Liebe Gemeinde,
mir ist eine Sicherung durchgegangen und ich will mir die morgen bei Segor besorgen, da der Autoteilehändler die nicht hatte. Da stellt sich eine Frage, die ich mir bisher noch nie gestellt habe: Sind die Sicherungen flink oder träge?
Dank und Gruss,
Robert
Sicherungen
Sicherungen
'59 DS 19/'66 ID 19/'68 DS 21 Pallas/'71 SM /'71 SM in Arbeit/'84 Renault R4F6 in Arbeit/'96 Saab 900 CV/'98 BMW 1100 GS
Re: Sicherungen
Im KFZ-Bereich sind träge Sicherungen üblich, die kurzzeitig auch mal höhere Impulse vertragen, z.B. beim Starten des Motors.
Gruß Thorsten
Gruß Thorsten
D Super 5, Bj. '74, brun-scarabée aus Italien
Re: Sicherungen
Alles klar, danke!
'59 DS 19/'66 ID 19/'68 DS 21 Pallas/'71 SM /'71 SM in Arbeit/'84 Renault R4F6 in Arbeit/'96 Saab 900 CV/'98 BMW 1100 GS
Re: Sicherungen
Hallo,
ich habe kürzlich bei Conrad-Electronic Sicherungen geholt... Der Fachverkäufer:"Der Oldie hat ja wahrscheinlich noch keine elektronischen oder Computer-Bauteile, da nehmen wir träge Sicherungen".
Fand' ich einleuchtend.
Grüße aus Leipzig, Michael
ich habe kürzlich bei Conrad-Electronic Sicherungen geholt... Der Fachverkäufer:"Der Oldie hat ja wahrscheinlich noch keine elektronischen oder Computer-Bauteile, da nehmen wir träge Sicherungen".
Fand' ich einleuchtend.
Grüße aus Leipzig, Michael
1972 DS Cabrio (auf DSuper 5) in "Vert Absinth", 1973 DS 23 (HA) in "Bleu Delta"
Re: Sicherungen
Hallo Michael,
mir leuchtet das nicht ein, denn es würde im Umkehrschluss bedeuten, dass elektronische Geräte grundsätzlich flink abgesichert seien. Bei den allermeisten Geräten der Unterhaltungselektronik etwa sind die Netzsicherungen träge, Verstärkerendstufen dagegen sind flink abgesichert. Conrad ist imho für Elektronik das, was ATU im Kfz-Bereich darstellt. Aber Hauptsache, das Ergebnis stimmt.
Viele Grüsse
Robert
mir leuchtet das nicht ein, denn es würde im Umkehrschluss bedeuten, dass elektronische Geräte grundsätzlich flink abgesichert seien. Bei den allermeisten Geräten der Unterhaltungselektronik etwa sind die Netzsicherungen träge, Verstärkerendstufen dagegen sind flink abgesichert. Conrad ist imho für Elektronik das, was ATU im Kfz-Bereich darstellt. Aber Hauptsache, das Ergebnis stimmt.
Viele Grüsse
Robert
'59 DS 19/'66 ID 19/'68 DS 21 Pallas/'71 SM /'71 SM in Arbeit/'84 Renault R4F6 in Arbeit/'96 Saab 900 CV/'98 BMW 1100 GS
Re: Sicherungen
Hallo,
Also, das mit flink und träge läßt sich nicht immer ganz so einfach sagen. Es kommt immer so ein bißchen drauf an, was man absichern will. Im alten Auto, wie der DS, hat man ein paar Schalter, wo am Ende dann eine Lampe, Motor oder so dranhängt. Da will man eher die Leitung absichern, z.B. falls es durch Durchscheuern einen Kurzschluß gibt, damit die Karre nicht abbrennt. Und Leitungen und Motoren sind ziemlich robust, die würden das problemlos überleben, wenn kurz ein hoher Strom durchfließt. Da sind träge Sicherungen gut. Die brennen dann auch nicht durch, wenn der Scheibenwischer-Motor beim Einschalten auch mal das 5fache des normalen Stroms zieht.
Aber alles, was Halbleiter hat, ist da anders: Ein Transistor oder Thyristor, der etwas schaltet, wird in ganz kurzer Zeit durchbrennen, wenn der Strom zu hoch ist. Da braucht es eine schnelle Sicherung, damit das Bauteil überlebt.
Da hat der Conrad-Mann schon recht, auch wenn's vielleicht etwas allgemein ist.
Das mit dem elektronischen Geräten, Robert, ist so eine Sache. Im Netzteil baut man eine träge Sicherung ein, weil die für das große Ganze ist, damit's nicht anfängt zu brennen z.B. Der Strom wird dann ja erstmal aufgeteilt. Da würde eine flinke Sicherung am Anfang im Netzteil gar keinen Sinn machen. Wenn man aber, wie Du schon richtig sagst, die Endstufe absichern will, hat man da ein, zwei, drei Halbleiter-Bauteile, die kann man dann wirklich einzeln mit einer flinken Sicherung absichern und erreicht damit, daß z.B. bei der Endstufe bei einer kurzzeitigen Überlastung die Endstufentransistoren nicht durchbrennen, sondern nur die Sicherung. Im Netzteil des Verstärkers eine flinke Sicherung ginge nicht, da ein Verstärker ja meistens zwei Endstufen (links und rechts) hat. Würde man z.B. nur den linken Kanal überlasten, brennt auch die flinke Sicherung nicht durch, weil der rechte Kanal eben nicht überlastet wird und der Summen-Strom zu klein bleibt. Da würde man dann eher zwei getrennte flinke Sicherungen zusätzlich in die Endstufen bauen.
In der DS wäre ein Ort für eine flinke Sicherung vielleicht die elektronische Zündung, sofern vorhanden. Da ist (wahrscheinlich) ein Transistor drin, der den Strom durch die Zündspule schaltet. Wenn der durch einen Kurzschluß viel zu hoch wird, brennt der Transistor sofort durch. Aber da könnten auch andere Schutzmaßnahmen als eine flinke Sicherung drin sein..
Ich hoffe, irgendjemand versteht, was ich meine. Grob gesagt ist das aber gar nicht soo verkehrt zu sagen: Komplizierte, moderne Elektronik: flinke Sicherung, einfache, konventionelle Elektrik: träge Sicherung.
Beste Grüße
Thomas
Also, das mit flink und träge läßt sich nicht immer ganz so einfach sagen. Es kommt immer so ein bißchen drauf an, was man absichern will. Im alten Auto, wie der DS, hat man ein paar Schalter, wo am Ende dann eine Lampe, Motor oder so dranhängt. Da will man eher die Leitung absichern, z.B. falls es durch Durchscheuern einen Kurzschluß gibt, damit die Karre nicht abbrennt. Und Leitungen und Motoren sind ziemlich robust, die würden das problemlos überleben, wenn kurz ein hoher Strom durchfließt. Da sind träge Sicherungen gut. Die brennen dann auch nicht durch, wenn der Scheibenwischer-Motor beim Einschalten auch mal das 5fache des normalen Stroms zieht.
Aber alles, was Halbleiter hat, ist da anders: Ein Transistor oder Thyristor, der etwas schaltet, wird in ganz kurzer Zeit durchbrennen, wenn der Strom zu hoch ist. Da braucht es eine schnelle Sicherung, damit das Bauteil überlebt.
Da hat der Conrad-Mann schon recht, auch wenn's vielleicht etwas allgemein ist.
Das mit dem elektronischen Geräten, Robert, ist so eine Sache. Im Netzteil baut man eine träge Sicherung ein, weil die für das große Ganze ist, damit's nicht anfängt zu brennen z.B. Der Strom wird dann ja erstmal aufgeteilt. Da würde eine flinke Sicherung am Anfang im Netzteil gar keinen Sinn machen. Wenn man aber, wie Du schon richtig sagst, die Endstufe absichern will, hat man da ein, zwei, drei Halbleiter-Bauteile, die kann man dann wirklich einzeln mit einer flinken Sicherung absichern und erreicht damit, daß z.B. bei der Endstufe bei einer kurzzeitigen Überlastung die Endstufentransistoren nicht durchbrennen, sondern nur die Sicherung. Im Netzteil des Verstärkers eine flinke Sicherung ginge nicht, da ein Verstärker ja meistens zwei Endstufen (links und rechts) hat. Würde man z.B. nur den linken Kanal überlasten, brennt auch die flinke Sicherung nicht durch, weil der rechte Kanal eben nicht überlastet wird und der Summen-Strom zu klein bleibt. Da würde man dann eher zwei getrennte flinke Sicherungen zusätzlich in die Endstufen bauen.
In der DS wäre ein Ort für eine flinke Sicherung vielleicht die elektronische Zündung, sofern vorhanden. Da ist (wahrscheinlich) ein Transistor drin, der den Strom durch die Zündspule schaltet. Wenn der durch einen Kurzschluß viel zu hoch wird, brennt der Transistor sofort durch. Aber da könnten auch andere Schutzmaßnahmen als eine flinke Sicherung drin sein..
Ich hoffe, irgendjemand versteht, was ich meine. Grob gesagt ist das aber gar nicht soo verkehrt zu sagen: Komplizierte, moderne Elektronik: flinke Sicherung, einfache, konventionelle Elektrik: träge Sicherung.
Beste Grüße
Thomas