Also ich habe ein Angebot von einem sehr guten Bekannten über 1400,-€ incl. Vorarbeiten für eine demontierte rostfreie Karosserie (4 Türen, 4 Kotflügel, Frontschürze, Motorhaube und zwei Heckklappen). Der arbeitet allerdings auch wirklich sehr gewissenhaft und korrekt, hat mir vor gut 5 Jahren schon mal einen Break lackiert.Das war die erste überzeugende Lackierung nach einigen früheren Erfahrungen. Mit dem Preis kann ich sehr gut leben, glücklicher wäre ich natürlich über einen Freund oder Verwandten ders günstiger macht, aber weit und breit keiner zu sehen....
Gruß Michael
Kosten Lackierung
Re: Kosten Lackierung
Hallo,
mal grds. etwas zu Schwarzarbeit und Gewährleistung. Von den Handwerkskammern wird immer wieder proklamiert, dass es auf Schwarzarbeit keine durchsetzbaren Gewährleistungsansprüche (G-Ansprüche) gibt. Dies ist so nicht richtig. Ich möchte hier keinen zur Vergabe von Schwarzarbeit ermuntern, sondern nur aufklären. Das Thema ist sehr sensibel. Das konkrete Angebot an daeh-jan scheint mir eher „weiss“ zu sein, da der Preis zzgl. Mwst. genannt wurde.
1.
Voraussetzung für G-Ansprüche ist der Abschluss eines wirksamen Werkvertrages (Lackierung PKW). Verabreden Kunde und Lackierer von Beginn an, dass die Arbeit schwarz – also ohne Rechnung – durchgeführt wird, ist der Vertrag unwirksam, da er gegen das Gesetz zur Bekämpfung der Schwarzarbeit verstösst. --> Keine G-Ansprüche!
Wird nur ein Preis ausgehandelt, die Arbeit durchgeführt und stellt der Lackierer danach bei der Bezahlung keine Rechnung aus, ist für den Kunden nicht zwingend erkennbar, dass der Werklohn schwarz vereinnahmt wird. Vor allen Dingen hat er sich nicht mit dem Lackierer zuvor zur Schwarzarbeit „verabredet“. Der Vertrag ist wirksam. --> G-Ansprüche bestehen.
2.
Da der Kunde in diesen Fällen meistens keine Dokumente über die durchgeführten Arbeiten erhält, könnte der Lackierer bei einem Gewährleistungsfall abstreiten, die Lackierung überhaupt durchgeführt zu haben. Oder – noch verwerflicher – er könnte auf die Idee kommen, dass sein Auftrag ja noch gar nicht bezahlt ist und eine „Rechnung“ über den üblichen Werklohn stellen. Den bereits gezahlten Betrag lässt er unter den Tisch fallen oder wertet ihn als Anzahlung.
Dieser negativen „Beweissituation“ entgeht der Kunde am besten, wenn er sich bei Auftragserteilung und Bezahlung einen Bekannten als Zeugen mitnimmt. - Heikel sind diese Konstellationen immer. Schriftlicher Kostenvoranschlag ist immer ratsam.
Gruss Frank
mal grds. etwas zu Schwarzarbeit und Gewährleistung. Von den Handwerkskammern wird immer wieder proklamiert, dass es auf Schwarzarbeit keine durchsetzbaren Gewährleistungsansprüche (G-Ansprüche) gibt. Dies ist so nicht richtig. Ich möchte hier keinen zur Vergabe von Schwarzarbeit ermuntern, sondern nur aufklären. Das Thema ist sehr sensibel. Das konkrete Angebot an daeh-jan scheint mir eher „weiss“ zu sein, da der Preis zzgl. Mwst. genannt wurde.
1.
Voraussetzung für G-Ansprüche ist der Abschluss eines wirksamen Werkvertrages (Lackierung PKW). Verabreden Kunde und Lackierer von Beginn an, dass die Arbeit schwarz – also ohne Rechnung – durchgeführt wird, ist der Vertrag unwirksam, da er gegen das Gesetz zur Bekämpfung der Schwarzarbeit verstösst. --> Keine G-Ansprüche!
Wird nur ein Preis ausgehandelt, die Arbeit durchgeführt und stellt der Lackierer danach bei der Bezahlung keine Rechnung aus, ist für den Kunden nicht zwingend erkennbar, dass der Werklohn schwarz vereinnahmt wird. Vor allen Dingen hat er sich nicht mit dem Lackierer zuvor zur Schwarzarbeit „verabredet“. Der Vertrag ist wirksam. --> G-Ansprüche bestehen.
2.
Da der Kunde in diesen Fällen meistens keine Dokumente über die durchgeführten Arbeiten erhält, könnte der Lackierer bei einem Gewährleistungsfall abstreiten, die Lackierung überhaupt durchgeführt zu haben. Oder – noch verwerflicher – er könnte auf die Idee kommen, dass sein Auftrag ja noch gar nicht bezahlt ist und eine „Rechnung“ über den üblichen Werklohn stellen. Den bereits gezahlten Betrag lässt er unter den Tisch fallen oder wertet ihn als Anzahlung.
Dieser negativen „Beweissituation“ entgeht der Kunde am besten, wenn er sich bei Auftragserteilung und Bezahlung einen Bekannten als Zeugen mitnimmt. - Heikel sind diese Konstellationen immer. Schriftlicher Kostenvoranschlag ist immer ratsam.
Gruss Frank
(DS 21 Pallas HA, 07/1967, rouge de grenade/noir)
Re: Kosten Lackierung
Hallo Daeh-Jan,
falls das ganze gut ausgeht, dann würde ich meine Teile auch gerne bei ihm lackieren lassen.
Insofern hast Du gute Karten, da er sich, wenn es wirklich kostendeckend für ihn ist, bei Dir sehr anstrengen wird, da ja jetzt einige mit weit geöffneten Augen und gespitzten Ohren dabei sind.
Ich bin gespannt.
Viele grüße
Marin
falls das ganze gut ausgeht, dann würde ich meine Teile auch gerne bei ihm lackieren lassen.
Insofern hast Du gute Karten, da er sich, wenn es wirklich kostendeckend für ihn ist, bei Dir sehr anstrengen wird, da ja jetzt einige mit weit geöffneten Augen und gespitzten Ohren dabei sind.
Ich bin gespannt.
Viele grüße
Marin
Re: Kosten Lackierung
Hallo,
ich wollte mich ja erst nach dem Lackieren nochmal melden, möchte aber kurz ein paar Sachen klarstellen: Er hat mir den Betrag von 600 Euro genannt und dann noch hinzugefügt "zzgl. MwSt". Ich gehe also nicht davon aus, dass wir hier über Schwarzarbeit reden - eben das wollte ich nämlich nicht (U.a. wegen der Reklamierungen).
Dazu muss man vielleicht auch etwas differenzieren und nicht allein auf den Preis schauen. Wenn ich hier eine Top-Zustand DS hätte, dann würde ich sie vermutlich auch noch mit diversen Klarlackschichten überziehen lassen. Habe ich aber nicht. Vielmehr ist das Auto ein Testballon, ob wir sie als Alltagsklassiker bewegen können. So braucht sie jetzt erstmal eine einfache aber ordentliche Lackierung, um ein H-Kennzeichen zu bekommen.
Davon mal abgesehen. Wenn man einen Stundenlohn von 60 Euro zugrunde legt, dann kann der Lackierer für 2000 Euro 33 Stunden abrechnen. Wenn ich eine kleine Ecke spachtele, dann brauche ich davür diverse Stunden und das Ergebnis ist jämmerlich. Lackierer machen das nun aber tagein tagaus. Somit sollten diese Arbeiten auch locker weg von der Hand gehen.
Ich habe leider überhaupt keinen Überblick, was heute so Lack kostet, ganz billig war der ja früher auch schon nicht. Wie ich schon oben geschrieben habe, bin ich mir nicht ganz sicher, ob der Lack wirklich in den 600 Euro enthalten ist. Nimmt man mal an, er wäre nicht dabei, dann hat der Lackierer 10 Stunden Zeit, um zu spachteln (was in meinem Fall wohl nicht allzuviel ist), zu füllern und zu lackieren. Das sollte meines Erachtens durchaus im Rahmen sein.
Aber wie schon geschrieben, ich werde an dieser Stelle berichten, wenn ich das Ergbnis habe.
Liebe Grüsse,
Jan
ich wollte mich ja erst nach dem Lackieren nochmal melden, möchte aber kurz ein paar Sachen klarstellen: Er hat mir den Betrag von 600 Euro genannt und dann noch hinzugefügt "zzgl. MwSt". Ich gehe also nicht davon aus, dass wir hier über Schwarzarbeit reden - eben das wollte ich nämlich nicht (U.a. wegen der Reklamierungen).
Dazu muss man vielleicht auch etwas differenzieren und nicht allein auf den Preis schauen. Wenn ich hier eine Top-Zustand DS hätte, dann würde ich sie vermutlich auch noch mit diversen Klarlackschichten überziehen lassen. Habe ich aber nicht. Vielmehr ist das Auto ein Testballon, ob wir sie als Alltagsklassiker bewegen können. So braucht sie jetzt erstmal eine einfache aber ordentliche Lackierung, um ein H-Kennzeichen zu bekommen.
Davon mal abgesehen. Wenn man einen Stundenlohn von 60 Euro zugrunde legt, dann kann der Lackierer für 2000 Euro 33 Stunden abrechnen. Wenn ich eine kleine Ecke spachtele, dann brauche ich davür diverse Stunden und das Ergebnis ist jämmerlich. Lackierer machen das nun aber tagein tagaus. Somit sollten diese Arbeiten auch locker weg von der Hand gehen.
Ich habe leider überhaupt keinen Überblick, was heute so Lack kostet, ganz billig war der ja früher auch schon nicht. Wie ich schon oben geschrieben habe, bin ich mir nicht ganz sicher, ob der Lack wirklich in den 600 Euro enthalten ist. Nimmt man mal an, er wäre nicht dabei, dann hat der Lackierer 10 Stunden Zeit, um zu spachteln (was in meinem Fall wohl nicht allzuviel ist), zu füllern und zu lackieren. Das sollte meines Erachtens durchaus im Rahmen sein.
Aber wie schon geschrieben, ich werde an dieser Stelle berichten, wenn ich das Ergbnis habe.
Liebe Grüsse,
Jan
Re: Kosten Lackierung
2000.- € minus MwSt = 1724.- € minus Material in der Regel bei einem Unilack 30% = 1206,80 / 60.-€ = 20 STD für entrosten, schleifen, spachteln, Spachtel schleifen, füllern, Füller schleifen, eindecken, Farbe mischen, lackieren und finish machen. Selbst für diesen Preis kaum zu machen !
Wenn Ihr einen Lackierer in die Pleite treiben wollt, bringt eure D-Modelle nur bei dem Typ vorbei und schaut euch die Autos nachher mal genau an ( Staub, Nachfaller etc).
Bei 600.-€ kann nur Pfusch rauskommen.
Gruß Uli
Wenn Ihr einen Lackierer in die Pleite treiben wollt, bringt eure D-Modelle nur bei dem Typ vorbei und schaut euch die Autos nachher mal genau an ( Staub, Nachfaller etc).
Bei 600.-€ kann nur Pfusch rauskommen.
Gruß Uli
Re: Kosten Lackierung
Hallo Uli, wenn ich Jan richtig verstehe, hat er "entrosten, schleifen, spachteln, Spachtel schleifen" bereits gemacht. Wenn der Lackierer zudem die Teile einzeln bekommt (und das somit dann machen kann, wenn er Zeit hat) und man keine Neuwagen-Lackqualitaet erwartet ("Gebrauchsauto") - warum sollte das dann nicht billiger gehen als wenn ich mein Auto einfach histelle und eine 1a-Lackierung will? - Til
Re: Kosten Lackierung
Hallo Til
weil die Materialkosten schon ca.350.- bis 400.- € + MwSt. sind ohne Kabinenkosten, und ich Zitat:
"Auf meine Frage, warum das denn so preiswert wäre, meinte er, dass mein Auto sehr gerade ist, keine nennenswerten Beulen oder Dellen, so dass sich der Vorbereitungsaufwand in Grenzen hält"
Jan anders verstehe.
Gruß Uli
weil die Materialkosten schon ca.350.- bis 400.- € + MwSt. sind ohne Kabinenkosten, und ich Zitat:
"Auf meine Frage, warum das denn so preiswert wäre, meinte er, dass mein Auto sehr gerade ist, keine nennenswerten Beulen oder Dellen, so dass sich der Vorbereitungsaufwand in Grenzen hält"
Jan anders verstehe.
Gruß Uli