Erfahrungen mit teuren DS

Hier kann nach Herzenslust abgeschweift werden.
Pit
Beiträge: 2899
Registriert: Fr 17. Jan 2003, 18:39

Erfahrungen mit teuren DS

Beitrag von Pit »

Hallo,
mich würde interessieren, wie denn die Erfahrungen mit teuren, fertig restaurierten DS sind. Sind die für die nächsten 10 bis 15 Jahre problemlos? Sind die dauerhaft dicht bei Motor, Getriebe und Hydraulik? Muss eine DS immer etwas tropfen oder geht es wirklich auch ganz ohne?
Ich bekomme meine nämlich nicht wirklich trocken.
Grüße,
pit
Gerhard Trosien
Beiträge: 1055
Registriert: Mi 5. Dez 2007, 07:04

Re: Erfahrungen mit teuren DS

Beitrag von Gerhard Trosien »

Ich kann von Erfahrung mit fertig restaurierten Autos nicht berichten, weil ich alles selber mache. Da ich mein derzeitiges Alltagsauto (DS20HA) seit fast 30 Jahren fahre, warte und repariere, kann ich trotzdem das eine oder andere beisteuern:
den Motor vollkommen dicht zu bekommen ist schwer (vllt sogar unmöglich??). Ich kenne keinen, der nicht ein wenig "schwitzt".
Das Getriebe sollte dicht sein, leichte Ölanhaftungen außen sind aber nicht außergewöhnlich.
Die Hydraulik muss dicht sein, außer am Vorratsbehälter (im Bereich Ansaugung/Verschluss) sollte es keine Undichtigkeiten geben.
Was diese Sache heute erschwert: es sind massenweise Dichttüllen auf dem Markt, die im Gegensatz zu den alten, originalen, zu schrumpfen scheinen. Man montiert, zieht nach ein paar Wochen nach, nach ein paar weiteren Wochen wieder, bis nichts mehr geht; man montiert eine neue Schrumpfdichtung, und das Spiel geht von vorn los. Hier hilft ein Zusatz von Quellmittel; mittlerweile gibt es mindesten 2 Produkte mit großem Preisunterschied; ich kenne nur das teure. Als ich wegen der immer wieder versagenden Leitungsdichtungen vor der Frage stand: abfackeln oder Hydraulik-Totalschaden riskieren, entschied ich mich für die Chance, das Auto nicht sicher zu verlieren und fahre seit nunmehr 5 oder 6 Jahren mit dem Zusatz, mit dem Erfolg, dass alle Verschraubungen dauerhaft dicht sind und die Lenkung wohl wegen der "Reparatur" innerer Leckagen auf einmal so richtig gut funktionierte. Ich denke, nach so langer Zeit kann ich davon ausgehen, dass der Quellmittelzusatz im LHM funktioniert und keinen Schaden anrichtet.
Nicht gefeit damit ist man natürlich gegen den Verschleiß der hinteren Federzylindermanschetten. Wenn's hier tropft, ist eine 45-Minuten-Fahrpause angesagt. Und mittlerweile gibt es diese Manschetten in einer Qualität, die man wieder so "leicht" wie früher montieren kann und die länger als ein 3/4 Jahr halten.
Benutzeravatar
maldini Verified
Beiträge: 3575
Registriert: Do 18. Mai 2006, 00:23

Re: Erfahrungen mit teuren DS

Beitrag von maldini Verified »

Hallo Gerhard,

von welchem Quellmittel sprichst Du, das Du seit 5 Jahren fährst?

Danke und Grüße!
Karl

PS: Pit, ich fahre meinen Wagen seit 1985 - ich kann mir schwer vorstellen, dass eine „totalsanierung“ länger als 8-10 Jahre vorhält - wenn der Wagen im Alltag bewegt wird.
Wenn man ihn nur trocken und nicht im Winter verwendet kann es vielleicht länger vorhalten? Wenn es nicht auf einen €uro ankommt, würde ich immer zu einem Originale anstatt zu einen „totalsanierten“ neigen ...
Benutzeravatar
Trax Verified
Beiträge: 932
Registriert: Fr 5. Dez 2008, 18:00

Re: Erfahrungen mit teuren DS

Beitrag von Trax Verified »

Hallo Gerhard,
welches Quellmittel das ist interesseiert mich auch. Falls Du es nicht öffentlich nennen möchtest gerne als PN.


Grüße
Thom
Die Beiträge von Trax stellen keine technische Empfehlung bzw Beratung oder/und Rechtsberatung dar.
In seinen Beiträgen beschreibt er nur wie Trax es machen oder nicht machen würde bzw wie Trax es meint oder nicht meint......
Ludovic Cruchot
Beiträge: 65
Registriert: Fr 3. Aug 2018, 10:22

Re: Erfahrungen mit teuren DS

Beitrag von Ludovic Cruchot »

Hallo,
dieses Quellmittel würde mich auch interessieren !
Gruß
Ulrich
DS 23 Pallas HA Bj.74 /Mercedes G-Klasse Bj.83/ Mercedes 190E Bj.84
Gerhard Trosien
Beiträge: 1055
Registriert: Mi 5. Dez 2007, 07:04

Re: Erfahrungen mit teuren DS

Beitrag von Gerhard Trosien »

Ich habe das Auto ganzjährig bewegt, also auch im Winter (was soll man bei Schnee und Eis fahren, wenn nicht ein D-Modell??). Das Salz auf den Straßen setzt dem Auto natürlich zu.
Große Sorgfalt beim Versiegeln von Karossereiereparaturen, die Verwendung von Korrosionsschutzfett und die Phosphatierung aller Teile - Reparaturbleche und die Umgebung, in welche diese eingefügt werden - schieben die Wiederholungsreparaturen weit in die Zukunft. So ist bei mir die Reparatur des linken hinteren Radhausen an dessen höchster Stelle schon fast 30 Jahre her, die Reparatur der Bodenränder ebenso, ohne dass ich noch einmal dran musste.
Trotzdem haben wir uns vergangenes Jahr ein billiges Spaßauto zugelegt, um Ente und DS nicht länger dem Salz aussetzen zu müssen. Übrigens ein Auto im Kombiformat mit Permament-Allradantrieb, damit wir bei Schnee im Winter nicht schlechter unterwegs sind, als mit dem D-Modell. Aus Togliatti.
Ludovic Cruchot
Beiträge: 65
Registriert: Fr 3. Aug 2018, 10:22

Re: Erfahrungen mit teuren DS

Beitrag von Ludovic Cruchot »

Da tippe ich mal auf Stalins Rache,also ein Lada Niva.Gutes Auto !
Um welches Quellmittel handelt es sich denn nun ,wir sind hier alle gespannt !
Gruß
Ulrich
DS 23 Pallas HA Bj.74 /Mercedes G-Klasse Bj.83/ Mercedes 190E Bj.84
aquablader
Beiträge: 1590
Registriert: So 7. Aug 2011, 11:55

Re: Erfahrungen mit teuren DS

Beitrag von aquablader »

Vermutlich LecWec oder Ölverlust-Stop von LiquiMoly.
Das sind beides probate Mittel bei alten Motoren und die Beschreibung passt genau zu der Erfahrung
von Gerhard. Ich hätte auch keine Angst, dieses Zeig auch präventiv zuzugeben, um Gummiteile weich
und geschmeidig zu halten. In der Anleitung dieser Mittel steht auch explizit die Verwendbarkeit in Hydraulik-
Systemen.

Eine DS komplett ölfrei zu bekommen, halte ich schlicht für unmöglich, wenn man sich die Konstruktionen
Lenkkopf, Abdichtung Kurbelwelle und Ablauf Kupplungszylinder/ Getriebehälse ansieht.
Aber wirklich auslaufen dürfen diese Autos nicht, und ab und zu mal ne Flasche Bremsenreiniger und Preßluft, dann baut sich erst gar keine Ölkruste auf.

Die Erfahrung mit teuren Fahrzeugen kann ich Dir auch nicht beschreiben, da ich ein gutes Fahrzeug gekauft habe und es immer weiter verbessere. Sieht man, wie viel Geld und vor allem Zeit eine komplette Fahrzeugrestaurierung kostet, sind die Preise i.H.v. 40000€ schnell erreicht. Aus den Erfahrungen hier im Club/ Forum wissen hier aber die meisten, daß dann meistens z. B. noch kein Schwingarmlager erneuert ist und viele einfache und wenig haltbare Teile verbaut wurden.

VG Ingo
Benutzeravatar
Robert Verified
Beiträge: 3586
Registriert: Mo 31. Jan 2005, 00:41

Re: Erfahrungen mit teuren DS

Beitrag von Robert Verified »

Liebe Gemeinde,

meine 21er ist ja jetzt seit 5 Jahren auf der Strasse und war bis vor kurzem wirklich trocken, aber jetzt habe ich genau die Probleme, von denen Gerhard schreibt: Reihenweise werden die im Zuge der Restauration erneuerten Hydraulikverbindungen undicht. Zum Glück habe ich sonst keine Probleme mit dem Auto, aber so ein Pipikram ist einfach ärgerlich. Ich bin bei allen Zusätzen zu den Betriebsstoffen extrem skeptisch, aber wenn LecWec die Lösung sein sollte, ist das eine Überlegung wert.

Viele Grüsse
Robert
'59 DS 19/'66 ID 19/'68 DS 21 Pallas/'71 SM /'71 SM in Arbeit/'84 Renault R4F6 in Arbeit/'96 Saab 900 CV/'98 BMW 1100 GS
Gerhard Trosien
Beiträge: 1055
Registriert: Mi 5. Dez 2007, 07:04

Re: Erfahrungen mit teuren DS

Beitrag von Gerhard Trosien »

aquablader hat's genannt...
Antworten