Regler und Lichtmaschine

Diskussionen rund um's Thema...
Pit
Beiträge: 2899
Registriert: Fr 17. Jan 2003, 18:39

Regler und Lichtmaschine

Beitrag von Pit »

Hallo,
ich versuche gerade meine el. Anlage besser zu verstehen und ich weiß, dass es hier einige Fachleute gibt.
Meine derzeitigen Fragen:

1. Wie sieht die Spannung am Ausgang R der Lima aus und gibt es einen festen Zusammenhang zur Spannung am Plusanschluss zur Batterie?

2. Ich habe einen elektronischen Hella-Regler verbaut (Tomsail).
Ich habe ungefähr verstanden, wie ein Transistorregler funktioniert. Schaltet der Hella-Regler das Feld eigentlich nur EIN oder AUS oder gibt es Zwischenstufen? Mit welcher Frequenz geschieht diese Regelung?

Ich habe an meinem Regler mal gemessen, bei welchen Spannungen die Ladekontrolle ein- oder ausgeschaltet wird.
Es sind unter 1,3 V bzw. über 5,8 V.
Mich wundert die große Hysterese.

Grüße,
pit
Benutzeravatar
Thomas Held Verified
Beiträge: 5067
Registriert: Do 22. Jul 2004, 12:11

Re: Regler und Lichtmaschine

Beitrag von Thomas Held Verified »

Hallo Pit,

R hat Kontakt zum Ende einer der drei Wicklungen der Drehstromlichtmaschine, siehe Bild.

[attachment 16363 Laderegelung.pdf]

Gruss

Tom
Dateianhänge
Laderegelung.pdf
(30.73 KiB) 29-mal heruntergeladen
Gruß

Tom
Pit
Beiträge: 2899
Registriert: Fr 17. Jan 2003, 18:39

Re: Regler und Lichtmaschine

Beitrag von Pit »

Ja danke,
weißt du auch wie sich die Spannung dann zu der Ladespannung verhält? Effektivwert oder Scheitelwerte?
Gilt hier U=Uo x Wurzel3 ?
Ich hab etwas Probleme mit dem Abgriff zwischen den Dioden. Kommt hier nur eine Halbwelle raus? Was misst man hier als effektive Spannung, wenn der Generator 14 V liefert?

Grüße,
pit
Pit
Beiträge: 2899
Registriert: Fr 17. Jan 2003, 18:39

Re: Regler und Lichtmaschine

Beitrag von Pit »

Wie ist überhaupt der Zusammenhang zwischen Scheitelwert der einzelnen Spannungen und dem Effektivwert der gleichgerichteten Gesamtspannung der Schaltung?

Ich merke, dass es lange her ist, dass ich mich mit dem Thema beschäftigt habe. Vielleicht ist jemand näher dran?

Eine gute Quelle könnte mir auch helfen.

Grüße,
pit
Pit
Beiträge: 2899
Registriert: Fr 17. Jan 2003, 18:39

Re: Regler und Lichtmaschine

Beitrag von Pit »

Bei der Drehstrombrücke gilt wohl Ueff = 2,34xUs. Das heißt bei einer Ladespannung von 14V müsste die Scheitelspannung jeder Phase ca. 6V betragen. Sind da Spannungsabfälle an den Dioden berücksichtigt?

Bin ich auf dem richtigen Weg?

Ich versuche mich "vorwärts zu irren".
hy1600
Beiträge: 368
Registriert: So 2. Nov 2008, 14:17

Re: Regler und Lichtmaschine

Beitrag von hy1600 »

Die Effektivspannung kann nie größer werden als die Spitzenspannung einer sich ändernden Spannung und wird berechnet bei sinusförmigen Wechselspannungen mit U eff = U spitze/ 1,414 (Wurzel aus 2), für eine 2-Puls-Gleichrichtung, 3-Puls- bzw 6-Puls- oder mehr gilt der Faktor nicht mehr, geht Richtung 1.
Kommt aus dem Messbereich, da alte Messgeräte mechanisch nur den Mittelwert messen konnten und man Wechselspannungen gleichrichten musste, sonst ist der Mittelwert stets 0.
Will man eine Batterie (reine Gleichspannung) mit einem Generator laden, geht dies konstruktionsbedingt nur mit Wechselspannung, also sich ständig ändernder Spannung. Ist der Wert der Wechselspannung höher als die Batteriespannung, fliest der Strom in die Batterie, bei Werten unter der Batteriespannung leider wieder zurück und eine Entladung würde stattfinden, also verhindern mit Dioden, bei Gleichstromgeneratoren mittels Kommutator, auch eine Gleichrichtung.
Solange der Effektivwert unter 14,4 V liegt, kocht die Batterie nicht auf, obwohl zeitweise Spannungen an der Batterie anliegen die weit über 14,4 v liegen, aber alles doch recht träge.
Alte Regler sich mechanisch und auch träge, da wird die Erregerspannung hat zwischen 2 Werten hin und her geschaltet und in der Summe ok.
Transistorregler passen die Erregerschaltung in Ist-Zeit, jeder Drehzahl die richtige Erregung, keine Frequenz, nur tolerable Schwankungen ein der Regelung bzw. regelungsbedingt (anderes Thema).
Pit
Beiträge: 2899
Registriert: Fr 17. Jan 2003, 18:39

Re: Regler und Lichtmaschine

Beitrag von Pit »

Hallo HY ??,
zunächst nur zum Regler:
Bei einem einfachen Transistorregler (Bosch T1) wird der Erregerstrom nur ein- und ausgeschaltet. Es entsteht also eine Rechteckspannung mit unterschiedlichen Ein- und Auszeiten. Daraus entstehen dann unterschiedliche Effektivwerte der Spannung. Das meinte ich mit Frequenz.

Wenn ich dich richtig verstehe, meinst du es entsteht eine angepasste Gleichspannung an der Feldspule?

Grüße,
pit
hy1600
Beiträge: 368
Registriert: So 2. Nov 2008, 14:17

Re: Regler und Lichtmaschine

Beitrag von hy1600 »

Wenn der Transistor die Spannung an der Feldspule nicht regelt sondern ein und aus schaltet, dann verstehe ich seinen Sinn nicht, ausser dieser Regler ist billiger in der Herstellung, brauche dann aber auch wie beim mechanischen Regler verschiednene Vorwiderstände. Nehme ich den Transistor als Vorwiderstand, kann man die Spannung an der Feldspule sozusagen ab 14,4 V abschnüren, somit über einen großen Bereich maximale Ladespannung.
Ich baue die Dinger nicht, würde es aber so machen.
Pit
Beiträge: 2899
Registriert: Fr 17. Jan 2003, 18:39

Re: Regler und Lichtmaschine

Beitrag von Pit »

https://www.kfztech.de/kfztechnik/elo/g ... or_mfr.htm

Hier hab ich eine Darstellung gefunden. Etwas weiter unten bei Anschluss dfm.
Benutzeravatar
Claude-Michel
Beiträge: 1637
Registriert: Do 19. Okt 2006, 09:49
Kontaktdaten:

Re: Regler und Lichtmaschine

Beitrag von Claude-Michel »

Hallo Pit,

Der R-Ausgang kann man meines Wissens nicht für einen elektronischen Regler verwenden. Wozu auch? Der elektronischen Regler braucht ihn nicht, höchstens die Ladekontrollleuchte.
Hier kannst du nachschauen wie die Spannung am R aussieht und wie ich das gelöst habe um einen elektronischen Regler betreiben zu können:
Regler DS
Gruß
Claude-Michel
DSuper5, 2x Xantia break 1,8i 16V, Xantia break 2,0i 16V, C4 1,6i 16V coupé
Antworten