Sei froh das du den Anlasser dabei nicht in die ewigen Jagdgründe geschickt hast.MenrathU hat geschrieben: So 30. Apr 2023, 11:50 Na ja, Hans,
bei den vergeblichen Startversuchen vorgestern hat der Anlasser, mit Intervallen natürlich, immerhin so lange georgelt, dass sich das Fahrwerk komplett erheben konnte. Motoröldruck war ebenfalls aufgebaut. Anschließend war der Akku allerdings leer
.
Beste Grüße, Uwe
Kraftstoffpumpe fördert nicht
Re: Kraftstoffpumpe fördert nicht
Re: Kraftstoffpumpe fördert nicht
Liebe Gemeinde,
heute ist mir das gleiche wie Uwe mit meiner 21er passiert, allerdings nach nur 4 Monaten Standzeit. Die Spritpumpe förderte nicht. Der Sprit liess sich durch die Pumpe hindurch mit der Spritze ansaugen, floss dann aber sofort wieder zurück. Ich hatte in diesem thread ja von den Pertinaxplättchen geschrieben, die bei den Langhuberpumpen als Rückschlagventile fungieren und wähnte diese auch in der von mir anlässlich der Restauration eingesetzten Repropumpe verbaut. Nachdem ich mit der Spritze keine Abhilfe schaffen konnte und auch energisches Klopfen mit dem Hammerstiel nichts bewirkte, habe ich die Pumpe ausgebaut und zerlegt. Statt der Pertinaxplättchen fanden sich Gummis, die gegen einen Kunststoffkörper abdichten (sollen). Diese Gummis waren so labberig, dass sie ihre Funktion nicht mehr erfüllen konnten.
Ich denke, dass die meisten Kurzhuber mit dieser Pumpe unterwegs sind und diese Gummis, wenn sie nur etwas verschlissen und nicht, wie bei mir, völlig ausgefallen sind, mit dafür verantwortlich sein können, dass der Sprit bei mehr oder minder langem Sztillstand in den Tank zurückläuft und nicht mehr am Vergaser ansteht. Dies wäre dann eine Erklärung für das hier immer wieder aufkommende Thema "ewiges Orgeln nach längerer Standzeit". Leider scheint diese Pumpe das von allen Ersatzteilhändlern verkaufte identische Fabrikat zu sein. Alternativ gibt es eine optisch billigere (Kunststoffoberteil, verpresst, nicht zerlegbar), preislich aber teurere Variante. Wie sind die Erfahrungen damit oder kennt jemand weitere Alternativen?
Viele Grüsse,
Robert
heute ist mir das gleiche wie Uwe mit meiner 21er passiert, allerdings nach nur 4 Monaten Standzeit. Die Spritpumpe förderte nicht. Der Sprit liess sich durch die Pumpe hindurch mit der Spritze ansaugen, floss dann aber sofort wieder zurück. Ich hatte in diesem thread ja von den Pertinaxplättchen geschrieben, die bei den Langhuberpumpen als Rückschlagventile fungieren und wähnte diese auch in der von mir anlässlich der Restauration eingesetzten Repropumpe verbaut. Nachdem ich mit der Spritze keine Abhilfe schaffen konnte und auch energisches Klopfen mit dem Hammerstiel nichts bewirkte, habe ich die Pumpe ausgebaut und zerlegt. Statt der Pertinaxplättchen fanden sich Gummis, die gegen einen Kunststoffkörper abdichten (sollen). Diese Gummis waren so labberig, dass sie ihre Funktion nicht mehr erfüllen konnten.
Ich denke, dass die meisten Kurzhuber mit dieser Pumpe unterwegs sind und diese Gummis, wenn sie nur etwas verschlissen und nicht, wie bei mir, völlig ausgefallen sind, mit dafür verantwortlich sein können, dass der Sprit bei mehr oder minder langem Sztillstand in den Tank zurückläuft und nicht mehr am Vergaser ansteht. Dies wäre dann eine Erklärung für das hier immer wieder aufkommende Thema "ewiges Orgeln nach längerer Standzeit". Leider scheint diese Pumpe das von allen Ersatzteilhändlern verkaufte identische Fabrikat zu sein. Alternativ gibt es eine optisch billigere (Kunststoffoberteil, verpresst, nicht zerlegbar), preislich aber teurere Variante. Wie sind die Erfahrungen damit oder kennt jemand weitere Alternativen?
Viele Grüsse,
Robert
'59 DS 19/'66 ID 19/'68 DS 21 Pallas/'71 SM /'71 SM in Arbeit/'84 Renault R4F6 in Arbeit/'96 Saab 900 CV/'98 BMW 1100 GS
Re: Kraftstoffpumpe fördert nicht
Nochmal das gleiche Thema: Auch die neuen Spritpumpen, sowohl die Kurzhuber- wie die Langhuberversion, machen mir im Moment grossen Ärger. Wenn die ein paar Wochen gestanden haben, dauert es ewig, bis die Karre startet. ich habe jetzt mal den Schlauch am Vergaser abgenommmen und ein 1m langes Rilsanrohr reingesteckt und gestartet. Man sieht, der Sprit kommt ein Stück weit hoch, läuft aber sofort wieder zurück, wenn ich den Starter loslasse. Erst wenn der Sprit eine Weile in der Pumpe ist und die Rückschlagventile nass sind, dichten sie auch. Das ist wirklich zum Mäusemelken. Diese billige Gummi-Plastik-Konstruktion ist einfach Murks, die Originalteile mit den Pertinaxplättchen sind dagegen absolut problemlos - leider habe ich nur noch in der ID eine funktionsfähige originale Pumpe, und die startet auch nach Monaten absolut problemlos. Ich werde die 21er jetzt auf elektrische Pumpe umbauen, wie es Georg hier vor einiger Zeit dargestellt hat, bei der 19er versuche ich, die alte Pumpe mit einer neuen Membran zu reparieren.
Viele Grüsse,
Robert
Viele Grüsse,
Robert
'59 DS 19/'66 ID 19/'68 DS 21 Pallas/'71 SM /'71 SM in Arbeit/'84 Renault R4F6 in Arbeit/'96 Saab 900 CV/'98 BMW 1100 GS
Re: Kraftstoffpumpe fördert nicht
Denke das nach drei jahren standzeit das benzin im tank zum vergessen ist.
Die brühe kannst du ablassen und entsorgen. Möglichkeit ist beim, oder nach dem tanken
jeweils ein paar liter des alten benzin beigeben. Dazu muss man aber das auto regelmässig,
am besten täglich brauchen.
Fahren mit dem alten benzin wird wahrscheinlich zum verkleben der ventilschäfte in den
führungen führen. Dann gute nacht und gut gefüllte brieftasche.
Die brühe kannst du ablassen und entsorgen. Möglichkeit ist beim, oder nach dem tanken
jeweils ein paar liter des alten benzin beigeben. Dazu muss man aber das auto regelmässig,
am besten täglich brauchen.
Fahren mit dem alten benzin wird wahrscheinlich zum verkleben der ventilschäfte in den
führungen führen. Dann gute nacht und gut gefüllte brieftasche.
Re: Kraftstoffpumpe fördert nicht
Soweit mir bekannt, verliert länger stehender Kraftstoff die flüchtigeren Anteile, was ihn zündunwilliger macht. Doch dass durch ihn Ventile in ihren Führungen kleben bleiben, wäre mir neu. Weshalb dies denn?
Beste Grüße, Uwe
-
M. Ferchaud
- Beiträge: 2152
- Registriert: Mi 13. Jan 2010, 21:45
Re: Kraftstoffpumpe fördert nicht
Chemisch kann ich das nicht erklären, aber den Effekt der durch überalterte Benzinreste verklebten Ventilführungen haben sowohl Jürgen als auch ich jeweils an unseren Ur-Dèessen erlebt - Jürgen sogar mit infolgedessen verbogenen Stößelstangen. Bei meiner ging's glimpflich und offenbar ohne Folgeschäden ab.MenrathU hat geschrieben: Do 30. Nov 2023, 15:02 Soweit mir bekannt, verliert länger stehender Kraftstoff die flüchtigeren Anteile, was ihn zündunwilliger macht. Doch dass durch ihn Ventile in ihren Führungen kleben bleiben, wäre mir neu. Weshalb dies denn?
Darüberhinaus sind auch andere Fälle mit diesem Effekt belegt:
https://www.dodge-forum.eu/threads/vent ... her.58242/
http://www.rekord-p2-forum.de/index.php ... 17a5f7b813 (hier sogar mit einem Link ins DS-Forum:).
https://forum.bulli.org/viewtopic.php?t=13289
Man kann hier beliebig weiter recherchieren, das Phänomen kommt durchaus oft in der Oldtimer-Szene vor...
-
M. Ferchaud
- Beiträge: 2152
- Registriert: Mi 13. Jan 2010, 21:45
Re: Kraftstoffpumpe fördert nicht
Und hier noch was technisch anscheinend fundierteres:
Alterungsprozess: Verdunsten
Benzin im Gemisch mit Luft zündet sehr gut, weil es sehr viele flüchtige Kohlenwasserstoffe enthält. Zwischen 30 und 200 Grad Celsius verdunsten diese Kohlenwasserstoffe, vor allem die für den Kaltstart wichtigen, leicht flüchtigen Bestandteile des Benzins. Diese sind ebenfalls der Grund für das schnelle Altern, denn über einen längeren Zeitraum flüchten eben diese gasförmigen Moleküle nach und nach aus dem im Tank stehenden Benzin. Das wird so spezifisch schwerer, und die Zündwilligkeit lässt nach, was man meist erst nach der Winterpause merkt. Das Sieden selbst kann im Grunde nur durch kühle Parkplätze unterbunden und durch einen vollen Tank verlangsamt werden.
Alterungsprozess Oxidation
Ein Grund, warum während der Winterpause der Tank randvoll mit Benzin sein sollte, ist der längerfristige Prozess der Oxidation. Olefine, ungesättigte Verbindungen im Kraftstoff, können mit dem Luftsauerstoff reagieren. Zum einen können dabei geringe Mengen korrosiver Essigsäure entstehen, zum anderen bilden sich Polymere – langkettige Verbindungen – die im Kraftstoff nicht mehr löslich sind. Dieser harzige Schmodder kann Pumpen, Leitungen oder Einspritzdüsen verstopfen. Vergaser-Fahrer können von dem dunkelgelben Lack ein Lied singen, und Restaurateure kennen dieses lästige Phänomen als Gum-Bildung. Merke: Je mehr Luft im Tank ist, desto höher das Risiko einer Oxidation.
Alterungsprozess: Ethanol
Bevor der Stammtisch tönt: E10. Das ist Teufelszeug! Bitte ruhig weiteratmen. Benzin mit einem Anteil Ethanol – E5, E10, E85 – altert nicht schneller, je mehr Ethanol enthalten ist. Tatsächlich laufen die bereits genannten Prozesse sogar etwas langsamer ab. Der Alkohol im Benzin sorgt für eine andere Qualitätsminderung des Kraftstoffs, da er der Umgebungsluft Feuchtigkeit entzieht. Sobald der Alkohol mit Wasser gesättigt ist, trennen sich Benzin, Alkohol und Wasser, was je nach Tankaufbau zu Schäden an Metallen und Leitungen führen kann. Ebenfalls bei Ethanol-Kraftstoffen gilt: Je weniger Luft im Tank, desto weniger Wasser kann der Alkohol binden. Zum einen durch zu große Volumenunterschiede, zum anderen durch die kleine Oberfläche, auf der Luft und Benzin in Kontakt kommen.
Quelle: https://www.motorradonline.de/ratgeber/ ... nk-kaputt/
Alterungsprozess: Verdunsten
Benzin im Gemisch mit Luft zündet sehr gut, weil es sehr viele flüchtige Kohlenwasserstoffe enthält. Zwischen 30 und 200 Grad Celsius verdunsten diese Kohlenwasserstoffe, vor allem die für den Kaltstart wichtigen, leicht flüchtigen Bestandteile des Benzins. Diese sind ebenfalls der Grund für das schnelle Altern, denn über einen längeren Zeitraum flüchten eben diese gasförmigen Moleküle nach und nach aus dem im Tank stehenden Benzin. Das wird so spezifisch schwerer, und die Zündwilligkeit lässt nach, was man meist erst nach der Winterpause merkt. Das Sieden selbst kann im Grunde nur durch kühle Parkplätze unterbunden und durch einen vollen Tank verlangsamt werden.
Alterungsprozess Oxidation
Ein Grund, warum während der Winterpause der Tank randvoll mit Benzin sein sollte, ist der längerfristige Prozess der Oxidation. Olefine, ungesättigte Verbindungen im Kraftstoff, können mit dem Luftsauerstoff reagieren. Zum einen können dabei geringe Mengen korrosiver Essigsäure entstehen, zum anderen bilden sich Polymere – langkettige Verbindungen – die im Kraftstoff nicht mehr löslich sind. Dieser harzige Schmodder kann Pumpen, Leitungen oder Einspritzdüsen verstopfen. Vergaser-Fahrer können von dem dunkelgelben Lack ein Lied singen, und Restaurateure kennen dieses lästige Phänomen als Gum-Bildung. Merke: Je mehr Luft im Tank ist, desto höher das Risiko einer Oxidation.
Alterungsprozess: Ethanol
Bevor der Stammtisch tönt: E10. Das ist Teufelszeug! Bitte ruhig weiteratmen. Benzin mit einem Anteil Ethanol – E5, E10, E85 – altert nicht schneller, je mehr Ethanol enthalten ist. Tatsächlich laufen die bereits genannten Prozesse sogar etwas langsamer ab. Der Alkohol im Benzin sorgt für eine andere Qualitätsminderung des Kraftstoffs, da er der Umgebungsluft Feuchtigkeit entzieht. Sobald der Alkohol mit Wasser gesättigt ist, trennen sich Benzin, Alkohol und Wasser, was je nach Tankaufbau zu Schäden an Metallen und Leitungen führen kann. Ebenfalls bei Ethanol-Kraftstoffen gilt: Je weniger Luft im Tank, desto weniger Wasser kann der Alkohol binden. Zum einen durch zu große Volumenunterschiede, zum anderen durch die kleine Oberfläche, auf der Luft und Benzin in Kontakt kommen.
Quelle: https://www.motorradonline.de/ratgeber/ ... nk-kaputt/
-
Hans-Uwe Fischer
- Beiträge: 1834
- Registriert: Do 30. Jan 2003, 08:27
Re: Kraftstoffpumpe fördert nicht
Danke!M. Ferchaud hat geschrieben: Fr 1. Dez 2023, 09:11 Und hier noch was technisch anscheinend fundierteres:
(...)
Quelle: https://www.motorradonline.de/ratgeber/ ... nk-kaputt/
huf
Re: Kraftstoffpumpe fördert nicht
Schliesse mich dem Dank an - ein Argument verstehe ich jedoch nicht bzw. nur wenn der Tank bis in den Stutzen gefuellt ist: die Benzin Oberflaeche duerfte doch sowohl fuer das Verdunsten als auch die Oxidation entscheidend sein, und die ist bei einem Autotank gleich, ob der Tank hableer, halbvoll, oder voll ist - die einzige Ausnahme waere das Fuellen bis in den Tankstutzen, wodurch sich die Oberflaeche deutlich reduzieren liesse, aber dann muesste man nach dem Volltanken an der Tanke je nach Strecke zu Hause noch mit einem Kanister den Tankstutzen fuellen.
Til
Til