Und dann wache ich in Pisa um halb drei Uhr Nachts auf und denke, dass Geräusch von draußen klingt wie jemand, der meine ID ausräumt. Brille auf und ab zum Fenster. Die ID steht direkt vor dem Fenster und so schaue ich aus dem ersten Stock runter zum Wagen. Die hintere Tür ist auf und ein Typ hat die Rückbank ausgebaut. Ruhig räumt er so den Kofferraum aus. Nach zwei Sekunden habe ich dann auch verstanden, dass es kein Traum ist. Ich schreie das Arschloch an und renne die Treppe runter. Natürlich ist er nicht blöd und weg. Die vordere Tür ist nicht mehr abgeschlossen und die Haube entriegelt - er wollte wohl den Kofferraum damit öffnen. Zum Glück sind keine Schäden zu finden; das Schloss ist heile und die Scheiben nicht eingeschlagen. Ich bin absolut sicher, dass wir abgeschlossen hatten. Ich hatte das unabhängig von meiner Frau kontrolliert. Somit musste ich nur die Rückbank wieder einbauen und den Wein einladen. Schwein gehabt.
Am nächsten Morgen haben wir die ID in einer bewachten Garage abgestellt. Dafür wurde dann in der Nacht ein anderes Fahrzeug aufgebrochen: die hintere Schreibe wurde eingeschlagen und der Vogel ging mit einem Rucksack locker die Straße entlang. Wieder eine schlecht geschlafene Nacht.
Das zum ersten Vorurteil.
Das Zweite betrifft den Führerschein in Italien. Man scheint ihn zu bekommen, wenn man den linken Arm aus dem Fenster halten kann und weiß, dass es Vollgas gibt. Der Rest kommt von alleine, oder auch nicht
Sonst war es ein richtig netter Urlaub. Zum Schluss ging es über die Alpen (Stilfser Joch, 2757 Meter) zurück in den Regen...
Grüße aus irgendwo in Bayern
Ralph