Wasserpumpe Langhuber

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mipu
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Registriert: Mi 28. Dez 2005, 18:25

Wasserpumpe Langhuber

Beitrag von mipu »

Hallo Zusammen,
meine Wasserpumpe (altes Modell) war undicht. Ich habe jetzt schon den zweiten Revisionssatz verbaut, aber beide male habe ich sie nicht dicht bekommen. Der erste war eigentlich klar, hat sich gleich etwas unrund angefühlt aber beim zweiten hatte ich eigentlich ein gutes Gefühl. Die Welle saß satt mit etwas Druck in der Messingbuchse und dreht mit leichtem Widerstand.
Buchse hatte ich vorher in Öl eingelegt. Ein wenig undicht ist ja normal aber das ist deutlich zu viel.
Wie sind eure Erfahrungen? Einfach nochmal einen Satz versuchen? Und warum sind die im Austausch so teuer? Ist ja eigentlich kein großes Ding?
Hat jemand Erfahrung mit den neu produzierten? Sind die technisch verbessert?
Danke für eure Hilfe
Michael, ID 1963, Bleu de Provence
M. Ferchaud
Beiträge: 2152
Registriert: Mi 13. Jan 2010, 21:45

Re: Wasserpumpe Langhuber

Beitrag von M. Ferchaud »

Waren alle Bauteile in Ordnung? Wenn die Messingscheiben dünn geschliffen sind, die Bronzebuchse zu stark eingelaufen ist oder sonstiger Verschleiss vorliegt, bekommt man die Pumpe nicht mehr dicht.
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wettem Verified
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Registriert: Fr 9. Nov 2007, 20:58

Re: Wasserpumpe Langhuber

Beitrag von wettem Verified »

Ich habe mal ein Bild von HD19 geklaut.
vrefection_pompe_eau_ds19_id19_3paliers_033.JPG
vrefection_pompe_eau_ds19_id19_3paliers_033.JPG (27.91 KiB) 2616 mal betrachtet
Hier kannst Du gut sehen worauf es ankommt damit es wieder dicht wird.
Die gesamte sehr ausführliche Anleitung findest Du hier:https://www.hd19.net/restauration/techn ... _0966.html
viel Erfolg Mike
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Robert Verified
Beiträge: 3586
Registriert: Mo 31. Jan 2005, 00:41

Re: Wasserpumpe Langhuber

Beitrag von Robert Verified »

Hallo mipu,

ich ergänze mal das von Mike bereits gesagte. Das Sinterlager hat mit der Dichtheit der Pumpe wenig bis nichts zu tun. Das Bild von hd19 zeigt die eigentliche Dichtfläche im Pumpengehäuse, die gegen das Dichtpaket abdichtet. Wenn die Oberfläche nicht perfekt und plan ist, musst Du einen Motoreninstandsetzer oder eine Dreherei finden, der Dir das plan fräst. Es sind nach meiner Beobachtung Überholsätze sehr unterschiedlicher Qualität im Umlauf. Das betrifft dann wiederum auch das Sinterlager, hier werden mitunter einfache Messinghülsen in die Tüte gesteckt. Das führt dann dazu, dass die geringen Wassermengen, die trotz intakter Dichtfäche nach vorne kommen, die Welle korrodieren lassen, insbesondere, wenn das Auto viel steht. Wenn nur so ein Messinglager verfügbar ist, solltest Du es zum Öler hin aufbohren, um die Welle direkt schmieren zu können, was dann sehr regelmässig erfolgen sollte. Das ist aber nur eine Behelfslösung. Das im Sinterlager gespeicherte Öl hingegen, das natürlich auch durch den Öler hin und wieder ergänzt werden muss, bewahrt die Welle vor Korrosion. Ich habe in der Vergangenheit schon AT-Pumpen von namhaften Händlern, die mutmasslich aus NL stammten, gehabt, in denen auch nur Messinglager, nicht durchbohrt, verbaut waren, was nach ein bis zwei Jahren zum erneuten Ausfall führte. Sollte die Welle korrodiert sein und sollte es dir gelingen, das Fügelrad heil abzuziehen und auf eine neue Welle aufzupressen - lass es, es wird sich lösen. Wenn Du ganz sicher gehen willst, lass die Pumpe direkt bei hd19 machen, das ist zwar sehr teuer, aber der Mann weiss, was er tut.

Viele Grüsse,
Robert
'59 DS 19/'66 ID 19/'68 DS 21 Pallas/'71 SM /'71 SM in Arbeit/'84 Renault R4F6 in Arbeit/'96 Saab 900 CV/'98 BMW 1100 GS
mipu
Beiträge: 94
Registriert: Mi 28. Dez 2005, 18:25

Re: Wasserpumpe Langhuber

Beitrag von mipu »

Vielen Dank euch für die detaillierten Informationen und den Link. Das hilft mir sehr.
Werde die Pumpe nochmal ausbauen und die Dichtfläche genauer inspizieren. Ich berichte dann wieder.
Michael, ID 1963, Bleu de Provence
mipu
Beiträge: 94
Registriert: Mi 28. Dez 2005, 18:25

Re: Wasserpumpe Langhuber

Beitrag von mipu »

Erste Rückmeldung: ihr hattet mit allem recht: die Dichtfläche ist eingelaufen und nicht plan, das pumpenrad ist durch die feder ebenfalls eingelaufen und hat eine Stufe und die Teilequalität war auch nicht top. Die Feder ist zu groß und ist dadurch ineffektiv. Und die Buchse ist wohl rein Messing.
Bei diesem Schadensbild habe ich jetzt lieber eine NOS pumpe in Frankreich gekauft. Mal sehen wie die beinander ist.
Ich werde nochmal berichten.
Danke nochmal
Michael, ID 1963, Bleu de Provence
Doctor-D
Beiträge: 1272
Registriert: Mi 18. Apr 2007, 10:53

Re: Wasserpumpe Langhuber

Beitrag von Doctor-D »

Ich habe mindestens drei Repropumpen verbaut und in drei Jahren keine! Reklamation!
Das finde ich einen Kauftip.
mipu
Beiträge: 94
Registriert: Mi 28. Dez 2005, 18:25

Re: Wasserpumpe Langhuber

Beitrag von mipu »

Gut zu wissen. Vielen Dank. Ist dann ja auch eine echte Alternative
Michael, ID 1963, Bleu de Provence
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