Ich habe den Kühler zunächst mit einem Reiniger von Liquy Moly behandelt. Danach kam eine bräunliche Brühe heraus, aber die Kühllamellen waren optisch nach wie vor zugesetzt.
Es folgte ein zweiter Durchgang mit Zitronensäure (4 EL auf 3 L Wasser). Letztere ließ ich vier Stunden lang mit kaltem Wasser einwirken. Nun konnte man deutlich mehr Bröckchen sehen, die nach dem Entleeren und Spülen herausgeschwemmt wurden.
Der dritte Durchgang erfolgte mit Essig Essenz (400 ml) und kochend heißem Wasser. Dieser Durchgang löste nochmals Kalkbrocken und Rostpartikel.
Zusatzlich befreite ich die wenigen zugänglichen Kühlkanäle mechanisch vom Schlamm mittels eines alten Ölmeßstabes von einem Golf IV.
Den Motor spülte ich mit ordentlich Wasserdruck gegen die Strömrichtung.
Nach der Installation des Thermometers stellt sich nunmehr eine gemessene Temperatur von max. 70°C ein - fast ein wenig kühl, wenngleich der gemessene Wert eventuell nicht ganz der tatsächlichen Kühlwassertemperatur entspricht.
Den Sensor des Thermometers habe ich nämlich nicht am Einlasskrümmer installiert, sondern in einer Kavität auf dem Wasserpumpengehäuse platziert.
Damit liegt der Sensor vor dem Thermostat, aber hinter den durchströmten Bereichen des Motors.
Um Störeinflüsse von der umgebenden Luft zu minimieren, habe ich den Sensor von oben mit einem Stück alten Kühlerschlauchs "isoliert". Gehalten wird das ganze mit einem WInkel aus meinem Bestand, der am Besfestigungspunkt der Haltestrebe für den Kühler befestigt ist. Mittels der vertikal orientierten M5-Schraube wird ein zwischen Winkel und Schlauchstück platziertes Blech so unter Spannung gesetzt, dass der Sensor gut eingefasst ist und direkten Kontakt zum Pumpengehäuse hat.
Die Sensorleitung habe ich durch den Dürchführungspunkt der Scheibenwasschläuche gelegt und mit Kabelbinder (jaja, nicht zeitkontextgetreu) am Heizungsrohr befestigt.
Das Thermometer an sich sitzt an originalen Befestigungspunkten am Unterteil der Instrumententafel auf einem geschwärzten Stück Hartfaserplatte und ist mit einer 1,2W Glassockelleuchte versehen, um auch nachts ablesbar zu sein.Diese Leuchte wird über den Lichtschalter aktiviert.
Somit fügt sich die Anzeige unauffällig in die originale Umgebung ein und ist recht gut ablesbar.
Die Temperatur wird ohne merkbare Verzögerung angezeigt: Das Öffnen des Heizungsventil beispielsweise hatte einen sofortigen Temperaturabfall von ca. 5°C zur Folge. Nach dem Abstellen des Motors geht die Temperatur durch die Stauwärme deutlich nach oben (bis 80°C).
Alle bisherigen Messungen habe ich bei ca. 25° Außentemperatur und über eine Strecke von ca. 100 km vorgenommen.
Trotz der offenbar stabilen Situation werde ich den Motor mit weiter oben verklinktem Entfetter der Firma Dasis in einem dreitägigen Durchgang reinigen, um möglichst zu vermeiden, dass sich die klebrigen Ablagerungen erneut im Netz sammeln und dieses Verstopfen.
Übrigens ergaben sich nach den bisherigen Spüldurchgängen keine Undichtigkeiten an Kühler oder System.
ich berichte weiter...