beim abrüsten von zwei Motoren (DV3 und DY3) ist mir folgendes aufgefallen. Undichtigkeiten vom Kühlkreislauf rund um den Zylinderkopf wurden ursächlich nicht von den Dichtungen verursacht. Da die meisten Stehbolzenlöcher direkt im Kühlmittelbereich enden (keine Sacklöcher), hat sich das Kühlmittel an den Stehbolzen vorbei nach draussen gemogelt. Das hat sich wahrscheinlich nicht in einem massiven Kühlmittelverlust geäussert und ist auch nicht sofort aufgefallen. Die Auswirkungen konnte man aber an den Salzablagerungen rund um die Dichtstellen sehen. Ausserdem sind jetzt an den Stellen wo dieser Effekt besonders heftig war, zum Teil die Dichtflächen des Zylinderkopfes geschädigt und an einem Kopf musste ich die Gewindelöcher für die Schrauben der Abdeckplatte auf die nächste Größe aufbohren. Die Gewinde (M7) waren hier praktisch nicht mehr vorhanden. Auch undichte Bolzen die im Schmierkreislauf enden gab es. Die waren allerdings nur verölt und nicht geschädigt.
Als Lösung fällt mir hier nur folgendes ein:
alle Bolzen ausbauen, die Gewinde der Bolzen und der Bohrungen penibel reinigen wenn nötig nachschneiden, die Dichtflächen soweit möglich metallisch blank reinigen (600´ter Schleifvließ), die Stehbolzen (oder Schrauben) mit flüssiger Schraubensicherung (z.B.Loctite 290 mittelfest) wieder einbauen und alle Anbauteile (z.B.Wasserpumpengehäuse) mit den Papierdichtungen und elastischem Dichtungsmaterial wieder einbauen (auch wenn im Handbuch steht "trocken einbauen").
Hat jemand ähnliche Probleme "ähnlich" gelöst oder gibt es noch andere Lösungsansätze?
Bevor ich alles wieder ins Auto baue bin ich dankbar um jede Erfahrung die schon mal gemacht wurde.
Gruß Steffen