Hallo
am Wochenende habe ich eine 123 eingbaut und wollte dazu mit der Handanlasserkurbel den Motor weiterdrehen. Ging eine halbe Umdrehung und dann nie wieder. Habe vorwärts, rückwärts gedreht, gegen die Kurbel getreten, bin rumgefahren.... nichts.
Sehe ich das richtig, daß da eine Raste eingreift und den Motor mitdreht und die jetzt irgendwie verklemmt ist? Müßte diese Raste nicht immer im Eingriff sein wenn der Motor steht, oder gibt es beim HA da eine Besonderheit? Löst sich das mit der Zeit wieder? Mit dem Hammer konnte ich nicht draufhauen weil der Luftsack im Weg ist und keine Lust hatte den abzumontieren.
(Übrigens ... Sachen gibts... die 123 war am Fuß falsch montiert, 180 Grad verdreht, mußte die Zündkabel auch 180 Grad verdreht anordnen ... das aber nur als Info falls jemand gleiches vorhat)
EZ 11/70; DS21; HA
Gruss
Dieter
Handkurbel am HA ohne Funktion/Eingriff
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Nils Oehler
Re: Handkurbel am HA ohne Funktion/Eingriff
Hallo Dieter,
Ich hatte schon mal vor einiger Zeit die Andrehvorrichtung bei einem Halbautomaten zerlegt (hatte den Tachoantrieb repariert wenn ich mich recht erinnere). Hier im Urlaub habe ich leider keinen Ersatzteilkatalog, aber die Andrehvorrichtung ist - glaube ich - eine Art "Sechskantnuss", aus der auf der Getriebeseite 2 Stifte radial nach aussen hervorstehen. Diese greifen in eine Welle ein, mit der man den Motor andrehen kann. Dreht sich der Motor, wird die "Sechskantnuss" durch die Welle von selbst wieder rausgedrueckt, es besteht also auch keine Gefahr, dass die Kurbel sich mitdreht (nennt man so etwas Freilauf?). Man kann den Motor auch nicht falsch herum andrehen, weil die Stifte anders herum nicht einrasten koennen.
Fehlerursachen:
1. Andrehkurbel nicht in der Nuss! (Die Kurbel wird aber ueber einen kleinen Metalltrichter in den Sechskant eingefuehrt, kann fast nicht passieren -> auf die Kurbel druecken, kann man spueren, dass sie in der Nuss greift?
2. Kurbel in der Nuss aber Stifte nicht in der Getriebewelle eingerastet - Auf die Kurbel druecken und langsam drehen! Drehst Du die Kurbel richtig rum? (koennte ja sein!)
3. Kurbel in der Nuss, Nuss eingedrueckt, aber keine Verbindung zur Getriebewelle -> schlecht, dann sind die Stifte abgeschert! Hatte ich schon einmal. Dann muss der Luftsack raus, und der Deckel vorne auf dem Getriebe abgeschraubt werden zwecks Reparatur!
Hoffentlich sind meine Tips richtig, zu Hause haette ich erst noch einmal im Ersatzteilkatakog nachgeschaut...
Uebrigens 123 Ignition, auch bei meiner war die Getriebewelle um 180 Grad verdreht eingebaut. Ich hatte das bei 123 auf der Citromobile bemaengelt, aber dort hat man das lapidar abgetan, man wuerde so viele Verteilertypen produzieren, da koennen mal Fehler vorkommen, und mein Problem als Deutscher sei, dass ich alles viel zu genau sehe...hmmmm. Ich denke, es kann nicht so schwierig sein, eine entsprechende Montagevorrichtung bei 123 anzuschaffen, die diese Fehler verhindert! Ich arbeite selbst in der Automobilindustrie, und fuer uns haette es erhebliche Konsequenzen, wenn wir Teile 1.) wissentlich fehlerhaft ausliefern und 2.) nicht bereit sind, einen offensichtlichen Qualitaetsmangel - natuerlich auf unsere Kosten - abzustellen! Na ja, die Oldtimerszene ist halt mehr dem Handwerk zuzuordnen...
Nils
Ich hatte schon mal vor einiger Zeit die Andrehvorrichtung bei einem Halbautomaten zerlegt (hatte den Tachoantrieb repariert wenn ich mich recht erinnere). Hier im Urlaub habe ich leider keinen Ersatzteilkatalog, aber die Andrehvorrichtung ist - glaube ich - eine Art "Sechskantnuss", aus der auf der Getriebeseite 2 Stifte radial nach aussen hervorstehen. Diese greifen in eine Welle ein, mit der man den Motor andrehen kann. Dreht sich der Motor, wird die "Sechskantnuss" durch die Welle von selbst wieder rausgedrueckt, es besteht also auch keine Gefahr, dass die Kurbel sich mitdreht (nennt man so etwas Freilauf?). Man kann den Motor auch nicht falsch herum andrehen, weil die Stifte anders herum nicht einrasten koennen.
Fehlerursachen:
1. Andrehkurbel nicht in der Nuss! (Die Kurbel wird aber ueber einen kleinen Metalltrichter in den Sechskant eingefuehrt, kann fast nicht passieren -> auf die Kurbel druecken, kann man spueren, dass sie in der Nuss greift?
2. Kurbel in der Nuss aber Stifte nicht in der Getriebewelle eingerastet - Auf die Kurbel druecken und langsam drehen! Drehst Du die Kurbel richtig rum? (koennte ja sein!)
3. Kurbel in der Nuss, Nuss eingedrueckt, aber keine Verbindung zur Getriebewelle -> schlecht, dann sind die Stifte abgeschert! Hatte ich schon einmal. Dann muss der Luftsack raus, und der Deckel vorne auf dem Getriebe abgeschraubt werden zwecks Reparatur!
Hoffentlich sind meine Tips richtig, zu Hause haette ich erst noch einmal im Ersatzteilkatakog nachgeschaut...
Uebrigens 123 Ignition, auch bei meiner war die Getriebewelle um 180 Grad verdreht eingebaut. Ich hatte das bei 123 auf der Citromobile bemaengelt, aber dort hat man das lapidar abgetan, man wuerde so viele Verteilertypen produzieren, da koennen mal Fehler vorkommen, und mein Problem als Deutscher sei, dass ich alles viel zu genau sehe...hmmmm. Ich denke, es kann nicht so schwierig sein, eine entsprechende Montagevorrichtung bei 123 anzuschaffen, die diese Fehler verhindert! Ich arbeite selbst in der Automobilindustrie, und fuer uns haette es erhebliche Konsequenzen, wenn wir Teile 1.) wissentlich fehlerhaft ausliefern und 2.) nicht bereit sind, einen offensichtlichen Qualitaetsmangel - natuerlich auf unsere Kosten - abzustellen! Na ja, die Oldtimerszene ist halt mehr dem Handwerk zuzuordnen...
Nils
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Dieter Groß
Re: Handkurbel am HA ohne Funktion/Eingriff
Hallo Nils,
da können wir gleich bei 3) starten, das bestätigt was ich dachte. Verstehe ich richtig, daß ich den Luftsack abnehmen kann, dann die Glocke abnehmen und die Stifte ersetzen? Ohne diesmal gleich wieder Getriebe, Motor etc rauszuheben?
tja, die Sache mit der 123 hat uns ne Stunde extra gekostet, wir konnten es einfach nicht glauben. Wäre ich alleine gewesen würde ich heute noch dastehen weil ich es nicht glauben könnte...
Gruss,
Dieter
da können wir gleich bei 3) starten, das bestätigt was ich dachte. Verstehe ich richtig, daß ich den Luftsack abnehmen kann, dann die Glocke abnehmen und die Stifte ersetzen? Ohne diesmal gleich wieder Getriebe, Motor etc rauszuheben?
tja, die Sache mit der 123 hat uns ne Stunde extra gekostet, wir konnten es einfach nicht glauben. Wäre ich alleine gewesen würde ich heute noch dastehen weil ich es nicht glauben könnte...
Gruss,
Dieter
-
Dieter Groß
Re: Handkurbel am HA ohne Funktion/Eingriff
... im Schnittmodel kann man es bei dem Bild "Getriebe" glaub ich erkennen... da sieht man einen Deckel mit Schrauben...
Re: Handkurbel am HA ohne Funktion/Eingriff
Hallo Dieter,
1: Ankurbeln, mit der Kurbel drehst du an der Getriebewelle, wenn die Kupplung betätigt ist, wird der Motor nicht mitgenommen. Hast du den kleinen Handkuppelhebel unten an der Lenksäulenverkleidung nach vorn oben gedrückt? Damit wird der Druck aus dem Kupplungszylinder abgelassen.
2: Zündung, auf den verdrehten Mitnehmer der 123 hatte ich in dem Artikel darüber vor etwa 2 Jahren hingewiesen.
1: Ankurbeln, mit der Kurbel drehst du an der Getriebewelle, wenn die Kupplung betätigt ist, wird der Motor nicht mitgenommen. Hast du den kleinen Handkuppelhebel unten an der Lenksäulenverkleidung nach vorn oben gedrückt? Damit wird der Druck aus dem Kupplungszylinder abgelassen.
2: Zündung, auf den verdrehten Mitnehmer der 123 hatte ich in dem Artikel darüber vor etwa 2 Jahren hingewiesen.
Gruß Jürgen
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Nils Oehler
Re: Handkurbel am HA ohne Funktion/Eingriff
Hallo Juergen und Dieter,
stimmt natuerlich, der Handkupplungshebel muss nach vorne gedrueckt sein. Da sich der Motor ja schon mal ne halbe Umdrehung gedreht hatte, dachte ich, der sei gedrueckt.
Zum Abnehmen von dem Getriebedeckel vorne kann man Motor/Getriebe drinlassen.
In der 123 Anleitung steht ja auch, dass die Verteilerwelle falsch herum eingebaut sein koennte. Verstehe bloss noch immer nicht, warum die das bei der Produktion nicht in den Griff kriegen. Hoffentlich stimmen die Verteilerkurven, oder "koennten" die evtl. auch falsch sein, vielleicht vom Kaefer?
Nils
stimmt natuerlich, der Handkupplungshebel muss nach vorne gedrueckt sein. Da sich der Motor ja schon mal ne halbe Umdrehung gedreht hatte, dachte ich, der sei gedrueckt.
Zum Abnehmen von dem Getriebedeckel vorne kann man Motor/Getriebe drinlassen.
In der 123 Anleitung steht ja auch, dass die Verteilerwelle falsch herum eingebaut sein koennte. Verstehe bloss noch immer nicht, warum die das bei der Produktion nicht in den Griff kriegen. Hoffentlich stimmen die Verteilerkurven, oder "koennten" die evtl. auch falsch sein, vielleicht vom Kaefer?
Nils
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Dieter Groß
Re: Handkurbel am HA ohne Funktion/Eingriff
Hallo Nils und Jürgen,
den Hebel hatte ich nicht gedrückt! Werde das mal in den nächsten Tagen checken und berichten.... damit dürfte mein Problem gelöst sein.
Allerdings habe ich festgestellt, daß ich auch keine Zündzeitpunkt Skala habe und erstmal eine einbauen muß, sonst nützt das Stoboskop nichts....
... der Weg ist das Ziel.
Gruß und Dank,
Dieter
den Hebel hatte ich nicht gedrückt! Werde das mal in den nächsten Tagen checken und berichten.... damit dürfte mein Problem gelöst sein.
Allerdings habe ich festgestellt, daß ich auch keine Zündzeitpunkt Skala habe und erstmal eine einbauen muß, sonst nützt das Stoboskop nichts....
... der Weg ist das Ziel.
Gruß und Dank,
Dieter