Wärmehaushalt Einspritzer
-
Josef W.
Wärmehaushalt Einspritzer
Hallo zusammen,
ich fahre eine DS23 Inj. BW (zusätzlicher Ölkühler vorm Wasserkühler) und möchte die manchmal etwas kritische Kühlwassertemperatur etwas niedriger bekommen. Ich habe einen Kühler zu einem Spezialisten gebracht wg. Einlöten eines 4-reihigen Netzes. Dabei sagte mir der Kühlerbauer, die Kühler hätten bereits ein Hochleistungsnetz von 3 Reihen, ausreichned für einen Hubraum von ca. 3-4 l. Er empfahl mir die Umrüstung der Wapu auf kleinere Riemenscheibe um so 1. mehr Wasser und 2. mehr Luft durch den Kühler zu schaufeln.
Frage: Kühler oder Wapu? Gibt es irgentwelche Erfahrungen mit 4-reihigen Kühlern?
Grüße
Josef
ich fahre eine DS23 Inj. BW (zusätzlicher Ölkühler vorm Wasserkühler) und möchte die manchmal etwas kritische Kühlwassertemperatur etwas niedriger bekommen. Ich habe einen Kühler zu einem Spezialisten gebracht wg. Einlöten eines 4-reihigen Netzes. Dabei sagte mir der Kühlerbauer, die Kühler hätten bereits ein Hochleistungsnetz von 3 Reihen, ausreichned für einen Hubraum von ca. 3-4 l. Er empfahl mir die Umrüstung der Wapu auf kleinere Riemenscheibe um so 1. mehr Wasser und 2. mehr Luft durch den Kühler zu schaufeln.
Frage: Kühler oder Wapu? Gibt es irgentwelche Erfahrungen mit 4-reihigen Kühlern?
Grüße
Josef
-
Hans-Uwe Fischer x
Re: Wärmehaushalt Einspritzer
... ich habe das gleiche Fahrzeug. Und ich hatte manchmal die gleichen Thermoprobleme. Verschiedentlich habe ich darauf auch geantwortet.
U. a. auch die Sache mit dem Hochlastwiderstand.
Speziell beim BW gibt es bei Bergbetrieb thermische Probleme:
1. Wird der Motor mehr belastet und das bei gleichzeitig geringerem Fahrtwind und
2. Hat der Kühler den störenden, nicht mitdrehenden Ventilator. Der zusätzliche BW-Ölkühler vor dem Kühler nimmt ebenso Kühlfläche aus dem Luftstrom, im Gegenteil, er kann zusätzlich "mitaufheizen". Und eben dieser BW-Getriebe-Ölkühler wird wohl bei Bergauffahrten sehr heiss. Ich habe paar mal verbranntes Öl gerochen.
Einen Lösungsansatz sehe ich nicht in der Erhöhung der Wapu-Förderleistung. Auch nicht in der Erhöhung der Ansaugluft durch den "Wapu-Ventilator". Für Letzteres lasse ich den Elektroventilator zu 50% mitarbeiten.
Bisher hat diese Lösung bei mir ausgereicht. Mein nächster Lösungsansatz wäre die Vergrösserung der KALTLUFT-Durchlassmenge VOR DEM KÜHLER.
Dazu müsste der Kühlluft-Schacht VOR dem Kühler modifiziert werden. Legt man das Reserverad in den Kofferraum, dann hat man vorne im Motorraum viele Möglichkeiten, die Kaltluftzufuhr zu vergrössern/verbessern.
Grüsse
Hans-Uwe Fischer
U. a. auch die Sache mit dem Hochlastwiderstand.
Speziell beim BW gibt es bei Bergbetrieb thermische Probleme:
1. Wird der Motor mehr belastet und das bei gleichzeitig geringerem Fahrtwind und
2. Hat der Kühler den störenden, nicht mitdrehenden Ventilator. Der zusätzliche BW-Ölkühler vor dem Kühler nimmt ebenso Kühlfläche aus dem Luftstrom, im Gegenteil, er kann zusätzlich "mitaufheizen". Und eben dieser BW-Getriebe-Ölkühler wird wohl bei Bergauffahrten sehr heiss. Ich habe paar mal verbranntes Öl gerochen.
Einen Lösungsansatz sehe ich nicht in der Erhöhung der Wapu-Förderleistung. Auch nicht in der Erhöhung der Ansaugluft durch den "Wapu-Ventilator". Für Letzteres lasse ich den Elektroventilator zu 50% mitarbeiten.
Bisher hat diese Lösung bei mir ausgereicht. Mein nächster Lösungsansatz wäre die Vergrösserung der KALTLUFT-Durchlassmenge VOR DEM KÜHLER.
Dazu müsste der Kühlluft-Schacht VOR dem Kühler modifiziert werden. Legt man das Reserverad in den Kofferraum, dann hat man vorne im Motorraum viele Möglichkeiten, die Kaltluftzufuhr zu vergrössern/verbessern.
Grüsse
Hans-Uwe Fischer
-
Josef W.
Re: Wärmehaushalt Einspritzer
Hallo Hans-Uwe,
sicherlich ist das Hauptproblem die Menge der Luft, die in den Kühleinlass strömt, ich habe auch schon über zusätzliche Lufteintritte wie Hupenöffnung oder Innenbelüftung nachgedacht. Das Thermoproblem taucht eigentlich nur auf, wenn ich bei hohen Aussentemeraturen nicht früh genug den Lüfter per Hand zuschalte. Was mir aufgefallen ist: die Anzeigen im Armaturenbrett gehen auf 100° bzw, die rote Lampe leuchtet auf, aber der Lüfter springt noch nicht an, d.h. die Temeratur staut sich im Zylinderkopf. Ich meine, die Pumpe müsste das Wasser schneller im Kreislauf verteilen um Hitze an den Kühler abzugeben.
Hat jemand Erfahrungen mit "gößeren" Kühlern wie z.B. von Dirk Sassen?
Grüße
Josef
sicherlich ist das Hauptproblem die Menge der Luft, die in den Kühleinlass strömt, ich habe auch schon über zusätzliche Lufteintritte wie Hupenöffnung oder Innenbelüftung nachgedacht. Das Thermoproblem taucht eigentlich nur auf, wenn ich bei hohen Aussentemeraturen nicht früh genug den Lüfter per Hand zuschalte. Was mir aufgefallen ist: die Anzeigen im Armaturenbrett gehen auf 100° bzw, die rote Lampe leuchtet auf, aber der Lüfter springt noch nicht an, d.h. die Temeratur staut sich im Zylinderkopf. Ich meine, die Pumpe müsste das Wasser schneller im Kreislauf verteilen um Hitze an den Kühler abzugeben.
Hat jemand Erfahrungen mit "gößeren" Kühlern wie z.B. von Dirk Sassen?
Grüße
Josef
Re: Wärmehaushalt Einspritzer
Hallo Josef,
der Termoschalter im IE-Kühler schaltet sehr spät ein, man kann ihn jedoch gegen einen mit einer niedrigeren Einschalttemperatur ersetzen.
Die naheliegenden Sachen hast Du schon gemacht:
Kühlsystem reinigen und spülen,
Kühlerlamellen von 30 Jahren Schmand befreien,
Zündungseinstellung und Kraftstoffsystemdruck kontrollieren,
der Kühlerdeckel hat den richtigen Tarierdruck,
das Thermostat öffnet vollständig,
es ist der richtige Anteil Frostschutz im System ?
der Termoschalter im IE-Kühler schaltet sehr spät ein, man kann ihn jedoch gegen einen mit einer niedrigeren Einschalttemperatur ersetzen.
Die naheliegenden Sachen hast Du schon gemacht:
Kühlsystem reinigen und spülen,
Kühlerlamellen von 30 Jahren Schmand befreien,
Zündungseinstellung und Kraftstoffsystemdruck kontrollieren,
der Kühlerdeckel hat den richtigen Tarierdruck,
das Thermostat öffnet vollständig,
es ist der richtige Anteil Frostschutz im System ?
Gruß
patric
patric
-
Hans-Uwe Fischer x
Re: Wärmehaushalt Einspritzer
Hallo Josef,
die Temperatursensoren sind beim IE-BW sehr unterschiedlich platziert (also auch unterschiedliche Temperaturvorkommen) und haben unterschiedliche Schaltschwellen. Nur der Vollständigkeit halber:
1. Temp-Fühler am Kopf für die IE-Box
2. Temp-Schalter am Kopf für das Kalltstartventil
3. Temp-Fühler am Kaltluftschieber für die Analog-Anzeige
4. Temp-Schalter am WAPU-Ausgang für die Warnleuchte
5. Temp-Schalter am Kühler für den elektr. Zusatzlüfter
6. Thermostat im Schlauch vom WAPU-Ausgang
Die Warnleuchte (4.) misst nicht direkt die Kopftemperatur. Wärmenester werden nicht erfasst. M. E. gibt es diese auch nicht, da die Durchflussmengen-Leistung der WAPU ausreichend ist. Vorausgesetzt, der Thermostat (6.) öffnet sich vollständig. Evtl. testweise einfach mal rauslassen [nur im Sommer
].
Der Tempschalter am Kühler (5.) schaltet erst, wenn das Kühlsystem an seine Grenzen kommt. Ich bin mir nicht mehr sicher, aber ich glaube, die Einschaltschwelle dieses Temp-Schalters (5.) liegt ca. 10° C höher als der Warnschalter am WAPU-Ausgang (4.).
Ich bin mir nicht sicher, ob ein grösserer Kühler den gewünschten Erfolg bringt. Ein grosser Kühler beinhaltet auch eine grössere Wärmemenge. Auch wenn deren Aufwärmung länger dauert. Aber genau diese grössere Wärmemenge muss aber auch abgeführt werden. Effizienter ist m. E. eine Vergrösserung der Wärmeabführflächen gegenüber der Wassermenge.
Egal was man ausprobiert. Die Wärmemenge die der Motor generiert muss an das Umgebungsmedium abgeführt werden. Also mehr Fläche oder mehr Luft oder beides. Mehr Luft erzeugt z.B. der mitllaufende Ventilator (siehe: Hochlastwiderstand).
Oder man generiert weniger Wärme. Benzin ist da eine probate Lösung. Das Gemisch etwas mehr anreichern und die Kopftemperaturen gehen zurück.
Grüsse
Hans-Uwe
die Temperatursensoren sind beim IE-BW sehr unterschiedlich platziert (also auch unterschiedliche Temperaturvorkommen) und haben unterschiedliche Schaltschwellen. Nur der Vollständigkeit halber:
1. Temp-Fühler am Kopf für die IE-Box
2. Temp-Schalter am Kopf für das Kalltstartventil
3. Temp-Fühler am Kaltluftschieber für die Analog-Anzeige
4. Temp-Schalter am WAPU-Ausgang für die Warnleuchte
5. Temp-Schalter am Kühler für den elektr. Zusatzlüfter
6. Thermostat im Schlauch vom WAPU-Ausgang
Die Warnleuchte (4.) misst nicht direkt die Kopftemperatur. Wärmenester werden nicht erfasst. M. E. gibt es diese auch nicht, da die Durchflussmengen-Leistung der WAPU ausreichend ist. Vorausgesetzt, der Thermostat (6.) öffnet sich vollständig. Evtl. testweise einfach mal rauslassen [nur im Sommer
Der Tempschalter am Kühler (5.) schaltet erst, wenn das Kühlsystem an seine Grenzen kommt. Ich bin mir nicht mehr sicher, aber ich glaube, die Einschaltschwelle dieses Temp-Schalters (5.) liegt ca. 10° C höher als der Warnschalter am WAPU-Ausgang (4.).
Ich bin mir nicht sicher, ob ein grösserer Kühler den gewünschten Erfolg bringt. Ein grosser Kühler beinhaltet auch eine grössere Wärmemenge. Auch wenn deren Aufwärmung länger dauert. Aber genau diese grössere Wärmemenge muss aber auch abgeführt werden. Effizienter ist m. E. eine Vergrösserung der Wärmeabführflächen gegenüber der Wassermenge.
Egal was man ausprobiert. Die Wärmemenge die der Motor generiert muss an das Umgebungsmedium abgeführt werden. Also mehr Fläche oder mehr Luft oder beides. Mehr Luft erzeugt z.B. der mitllaufende Ventilator (siehe: Hochlastwiderstand).
Oder man generiert weniger Wärme. Benzin ist da eine probate Lösung. Das Gemisch etwas mehr anreichern und die Kopftemperaturen gehen zurück.
Grüsse
Hans-Uwe
-
Robert Kruse
Re: Wärmehaushalt Einspritzer
Liebe Gemeinde,
das ist gewiss nicht mein Spezialgebiet, aber ich meine mich erinnern zu können, dazu mal in der HP gelesen zu haben, dass das Problem beim 23er ie die knapp dimensionierte Einspritzanlage sei, die eigentlich nur für 2,1 ltr Hubraum reiche und die dadurch bei Volllast ein zu mageres Gemisch zubereite. Die probate Lösung "Benzin" geht dann wohl nicht. Wollte das nur mal in Erinnerung rufen.
Grüsse
Robert
das ist gewiss nicht mein Spezialgebiet, aber ich meine mich erinnern zu können, dazu mal in der HP gelesen zu haben, dass das Problem beim 23er ie die knapp dimensionierte Einspritzanlage sei, die eigentlich nur für 2,1 ltr Hubraum reiche und die dadurch bei Volllast ein zu mageres Gemisch zubereite. Die probate Lösung "Benzin" geht dann wohl nicht. Wollte das nur mal in Erinnerung rufen.
Grüsse
Robert
-
Hans-Uwe Fischer x
Re: Wärmehaushalt Einspritzer
...na Robert, das scheint wirklich nicht Dein Spezialgebiet zu sein.
Grüsse
Hans-Uwe
PS: Dafür verstehe ich nichts von Haubengriffen und Fuchsschwänzen
Grüsse
Hans-Uwe
PS: Dafür verstehe ich nichts von Haubengriffen und Fuchsschwänzen
- Stephan J.
- Beiträge: 922
- Registriert: Di 7. Jun 2005, 18:34
Re: Wärmehaushalt Einspritzer
Ihr beide geratet aber auch regelmäßig aneinander, oder...?
Stephan J.
--------------------------------------------------------
Citroën ID 19 B, EZ 19.05.1969 ("Der Frosch")
Citroën C5 Break 2.0i 16V, EZ 16.05.2006
Opel Olympia Rekord P1, EZ 18.02.1959
http://www.buch-jaenicke.de
--------------------------------------------------------
Citroën ID 19 B, EZ 19.05.1969 ("Der Frosch")
Citroën C5 Break 2.0i 16V, EZ 16.05.2006
Opel Olympia Rekord P1, EZ 18.02.1959
http://www.buch-jaenicke.de
Lösung "Benzin" geht dann wohl nicht
Hallo Robert,
wenn man den Systemdruck erhöht wird pro Ventilöffnungsintervall auch mehr Kraftstoff eingespritzt. Nur leider läuft der Kutter dann nicht nur bei Vollast fetter sondern immer - mit all den negativen Konsequenzen, ergo mehr Verbrauch, schlechtere Abgaswerte etc. pp.
Eigentlich könnte man doch das Kaltstartventil missbrauchen und es mittels einer geigneten Schaltung bei Vollast aktivieren - fragt sich nur ob die Menge die da durchgeht reicht, oder ob's nur ein Tropfen auf den heißen Kühler ist...
wenn man den Systemdruck erhöht wird pro Ventilöffnungsintervall auch mehr Kraftstoff eingespritzt. Nur leider läuft der Kutter dann nicht nur bei Vollast fetter sondern immer - mit all den negativen Konsequenzen, ergo mehr Verbrauch, schlechtere Abgaswerte etc. pp.
Eigentlich könnte man doch das Kaltstartventil missbrauchen und es mittels einer geigneten Schaltung bei Vollast aktivieren - fragt sich nur ob die Menge die da durchgeht reicht, oder ob's nur ein Tropfen auf den heißen Kühler ist...
Gruß
patric
patric
-
Hans-Uwe Fischer x
Re: Lösung "Benzin" geht dann wohl nicht
... es ist erfrischend und köstlich zu lesen, wenn der Humor im Forum nicht zu kurz kommt: Beim IE bei Hitzeproblemen das Kaltstartventil hinzuziehen und in Analogie dazu beim Vergaser bei Vollast-Erhitzung etwas die Starterklappe zu ziehen.
Auch wenn´s niemand glaubt; Benzin (und auch der Ölkreislauf) werden zum Kühlen benutzt.
Interessanter Weise ist aber Vielen bekannt, dass ein mageres Gemisch zur Überhitzung führt.
Konstruktiver wäre es m.E., wie mit Benzin gekühlt werden könnte, als zu behaupten, es "geht dann wohl nicht".
Grüsse
Hans-Uwe
Auch wenn´s niemand glaubt; Benzin (und auch der Ölkreislauf) werden zum Kühlen benutzt.
Interessanter Weise ist aber Vielen bekannt, dass ein mageres Gemisch zur Überhitzung führt.
Konstruktiver wäre es m.E., wie mit Benzin gekühlt werden könnte, als zu behaupten, es "geht dann wohl nicht".
Grüsse
Hans-Uwe