synchronringe Verschleiss 4Gang HA
Re: synchronringe Verschleiss 4Gang HA
Hallo,
langlebiger und beständiger wäre es statt "NBR" - "Viton" zu nehmen.
Gruß Wolfgang
langlebiger und beständiger wäre es statt "NBR" - "Viton" zu nehmen.
Gruß Wolfgang
Re: synchronringe Verschleiss 4Gang HA
Hallo,
ich habe heute mal den Rückwärtsgangzylinder auseinandergefummelt, das geht tatsächlich durch einfaches Auseinanderziehen - Resultat siehe Foto. Die große Kunst ist dann den O-Ring aus dem Zylinderrohr zu popeln ohne die Lauffläche zu verkratzen. Ich mache das normalerweise mit Zahnarzthaken und erwärmtem Bauteil. Dann ist der Gummi weicher und lässt sich besser "anpieksen". Trotzdem gehört das nicht zu meinen Lieblingsbeschäftigungen. Habt Ihr bessere Techniken? Ich vermute übrigens auch, dass Viton Ringe sehr gut halten müssten. Hat jemand langjährige Erfahrungswerte?
Gruß!
Sigurd
ich habe heute mal den Rückwärtsgangzylinder auseinandergefummelt, das geht tatsächlich durch einfaches Auseinanderziehen - Resultat siehe Foto. Die große Kunst ist dann den O-Ring aus dem Zylinderrohr zu popeln ohne die Lauffläche zu verkratzen. Ich mache das normalerweise mit Zahnarzthaken und erwärmtem Bauteil. Dann ist der Gummi weicher und lässt sich besser "anpieksen". Trotzdem gehört das nicht zu meinen Lieblingsbeschäftigungen. Habt Ihr bessere Techniken? Ich vermute übrigens auch, dass Viton Ringe sehr gut halten müssten. Hat jemand langjährige Erfahrungswerte?
Gruß!
Sigurd
- Thomas Held Verified
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Re: synchronringe Verschleiss 4Gang HA
Hallo Sigurd,
Citroën empfiehlt in solchen Fällen Messinghaken zu verweden, um die O-Ringe aus den Nuten innerhalb der Zylinder zu entfernen, um die Laufflächen nicht zu verkratzen. Ich nehme aber auch immer Edelstahl-Zahnarztbesteck und passe entsprechend auf.
Viton-Ringe, sofern in den benötigten Dimensionen verfügbar, sind in der Tat noch besser als NBR. Ich habe diese bereits an verschiedenen Stellen in meiner DS installiert, aber noch keine Langzeiterfahrungen - schon gar keine, die über die 50 Jahre Betriebsdauer der bisher verbauten NBR-RInge hinaus ginge.
Gruß
Tom
Citroën empfiehlt in solchen Fällen Messinghaken zu verweden, um die O-Ringe aus den Nuten innerhalb der Zylinder zu entfernen, um die Laufflächen nicht zu verkratzen. Ich nehme aber auch immer Edelstahl-Zahnarztbesteck und passe entsprechend auf.
Viton-Ringe, sofern in den benötigten Dimensionen verfügbar, sind in der Tat noch besser als NBR. Ich habe diese bereits an verschiedenen Stellen in meiner DS installiert, aber noch keine Langzeiterfahrungen - schon gar keine, die über die 50 Jahre Betriebsdauer der bisher verbauten NBR-RInge hinaus ginge.
Gruß
Tom
Gruß
Tom
Tom
Re: synchronringe Verschleiss 4Gang HA
Natuerlich soll man die Wand nicht verkratzen aber die Dichtung findet hier am Kolben und in der Nut statt, nicht am Zylinder - bei der Nut kommt es auch nur auf die dem Druck abgewandte Seite an - viel Erfolg - Til
Re: synchronringe Verschleiss 4Gang HA
Hallo Freunde der DS,
ich habe inzwischen alle Dichtungen, Synchronringe und Lager meines Getriebes welche mir für sinnvolles Geld in die Hände gefallen sind erneuert und das Getriebe wieder weitestgehend zusammengebaut. Nun wollte ich die Muttern der Hauptwellen und der Differenzialwellen noch mit dem korrekten Drehmoment anziehen. Laut Handbuch sollen z.B. die Befestigungsmuttern der Differentialwellen mit 15,0 mkp und die Kegelradwelle mit 20..22mkp angezogen werden. Wenn ich das richtig sehe wären das in aktueller Drehmomentschlüsseleinheit ca. 150 Nm für die eine Beispielmutter und bis zu 220 Nm für die andere. Ich habe es an der Differentialwelle ausprobiert mit dem Ergebnis, dass sich der Radflansch nur noch sehr schwer drehen ließ. Man hat das Gefühl, das man dem Kugellager (nicht erneuert) da nichts Gutes tut. Zumal das Lager vorher dem Eingriff gut lief... . Wie sind eure Erfahrungen? Gelten die Handbuchempfehlungen evtl. nur für Neulager?
Mit bestem Dank im Voraus
Sigurd
ich habe inzwischen alle Dichtungen, Synchronringe und Lager meines Getriebes welche mir für sinnvolles Geld in die Hände gefallen sind erneuert und das Getriebe wieder weitestgehend zusammengebaut. Nun wollte ich die Muttern der Hauptwellen und der Differenzialwellen noch mit dem korrekten Drehmoment anziehen. Laut Handbuch sollen z.B. die Befestigungsmuttern der Differentialwellen mit 15,0 mkp und die Kegelradwelle mit 20..22mkp angezogen werden. Wenn ich das richtig sehe wären das in aktueller Drehmomentschlüsseleinheit ca. 150 Nm für die eine Beispielmutter und bis zu 220 Nm für die andere. Ich habe es an der Differentialwelle ausprobiert mit dem Ergebnis, dass sich der Radflansch nur noch sehr schwer drehen ließ. Man hat das Gefühl, das man dem Kugellager (nicht erneuert) da nichts Gutes tut. Zumal das Lager vorher dem Eingriff gut lief... . Wie sind eure Erfahrungen? Gelten die Handbuchempfehlungen evtl. nur für Neulager?
Mit bestem Dank im Voraus
Sigurd
Re: synchronringe Verschleiss 4Gang HA
War das Lager eingeölt oder entfettet?
Trocken fühlt sich das nach dem Festziehen erbärmlich an...
Trocken fühlt sich das nach dem Festziehen erbärmlich an...
Re: synchronringe Verschleiss 4Gang HA
das Lager wurde nicht entfettet, schwamm natürlich auch noch nicht im Öl. Erbärmliches Gefühl trifft zu. Fühlen sich neue Lager bei gleicher Behandlung auch erbärmlich an?
Re: synchronringe Verschleiss 4Gang HA
Nein, wie Butter.Selbst bei gewaschenen Lager, etwas Öl, laufen die wieder sauber.
Am Ende entscheidet das Spiel an der Bremsscheibe, 5/100 sind super, oben gemessen, lose bekommt man mit dem Daumen ohne Gewalt 15/100 gedrückt, würde ich zur Not ausprobieren, die Achswelle ist schnell zum Messen an das Getriebe genagelt, Scheibe Tripode und dann messen.
Dann kann man immer noch neue Lager kaufen.Es soll eine Reproduktion geben, ansonsten scheint das Maß unüblich, man muss eine Distanzring fertigen, da die Lager schmäler sind und die Mutter/Blechhülse nicht zu befestigen ist.
Am Ende entscheidet das Spiel an der Bremsscheibe, 5/100 sind super, oben gemessen, lose bekommt man mit dem Daumen ohne Gewalt 15/100 gedrückt, würde ich zur Not ausprobieren, die Achswelle ist schnell zum Messen an das Getriebe genagelt, Scheibe Tripode und dann messen.
Dann kann man immer noch neue Lager kaufen.Es soll eine Reproduktion geben, ansonsten scheint das Maß unüblich, man muss eine Distanzring fertigen, da die Lager schmäler sind und die Mutter/Blechhülse nicht zu befestigen ist.
Re: synchronringe Verschleiss 4Gang HA
danke für die Infos. Das Meßverfahren gefällt mir, die Meßuhr ist bestellt - ich werde berichten..
Re: synchronringe Verschleiss 4Gang HA
und hier der Forschungsbericht von der Differentialwelle: Nachdem ich auf der linken Seite schon bei niedrigem Anzugsdrehmoment der Lagermutter hässliche Geräusche beim Drehen der Weller erhielt, habe ich mir beim nächsten Versuchstag die rechte Seite genommen und das Drehmoment der Lagermutter sukzessive erhöht bis ich der Meinung war, dass die Welle sich noch vernünftig dreht. Das war am Ende bei 100 Nm. Dann habe ich den Differentialwellenausgang am Getriebe montiert, eine kleine Halterung an die Bremssattelaufnahme geschraubt und meine nagelneue Messuhr darauf montiert (siehe Foto). Dann habe ich die Bremsscheibe mit maximaler Daumenkraft ausgelenkt und kam dabei auf Werte von +/- 5..10/100. Bei Gebrauch des Bizeps erhöht sich dieser Wert auf bis zu +/- 15..20/100. Für die rechte Seite war ich damit schon mal ganz zufrieden. Um dem kratzigen Geräusch auf der linken Seite auf die Spur zu kommen, habe ich die Welle noch mal aus dem Gehäuse ausgebaut und das Lager penibel gesäubert und leicht eingefettet wieder eingebaut. Die Lagermutter habe ich wie auf der anderen Seite mit 100 Nm festgezogen und stellte erfreut fest, dass die Welle jetzt sauber - ohne Knirschen - drehte. Die anschließende Vermessung ergab ähnliche Werte wie auf der anderen Seite; die Sache hat also scheinbar System und macht vielleicht mehr Sinn als ein ungeprüftes Festziehen nach Drehmomenttabelle - jedenfalls bei schon eingelaufenen Lagern. Noch einmal besten Danke an Doktor-D für den guten Tip.