Vergaserfrage für Spezialisten
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Ralf Niedrée
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Vergaserfrage für Spezialisten
Nochmal hallo in die Runde,
ich hab da mal ne Frage. Muß dafür aber ein bißchen ausholen. Vor einiger Zeit habe ich am Vergaser (Weber 28/36 DLE2) von meiner DS 20 HA Bj.12/71 (ich habe sie seit fast 31 Jahren, bilde mir ein, sie ganz gut zu kennen) die Drosselklappenwellen neu ausbuchsen lassen. Die Drosselklappen schließen jetzt auch ordentlich, im Zuge der Überholung habe ich natürlich auch den Vergaserfuß geplant, alle Bleistopfen entfernt, ausgiebig im Ultraschallbad gereinigt, neue Stopfen montiert. Der Vergaser ließ sich gut einstellen, auch die im WHB angegebenen Drehzahlen lassen sich (fast) einstellen und sie geht auch beim Bremsen nicht aus.
Aber: Madame hat mit dem überholten Vergaser (und korrekt eingestellter Zündung, ausprobiert mit 123 Ignition und kontaktgesteuertem Ducellier-Verteiler) einen ziemlichen Durst an den Tag gelegt (15l/ 100km) - das kannte ich von ihr nicht. Bislang max. 11l.
Der CO-Gehalt im Leerlauf war sehr gering (0,8%vol), bei ca 2500/min jedoch bei rund 4%vol - fand ich sehr fett.
Mein Verdacht fiel auf den Schwimmerstand, aber den hatte ich ja schon geprüft... Die Leerlaufdüsen habe ich dann durch 55 und 80 (statt 50 und 75) vergrößert, da war das CO im Leerlauf bei 1,2%vol.
Blieb das hohe CO bei 2500/min. Ich habe daraufhin einen anderen, baugleichen Vergaser ausprobiert (damit war der LL immer schlecht wg. verzogener Drosselklappenbohrungen), damit hatte ich dann 2,2% bei 2500/min.
Beim Vergleich der Bedüsung keine Auffälligkeiten - auf den ersten Blick: Hauptdüse 1 =110, HD 2= 155 - ok. Luftkorrekturdüse 1 = AD, LKD 2 =AA - auch ok. In der Ersatzteilliste von Weber ist wohl als LKD 1 eine 170er Düse und auf Stufe 2 eine 120er.
Also nachmessen, am besten gleich alle AD und AA aus dem Fundus: Siehe da, es gibt Unterschiede: Von den vier AD hatten zwei 1,85mm und zwei 1,65mm Querschnitt - wie kann das?
Beim Vergleich aller DS und ID-Webervergaser (das sind 15 verschiedene) im WHB und mit den Angaben in den Weber-Datenblättern stellte sich heraus, daß die Düse AD definitiv 1,85mm und AC dagegen 1,65mm Querschnitt hat. Die Düsen stammen alle aus D-Modellen mit DY3 Motor und Webervergasern.
Wieso wurden AD-Düsen mit unterschiedlichem Querschnitt verbaut - kennt da jemand den Grund oder die Verwendung?
Der Verbrauch hat sich übrigens mit der größeren AD-Düse wieder normalisiert - ca. 11l gemischte Fahrweise und die Temperaturprobleme/ leere Schwimmerkammer bei heiß abgestelltem Motor sind auch weg.
Vielleicht kennt ja einer von Euch den Grund und kann mich da erhellen.
Beste Grüße,
Ralf
ich hab da mal ne Frage. Muß dafür aber ein bißchen ausholen. Vor einiger Zeit habe ich am Vergaser (Weber 28/36 DLE2) von meiner DS 20 HA Bj.12/71 (ich habe sie seit fast 31 Jahren, bilde mir ein, sie ganz gut zu kennen) die Drosselklappenwellen neu ausbuchsen lassen. Die Drosselklappen schließen jetzt auch ordentlich, im Zuge der Überholung habe ich natürlich auch den Vergaserfuß geplant, alle Bleistopfen entfernt, ausgiebig im Ultraschallbad gereinigt, neue Stopfen montiert. Der Vergaser ließ sich gut einstellen, auch die im WHB angegebenen Drehzahlen lassen sich (fast) einstellen und sie geht auch beim Bremsen nicht aus.
Aber: Madame hat mit dem überholten Vergaser (und korrekt eingestellter Zündung, ausprobiert mit 123 Ignition und kontaktgesteuertem Ducellier-Verteiler) einen ziemlichen Durst an den Tag gelegt (15l/ 100km) - das kannte ich von ihr nicht. Bislang max. 11l.
Der CO-Gehalt im Leerlauf war sehr gering (0,8%vol), bei ca 2500/min jedoch bei rund 4%vol - fand ich sehr fett.
Mein Verdacht fiel auf den Schwimmerstand, aber den hatte ich ja schon geprüft... Die Leerlaufdüsen habe ich dann durch 55 und 80 (statt 50 und 75) vergrößert, da war das CO im Leerlauf bei 1,2%vol.
Blieb das hohe CO bei 2500/min. Ich habe daraufhin einen anderen, baugleichen Vergaser ausprobiert (damit war der LL immer schlecht wg. verzogener Drosselklappenbohrungen), damit hatte ich dann 2,2% bei 2500/min.
Beim Vergleich der Bedüsung keine Auffälligkeiten - auf den ersten Blick: Hauptdüse 1 =110, HD 2= 155 - ok. Luftkorrekturdüse 1 = AD, LKD 2 =AA - auch ok. In der Ersatzteilliste von Weber ist wohl als LKD 1 eine 170er Düse und auf Stufe 2 eine 120er.
Also nachmessen, am besten gleich alle AD und AA aus dem Fundus: Siehe da, es gibt Unterschiede: Von den vier AD hatten zwei 1,85mm und zwei 1,65mm Querschnitt - wie kann das?
Beim Vergleich aller DS und ID-Webervergaser (das sind 15 verschiedene) im WHB und mit den Angaben in den Weber-Datenblättern stellte sich heraus, daß die Düse AD definitiv 1,85mm und AC dagegen 1,65mm Querschnitt hat. Die Düsen stammen alle aus D-Modellen mit DY3 Motor und Webervergasern.
Wieso wurden AD-Düsen mit unterschiedlichem Querschnitt verbaut - kennt da jemand den Grund oder die Verwendung?
Der Verbrauch hat sich übrigens mit der größeren AD-Düse wieder normalisiert - ca. 11l gemischte Fahrweise und die Temperaturprobleme/ leere Schwimmerkammer bei heiß abgestelltem Motor sind auch weg.
Vielleicht kennt ja einer von Euch den Grund und kann mich da erhellen.
Beste Grüße,
Ralf
- Claude-Michel
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Re: Vergaserfrage für Spezialisten
Hallo Ralf,
ich habe ein paar Düsen von verschiedenen Vergaser. Diesen Düsen werden mit zwei Buchstaben aber auch zusätzlich mit Zahlen oder mit einem * gekennzeichnet. Ich habe z.B:
AA.2 = 110 (vieleicht auch 120)
AB = 140
AC.2 = 140
AB* = 150
AC.1 = 165
AD.1 = 185
Ich habe mich auch schon gefragt, warum diese Zahlen. Ich vermute, XX.1 ist eine Düse für die 1. Stufe, XX.2 für die zweite Stufe.
Was steht auf deinen zwei AD Düsen? Nur die zwei Buchstaben oder auch eine Zahl?
Ich bedanke mich sehr auf deinen Hinweis:
ich habe ein paar Düsen von verschiedenen Vergaser. Diesen Düsen werden mit zwei Buchstaben aber auch zusätzlich mit Zahlen oder mit einem * gekennzeichnet. Ich habe z.B:
AA.2 = 110 (vieleicht auch 120)
AB = 140
AC.2 = 140
AB* = 150
AC.1 = 165
AD.1 = 185
Ich habe mich auch schon gefragt, warum diese Zahlen. Ich vermute, XX.1 ist eine Düse für die 1. Stufe, XX.2 für die zweite Stufe.
Was steht auf deinen zwei AD Düsen? Nur die zwei Buchstaben oder auch eine Zahl?
Ich bedanke mich sehr auf deinen Hinweis:
Das ist genau das, was ich beobachtet habe und keiner scheint es mir glauben zu wollen: Seit ich (unter anderem) eine größere Luftdüse eingebaut habe, ist der Verbrauch runter, die Schwimmerkammer ist nicht mehr so oft leer, da sehr wahrscheinlich der Motor nicht mehr so heiß wird.Ralf Niedrée hat geschrieben: So 11. Okt 2026, 17:59 Der Verbrauch hat sich übrigens mit der größeren AD-Düse wieder normalisiert - ca. 11l gemischte Fahrweise und die Temperaturprobleme/ leere Schwimmerkammer bei heiß abgestelltem Motor sind auch weg.
Gruß
Claude-Michel
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Claude-Michel
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Ralf Niedrée
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Re: Vergaserfrage für Spezialisten
Hallo Claude-Michel,
auf allen steht AD 1 drauf, waren, soweit nachvollziehbar auf der 1.Stufe montiert. Aber 2 Stück 185er, die anderen beiden 165.
Gruß Ralf
auf allen steht AD 1 drauf, waren, soweit nachvollziehbar auf der 1.Stufe montiert. Aber 2 Stück 185er, die anderen beiden 165.
Gruß Ralf
- Claude-Michel
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Re: Vergaserfrage für Spezialisten
Komisch, meine AD.1 ist eine 185er. Habe aber nicht mehr zum nachschauen als was ich aufgelistet habe.
Gruß
Claude-Michel
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Claude-Michel
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Re: Vergaserfrage für Spezialisten
Danke für die Info! Ich beschäftige mich schon sehr viel mit DS-Vergaser, ist aber noch nie aufgefallen, dass es Luftkorrekturdüsen mit der gleichen Beschriftung aber unterschiedlichem Durchmesser gibt. Ich muss zugeben, die oben beschriebene Probleme hatte ich auch nie. Meiner Meinung nach, solange der Vergaser noch die werkseitige Bestückung hat, sollte man es auch nicht ändern. Leider wurde an den Vergasern, die ich bekomme, schon öfter gepfuscht, daher muss man immer gut überprüfen, ob noch die passende Teile verbaut sind.
Ich selbst habe gar keinen Weber in meinem Auto, sondern den Solex 28/36 SFIF und komme mit dem Verbrauch von 9 - 9,5 Liter gut klar. (DSuper, 98 PS). Außerdem hat der Solex im Gegensatz zu Weber noch Simmerringe an den Drosselklappenwellen, und ist deswegen deutlich resistenter zu Falschlufteintritt über die Wellen.
Ich selbst habe gar keinen Weber in meinem Auto, sondern den Solex 28/36 SFIF und komme mit dem Verbrauch von 9 - 9,5 Liter gut klar. (DSuper, 98 PS). Außerdem hat der Solex im Gegensatz zu Weber noch Simmerringe an den Drosselklappenwellen, und ist deswegen deutlich resistenter zu Falschlufteintritt über die Wellen.
habe eine Schwäche für reife Französinnen
- Thomas Held Verified
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Re: Vergaserfrage für Spezialisten
Hatten die Solexe das serienmaessig?Roman Marunchak hat geschrieben: Mi 14. Okt 2026, 08:06 Außerdem hat der Solex im Gegensatz zu Weber noch Simmerringe an den Drosselklappenwellen, und ist deswegen deutlich resistenter zu Falschlufteintritt über die Wellen.
Gruß
Tom
Tom
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Re: Vergaserfrage für Spezialisten
Meine DSuper5 hatte halt ein Weber. Anfangs ein DLEA1. Da sie keine Leistung hatte habe ich ein DMA2 organisiert, neue Buchsen eingesetzt. Aber immer noch keine Leistung. Am Ende war es der Edelstahlauspuff (Eigenproduktion vom Vorbesitzer) der die Probleme gemacht hatte. Ein ganz normaler aus Blech und die Leistung war wieder da.Roman Marunchak hat geschrieben: Mi 14. Okt 2026, 08:06 Ich beschäftige mich schon sehr viel mit DS-Vergaser, ist aber noch nie aufgefallen, dass es Luftkorrekturdüsen mit der gleichen Beschriftung aber unterschiedlichem Durchmesser gibt. Ich muss zugeben, die oben beschriebene Probleme hatte ich auch nie. Meiner Meinung nach, solange der Vergaser noch die werkseitige Bestückung hat, sollte man es auch nicht ändern...
Ich selbst habe gar keinen Weber in meinem Auto, sondern den Solex 28/36 SFIF und komme mit dem Verbrauch von 9 - 9,5 Liter gut klar. (DSuper, 98 PS). Außerdem hat der Solex im Gegensatz zu Weber noch Simmerringe an den Drosselklappenwellen, und ist deswegen deutlich resistenter zu Falschlufteintritt über die Wellen.
Ich hatte mich aus diesem Grund auch mit der Bedüsung des Vergasers beschäftigt. Da gibt es von einem Amerikaner der Käfer wartet eine Anleitung wie man Weber-Vergaser, Düse nach Düse, mißt und bestückt:
https://www.aircooled.net/how-to-use-a- ... -4-engine/
(leider sieht man da die Bilder nicht. Vieleicht muß man sich anmelden. Könnte es als pdf mit Bilder zur Verfügung stellen)
Dafür benötigt man ein Lambda-Meßgerät. Die Messung erfolgt während der Fahrt.
Ich hatte auch Kontakt mit einem Franzosen der eine Werkstatt betreibt und Oldtimer wartet. Er hatte auch eine DSuper5 gekauft und auf dem Prüfstand laufen lassen. Er hatte auch die Düsen des Weber-Vergasers in die gleiche Richtung wie ich geändert. Wollte aber nie genau sagen was er geändert hat.
Ich habe die leichten Änderungen nur an einem Weber DMA3 gemacht. Bei anderen Vergaser sollte es in die gleiche Richtung gehen. Sieht man am Beispiel von Ralf. Sein Weber fährt er auch mit einer 185er Düse anstatt 170. Warum es mit einer 165er, die kaum kleiner ist als die originale 170er ist, ein so großen Unterschied im Verbrauch gibt, kann ich mir nicht erklären. Mit der 185er scheint es zu funktionieren.
Gruß
Claude-Michel
DSuper5, 2x Xantia break 1,8i 16V, 2x Xantia break 2,0i 16V, C4 1,6i 16V coupé
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Re: Vergaserfrage für Spezialisten
Hallo Tom,
ja, Solex 28/36 SFIF hat die Simmerringe serienmäßig. Hier auf dem Bild sieht man klar den Unterschied zwischen Solex (links) und Weber (rechts). Beim Weber wäre eine Nachrüstung von solchem Simmerring gar nicht möglich, da das Gehäuse an dieser Stelle viel zu dünn ist. Ich habe mir aber eine Lösung für die Weber - Vergaser ausgearbeitet. Ich bore an jedem Ende eine Nut, wo ich beim Zusammenbau einen dünnen O-Ring einbauen. Der O-Ring wird geometrisch bedingt etwa 15-20% gepresst und dichtet die Wellenenden perfekt ab.
ja, Solex 28/36 SFIF hat die Simmerringe serienmäßig. Hier auf dem Bild sieht man klar den Unterschied zwischen Solex (links) und Weber (rechts). Beim Weber wäre eine Nachrüstung von solchem Simmerring gar nicht möglich, da das Gehäuse an dieser Stelle viel zu dünn ist. Ich habe mir aber eine Lösung für die Weber - Vergaser ausgearbeitet. Ich bore an jedem Ende eine Nut, wo ich beim Zusammenbau einen dünnen O-Ring einbauen. Der O-Ring wird geometrisch bedingt etwa 15-20% gepresst und dichtet die Wellenenden perfekt ab.
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