Schraubbare Stoßdämpfer in teilbaren Federkug

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rsa404
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Re: Schraubbare Stoßdämpfer in teilbaren Federkug

Beitrag von rsa404 »

Thomas Held hat geschrieben: Hallo Claude-Michel,

bei den geschweissten, kleineren Kugeln muss zum Erzielen der gleichen Federrate der Fuelldruck gegenueber den grossvolumigen geschraubten Kugeln erhoeht werden, um die gleiche Gasmenge einzubringen.
Da zum Hochhalten des Fahrzeugs aber jeweils die gleiche Kraft, also in den Zylindern und Kugeln der gleiche Druck benoetigt wird, unabhaengig davon, welche Kugelart mit welchem Fuelldruck verbaut ist, ist die Membranlage bei den geschweissten Kugeln nicht mehr 'mittig'.
Gruss

Tom
Aha, interessant. Vielleicht sollte ich noch kurz erwähnen, meine Erfahrungen beruhen ausnahmslos auf geschraubten Kugeln.

Ralf
DS 19, 29. Jan. 1958 - http://rsa-rgs.blogspot.de / AMI 8 Break Okt. 1976 / Renault Megane Grandtour TCe 140 EDC, 06.25, Titanium-Grau /BMW 2er Active Tourer 218i, 03.2025, Alpinweiß, adaptives Fahrwerk / Mini Cooper Cabrio, 03.2022 Chili Red, 7-Gang DKG
priusb78 Verified
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Re: Schraubbare Stoßdämpfer in teilbaren Federkug

Beitrag von priusb78 Verified »

Ich meine, in der aufgeschnittenen Kugel (ohne Druck) sieht man die Membran nur in ihrer Einbau-/Ruhelage.

Unter Druck, sprich Gas- und Öldruck sind im Gleichgewicht und gleich hoch, ist das Gas etwas komprimiert und die Membran liegt in etwa in der "Mittenlage", um beim Ein- und Ausfederen einen ähnlichen Weg bis zu Anschlag zur Verfügung zu haben.

Gruß Thorsten
D Super 5, Bj. '74, brun-scarabée aus Italien
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Thomas Held Verified
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Re: Schraubbare Stoßdämpfer in teilbaren Federkug

Beitrag von Thomas Held Verified »

priusb78 hat geschrieben: Ich meine, in der aufgeschnittenen Kugel (ohne Druck) sieht man die Membran nur in ihrer Einbau-/Ruhelage.
Hallo, Thorsten,

ja, ohne Druck liegt die Membran 'irgendwo', ausgebaut mit Fuelldruck liegt die Membran an der unteren Kugelwand an.
priusb78 hat geschrieben: Unter Druck, sprich Gas- und Öldruck sind im Gleichgewicht und gleich hoch, ist das Gas etwas komprimiert und die Membran liegt in etwa in der "Mittenlage", um beim Ein- und Ausfederen einen ähnlichen Weg bis zu Anschlag zur Verfügung zu haben.
Genau, "etwa" in der Mittellage kommt ja auch nach Ulrich Schwinns Betrachtungen raus und das ist ja auch das naheliegende Design-Ziel bei der Konstruktion einer solchen Federung. Aber der Federanschlag wird ja auch mechanisch durch die Schwingarmanschlaege begrenzt und ich denke, dass ist frueher als dass die Membran einer mit Nenndruck gefuellten Kugel an der Wand anschlaegt. Von daher ist ein Abweichen von der Mittellage (in Wirklichkeit ist die Membran ja eher 'Mexican Hat'-artig gefaltet) bei den geschweissten Kugeln wohl unkritisch.
Gruss

Tom
Gruß

Tom
priusb78 Verified
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Re: Schraubbare Stoßdämpfer in teilbaren Federkug

Beitrag von priusb78 Verified »

Hallo Tom,
Ja, sehe ich auch so, deshalb sollte auch die Höheneinstellung halbwegs passen, damit auch mechanisch ausreichend Weg bis zu den Endanschlägen bleibt.
Gruß Thorsten
D Super 5, Bj. '74, brun-scarabée aus Italien
M. Ferchaud
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Re: Schraubbare Stoßdämpfer in teilbaren Federkug

Beitrag von M. Ferchaud »

priusb78 hat geschrieben: Ich meine, in der aufgeschnittenen Kugel (ohne Druck) sieht man die Membran nur in ihrer Einbau-/Ruhelage.

Unter Druck, sprich Gas- und Öldruck sind im Gleichgewicht und gleich hoch, ist das Gas etwas komprimiert und die Membran liegt in etwa in der "Mittenlage", um beim Ein- und Ausfederen einen ähnlichen Weg bis zu Anschlag zur Verfügung zu haben.

Gruß Thorsten
Richtig. Und dass die Einbaulage der Membrane eine andere ist als die Tarierdruck-Lage (so nenne ich die Ruheposition bei gasbefüllter Kugel), hat vermutlich folgenden Grund:

Da die Membrane vor dem Schweißprozess in die Kugelglocke eingesetzt wird, muss sie einen gewissen Abstand von der Schweißstelle haben, um nicht während des Schweißprozesses beschädigt zu werden.

Da sie sich die überwiegende Zeit ihres "Lebens" in der Tarierdruck-Lage befindet, ist es naheliegend, sie tendenziell eher in Richtung dieser Lage zu formen, als in Richtung der Betriebs-Mittellage.

Viele Grüße
Henning
VJ
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Re: Schraubbare Stoßdämpfer in teilbaren Federkug

Beitrag von VJ »

Zum basteln.....[attachment 11939 IMG_0493.JPG]
Dateianhänge
IMG_0493.JPG
ACCM Alex
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Re: Schraubbare Stoßdämpfer in teilbaren Federkug

Beitrag von ACCM Alex »

VJ hat geschrieben: Zum basteln.....[attachment 11939 IMG_0493.JPG]
Hallo Vlado,

schönes Foto ;-)

Würdest Du davon auch etwas verkaufen? Ich bräuchte aktuell konkret zwei Stoßdämpfer für Limousine hinten und einiges an verschiedenen Plättchen zur "experimentellen Abstimmung" sozusagen.

Grüße

Alex
www.citroservice.de www.dellenspezi.de
VJ
Beiträge: 639
Registriert: Do 26. Jul 2007, 18:30

Re: Schraubbare Stoßdämpfer in teilbaren Federkug

Beitrag von VJ »

Kannste haben, aber erst ab Montag .

Gruß
Vlado
1956-1969
Beiträge: 241
Registriert: Mi 2. Jan 2013, 12:13

Re: Schraubbare Stoßdämpfer in teilbaren Federkug

Beitrag von 1956-1969 »

Laufe ich letztes Wochenende bei schönsten Wetter auf dem schönen Treffen am Lac de Madine rum und treffe zufällig Vlado. Der weist mich drauf hin, dass es im Forum mal wieder um Federkugeln geht. Und erzählte von Plättchen...
So diskret zum Lesen des Artikels aufgefordert- nach längerer Forumsabstinenz-, finde ich diese Grätsche in meine Richtung,:

rsa404:
„...Berechnungen mögen....korrekt sein.
Allerdings sind hierbei tatsächliche Faktoren von Gewichtsverteilung und Hebelgesetzen aufgrund der Fahrwerkskonstruktion und Geometrie nicht berücksichtigt worden.“
Bezugnehmend auf einen uralten Artikel von mir über Hydraulik an DS.

Was für eine dreiste Unverschämtheit, mir zu unterstellen, ich hätte Geometrie und/oder Hebelgesetze ignoriert. Dabei ist beides die Basis bzw das Zentrum des Artikels.


Was ist das Motiv?
Ralf, ist es für dich unerträglich, wenn ich sage, dass ein ROTER nach Wechsel aller Dichtungen sich exakt wie ein GRÜNER benimmt? Ist es verachtenswert, wenn ich das als Resultat meiner Erfahrungen einfach nur feststelle? Oder was verschafft mir die „Ehre“?

Was weiter unten, auch von rsa404:
„Wir hatten hier vom gleichen Autor auch schon Aussagen bezüglich der Viskosität von LHS und LHM.
Ich ....bin da zu komplett anderen Ergebnissen gekommen.“
Schön, aber da gibt es ja auch die umfangreichen Versuche von Ekki hier im Forum und Angaben der Hersteller. Und du sagst ja nur „andere“, aber nicht WELCHE Ergebnisse....Also egal.

Und was ist gegen die „10% dazu“ von Ulf zu sagen? Nichts, was dagegen spricht. Denn die 10% ändern die Verhältnisse kaum, man kommt nach einiger Zeit eh am fabrikmäßig gewählten Anfangszustand vorbei und hat im Endeffekt eine ohne Nachteile erkaufte verlängerte Nutzungsdauer. So what!

Pardon für diesen Einschub über die „rot-grüne Brühe“. Fand ich aber zu meinem Schutz nötig in diesem feinen Forum.

Uli
M. Ferchaud
Beiträge: 2152
Registriert: Mi 13. Jan 2010, 21:45

Re: Schraubbare Stoßdämpfer in teilbaren Federkug

Beitrag von M. Ferchaud »

rsa404 hat geschrieben:
Vielleicht erinnere ich mich aber auch nicht richtig, und wir hatten den Druck um mehr als 10% erhöht.

Dann scheint es auf jeden Fall so zu sein, dass die Berechnungen von U. Schwinn doch korrekt sind und mich meine Erinnerung getäuscht hat!

Ralf
Hallo Uli,

Ralf hatte ja bereits seinen möglichen Irrtum eingeräumt...

Ist alles nicht ganz so schlimm.

Liebe Grüße
Henning
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