Schon öfter gab es hier das Thema Starterrelais an der Batterie. Ich würde nun gerne die Kontaktrosette neu anfertigen. Kann ich da "normales" Kupferblech nehmen? Gibt es besondere Legierungen?
Danke
pit
Materialkunde
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Claude-Michel
Re: Materialkunde
Hallo Pit,
weiß nicht ob es interessant ist für dich, solche Relais gibt es neu zu kaufen bei Lehmann & Stumpf.
Gruß
Claude-Michel
weiß nicht ob es interessant ist für dich, solche Relais gibt es neu zu kaufen bei Lehmann & Stumpf.
Gruß
Claude-Michel
Re: Materialkunde
Hallo Pit,
normales Kupfer hat wohl kaum federnde Eigenschaften. Federstahl ist hier also eher angesagt, evtl. gelbchromatiert oder verzinkt (?).
Die Pole von B+ und Starter sind ja fix verschraubt, den Ausgleich einer möglichst großen Auflagefläche (kleinster Übergangswiderstand) muß die Rosette können.
Verstehe Deine Initiative wegen der happigen 50€ für eine Federrosette...
Gruß Georg
normales Kupfer hat wohl kaum federnde Eigenschaften. Federstahl ist hier also eher angesagt, evtl. gelbchromatiert oder verzinkt (?).
Die Pole von B+ und Starter sind ja fix verschraubt, den Ausgleich einer möglichst großen Auflagefläche (kleinster Übergangswiderstand) muß die Rosette können.
Verstehe Deine Initiative wegen der happigen 50€ für eine Federrosette...
Gruß Georg
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Robert Kruse
Re: Materialkunde
Hallo Pit, hallo Georg,
also Federstahl ist das nicht, denn das Material ist plastisch verformbar und ferdert nur wenig. Mir kommt es wie reines Kupfer vor, Messing ist deutlich härter, wäre aber vielleicht einen Versuch wert.
Gruss
Robert
also Federstahl ist das nicht, denn das Material ist plastisch verformbar und ferdert nur wenig. Mir kommt es wie reines Kupfer vor, Messing ist deutlich härter, wäre aber vielleicht einen Versuch wert.
Gruss
Robert
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Hans-Uwe Fischer x
Re: Materialkunde
Hallo,
die Rosette besteht durch und durch aus einer relativ harten Kupferlegierung. Wenn man die Abbrandstellen ankratzt, kann man es leicht mit einer Lupe erkennen. Dadurch, dass die einzelnen Zungen der Rosette rel. lang sind ( ca. 10 mm), ergibt sich trotz rel. hohen Überschaltwege ein nur kleiner Biegewinkel. Mit anderen Worten, es wird nur eine geringe Elastizität verlangt.
Weil die Rosette quasi schwimmend geführt wird, kann sie sich im Anpressfall gut plan anlegen. Die geringe, restliche geforderte Elastizität, kommt dann aus den einzelnen Zungen. Diese Restelastizität ist gleichzeitig auch für die Selbstreinigung der Kontaktflächen gut, bzw. notwendig.
Bevor solch eine Rosette rausgeschmissen wird, sollte man ihren Spannungsabfall während des Startens messen. Sind es nur Bruchteile an Volt (ich könnte den Gutfall mal messen...) sollte die Rosette nicht gewechselt werden.
Aus meiner Erfahrung sind die Spannungsabfälle eher an den Übergängen von Bleianschluss - Kupferkontakt usw. vorzufinden. Auch hier einfach die Spannungsabfälle messen. Falls ja, hätte ich da paar Ideen.
Grüsse
Hans-Uwe
die Rosette besteht durch und durch aus einer relativ harten Kupferlegierung. Wenn man die Abbrandstellen ankratzt, kann man es leicht mit einer Lupe erkennen. Dadurch, dass die einzelnen Zungen der Rosette rel. lang sind ( ca. 10 mm), ergibt sich trotz rel. hohen Überschaltwege ein nur kleiner Biegewinkel. Mit anderen Worten, es wird nur eine geringe Elastizität verlangt.
Weil die Rosette quasi schwimmend geführt wird, kann sie sich im Anpressfall gut plan anlegen. Die geringe, restliche geforderte Elastizität, kommt dann aus den einzelnen Zungen. Diese Restelastizität ist gleichzeitig auch für die Selbstreinigung der Kontaktflächen gut, bzw. notwendig.
Bevor solch eine Rosette rausgeschmissen wird, sollte man ihren Spannungsabfall während des Startens messen. Sind es nur Bruchteile an Volt (ich könnte den Gutfall mal messen...) sollte die Rosette nicht gewechselt werden.
Aus meiner Erfahrung sind die Spannungsabfälle eher an den Übergängen von Bleianschluss - Kupferkontakt usw. vorzufinden. Auch hier einfach die Spannungsabfälle messen. Falls ja, hätte ich da paar Ideen.
Grüsse
Hans-Uwe
Re: Materialkunde
Hallo,
soweit ich weiß sind Kontakte in Schaltern oft aus einer speziellen federharten Bronze. Ich glaube das ist auch die verwendete Kupferlegierung in dem Startrelais.
Ich weiß nicht wo man sowas bekommt (habe im Internet nichts gefunden), ich denke am ehesten auf dem Schrottplatz; beispielsweise in Elektro-/Elektronikschrott. Manchmal findet man erstaunlich große ältere Bauteile, vielleicht ist dort irgendwo ein Teil drin was ein großes Stück dieser Bronze hergibt. Ich habe mal ein Relais zerlegt, das war so groß wie ein kleiner Schuhkarton. War aus irgendeinem vorsintflutlichen Schaltschrank.
Grüße,
Christoph
soweit ich weiß sind Kontakte in Schaltern oft aus einer speziellen federharten Bronze. Ich glaube das ist auch die verwendete Kupferlegierung in dem Startrelais.
Ich weiß nicht wo man sowas bekommt (habe im Internet nichts gefunden), ich denke am ehesten auf dem Schrottplatz; beispielsweise in Elektro-/Elektronikschrott. Manchmal findet man erstaunlich große ältere Bauteile, vielleicht ist dort irgendwo ein Teil drin was ein großes Stück dieser Bronze hergibt. Ich habe mal ein Relais zerlegt, das war so groß wie ein kleiner Schuhkarton. War aus irgendeinem vorsintflutlichen Schaltschrank.
Grüße,
Christoph
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Bernhard(Süd)
Re: Materialkunde
Hallo,
genau, Federbronze!
Habe das Material in dünnen Platten (ca. 10 x 20 cm) in meiner Modellbahnbastel-Vorzeit damals im ebensolchen Fachgeschäft bekommen (z.B. Modellbahn-Schüler in Stuttgart,- dies ist KEINE Schleichwerbung). Oder versuchs beim Uhrmacher- oder Feinmechanikerzubehör.
Oder schau in den Annoncenteil in der Zeitschrift "Eisenbahn-Magazin"`(eine famose Fachzeitschrift für den Eisenbahn- und Modellbahnfan).
Bonne chance: Bern(h)ard
genau, Federbronze!
Habe das Material in dünnen Platten (ca. 10 x 20 cm) in meiner Modellbahnbastel-Vorzeit damals im ebensolchen Fachgeschäft bekommen (z.B. Modellbahn-Schüler in Stuttgart,- dies ist KEINE Schleichwerbung). Oder versuchs beim Uhrmacher- oder Feinmechanikerzubehör.
Oder schau in den Annoncenteil in der Zeitschrift "Eisenbahn-Magazin"`(eine famose Fachzeitschrift für den Eisenbahn- und Modellbahnfan).
Bonne chance: Bern(h)ard