Dauerstress mit der 59er ID19

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oliverf
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Re: Dauerstress mit der 59er ID19

Beitrag von oliverf »

Hallo Trax,

7 Bar Kompression ist nicht gerade überragend!
Angesichts deiner geschilderten Historie würde ich den Vergaser nicht aussen vor lassen. Kontrolle von Schwimmer und Schwimmernadel und Schwimmerstand würde ich unbedingt vornehmen! Wäre nicht das erste Mal, dass ein Solex-Schwimmer ersoffen ist, oder ein Stück Dreck die Schwimmernadel blockiert. Verrußte Kerzen lassen etas in der Richtung vermuten.

viel Erfolg bei der Fehlersuche!

Gruß

oliverf
anieder Verified
Beiträge: 3287
Registriert: Fr 22. Mär 2013, 12:39

Re: Dauerstress mit der 59er ID19

Beitrag von anieder Verified »

Hans-Uwe Fischer hat geschrieben:
anieder hat geschrieben: Hi

Systematisch kann es doch "nur" 2 problemkreise geben.

1) das Gemisch ist zu mager. Brennt zu langsam und damit zu lange. Und daher noch wenn das Einlassventil wieder öffnet, sodass die Verbrennung in den Vergaser "patscht"

2) es zündet ein Zylinder ungewolllt bei offenem Einlassventil

Nun musst du Punkt für Punkt systematisch die möglichen Ursachen für 1 oder 2 ausschließen.

Für 1 wäre die co Messung der beste Indikator. Damit würde ich anfangen.


Gruß

Andreas

Na ja.... Punkt 1) sollte doch noch mal ausgiebig überdacht werden.

HUF
Dann tue das mal....:-).
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hgk Verified
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Re: Dauerstress mit der 59er ID19

Beitrag von hgk Verified »

Moin,

mal die 4 Takte langsam ablaufen lassen.

Bild

So langsam kann keine Verbrennung sein, daß die nach dem Auspusten noch aktiv ist.


Nee, nee, in den Ansaugtrakt kann das nur reinschlagen, wenn das Einlaßventil offen ist und eine Zündung kommt.
MsG
Hans

Bild
Hans-Uwe Fischer
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Registriert: Do 30. Jan 2003, 08:27

Re: Dauerstress mit der 59er ID19

Beitrag von Hans-Uwe Fischer »

hgk hat geschrieben: Moin,

mal die 4 Takte langsam ablaufen lassen.

Bild

So langsam kann keine Verbrennung sein, daß die nach dem Auspusten noch aktiv ist.


Nee, nee, in den Ansaugtrakt kann das nur reinschlagen, wenn das Einlaßventil offen ist und eine Zündung kommt.

... so isses!

HUF
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Claude-Michel
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Re: Dauerstress mit der 59er ID19

Beitrag von Claude-Michel »

[quote=oliverf]...7 Bar Kompression ist nicht gerade überragend....[/quote]

Letzte Woche hatte ich bei meiner DSuper5 auch 7 bar gemessen.
Motor 83 000 km gelaufen. Verdichtungsverhältnis: 8,75/1
Gruß
Claude-Michel
DSuper5, 2x Xantia break 1,8i 16V, Xantia break 2,0i 16V, C4 1,6i 16V coupé
Pit
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Registriert: Fr 17. Jan 2003, 18:39

Re: Dauerstress mit der 59er ID19

Beitrag von Pit »

Ich habe leider keine Vermutung, was es noch sein könnte. Nur sicherheitshalber zurück zum Anfang:
"Ein paar Tage später ist dann die Lima abgeraucht.
Die Tage nun hab' ich die überholte Lima eingebaut.

Doch nun begannen die Kalamitäten: "

Vielleicht findet ja jemand Zusammenhänge:
Warum ist die LIMA abgeraucht? Kurzschluss, Elektrikfehler => Auswirkung auf die Zündung?
Austausch der LIMA. Was kann man da falsch machen? Wo kann man anstoßen?
Wurde da noch was gemacht?

Wie gesagt, ich habe keine wirkliche ID, aber damit gings ja (vielleicht zufällig?) los.
Das Lagerfeuer im Brennraum ist eine nette Vorstellung.
Viel Erfolg,
pit
symphatique
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Registriert: Do 15. Feb 2007, 23:51

Re: Dauerstress mit der 59er ID19

Beitrag von symphatique »

Das Verdichtungsverhältnis sagt nicht, daß dieser Wert bei einer Kompressionsprüfung anliegen soll.

Ein fitter D-Kurzhuber bringt erfahrungsgemäss 11-12 bar. Beim Langhuber weiss ich es nicht, 7bar finde ich aber schon arg schlapp.
Wenn ein Ventil hängen würde, wären das Messergebnis auf dem entsprechenden Zylinder Nahe Null.

Ich bleibe bei Zündung und Vergaser.
Ist das wirklich ein NOS-Verteiler, Du hast ihn als erster weltweit montiert?
Solche Teile sind meist nicht umsonst Lagerleichen, vielleicht hatte er vor 45 Jahren schon ´ne Macke und blieb deshalb bis jetzt im Regal.

Auch wenn es nervt: Zündfolge prüfen, eventuell von einem weiteren Kenner, man ist ja selbst manchmal blockiert...

Zeig mal ein Foto, auf dem der Kabelverlauf zu sehen ist.

Und ´nen SOLEX abbauen, auf´m Küchentisch zerlegen, alle Löcher und Düsen mit Pressluft (in einen Karton haltend) durchblasen und den Schwimmerstand lt. Handbuch einstellen, ist echt keine Hexerei.
Oliver´s Tip des vollgelaufenen Schwimmers ist dann auch nachgegangen...

Nennt sich systematische Fehlersuche.

MfG
Volker
"Das is´nich´kaputt! Das kann man reparieren!"
Hans-Uwe Fischer
Beiträge: 1834
Registriert: Do 30. Jan 2003, 08:27

Re: Dauerstress mit der 59er ID19

Beitrag von Hans-Uwe Fischer »

symphatique hat geschrieben: Das Verdichtungsverhältnis sagt nicht, daß dieser Wert bei einer Kompressionsprüfung anliegen soll.

Ein fitter D-Kurzhuber bringt erfahrungsgemäss 11-12 bar. Beim Langhuber weiss ich es nicht, 7bar finde ich aber schon arg schlapp.
Wenn ein Ventil hängen würde, wären das Messergebnis auf dem entsprechenden Zylinder Nahe Null.

Ich bleibe bei Zündung und Vergaser.
Ist das wirklich ein NOS-Verteiler, Du hast ihn als erster weltweit montiert?
Solche Teile sind meist nicht umsonst Lagerleichen, vielleicht hatte er vor 45 Jahren schon ´ne Macke und blieb deshalb bis jetzt im Regal.

Auch wenn es nervt: Zündfolge prüfen, eventuell von einem weiteren Kenner, man ist ja selbst manchmal blockiert...

Zeig mal ein Foto, auf dem der Kabelverlauf zu sehen ist.

Und ´nen SOLEX abbauen, auf´m Küchentisch zerlegen, alle Löcher und Düsen mit Pressluft (in einen Karton haltend) durchblasen und den Schwimmerstand lt. Handbuch einstellen, ist echt keine Hexerei.
Oliver´s Tip des vollgelaufenen Schwimmers ist dann auch nachgegangen...

Nennt sich systematische Fehlersuche.

MfG
Volker
Wenn das Fahrzeug im Leerlauf fehlerfrei läuft, dürfte die Zündfolge i.O. sein.

M. E. erfolgt die Zündung (sporadisch) zum falschen Zeitpunkt. Eigentlich sollte die Ursache leicht zu finden sein.

Wurden die Zündkabel erneuert oder anders verlegt? Wurde das Kabel Verteiler --> Zündspule geprüft? Wenn bei diesem einadrigen Kabel die Isolierung durchgescheuert ist und z.B. beim Gasgeben an Masse gerät, gibt es die wildesten Fehlzündungen. Usw., usw..

HUF
M. Ferchaud
Beiträge: 2152
Registriert: Mi 13. Jan 2010, 21:45

Re: Dauerstress mit der 59er ID19

Beitrag von M. Ferchaud »

[quote=symphatique]
Ein fitter D-Kurzhuber bringt erfahrungsgemäss 11-12 bar. Beim Langhuber weiss ich es nicht, 7bar finde ich aber schon arg schlapp.
Wenn ein Ventil hängen würde, wären das Messergebnis auf dem entsprechenden Zylinder Nahe Null.[/quote]

Ja, 7 bar finde ich auch zu wenig. Bei meinen bisherigen Messungen an Langhubern lagen Werte von 8,5 - 10 bar an - nur so zur Orientierung.

Was habe andere für Erfahrungen?

Viele Grüße
Henning
Jürgen Verified
Beiträge: 1153
Registriert: Fr 24. Jan 2003, 18:29
Wohnort: Braunschweig

Re: Dauerstress mit der 59er ID19

Beitrag von Jürgen Verified »

Hallo,

Thom hat die Kompression bei kaltem Motor gemessen. Wenn dann noch ein müder Anlasser und eine nicht ganz fitte Batterie dazukommen, kann ein Messwert um 7 bar noch i.O. sein.
Gruß Jürgen
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