Verstärkungsbleche
Re: Verstärkungsbleche
Hallo
Systematische, reproduzierbare Crash Tests kamen erst Ende der 50'er und ich denke hier gibt es keine Alternativen Fakten, die Ehre gehört tatsächlich Mercedes.
Dabei ging es zunächst immer um Frontalaufpralle und Überschläge. Der Seitenaufprall kam erst später.
Der obige Film ist ja auch aus den 70ern.
Insofern denke ich nicht, dass diese Bleche für die passive Sicherheit waren. Zumal sie an der Stelle auch nicht viel dafür ausrichten können.
Gruß
Andreas
Systematische, reproduzierbare Crash Tests kamen erst Ende der 50'er und ich denke hier gibt es keine Alternativen Fakten, die Ehre gehört tatsächlich Mercedes.
Dabei ging es zunächst immer um Frontalaufpralle und Überschläge. Der Seitenaufprall kam erst später.
Der obige Film ist ja auch aus den 70ern.
Insofern denke ich nicht, dass diese Bleche für die passive Sicherheit waren. Zumal sie an der Stelle auch nicht viel dafür ausrichten können.
Gruß
Andreas
Re: Verstärkungsbleche
Hallo,
irgendwie seht Ihr das alle nicht französisch genug bzw. bedenkt nicht den Hersteller. Achtung, jetzt kommt gefährliches Halbwissen
!
Irgendwann Anfang der 60er Jahre wurde in den verwinkelten Kellern der Fabrik am Quai de Javel in Paris mal wieder richtig aufgeräumt. Da hatte sich schließlich seit 1919 ziemlich viel Zeug angesammelt. Dabei stieß man unter anderem auf eine größere Menge (echte Experten sprechen von einigen 1000 Stück...) dieser seltsamen länglichen Bleche, um die es hier geht. Diese wurden ursprünglich im Schweller des Traction als senkrechtes Verstärkungsblech verwendet. Tja, was sollte man nun damit anfangen? Verschrotten, einschmelzen...? Nun, einem findigen Verantwortlichem im Bereich Karosserie für die DS-Produktion kam die Idee, diese Bleche an genau diesen Stellen zu verbauen, die wir heute kennen. Gleichzeitig begann man damit, aus Blechresten neue von diesen Blechen zu fertigen um ab diesem Zeitpunkt jedes D-Modell mit diesen Blechen auszustatten. Warum? Ganz einfach:
Man konnte mit dieser Maßnahme einen wunderbaren potentiellen Rostherd schaffen und damit den Absatz der in diesem Bereich passenden Reparaturbleche über Jahrzehnte sicherstellen...
Und noch heute leben einige der üblichen Verdächtigen davon ganz gut.
So, jetzt wisst Ihr Bescheid.
Grüße
Alex
irgendwie seht Ihr das alle nicht französisch genug bzw. bedenkt nicht den Hersteller. Achtung, jetzt kommt gefährliches Halbwissen
Irgendwann Anfang der 60er Jahre wurde in den verwinkelten Kellern der Fabrik am Quai de Javel in Paris mal wieder richtig aufgeräumt. Da hatte sich schließlich seit 1919 ziemlich viel Zeug angesammelt. Dabei stieß man unter anderem auf eine größere Menge (echte Experten sprechen von einigen 1000 Stück...) dieser seltsamen länglichen Bleche, um die es hier geht. Diese wurden ursprünglich im Schweller des Traction als senkrechtes Verstärkungsblech verwendet. Tja, was sollte man nun damit anfangen? Verschrotten, einschmelzen...? Nun, einem findigen Verantwortlichem im Bereich Karosserie für die DS-Produktion kam die Idee, diese Bleche an genau diesen Stellen zu verbauen, die wir heute kennen. Gleichzeitig begann man damit, aus Blechresten neue von diesen Blechen zu fertigen um ab diesem Zeitpunkt jedes D-Modell mit diesen Blechen auszustatten. Warum? Ganz einfach:
Man konnte mit dieser Maßnahme einen wunderbaren potentiellen Rostherd schaffen und damit den Absatz der in diesem Bereich passenden Reparaturbleche über Jahrzehnte sicherstellen...
So, jetzt wisst Ihr Bescheid.
Grüße
Alex
www.citroservice.de www.dellenspezi.de
Re: Verstärkungsbleche
Geplante Obsoleszenz. War die denn damals überhaupt schon erfunden?

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Jint Nijman Verified
- Beiträge: 2069
- Registriert: Fr 14. Feb 2003, 23:11
Re: Verstärkungsbleche
[quote=...hannes]
Geplante Obsoleszenz. War die denn damals überhaupt schon erfunden?
[/quote]
Ich hätte jetzt fast eine Antwort von "rsa404" erwartet mit der Aussage das einen "vermeintlichen Fan" zu wissen hat, das Citroën natuerlich auch die "geplante Obsoleszens" erfunden hat...
Geplante Obsoleszenz. War die denn damals überhaupt schon erfunden?
Ich hätte jetzt fast eine Antwort von "rsa404" erwartet mit der Aussage das einen "vermeintlichen Fan" zu wissen hat, das Citroën natuerlich auch die "geplante Obsoleszens" erfunden hat...
Jint
www.citroen-ds-id.com
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Jint Nijman Verified
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- Registriert: Fr 14. Feb 2003, 23:11
Re: Verstärkungsbleche
Ich habe mal versucht die Konturen vom diskutierten Blech im Bild hierunten anzugeben, siehe die rote Linien.anieder hat geschrieben: Verstärkungsbleche im hinteren Bereich des Längsträgers klingen nicht sehr logisch als Maßnahme für die Verbesserung des Frontalcrash Verhaltens.
[attachment 11450 Verstaerkungsblech.jpg]
Genau. Das Citroën (bereits viel frueher) den Traction von eine Klippe herunter gefahren hat war mir durchaus bekannt. Aber als Crashtest im heutigen Sinne wuerde ich das nicht bezeichnen.anieder hat geschrieben: Systematische, reproduzierbare Crash Tests kamen erst Ende der 50'er und ich denke hier gibt es keine Alternativen Fakten, die Ehre gehört tatsächlich Mercedes. Dabei ging es zunächst immer um Frontalaufpralle und Überschläge. Der Seitenaufprall kam erst später.
Diese Gedanke schliesse ich mich an.anieder hat geschrieben: Insofern denke ich nicht, dass diese Bleche für die passive Sicherheit waren. Zumal sie an der Stelle auch nicht viel dafür ausrichten können.
Die DS/ID wurden in september 1962 wegen der neue Front ploetzlich, mit gleicher Motorleistung, 10 km/h schneller. Ich denke wir sollten die notwendigkeit diese Verstaerkungsbleche eher dort suchen, eventuell noch zusammen mit der damals neue Aussparung fuer den Hauptschalldaempfer.
Jint
www.citroen-ds-id.com
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buntspecht
- Beiträge: 129
- Registriert: Mi 7. Sep 2011, 23:32
Re: Verstärkungsbleche
Hallo zusammen.
Diese Bleche bewirken unfalltechnisch wenig, sind aber aufgrund des langen Radstands hilfreich wenn man z.B. an einer Garagenausfahrt oder Randstein unten am Schweller hängen bleibt, dann ist nicht gleich eine Delle drin oder gar ein Loch reingedrückt. Wenn man das im Querschnitt betrachtet ist das mit der Dopplung der tiefste Punkt da das Bodenblech sich zur Mitte hin nach oben wölbt.
Zudem stabilisiert es bei unsachgemäßem Hochbocken die Schweller weil leihenhafte Mechaniker immer wieder am Werk waren...
Grüße
Goran
Diese Bleche bewirken unfalltechnisch wenig, sind aber aufgrund des langen Radstands hilfreich wenn man z.B. an einer Garagenausfahrt oder Randstein unten am Schweller hängen bleibt, dann ist nicht gleich eine Delle drin oder gar ein Loch reingedrückt. Wenn man das im Querschnitt betrachtet ist das mit der Dopplung der tiefste Punkt da das Bodenblech sich zur Mitte hin nach oben wölbt.
Zudem stabilisiert es bei unsachgemäßem Hochbocken die Schweller weil leihenhafte Mechaniker immer wieder am Werk waren...
Grüße
Goran
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M. Ferchaud
- Beiträge: 2152
- Registriert: Mi 13. Jan 2010, 21:45
Re: Verstärkungsbleche
Im Vergleich eines mit diesen Verstärkungsblechen ausgestatteten späteren D-Modells sind die Bodenbleche bei den älteren Fahrzeugen ohne die Dopplung deutlich instabiler. Bei halbautomatischen Göttinnen wirkt sogar das Tragblech des Bremsbelags im vorderen Fahrerfußraum aussteifend.
So werfe ich nun einmal die These in den Raum, dass man die Bleche zur Unterdrückung von Resonanzen und Eigenschwingung der Bodenbleche eingesetzt haben könnte. Die innen aufgebrachten Bitumenschichten waren dazu nur teilweise in der Lage.
Möglicherweise wurden die Bleche auch aufgrund von Erfahrungen aus den zahlreichen Rallyeeinsätzen eingeführt, bei denen die Fahrzeuge extremen Belastungen ausgesetzt waren.
Grüße
Henning
So werfe ich nun einmal die These in den Raum, dass man die Bleche zur Unterdrückung von Resonanzen und Eigenschwingung der Bodenbleche eingesetzt haben könnte. Die innen aufgebrachten Bitumenschichten waren dazu nur teilweise in der Lage.
Möglicherweise wurden die Bleche auch aufgrund von Erfahrungen aus den zahlreichen Rallyeeinsätzen eingeführt, bei denen die Fahrzeuge extremen Belastungen ausgesetzt waren.
Grüße
Henning
Re: Verstärkungsbleche
Eine Funktion haben sie auf jeden Fall. Das Bodenblech könnte nie so gut durchrosten, eben genau unter dieser "Versteifung" mit seine kleinen Aufbiegungen zur Spritzwasserunterkriechung.
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M. Ferchaud
- Beiträge: 2152
- Registriert: Mi 13. Jan 2010, 21:45
Re: Verstärkungsbleche
...wurde schon geschrieben...