Gelbes LHM
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Claude-Michel
Re: Gelbes LHM
Hallo Robert,
da wo ich wohne ist es erstmal flach. Somit fahre ich langsam los, ohne daß der Wagen in richtiger Höhe ist. Somit ist das Problem mit dem Mehrverbrauch gelöst.
Ich bin fast sicher, daß LHM drin war. Diese gelbe Farbe wäre mir vorher schon aufgefallen. Der Vorbesitzer kennt sich mit LHM aus. Ausser diesem DS hat er auch ein BX und macht die Wartung selber.
Es ist irgendwas mit dem LHM passiert, daß es diese gelbe Farbe bekommen hat. Wollte nur wissen was. Wie gesagt, demnächst kommt es raus.
Gruß
Claude-Michel
da wo ich wohne ist es erstmal flach. Somit fahre ich langsam los, ohne daß der Wagen in richtiger Höhe ist. Somit ist das Problem mit dem Mehrverbrauch gelöst.
Ich bin fast sicher, daß LHM drin war. Diese gelbe Farbe wäre mir vorher schon aufgefallen. Der Vorbesitzer kennt sich mit LHM aus. Ausser diesem DS hat er auch ein BX und macht die Wartung selber.
Es ist irgendwas mit dem LHM passiert, daß es diese gelbe Farbe bekommen hat. Wollte nur wissen was. Wie gesagt, demnächst kommt es raus.
Gruß
Claude-Michel
Re: Gelbes LHM
Hallo - nun wuerde mich das aber doch interessieren (ich hab grad sonst nichts zu tun
: wenn ich damals in Physik nicht nur geschlafen habe, dann ist es doch so, dass die Diffusion von Gasen durch Membranen (und davon reden wir doch) vom Druckunterschied zwischen den beiden Seiten, der Flaeche der Mebmran, der Durchlaessigkeit der Mebmran und der Temperatur abhaengt - soweit richtig? Lassen wir mal Durchlaessigkeit und Temperatur aussen vor.
Wenn die Kugel auf der Werkbank (oder im Auto in Tiefststellung) liegt, ist der Druckunterschied (je nachdem ob vorne oder hinten) grob so um die 50 bar. Bei der Flaeche wirds knifflig, da die Membran ueber weite Bereiche an der Kugel anliegt und dort somit keine Diffusion stattfinden kann.
Wenn die Kugel im Auto in Normalstellung ist, ist der Druckunterschied 0 (die Membran haelt ja nichts), die Flaeche hingegen diejenige der Membran.
So, und jetzt sind die Physiker gefragt: was ist denn nun wichtiger, der Druckunterschied oder die Flaeche oder kann das irgenwer mal ausrechnen?
Nicht ganz ernst gemeint aber doch spannend - Til
Wenn die Kugel auf der Werkbank (oder im Auto in Tiefststellung) liegt, ist der Druckunterschied (je nachdem ob vorne oder hinten) grob so um die 50 bar. Bei der Flaeche wirds knifflig, da die Membran ueber weite Bereiche an der Kugel anliegt und dort somit keine Diffusion stattfinden kann.
Wenn die Kugel im Auto in Normalstellung ist, ist der Druckunterschied 0 (die Membran haelt ja nichts), die Flaeche hingegen diejenige der Membran.
So, und jetzt sind die Physiker gefragt: was ist denn nun wichtiger, der Druckunterschied oder die Flaeche oder kann das irgenwer mal ausrechnen?
Nicht ganz ernst gemeint aber doch spannend - Til
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Claude-Michel
Re: Gelbes LHM
Hallo Til,
ich weiß auch keine Antwort auf deine Frage. Vieleicht kommen wir mit folgender Überlegung weiter:
wenn die Kugel im Auto auf Normalstellung ist, drückt auf einer Seite das LHM und auf der Anderen der Stickstoff. Der Druckunterschied ist 0. Da stimme ich dir auch zu. Aber wir haben es ja nicht mit zwei Festkörper zu tun die geneinander drücken. Es handelt sich um ein Gas und eine Flüssigkeit. Ich stelle mir vor, das ein Gasmolekul schon durch die Membrane und am LHM-Molekül vorbeiflutschten kann.
Gruß
Claude-Michel
ich weiß auch keine Antwort auf deine Frage. Vieleicht kommen wir mit folgender Überlegung weiter:
wenn die Kugel im Auto auf Normalstellung ist, drückt auf einer Seite das LHM und auf der Anderen der Stickstoff. Der Druckunterschied ist 0. Da stimme ich dir auch zu. Aber wir haben es ja nicht mit zwei Festkörper zu tun die geneinander drücken. Es handelt sich um ein Gas und eine Flüssigkeit. Ich stelle mir vor, das ein Gasmolekul schon durch die Membrane und am LHM-Molekül vorbeiflutschten kann.
Gruß
Claude-Michel
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/d
Re: Gelbes LHM
Das mit der Diffusion ist viel komplexer hier, als es sich gefuehlsbetonten Leuten zu erschliessen scheint. Schade, dass HUF das nicht mal sachkundig auseinandernimmt. Endlich wieder ein witziges Thema.
Allerdings: Was kosten schon Kugeln? Schmeiss weg, den Mist (so lange es neue gibt
)
Der Gegendruck durch das Oel verringert die Diffusion eher als dass sie unveraendert waere - sogar Oel hat einen Dampfdruck, der als Partialdruck voll in Ansatz zu bringen ist! Soviel, wenn es um den Aggregatzustand gehen sollte in einer der Betrachtungen.
Liegt ploetzlich kein Betriebsdruck an, koennte es zu schnell veraenderten Gasdruckverhaeltnissen in der Membrane kommen. Man kennt ja die Versuche mit Siedepunkterhoehungen (so wird uebrigens Instantkaffee getrocknet). Eine ploetzliche Kavitation in der Membrane durch Druckverlust wuerde das gleiche tun, was Kavitation an der Schiffschraube tut - nur das Material ist ziel viskos-zaeher. Hier waere zur Verifikation die mechanische Traegheit der Membrane im oszillierenden Betrieb zu testen, um die Relevanz abzuschaetzen. Waere mal witzig zu erfahren, ob beim Ausfedern der Partialdruck an der unmittelbaren Oberflaeche der Membrane oelseitig nennenswert variiert. Bedingt durch die Traegheit der schwermetallenen Radaufhaengungen duerfte es aber im Normalbetrieb keinen Zustand geben, in dem auf der Oeldruckseite der Membrane ein ploetzlicher Druckabfall stattfindet(!!).
Die gedachte und die tatsaechliche Porositaet der Gummimenmbrane ist "in der Mitte" natuerlich am geringsten, weil sie natuerlich am wenigsten ausgelaengt wird und evtl. durch geringere Durchbiegung eine statistisch gleichmaessig hoehere Dichte aufweisen wird. Womit die Gaengigkeit des Stickstoff rein mengenmaessig durch die Gleichung Menge pro Strecke geringer (sprich guenstiger) waere.
Die Zeit, waerend derer die Membrane in der Extremposition ganz in Richtung Ventil vom Stickstoff ausgepresst ist, verlaengert sich natuerlich statistisch mit dem Herunterlassen. Dabei sind die Molekuele des Gummi m.E. halt ausgestreckt. Andererseits sind an den aeusseren Positionen der Membrane u.U. die Knickwinkel viel guenstiger. Vielleicht zaehlt das sogar einiges?!?
Die Bewegungsstrecke in den ganz entlasteten Zustand ist natuerlich viel groesser als bei der kurzstreckig oszillierenden Federtaetigkeit. Das intensive Entspannen der Gegendrucksaeule beansprucht das Silikongummi also zusaetzlich. Altes Gummi z.b. kann man mit recht grosser Geschwindigkeit oszillieren lassen, bei groesseren Wegen hingegen reisst es (das liegt an der ganz besonderen, langen und kettig-netzhaftigen Molekuelstruktur des Gummis, die mit Alterung nicht besser, wohl aber netzartig-statischer wird).
Daraus schliesse ich, dass Druckablassen die empfindlicheren Teile der Mechanik verschleisst und dazu den "Verschleiss" der Kugeln erhoeht. Taete ich nicht machen.
Allerdings: Was kosten schon Kugeln? Schmeiss weg, den Mist (so lange es neue gibt
Der Gegendruck durch das Oel verringert die Diffusion eher als dass sie unveraendert waere - sogar Oel hat einen Dampfdruck, der als Partialdruck voll in Ansatz zu bringen ist! Soviel, wenn es um den Aggregatzustand gehen sollte in einer der Betrachtungen.
Liegt ploetzlich kein Betriebsdruck an, koennte es zu schnell veraenderten Gasdruckverhaeltnissen in der Membrane kommen. Man kennt ja die Versuche mit Siedepunkterhoehungen (so wird uebrigens Instantkaffee getrocknet). Eine ploetzliche Kavitation in der Membrane durch Druckverlust wuerde das gleiche tun, was Kavitation an der Schiffschraube tut - nur das Material ist ziel viskos-zaeher. Hier waere zur Verifikation die mechanische Traegheit der Membrane im oszillierenden Betrieb zu testen, um die Relevanz abzuschaetzen. Waere mal witzig zu erfahren, ob beim Ausfedern der Partialdruck an der unmittelbaren Oberflaeche der Membrane oelseitig nennenswert variiert. Bedingt durch die Traegheit der schwermetallenen Radaufhaengungen duerfte es aber im Normalbetrieb keinen Zustand geben, in dem auf der Oeldruckseite der Membrane ein ploetzlicher Druckabfall stattfindet(!!).
Die gedachte und die tatsaechliche Porositaet der Gummimenmbrane ist "in der Mitte" natuerlich am geringsten, weil sie natuerlich am wenigsten ausgelaengt wird und evtl. durch geringere Durchbiegung eine statistisch gleichmaessig hoehere Dichte aufweisen wird. Womit die Gaengigkeit des Stickstoff rein mengenmaessig durch die Gleichung Menge pro Strecke geringer (sprich guenstiger) waere.
Die Zeit, waerend derer die Membrane in der Extremposition ganz in Richtung Ventil vom Stickstoff ausgepresst ist, verlaengert sich natuerlich statistisch mit dem Herunterlassen. Dabei sind die Molekuele des Gummi m.E. halt ausgestreckt. Andererseits sind an den aeusseren Positionen der Membrane u.U. die Knickwinkel viel guenstiger. Vielleicht zaehlt das sogar einiges?!?
Die Bewegungsstrecke in den ganz entlasteten Zustand ist natuerlich viel groesser als bei der kurzstreckig oszillierenden Federtaetigkeit. Das intensive Entspannen der Gegendrucksaeule beansprucht das Silikongummi also zusaetzlich. Altes Gummi z.b. kann man mit recht grosser Geschwindigkeit oszillieren lassen, bei groesseren Wegen hingegen reisst es (das liegt an der ganz besonderen, langen und kettig-netzhaftigen Molekuelstruktur des Gummis, die mit Alterung nicht besser, wohl aber netzartig-statischer wird).
Daraus schliesse ich, dass Druckablassen die empfindlicheren Teile der Mechanik verschleisst und dazu den "Verschleiss" der Kugeln erhoeht. Taete ich nicht machen.
Re: Gelbes LHM
Hallo /d - gefuehlsbetont finde ich gut, das hat mir noch keiner gesagt
) Selbstverstaednlich sind die Dinge in der Realitaet wesentlich komplexer als in der Theorie, dennoch hilft die Abstraktion oft weiter
- Wenn wir also jegliche Dynamik weglassen (wir sprechen ja von einem abgestellten Fahrzeug) - diffundiert dann mehr oder weniger Stickstoff durch die Membrane? - Til
Re: Gelbes LHM
Hallo /d - gefuehlsbetont finde ich gut, das hat mir noch keiner gesagt
) Selbstverstaednlich sind die Dinge in der Realitaet wesentlich komplexer als in der Theorie, dennoch hilft die Abstraktion oft weiter
- Wenn wir also jegliche Dynamik weglassen (wir sprechen ja von einem abgestellten Fahrzeug) - diffundiert dann ohne Hydraulikdruck (Tiefststellung) mehr oder weniger Stickstoff durch die Membrane? - Til
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Clive
Re: Gelbes LHM
Muss man - um der Pedanterie ausreichend Rechnung zu tragen - nicht auch beachten, dass in Niedrigstellung ein Großteil der Membran auf das Metall der unteren Halbkugel gedrückt wird ? Wie wirkt sich das auf die Diffusion aus ? Na, das kann ja noch "beliebig" kompliziert werden...
Clive.
Clive.
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Claude-Michel
Re: Gelbes LHM
Hallo,
jetzt weiß ich warum ich diese gelbe Emulsion im Behälter hatte. Ich war beim Treffen in Simmersfed und erzähle Volker Stumpf meine Geschichte. Er riecht in den Behälter und sagt: das ist doch Kühlflüssigkeit. Und schlagartig macht es bing in meinem Kopf, endlich setzt sich der Puzzle zusammen:
Vor einiger Zeit gab mir mein Vater ein paar kunststoffflaschen mit grüner BASF Kühlflüssigkeit. Als im Frühjahr in der DS etwas LHM fehlte hatte ich damit nachgefüllt weil ich dachte es ist LHM. Ich hatte kein neues LHM genommen weil ich sowieso das ganze LHM wechseln wollte. Diese Michung hat diese gelbe Emulsion gegeben.
Jetzt wollte ich was gutes tun und habe letzte Woche die Emulsion abgelassen, den Behälter gereinigt und das ganze System mit der Kühlflüssigkeit gefüllt. Ich dachte schon: dieses "LHM" ist sehr flüssig, es ist ja fast wie Wasser. Aber das es Kühlmittel ist, darauf bin ich nicht gekommen. Habe auch nie daran gerochen.
Daß mir sowas passiert! Ich könnte mir in den H.. treten! grrrrr!!!!
Jetzt muss alles wieder raus. LHM rein. Aber mit einer Spülung wird es wahrscheinlich nicht fertig sein. Weiß jemand ob Hydroclean das Kühlmittel besser bindet als LHM?
Gruß
Claude-Michel
jetzt weiß ich warum ich diese gelbe Emulsion im Behälter hatte. Ich war beim Treffen in Simmersfed und erzähle Volker Stumpf meine Geschichte. Er riecht in den Behälter und sagt: das ist doch Kühlflüssigkeit. Und schlagartig macht es bing in meinem Kopf, endlich setzt sich der Puzzle zusammen:
Vor einiger Zeit gab mir mein Vater ein paar kunststoffflaschen mit grüner BASF Kühlflüssigkeit. Als im Frühjahr in der DS etwas LHM fehlte hatte ich damit nachgefüllt weil ich dachte es ist LHM. Ich hatte kein neues LHM genommen weil ich sowieso das ganze LHM wechseln wollte. Diese Michung hat diese gelbe Emulsion gegeben.
Jetzt wollte ich was gutes tun und habe letzte Woche die Emulsion abgelassen, den Behälter gereinigt und das ganze System mit der Kühlflüssigkeit gefüllt. Ich dachte schon: dieses "LHM" ist sehr flüssig, es ist ja fast wie Wasser. Aber das es Kühlmittel ist, darauf bin ich nicht gekommen. Habe auch nie daran gerochen.
Daß mir sowas passiert! Ich könnte mir in den H.. treten! grrrrr!!!!
Jetzt muss alles wieder raus. LHM rein. Aber mit einer Spülung wird es wahrscheinlich nicht fertig sein. Weiß jemand ob Hydroclean das Kühlmittel besser bindet als LHM?
Gruß
Claude-Michel
Re: Gelbes LHM
Hallo Claude-Michel!
Na, das wird in den Annekdoten-Fundus der DS-Fahrer eingehen und noch in Jahren erzählt werden ...
Es wäre jetzt wohl interessant bzw wichtig, herauszufinden, aus was reine Kühlflüssigkeit besteht. Wie hoch ist ein eventueller Wasseranteil? Ist mit Rost zu rechnen? Im Prinzip dient Kühlflüssigkeit ja auch zur Schmierung und als Rostvorsorge. Vielleicht richtet sie ja in der Hydraulik gar keinen Schaden an.
Ich hoffe, hier im Forum findet sich jemand, der kompetent Auskunft geben kann.
Beste Grüße
Martin
Na, das wird in den Annekdoten-Fundus der DS-Fahrer eingehen und noch in Jahren erzählt werden ...
Es wäre jetzt wohl interessant bzw wichtig, herauszufinden, aus was reine Kühlflüssigkeit besteht. Wie hoch ist ein eventueller Wasseranteil? Ist mit Rost zu rechnen? Im Prinzip dient Kühlflüssigkeit ja auch zur Schmierung und als Rostvorsorge. Vielleicht richtet sie ja in der Hydraulik gar keinen Schaden an.
Ich hoffe, hier im Forum findet sich jemand, der kompetent Auskunft geben kann.
Beste Grüße
Martin
-
helge
Re: Gelbes LHM
Hi,
http://www.corporate.basf.com/de/storie ... 71kbbss.1K
http://www.corporate.basf.com/de/storie ... 71kbbss.1K
http://www.basf.de/basf/html/d/produkte ... te/g48.htm
...vielleicht hilft's.
Oder einfach mal direkt fragen:
http://www.basf.de/basf/html/d/produkte ... artner.htm
http://www.corporate.basf.com/de/storie ... 71kbbss.1K
http://www.corporate.basf.com/de/storie ... 71kbbss.1K
http://www.basf.de/basf/html/d/produkte ... te/g48.htm
...vielleicht hilft's.
Oder einfach mal direkt fragen:
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