TÜV und Ölverlust: Wieviel darf's sein ?

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Sandro Littke

TÜV und Ölverlust: Wieviel darf's sein ?

Beitrag von Sandro Littke »

Hallo allerseits,

gestern war ich beim TÜV und habe selbigen leider nicht bekommen. Primär lag es an einer nur einseitig bremsenden Feststellbremse. Für mich ärgerlich kam jedoch hinzu, daß auf der KO- Liste auch "stark verölter Motor/Getriebe" stand. Nun ist es so, daß es schon überall irgendwo einen Tropfen gibt, der da hängt. Allerdings ist das alles kein Motoröl, sondern Hydrauliköl. Echte Leckagen habe ich dabei auch nicht, sondern irgendwie "schwitzt" sich das zusammen. Sollte man eine hübsche Motorwäsche machen, bevor man auf den Hof rollt oder wie kann man einem TÜV klar machen, was bei so einem Wagen normal ist ? Was habt ihr für Erfahrungen, um was könnte man sich notfalls auch mit diesen Leuten streiten ??

Viele Grüße, Sandro.
Martin K. Verified
Beiträge: 786
Registriert: Di 1. Feb 2005, 19:04

Re: TÜV und Ölverlust: Wieviel darf's sein ?

Beitrag von Martin K. Verified »

Hallo Sandro!

Die Antwort ist (leider) einfach: Es darf gar kein Öl austreten, auch kein einzelner Tropfen!
Allerdings sind die Prüfer bei alten Fahrzeugen oft nicht so ganz genau und sehen über Schwitzöl schon mal insofern hinweg, dass sie es als kleinen Mangel ohne Wiedervorführung einstufen. Tropft es aber, müssen sie genau genommen einen erheblichen Mangel eintragen.
Bei Öl gibt es aus Umweltgründen mittlerweile kein Pardon ...
Also auf keinen Fall auf einen Streit einlassen!

Beste Grüße

Martin
Sandro Littke

Re: TÜV und Ölverlust: Wieviel darf's sein ?

Beitrag von Sandro Littke »

Hallo Martin,

ja, ich sehe das durchaus ein. Was ist aber bspw mit solchen Dingen wie der Lenkung, wo es nun keinen geschlossenen Rückkreislauf am Lenkkopf gibt, kommt dort nicht bei allen Leuten etwas Öl raus ?

Viele Grüße, Sandro.
Martin K. Verified
Beiträge: 786
Registriert: Di 1. Feb 2005, 19:04

Re: TÜV und Ölverlust: Wieviel darf's sein ?

Beitrag von Martin K. Verified »

Hallo Sandro,

so schwer es einzusehen ist, aber eine intakte DS ist trocken!
Da dies aber heutzutage bein den allermeisten D-Modellen ein wahrlich unrealistischer Zustand ist, lohnt es sich, direkt vor dem TÜV bekannte feuchte Stellen abzuwischen. Eine Lenkung sollte allerdings wirklich trocken sein können.

Grüße

Martin
MichaIN

Re: TÜV und Ölverlust: Wieviel darf's sein ?

Beitrag von MichaIN »

Hallo Sandro!

Im Zweifelsfall: vorher Motorwäsche machen und direkt vorm Einbiegen in die TÜV-Einfahrt noch mal abwischen.
Super ist auch Bremsenreiniger (Sprühdose) zum just-in-time-Nachreinigen von Lenkkopf etc. . Du solltest allerdings etwas unters Auto legen (Pappe, dicke Zeitungslagen) damit die Soße nicht auf die Straße läuft.

Ist jetzt aber eher ein Tip aus der Pfuschecke.... Was die Möglichkeiten einer trockenen Hydraulik angeht, hat Martin natürlich recht!


Gruß,
Michael
Til Verified
Beiträge: 797
Registriert: So 30. Jan 2005, 02:22

Re: TÜV und Ölverlust: Wieviel darf's sein ?

Beitrag von Til Verified »

Hallo Sandro, wie auch schon mal geschrieben ist meine Erfahrung, dass wenn das mit den Bremsen OK ist, der TUV sich nicht mehr ganz so fuer die "Kleinigkeiten" interessiert :-). Viel Erfolg! - Til
Hansjörg

Re: TÜV und Ölverlust: Wieviel darf's sein ?

Beitrag von Hansjörg »

Hallo Sandro

Entschuldige, aber es amüsiert mich ungemein, dass "Mann" zum Tüv fahren kann ohne vorherige, gründliche Motorreinigung. In der Schweiz undenkbar.
Also Motor, Getriebe etc. gründlich in einer dafür vorgesehenen Waschbox reinigen und eventuell kurz vor dem Tüv (so dass sie dich nicht sehen können) nochmals mit dem Lappen drüber.
Viel Erfolg wünscht

Hansjörg
Sandro Littke

Re: TÜV und Ölverlust: Wieviel darf's sein ?

Beitrag von Sandro Littke »

Nunja, nachdem ich den Wagen so ziemlich auseinandergenommen habe, habe ich auch die Lecks gefunden. Die letzte Werkstatt, die ich nun jemals Hand anlegen haben lasse (von den apokalyptischen Reitern zu strafen), hat zwei Hydraulikleitungen in die jeweiligen Bauteile so schief eingeschraubt, daß die Gewinde zereimert sind und letztendlich beide Muttern so zerquetscht wurden, daß ich die Bauteile wohl wegwerfen darf, weil die Leitungen da nie wieder rauszubekommen sind :-( Warum gibt es so viel Pfusch "in-auf-DS-spezialisierten-Werkstätten" ?

Viele Grüße, Sandro.
dietmar
Beiträge: 468
Registriert: Mo 10. Nov 2003, 21:07

Re: TÜV und Ölverlust: Wieviel darf's sein ?

Beitrag von dietmar »

.... weil sie alle gegen die Uhr fuer Geld arbeiten vielleicht? Oder weil manche einfach nicht die Akribie und Intelligenz und das Gefuehl in passender Kombination haben? Oder weil das bei Autowerkstaetten IMMER so ist?
Wir wollen es doch gar nicht wissen.

Was Oelverlust angeht, so gibt es viele gute Antworten in diesem thread (Martin ist einfach durch nichts aufzuwiegen :-))
Was TUeV angeht, so gibt es nur eine Antwort: Zum naechsten fahren, wenn einer zickt. Die meisten dort sind unverstaendig, manche eher mentale Minderleister. Wie so oft im Leben...
Ein guter TUeVtelmeister zeichnet sich durch Verstehen eher als durch Kulanz aus. Und das muss man eben suchen (und wird auch fuendig, IMHO). Gerade bei alten Citroens, die ja bekanntlich kein Massenbrei darstellen, ist ein kluger Pruefer das A und O.
Der Kunde stimmt mit den Fuessen ab.... der DS Fahrer mit den Reifen.

Frohe Ostern!!
/D
;-)
Georg

Re: TÜV und Ölverlust: Wieviel darf's sein ?

Beitrag von Georg »

Wobei ich gar nicht undankbar wäre, wenn sie mir derartigen Pfusch aufzeigen. Ein kaum 100% abzudichtender Motor und eine gewindelose Hochdruckverbindung sind schon 2 Paar Schuhe.

Möglicherweise wars auch nur Glück (blindes Huhn - Korn)

Gruß Georg
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