Pit hat geschrieben:
Hallo Robert,
Warum drückst du noch kurz aufs Gas? Zum Einspritzen? Braucht sie das?
Ich kenne das noch von der Startautomatik beim Käfer. Da musste so eine Stufenscheibe zurückspringen.
Das Gasgeben vor dem Abstellen kenne ich noch von meinem Vater. Ob er es bei der DS noch gemacht hat weiß ich nicht mehr. Heutzutage wird davon meist abgeraten.
Grüße,
Pit
Vor dem Starten einmal das Gaspedal durchtreten, ist bei Motoren ohne Startautomatik eine gute Empfehlung. Damit wird erreicht, dass in den Ansaugtrakt eine gewisse Menge Benzin vor die Einlassventile gespritzt wird. Somit bekommt der Motor schon bei den ersten "Ansaugumdrehungen" ein fettes Gesmisch. Das Startverhalten wird damit deutlich unterstützt. Dieses "Primen" ist bei Boxer-Flugmotoren* eine gängige Startprozedur.
Mit dem Choke wird beim Starten die Luftzufuhr stark mit der Starterklappe gedrosselt. Gleichzeitig wird die Standgaseinstellung deutlich höher als die Normaleinstellung verändert. Nach dem Anspringen benötigt ein kalter Motor diese Drosselklappenstellung zum Starten.
Ist der Motor angesprungen, sollte nicht der Choke sofort wieder eingeschoben werden. Der muss noch den Motor mit der erhöhten Leerlaufeinstellung am Leben halten. Die Starterklappen werden durch den Unterdruckkolben sofort wieder geöffnet. Mit anderen Worten: Der Choke könnte immer gezogen bleiben. Es stört dann nur der erhöhte Leerlauf beim warmen Motor.
Wenn dem nicht so ist, muss der Vergaser entsprechend gewartet und eingestellt werden. Dieser Vorgang ist sehr gut und Eindrucksvoll bei abgenommenem Luftfilter zu beobachten. Der Unterdruck-Kolben ist sehr häufig verklemmt!
huf
*) Boxermotoren haben ja besonders lange Ansaugwege.