird, ist eher gut geeignet. Stroh wirkt wie ein Luftentfeuchter.
In letzterer macht auch das Abdecken mit Tüchern (beser noch staubdichter Auto-Paletot) Sinn. In ersterer macht das eher alles noch schlimmer, denn die Tücher werden feucht und bleiben es auf dem Blech auch lange.
Durchlüftete Scheunen können also in Verbindung mit einem mit Tüchern abgedeckten Auto wie eine Klimakammer zum Testen von Rostentwicklung wirken!
Bei Unterbringung in einer Scheune würde ich zu einem Carcoon oder Permabag raten. Die Investition lohnt sich.
Grüße
Martin
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paul aüs DK
Re: Winterpause
Vielen dank Euch, heute Nachmittag wird die Scheune besichtigt.
Hab im Forum gelesen, dass des Tank voll sein sollte. Stimmt das? und warum?
Gruss Paul
Hab im Forum gelesen, dass des Tank voll sein sollte. Stimmt das? und warum?
Gruss Paul
Re: Winterpause
Der Tank einer DS ist aus Blech, das leider auch rostet und obendrein den Treibstofffilter mit kleinen Krümeln verlegt. Rost wird chemisch als Oxydation definiert und ein voller Tank minimiert die Fläche, auf der O mit Fe reagieren kann.
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karlmalden
Re: Winterpause
hey Paul,
.... eine feuchte Scheune ist schlimmer als ein Parkplatz unter der Laterne - das ist meine Meinung.
Ja - der Tank sollte besser voll sein.
Ich bocke für den Winter auf, bauen die Batterie aus - schliesse den Wagen ab - und werfe eine Pellerine über, (wegen des Staubes) die kein Wasser ziehen kann (kunstfaser).
Allerdings steht mein Wagen in einer staubtrockenen - gut gelüfteten - Tiefgarage. Meiner Meinung das Beste was man einen Wagen antun kann - über Winter.
solong maldini
.... eine feuchte Scheune ist schlimmer als ein Parkplatz unter der Laterne - das ist meine Meinung.
Ja - der Tank sollte besser voll sein.
Ich bocke für den Winter auf, bauen die Batterie aus - schliesse den Wagen ab - und werfe eine Pellerine über, (wegen des Staubes) die kein Wasser ziehen kann (kunstfaser).
Allerdings steht mein Wagen in einer staubtrockenen - gut gelüfteten - Tiefgarage. Meiner Meinung das Beste was man einen Wagen antun kann - über Winter.
solong maldini
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Bernhard Körner
Re: Winterpause
Hallo allerseits
Auch meine DS befindet sich seit gestern im Winterschlaf.
Ich bin wie folgt vorgegangen:
Eine längere Strecke gefahren und dann Öl und Ölfilter gewechselt.
Abgemeldet.
LHM gewechselt (nur dieses mal).
Kleinere Reparaturen erledigt (Türkontaktschalter erneuert sowie die Teile unter dem Bremspilz gewartet und den Bremslichtschalter eingestellt).
Auto gewaschen und abgetrocknet.
Alle lackierten Teile mit A 1 Speed Wax behandelt.
Alle Edelstahlteile und alle verchromte Teile poliert (innen und außen).
Alle Kunststoffteile und alle Gummiteile mit Armor All behandelt (innen und außen).
Teppiche gesaugt und Lederausstattung eingefettet.
Frostschutz kontrolliert (-20 Grad).
Vollgetankt.
Fahrzeug aufgebockt um Lager und Reifen zu entlasten (Räder stehen aber noch auf dem Boden).
Batterie abgeklemmt.
DS mit dem vom DS-Club gekauften Überzug abgedeckt.
In meiner Garage friert es nicht (Heizkörper vorhanden). Die niedrigste Temperatur war mal 8 Grad. Und es laufen 2 Luftentfeuchter, welche die Luftfeuchtigkeit bei 50 % halten.
So lasse ich meine DS bis zum Frühjahr stehen. Ab und zu lade ich die Batterie nach.
Die Scheibenwischergummis muß ich noch entlasten.
Dann wünsche ich meiner DS noch einen guten Schlaf!
Kann ich sonst noch etwas machen außer auf den Frühling zu warten?
Bernhard Körner
Auch meine DS befindet sich seit gestern im Winterschlaf.
Ich bin wie folgt vorgegangen:
Eine längere Strecke gefahren und dann Öl und Ölfilter gewechselt.
Abgemeldet.
LHM gewechselt (nur dieses mal).
Kleinere Reparaturen erledigt (Türkontaktschalter erneuert sowie die Teile unter dem Bremspilz gewartet und den Bremslichtschalter eingestellt).
Auto gewaschen und abgetrocknet.
Alle lackierten Teile mit A 1 Speed Wax behandelt.
Alle Edelstahlteile und alle verchromte Teile poliert (innen und außen).
Alle Kunststoffteile und alle Gummiteile mit Armor All behandelt (innen und außen).
Teppiche gesaugt und Lederausstattung eingefettet.
Frostschutz kontrolliert (-20 Grad).
Vollgetankt.
Fahrzeug aufgebockt um Lager und Reifen zu entlasten (Räder stehen aber noch auf dem Boden).
Batterie abgeklemmt.
DS mit dem vom DS-Club gekauften Überzug abgedeckt.
In meiner Garage friert es nicht (Heizkörper vorhanden). Die niedrigste Temperatur war mal 8 Grad. Und es laufen 2 Luftentfeuchter, welche die Luftfeuchtigkeit bei 50 % halten.
So lasse ich meine DS bis zum Frühjahr stehen. Ab und zu lade ich die Batterie nach.
Die Scheibenwischergummis muß ich noch entlasten.
Dann wünsche ich meiner DS noch einen guten Schlaf!
Kann ich sonst noch etwas machen außer auf den Frühling zu warten?
Bernhard Körner
Re: Winterpause
Korrosion kommt sowieso nur dann zum Erliegen, wenn die Luftfeuchtigkeit unter 30% liegt, was in der Praxis allerdings weder im Sommer noch im Winter realistisch ist. Ab einem Schwellenwert von 70%, die auch im Sommer immer wieder erreicht wird, nimmt die Korrosionsfreudigkeit nochmals stark zu.
Die nächste Gefahr geht vom Taupunkt aus. Immer wenn die Lufttemperatur stärker schwankt, schlagen sich Wassertröpfchen auf den Blechen nieder, und zwar nicht nur außen sondern auch innen in allen Hohlräumen. Daher macht der bestmögliche Hohlraumschutz immer Sinn, nicht nur bei Ganzjahresalltagsfahrzeugen. Um die Außenhaut mache ich mir den geringsten Kopf, da ist ein solider Lack drüber, der im Optimalfall noch wachsversiegelt ist. Das Leintuch bewahrt vor Anlagerungen aggressiver Schornsteinemissionen.
Den Optimalfall kann wohl nur eine luftdicht versiegelte Umhüllung des Fahrzeuges kombiniert mit einem Entfeuchtungsgerät darstellen, wie schon Martin erwähnte.
Entscheidend für Wohl und Verderb unserer Göttinnen ist jedoch, dass sie nicht mit Salz in Berührung kommen, welches nicht nur die Feuchtigkeit bindet sondern auch den elektrochemischen Prozess im Zeitraffertempo ablaufen lässt.
Zu Maldinis Laternenparkplatz: Draußen sind die Temperaturschwankungen (direkte Sonneneinstrahlung, Abkühlung bei Nacht) noch stärker, Feuchtigkeit in Form von Regen und Schnee wirken rundum und wesentlich stärker ein, ganz zu schweigen vom Risiko mechanischer Beschädigungen.
Die nächste Gefahr geht vom Taupunkt aus. Immer wenn die Lufttemperatur stärker schwankt, schlagen sich Wassertröpfchen auf den Blechen nieder, und zwar nicht nur außen sondern auch innen in allen Hohlräumen. Daher macht der bestmögliche Hohlraumschutz immer Sinn, nicht nur bei Ganzjahresalltagsfahrzeugen. Um die Außenhaut mache ich mir den geringsten Kopf, da ist ein solider Lack drüber, der im Optimalfall noch wachsversiegelt ist. Das Leintuch bewahrt vor Anlagerungen aggressiver Schornsteinemissionen.
Den Optimalfall kann wohl nur eine luftdicht versiegelte Umhüllung des Fahrzeuges kombiniert mit einem Entfeuchtungsgerät darstellen, wie schon Martin erwähnte.
Entscheidend für Wohl und Verderb unserer Göttinnen ist jedoch, dass sie nicht mit Salz in Berührung kommen, welches nicht nur die Feuchtigkeit bindet sondern auch den elektrochemischen Prozess im Zeitraffertempo ablaufen lässt.
Zu Maldinis Laternenparkplatz: Draußen sind die Temperaturschwankungen (direkte Sonneneinstrahlung, Abkühlung bei Nacht) noch stärker, Feuchtigkeit in Form von Regen und Schnee wirken rundum und wesentlich stärker ein, ganz zu schweigen vom Risiko mechanischer Beschädigungen.
Re: Winterpause
@ Bernhard: Vorbildlich!
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Jack Shotton
- Beiträge: 298
- Registriert: Di 1. Feb 2005, 21:31
Re: Winterpause
Wie wehret Ihr Euch gegen Maeuser? Ich streue Mottenkugeln unter der Haube, auf dem Teppich, und im Kofferraum herum. Kann die Wirksamkeit von dieser Massnahme aber nicht beurteilen. Ist vielleicht nur Aberglauben.
Wurde mir auch empfohlen einen Stopfer in den Auspuff zu stecken damit Maeuser in den Schalldaempfer nicht einkommen koennen.
Jack Shotton
Gruesse aus Minnesota
Wurde mir auch empfohlen einen Stopfer in den Auspuff zu stecken damit Maeuser in den Schalldaempfer nicht einkommen koennen.
Jack Shotton
Gruesse aus Minnesota