Berta Benz

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maldini Verified
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Re: Berta Benz

Beitrag von maldini Verified »

Hallo Kollegen,

abseits gesellschaftlicher Fragestellungen ;-))

Nach meinen Informationen sind schon die aktuellen Akkupacks problemlos und sehr langlebig. In den entsprechenden Foren wird eindeutig der Kauf der Akkus den Leasingkonzepten von Akkus vorgezogen und empfohlen..
zudem - Wenn man den entsprechenden Informationen trauen kann, steht die Akkutechnologie (wie immer) vor einem entscheidendem Durchbruch.
Stichwort doppelte Energiedichte bei einem Drittel der Kosten.

...

Ich komme aber mal wieder auf die DSIdee zurück.



Ich stell mal ein paar Uberlegungen/Thesen vor:

1.) Vor dem Hintergrund, dass in dem Akkuthema technisch eine steile Verbesserungsoption steckt, würde ich z.B. die verbaute Akkumenge/das verbaute Akkuvolumen begrenzen - und zuerst einmal eine begrenzte Reichweite akzeptieren.

2.) Diese steile Optimierungskurve ist bei der Elektromotorenkonstruktion nicht zwingend zu erwarten. Jedenfalls sind wohl auch derzeit schon sehr gute und extrem haltbare Motoren auf dem Markt.
Die dahinterliegende Überlegung. Bei einer elektrischen Transformation einer ID (der dann als Generationenfahrzeug betrieben werden kann) ist die Motorenseite vermutlich auch in 50 Jahren noch "up to Date" - die heutigen Akkus sicher nicht. Also muss die konstuktive "Motorenseite" richtig gut werden ...

3.) Dieser Grundüberlegung folgend würde ich - wenn ich heute starten würde - die Akkus nur im Bereich des entfernten Tanks einbauen. Damit würde keine konstruktive, weitere Änderungen einhergehen. (obwohl sich der Raum des vorderen Hauptschalldämpfers/Fundament der Vordersitze sich für einen zweiten identischen Akkupack (und eine verdoppelung der Reichweite) anbieten würde. Somit würden alle "Umbauten", bei der aktuellen Überlegung meinerseits, vom Prinzip rückbaubar ausgeführt werden. Das bedeutet auch: Ich würde keine Akkus unter die Motorhaube (an die Stelle des Motors) konstruieren - wie es bei fast allen aktuellen Konstruktionen aber gemacht wird. Ich finde das sehr unelegant.

4.) Die in Frage kommenden Elektromotoren sind ab einer gewissen Leistungsklasse flüssigkeitsgekühlt. Ich finde die Idee eigentlich sehr charmant den aktuell verbauten Kühler zu nutzen. Was meint Ihr?

6.) Getriebe oder nicht? Moderne E-Autos haben selbstverständlich kein Getriebe - der Motor sitzt quasi auf dem Differenzial. Ich würde allerdings auf ein Getriebe nicht verzichten wollen, um weiter einen "Schaltwagen" zu haben. Der Vorteil liegt auch in der Option einen schwächere, leichteren Motor zu wählen, der zwar nicht die Spitzenleistung des DS Motors realisiert - aber von der ersten Umdrehung an das maximale Drehmoment der DS Motor liefert.
z.B. Dieser hier Der Motor hat einen ähnliche Drehzahlrahmen und eine identisches Drehmoment.
Frage an die Elektroexperten - was haltet Ihr von diesem Motor, der nur einen Bruchteil der "normalen" Elektromotoren wiegt. (die wie lackierte Mülltonnen aussehen) Dieser Motor ist nur ca. 20 cm tief und hat einen Durchmesser von knapp 30cm (also wie die Getriebeglocke!) und wiegt lediglich 20Kg. Er könnte einfach an das Getriebe angeflanscht werden.

so - das wär es für den Moment

;-))

Grüße an Euch!
Karl

PS: was haltet Ihr von der Idee die Diskussion auf einen Blog auszulagern?
ssiegert Verified
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Re: Berta Benz

Beitrag von ssiegert Verified »

Hallo Karl,
vielleicht kannst Du einen Wasserstoffhersteller für ein Pilotprojekt "Umrüstung" gewinnen? Statt des jetztigen Tanks einen Wasserstofftank und e-Motor und Brenstoffzelle (wie groß ist die eigentlich; muß ich mal suchen; habe ich mir ehrlicherweise noch nicht angeschaut.) in den Motorraum. e-Motor an das Getriebe anflanschen und der gesamte Antriebstrang ist geregelt.
Das wäre dann die Lösung, in der alle umweltfreundlichen Energiearten eine Wasserstoffproduktion danebengestellt bekommen und dann fahren irgentwie geartete Tankwagen durch die Gegend. Wir tanken dann halt bei Linde oder so. Nix Verkabelei von Deutschland, die eh niemand vor seinem Haus haben will. Heißen alle "St Florian" oder so. Und eh jetzt der oder die Florians loslegen: Ihr seid nicht gemeint. :-)
Die Scheibenwischerindustrie wird sich auch freuen, wenn nur noch Wasser hinten rausläuft. Baoh, die nassen Straßen dauernd...
Viele Grüße
Sebastian
1973 DS 23 Break in Bleue Delta; 1975 Dyane 6 Orange; 1990 BX 16 TGI Break, Vert Triton; 1990 BX 19 4WD Break, Gris Meteore; 1991 BX 19 GTI 4x4 Silber; 1991 BX 16 Image; 2016 C5 Tourer Selection 150 S&S Dunkelgrau
priusb78 Verified
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Re: Berta Benz

Beitrag von priusb78 Verified »

Der aktuelle Entwicklungsstand des Brennstoffzellenantriebs von Daimler passt in den gleichen Bauraum wie die aktuellen Dieselantriebsstränge. Der Toyota Mirai hat auch normale PKW-Dimensionen...
Gruß Thorsten
D Super 5, Bj. '74, brun-scarabée aus Italien
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Robert Verified
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Re: Berta Benz

Beitrag von Robert Verified »

Hallo Karl,

zu Punkt 6: Soweit ich es verstehe, sind auch leistungsstarke Motoren hinreichend kompakt, sodass man angesichts des Platzes im DS-Motorraum da doch keine Kompromisse eingehen muss. Was das Getriebe angeht, besteht für mich ein Teil des Charmes eines E-Autos gerade im Nicht-Schalten (aber ich bin auch im richtigen Leben Automatikfreund). Citroën hat uns ja mit der bvh das Schalten schon soweit es geht erleichtern wollen, und ein Wegfall des Getriebes bei E-Antrieb wäre sicher im Sinne des Erfinders. Ich könnte mir ausserden vorstellen, dass ein zwischengeschaltetes Getriebe einer maximal effizienten Rekuperation im Weg stehen könnte.

Viele Grüsse
Robert
'59 DS 19/'66 ID 19/'68 DS 21 Pallas/'71 SM /'71 SM in Arbeit/'84 Renault R4F6 in Arbeit/'96 Saab 900 CV/'98 BMW 1100 GS
ssiegert Verified
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Re: Berta Benz

Beitrag von ssiegert Verified »

Hallo Robert,
Ja, ein Getriebe braucht ein e-Auto nicht, aber wenn man das rauswerfen will, müssen dann nicht neue Antriebswellen und Bremsen entwickelt, gebaut und zugelassen werden? Irgentwie muß die Kraft ja an die Räder. Oder das Getriebe wird quasi entkernt und nur das Kegel/Tellerrad bleibt? e-Motor an das vorhandene Getriebe könnte der bequemere und auch aus Zulassungsgesichtspunkten einfachere Weg sein.
Ist natürlich ein Kompromiß, der nicht das volle Potential rausholt. Gewicht und Übersetzungen des Getriebes. Bei der Holländischen DS schreiben sie, daß normalerweise nur im 4. Gang gefahren wird und 2./3. Gang nur am Berg benutzt werden. (Haben die Berge?)
Mein Sohn hat von einem Lada Niva mit e-Motor erzählt, bei dem das 5 Gang Getriebe entfernt wurde und nur das Verteiler getriebe (Untersetzung u.s.w.) geblieben ist, aber im Grunde gleiche Vorgehensweise.
Auch für größere Umbauserien (z.B. alle VW Polos mit Diesel) würde ich so vorgehen.
Viele Grüße
Sebastian, der heute erstmal wieder die Ventile einstellt.
1973 DS 23 Break in Bleue Delta; 1975 Dyane 6 Orange; 1990 BX 16 TGI Break, Vert Triton; 1990 BX 19 4WD Break, Gris Meteore; 1991 BX 19 GTI 4x4 Silber; 1991 BX 16 Image; 2016 C5 Tourer Selection 150 S&S Dunkelgrau
priusb78 Verified
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Re: Berta Benz

Beitrag von priusb78 Verified »

Ich bin mal eine Zeit den umgebauten Fiat 500 von Karabag gefahren. Der hatte noch das Originalgetriebe drin, nutze aber nur den 4. und den Rückwärtsgang. Hat eigentlich gut funktioniert.

Bei einem Umbau einer schweren Kiste wie der DS würde ich versuchen, einen "angemessen" Motor einzubauen, also 100 KW sollten es mind. sein, besser 150.

Btw: In Holland braucht man den 2. Gang um den Wohnwagen die steilen Deiche hoch zu ziehen ;-)

Gruß Thorsten
D Super 5, Bj. '74, brun-scarabée aus Italien
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maldini Verified
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Re: Berta Benz

Beitrag von maldini Verified »

hallo zusammen,

meine Überlegungen gehen in folgende Richtung.

So ein Verbrennungsmotor stemmt ja nicht bei jeder Drehzahl das gleiche Drehmoment - und realisiert auch nur bei maximaler Drehzahl seine maximale Leistung. z.B. 104PS bei 5000u/min. .. bei 2500u/min. leistet er vielleich 30/40 PS..

Wenn ich jetzt einen z.B. 35PS leistenden Elektromotor (der aber das maximalen Drehmoment eines Verbrenner bei jeder Drehzah leistet) mit einen Schaltgetriebe kombiniere, sollte der Wagen recht gut fahren.
rollen .. aber nicht rasen :-))
Wenn man einen zu leistunsfähigen Elektromotor an das Getriebe flanscht, sind die Kräfte vermutich zu verschleissfördernd, da wesentlich höhere kräfte walten. Die Drehmomente dieser Motoren sind gigantisch!

Bei einem derartigen Vorgehen könnte man vielleicht sogar bei 48Volt Betriebsspannung bleiben und der Umbau würde deutlich einfacher - und die Spannungen sind nicht mehr tödlich...

was sagt ihr?

:-))

Grüsse an Euch!
karl
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hgk Verified
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Re: Berta Benz

Beitrag von hgk Verified »

Moin,

auch 48 V können tödlich sein.
Also kann man auch zugunsten kleinerer Kabelquerschnitte auf der höheren Spannungsebene bleiben.

Ansonsten besser "reisen statt rasen", 30 - 40 kW reichen ...
MsG
Hans

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maldini Verified
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Re: Berta Benz

Beitrag von maldini Verified »

Hallo Hans,

was hälltst Du dann von diesem Motor?

Ashwoods ELMO - D144

Peak Torque @ 800Arms = 130 Nm
Voltage = 72 V
Peak Power = 35 kW
Max Speed = 5000 rpm
Peak Efficiency = > 90%
Weight (motor) = 19 kg

den kannst du hinter die Getriebeglocke verstecken ...
und da bald kaufen..
Der hat fast die Motorcharakteristik des DS Motors, was Drehzahl und - moment angeht, hat nur weniger PS.

Grüße an Dich!
Karl
ssiegert Verified
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Re: Berta Benz

Beitrag von ssiegert Verified »

Anfang des Jahres habe ich mal in einem Tesla Model S90 gesessen und die Papiere durchsehen können: Nennleistung 66Kw. Das hat mich überrrascht, aber ich kenne mich eben mit e-Motoren auch nicht aus. Der Tesla fährt auf jeden Fall ...verdammt schnell, wenn man nicht gerade weit fahren will. :-)

19kg Gewicht? Di bringe ich einen DX4 zum Frank. Der wiegt definitv mehr. Kriege ich alleine nicht in meinen Break.

Ventile stimmen wieder; Dichtungen an der 3. und 4. Zündkerze waren undicht und die Kerzen standen im Öl. Also auch wenn nur 2 Ventile einzustellen waren, war die Öffnung notwendig. Dann ist das Kohleding in der Mitte der Verteilerkappe abgebrochen. Keine Ahnung warum. Erstmal die alte Kappe aus dem Keller geholt und weil man in den Beinen hat, was nicht im Kopf ist, gleich nochmal nach dem Finger gelaufen. Jetzt geht er wieder. Und all diese Arbeiten werden wir nicht mehr machen müssen, wenn der e-Motor drin ist. Der 1-2-3 Verteiler hat mir ja vor Jahren die Einstellung des U-Kontaktes abgenommen und vermisse zumindest diese Tätigkeit kein bißchen... :-)

Schönen Sonntag allerseits und bitte fleißig weiterschreiben.
Ist ein klasse Thema.

viele Grüße
Sebastian
1973 DS 23 Break in Bleue Delta; 1975 Dyane 6 Orange; 1990 BX 16 TGI Break, Vert Triton; 1990 BX 19 4WD Break, Gris Meteore; 1991 BX 19 GTI 4x4 Silber; 1991 BX 16 Image; 2016 C5 Tourer Selection 150 S&S Dunkelgrau
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