Vorderachse lose!
Vorderachse lose!
Liebe DSler,
ich habe gerade an den vorderen Federzylindern die Manschetten gewechselt und bei den Reinigungsarbeiten in diesem Areal gemerkt, dass eine der Schrauben, mit der die Achshälfte befestigt ist, so lose war, dass ich sie mit den Fingern drehen konnte. Etwas "alarmiert" habe ich im Handbuch das Anzugsdrehmoment rausgesucht und dann auch die anderen Schrauben kontrolliert.
Alle Schrauben waren viel zu lose! Ist das ein bekanntes Phänomen? Muss ich jetzt gleich bei meiner anderen Madame nachschauen?
Die DS mit den losen Schrauben steht schon fast 10 Jahre und ich baue sie gerade nach dem Lackieren wieder zusammen. Aber vor dem Auseinanderbauen vor 10 Jahren bin ich mit dem Wagen ein halbes Jahr gefahren, habe aber nichts von losen Schrauben an der Vorderachse gemerkt...
Grüße aus Leipzig, Michael
ich habe gerade an den vorderen Federzylindern die Manschetten gewechselt und bei den Reinigungsarbeiten in diesem Areal gemerkt, dass eine der Schrauben, mit der die Achshälfte befestigt ist, so lose war, dass ich sie mit den Fingern drehen konnte. Etwas "alarmiert" habe ich im Handbuch das Anzugsdrehmoment rausgesucht und dann auch die anderen Schrauben kontrolliert.
Alle Schrauben waren viel zu lose! Ist das ein bekanntes Phänomen? Muss ich jetzt gleich bei meiner anderen Madame nachschauen?
Die DS mit den losen Schrauben steht schon fast 10 Jahre und ich baue sie gerade nach dem Lackieren wieder zusammen. Aber vor dem Auseinanderbauen vor 10 Jahren bin ich mit dem Wagen ein halbes Jahr gefahren, habe aber nichts von losen Schrauben an der Vorderachse gemerkt...
Grüße aus Leipzig, Michael
1972 DS Cabrio (auf DSuper 5) in "Vert Absinth", 1973 DS 23 (HA) in "Bleu Delta"
Re: Vorderachse lose!
Hallo Michael,
hatte ich bei meiner DS auch vor 7 Jahren als ich sie neu hatte. Im Kreisverkehr bei schnellem Richtungswechsel gab es häufig ein "Tock" aus dem Motorraum. Ursache: Wie bei Dir!
Beim Überhlen der Schwingarmlager vor 2 jahren habe ich die Schrauben noch zusätzlich mit Loctite gesichert.
Gruß Thorsten
hatte ich bei meiner DS auch vor 7 Jahren als ich sie neu hatte. Im Kreisverkehr bei schnellem Richtungswechsel gab es häufig ein "Tock" aus dem Motorraum. Ursache: Wie bei Dir!
Beim Überhlen der Schwingarmlager vor 2 jahren habe ich die Schrauben noch zusätzlich mit Loctite gesichert.
Gruß Thorsten
D Super 5, Bj. '74, brun-scarabée aus Italien
-
sebastianklaus
- Beiträge: 1288
- Registriert: Sa 28. Okt 2006, 09:41
Re: Vorderachse lose!
Hallo,
ich habe 2 DS, die ich z.T. seit Jahrzehnten fahre, habe aber zum Glück noch keine losen Schrauben dort gehabt.
ABER:
ein Thema bezüglich der Befestigungspunkte der Schwingarmträger am Rahmen sind Anrisse in den Distanzhüsen, die in den Rahmen eingeschweißt sind und durch die die Schrauben der Besfestigungen gezogen werden. Das führt dann oft zu einem "Knarzen" bei Kurvenfahrt. Wir hatten dieses Thema schon öfter hier im Forum. Es ist ja nicht ausgeschlossen, dass das Lösen der Schrauben mit evt.dort vorhandenen Rissen in Zusammenhang steht.
Abhilfe:
Wenn die Schwingarrme sowieso abgebaut sind, würde ich diese Schweißnähte sehr sorgfältig prüfen (lassen) und ggf. die Schweißnähte ausfugen (bis der Riss weg ist !!) und dann komplett neu verschweißen. (Ich persönlich würde die Stelle auch noch vorwärmen, bevor ich mit dem Schweißen beginne). Ggf. würde ich das Fachleute (Schweißfachbetrieb, nicht Karosserieschweißer) machen lassen, weil das eine sicherheitsrelevante Sache ist: Das Ausfugen und die Rissprüfung (z.B. mit Farbeindringverfahren) ist m.E. eine Sache, mit der man sich auskennen sollte, wenn man so etwas an dieser Stelle macht.
Ok, ich bin Maschinenbauingenieur und vielleicht etwas pingelig diesbezüglich.
Viele Grüße
Sebastian
ich habe 2 DS, die ich z.T. seit Jahrzehnten fahre, habe aber zum Glück noch keine losen Schrauben dort gehabt.
ABER:
ein Thema bezüglich der Befestigungspunkte der Schwingarmträger am Rahmen sind Anrisse in den Distanzhüsen, die in den Rahmen eingeschweißt sind und durch die die Schrauben der Besfestigungen gezogen werden. Das führt dann oft zu einem "Knarzen" bei Kurvenfahrt. Wir hatten dieses Thema schon öfter hier im Forum. Es ist ja nicht ausgeschlossen, dass das Lösen der Schrauben mit evt.dort vorhandenen Rissen in Zusammenhang steht.
Abhilfe:
Wenn die Schwingarrme sowieso abgebaut sind, würde ich diese Schweißnähte sehr sorgfältig prüfen (lassen) und ggf. die Schweißnähte ausfugen (bis der Riss weg ist !!) und dann komplett neu verschweißen. (Ich persönlich würde die Stelle auch noch vorwärmen, bevor ich mit dem Schweißen beginne). Ggf. würde ich das Fachleute (Schweißfachbetrieb, nicht Karosserieschweißer) machen lassen, weil das eine sicherheitsrelevante Sache ist: Das Ausfugen und die Rissprüfung (z.B. mit Farbeindringverfahren) ist m.E. eine Sache, mit der man sich auskennen sollte, wenn man so etwas an dieser Stelle macht.
Ok, ich bin Maschinenbauingenieur und vielleicht etwas pingelig diesbezüglich.
Viele Grüße
Sebastian
Re: Vorderachse lose!
Hallo,
ergänzend zu den Ausführungen von Sebastian würde ich mir noch anschauen, ob denn das Befestigungsmaterial das korrekte ist. Aus meiner Erinnerung kommt zum Achsträger hin zunächst eine Unterlegscheibe und dann zum Schraubenkopf bzw. zur Mutter hin eine kräftige Zahnscheibe zur Sicherung. Hier ist meines Erachtens auch eine Fehlerquelle denkbar.
Denn dass alle Schrauben deutlich zu lose sind, ist schon seltsam.
Aber man sollte nicht ausser acht lassen, dass es eben auch nur 4 Befestigungspunkte sind, die das ganze halten und auf die seit mittlerweile immer deutlich über 40 Jahre ziemliche Kräfte einwirken. Das nicht unerhebliche Gewicht so einer kompletten Einheit kommt ja auch noch dazu.
Wobei es ja so ist, dass es drei Schrauben sind, die vierte Befestigung stellt ein ins Chassis eingeschweisster Gewindebolzen dar, auf den dann eine Mutter geschraubt wird. Da könnte man speziell gucken, ob sich an der Verschweissung des Bolzens Risse gebildet haben.
Von daher würde ich zunächst mal alle Schrauben/ die Mutter nachkontrollieren und korrekt verschrauben, was ja hier schon erfolgt ist. Eine Kontrolle würde ich dann mehrfach nach jeweils ein paar hundert Kilometern machen und dann wenn sich das lockern wieder einstellt unbedingt so vorgehen, wie es Sebastian beschrieb.
Denn normal ist das nicht, dass sich Schrauben/ Muttern "einfach so" lösen. Aber, wie gesagt, muss man natürlich das Alter, die häufig unbekannten früheren Nutzungsbedingungen und den ebenso häufig unbekannten absoluten Kilometerstand berücksichtigen.
Grüße
Alex
ergänzend zu den Ausführungen von Sebastian würde ich mir noch anschauen, ob denn das Befestigungsmaterial das korrekte ist. Aus meiner Erinnerung kommt zum Achsträger hin zunächst eine Unterlegscheibe und dann zum Schraubenkopf bzw. zur Mutter hin eine kräftige Zahnscheibe zur Sicherung. Hier ist meines Erachtens auch eine Fehlerquelle denkbar.
Denn dass alle Schrauben deutlich zu lose sind, ist schon seltsam.
Aber man sollte nicht ausser acht lassen, dass es eben auch nur 4 Befestigungspunkte sind, die das ganze halten und auf die seit mittlerweile immer deutlich über 40 Jahre ziemliche Kräfte einwirken. Das nicht unerhebliche Gewicht so einer kompletten Einheit kommt ja auch noch dazu.
Wobei es ja so ist, dass es drei Schrauben sind, die vierte Befestigung stellt ein ins Chassis eingeschweisster Gewindebolzen dar, auf den dann eine Mutter geschraubt wird. Da könnte man speziell gucken, ob sich an der Verschweissung des Bolzens Risse gebildet haben.
Von daher würde ich zunächst mal alle Schrauben/ die Mutter nachkontrollieren und korrekt verschrauben, was ja hier schon erfolgt ist. Eine Kontrolle würde ich dann mehrfach nach jeweils ein paar hundert Kilometern machen und dann wenn sich das lockern wieder einstellt unbedingt so vorgehen, wie es Sebastian beschrieb.
Denn normal ist das nicht, dass sich Schrauben/ Muttern "einfach so" lösen. Aber, wie gesagt, muss man natürlich das Alter, die häufig unbekannten früheren Nutzungsbedingungen und den ebenso häufig unbekannten absoluten Kilometerstand berücksichtigen.
Grüße
Alex
www.citroservice.de www.dellenspezi.de
Re: Vorderachse lose!
Wer kennt schon im Detail die Vorgeschichte seines Autos. Ich habe nach 2 Jahren beim Wechsel der Antriebswellen auch die Schrauben der Achsträger überprüft. Da war alles fest angezogen. Aber wer weiß, was in den 40 Jahren davor geschah?
D Super 5, Bj. '74, brun-scarabée aus Italien
Re: Vorderachse lose!
Hallo Sebastiansebastianklaus hat geschrieben: Hallo,
ich habe 2 DS, die ich z.T. seit Jahrzehnten fahre, habe aber zum Glück noch keine losen Schrauben dort gehabt.
ABER:
ein Thema bezüglich der Befestigungspunkte der Schwingarmträger am Rahmen sind Anrisse in den Distanzhüsen, die in den Rahmen eingeschweißt sind und durch die die Schrauben der Besfestigungen gezogen werden. Das führt dann oft zu einem "Knarzen" bei Kurvenfahrt. Wir hatten dieses Thema schon öfter hier im Forum. Es ist ja nicht ausgeschlossen, dass das Lösen der Schrauben mit evt.dort vorhandenen Rissen in Zusammenhang steht.
Abhilfe:
Wenn die Schwingarrme sowieso abgebaut sind, würde ich diese Schweißnähte sehr sorgfältig prüfen (lassen) und ggf. die Schweißnähte ausfugen (bis der Riss weg ist !!) und dann komplett neu verschweißen. (Ich persönlich würde die Stelle auch noch vorwärmen, bevor ich mit dem Schweißen beginne). Ggf. würde ich das Fachleute (Schweißfachbetrieb, nicht Karosserieschweißer) machen lassen, weil das eine sicherheitsrelevante Sache ist: Das Ausfugen und die Rissprüfung (z.B. mit Farbeindringverfahren) ist m.E. eine Sache, mit der man sich auskennen sollte, wenn man so etwas an dieser Stelle macht.
Ok, ich bin Maschinenbauingenieur und vielleicht etwas pingelig diesbezüglich.
Viele Grüße
Sebastian
Das knarzen bei Kurvenfahrten habe ich auch leider , habe hier aber noch nichts diesbezüglich gefunden . Wo wurde das Thema denn schon Mal angesprochen ?
Grüße , Jürgen
-
sebastianklaus
- Beiträge: 1288
- Registriert: Sa 28. Okt 2006, 09:41
Re: Vorderachse lose!
Hallo Jürgen,
ich habe mal mit der Suchfunktion ein bisschen gesucht, bin aber leider nicht fündig geworden. Vielleicht habe ich auch nicht das richtige Suchwort (ich hatte "Schwingarm, Schwingarmträger") eingegeben und hatte leider auch nicht so viel Zeit zum Suchen.
Aber wir hatten das Thema auf jeden Fall hier schon mehrfach im Forum.
Ist aber auch egal:
Die Risse treten entweder in der Schweißnaht zwischen den runden durchbohrten Metallplatten auf, die im Bereich der Befestigungslöcher in den Rahmen eingeschweißt sind oder unmittelbar daneben im Rahmenblech (der sog. Wärmeeinflusszone der Schweißnaht). Die Risse entstehen durch Schwingbeanspruchung, das ist eine Alterungserschienung, abhängig von der Qualität der Schweißnähte (die ist manchmal dort echt schlecht) und den Belastungen, die die Vorderachse in ihrem Leben gesehen hat. Das Phänomen scheint öfter vor zu kommen, offensichtlich insbesondere bei Wagen mit sehr hohen Laufleistungen.
Du kannst die verdächtigen Stellen (jedenfalls dort wo Du dran kommst) zumindest auf der Motorraumseite ja mal sauber putzen und mit einer Taschenlampe schauen, ob du kleine Anrisse siehst. Auf der Rahmenaußenseite sieht man natürlich nichts, weil der Schwingarmträger im Weg ist.
Wenn dort Risse sind, müsste das repariert werden (siehe oben).
Viele Grüße
Sebastian
ich habe mal mit der Suchfunktion ein bisschen gesucht, bin aber leider nicht fündig geworden. Vielleicht habe ich auch nicht das richtige Suchwort (ich hatte "Schwingarm, Schwingarmträger") eingegeben und hatte leider auch nicht so viel Zeit zum Suchen.
Aber wir hatten das Thema auf jeden Fall hier schon mehrfach im Forum.
Ist aber auch egal:
Die Risse treten entweder in der Schweißnaht zwischen den runden durchbohrten Metallplatten auf, die im Bereich der Befestigungslöcher in den Rahmen eingeschweißt sind oder unmittelbar daneben im Rahmenblech (der sog. Wärmeeinflusszone der Schweißnaht). Die Risse entstehen durch Schwingbeanspruchung, das ist eine Alterungserschienung, abhängig von der Qualität der Schweißnähte (die ist manchmal dort echt schlecht) und den Belastungen, die die Vorderachse in ihrem Leben gesehen hat. Das Phänomen scheint öfter vor zu kommen, offensichtlich insbesondere bei Wagen mit sehr hohen Laufleistungen.
Du kannst die verdächtigen Stellen (jedenfalls dort wo Du dran kommst) zumindest auf der Motorraumseite ja mal sauber putzen und mit einer Taschenlampe schauen, ob du kleine Anrisse siehst. Auf der Rahmenaußenseite sieht man natürlich nichts, weil der Schwingarmträger im Weg ist.
Wenn dort Risse sind, müsste das repariert werden (siehe oben).
Viele Grüße
Sebastian
Re: Vorderachse lose!
Hallo Sebastian
Danke für die Info , werde das so an meinem schrauber weitergeben , da ich selber davon keine Ahnung habe .
Hatte auch komischerweise bei der Suche hier nichts gefunden .
Grüße Jürgen
Danke für die Info , werde das so an meinem schrauber weitergeben , da ich selber davon keine Ahnung habe .
Hatte auch komischerweise bei der Suche hier nichts gefunden .
Grüße Jürgen
Re: Vorderachse lose!
01.05.2020
Guten Abend,
das Knacken bei Bewegung in Kurven, bzw. Wankbewegung stört mich ebenfalls sehr. Ich höre es hinten, ein Freund vermutet die Ursache vorne.
Meine Vermutung ist die Stütze mit der am Ende sitzenden Kugel der Federzylinderstange hinten. Geschmiert ist das Teil. Das Knacken bleibt. Kann die Ursache dort sein, weil das Ende nicht mehr Kugel, sondern eher einem Oval ähnelt?
Viele Grüße
KW
DS 23, HA, Bj. 73
Guten Abend,
das Knacken bei Bewegung in Kurven, bzw. Wankbewegung stört mich ebenfalls sehr. Ich höre es hinten, ein Freund vermutet die Ursache vorne.
Meine Vermutung ist die Stütze mit der am Ende sitzenden Kugel der Federzylinderstange hinten. Geschmiert ist das Teil. Das Knacken bleibt. Kann die Ursache dort sein, weil das Ende nicht mehr Kugel, sondern eher einem Oval ähnelt?
Viele Grüße
KW
DS 23, HA, Bj. 73
-
Andreas B. Verified
- Beiträge: 344
- Registriert: Do 2. Nov 2006, 19:11
Re: Vorderachse lose!
Hallo zusammen,
was Sebastian beschreibt war vor Jahren auch mal Thema in der HP.
Gruss Andreas
was Sebastian beschreibt war vor Jahren auch mal Thema in der HP.
Gruss Andreas
'65 ID 19, '75 Ami 8 Service