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Re: Stösselbecher

Verfasst: Do 22. Mär 2018, 08:04
von maldini
Hallo Robert,

ich weiss nicht ob Du die noch an die Diskussion erinnern kannst, die seinerzeit von tomsail angestossen wurde -

Wenn ich mich richtig und laienhaft erinnere, bestand der gravierende Unterschied zwischen den historischen und den nachgefertigten Stösselbechern darin, dass die historischen Becher in einem Gussverfahren hergestellt wurden (das es so nicht mehr gibt) und in Ihrer Gänze durchhärteten, an der Nutzoberfläche am stärksten - die Nachfertigungen aber nur an der Oberfläche gehärtet werden (da aber deutlich ausgeprägter - aber eben nicht in der Tiefe)


Eventuell sind die alten Stössebecher ja geschliffen noch "besser" als nachgefertigte?
Mich würde interessieren was der Motorinstandsetzer meint.


Grüße
karl

Re: Stösselbecher

Verfasst: Do 22. Mär 2018, 09:06
von uwe.v11
Der im Bild gezeigte ist kaputt!
Ab in den Müll.
Die Harteschicht ist weggeplatzt.
Was will’s du da überschleifen?
Uwe

Re: Stösselbecher

Verfasst: Do 22. Mär 2018, 09:46
von rsa404
Mit "ab in den Müll" wäre ich hier sehr vorsichtig, die Stößelbecher für Langhuber sind zwischenzeitlich kaum noch zu bekommen, und wenn, dann entsprechend hochpreisig.

Es gibt immerhin anerkannte Motoreninstandsetzer, die in der Lage sind, defekte Nocken- oder Kurbelwellen instandzusetzen und neu zu härten.

Diese Vorgehensweise wird bei vielen Motoren, für die es keine Neuteile mehr gibt, praktiziert.

Ralf

Re: Stösselbecher

Verfasst: Do 22. Mär 2018, 17:38
von BlackDuck
Gut möglich, dass die Innenseite auch gehärtet ist, je nachdem wie aufgekohlt wurde...

Die Stösselbecher wurden im Temperguss-Verfahren hergestellt:
https://de.wikipedia.org/wiki/Tempergus ... _(Tempern) weisser Temperguss, lässt sich Einsatzhärten und kann denk auch wieder Nachbearbeitet werden: Weichglühen, aufschweissen, Nachbearbeiten, Aufkohlen, Härten, Nachschleifen...Aufwändig...

Schade das Tom raus ist, aber der Ansatz der Nachfertigung stand schon im Raum...

Re: Stösselbecher

Verfasst: Do 22. Mär 2018, 18:32
von Doctor-D
Frag doch mal Huub in´t Zandt nach einem gebrauchten, oder Mathias Strack in Datteln.
Die Dinger waren auch im H-Wagen, citrotech oder CTA könnte sicher auch was haben, ich hab nur noch nie beim Langhuber magels Bedarf Repro eingebaut.
Wenn der Becher allerdings so aussieht, ist die Nockenwelle sicher auch platt...

Re: Stösselbecher

Verfasst: Do 22. Mär 2018, 21:59
von rsa404
"Wenn der Becher allerdings so aussieht, ist die Nockenwelle sicher auch platt..."

Davon ist mit hoher Wahrscheinlichkeit auszugehen...

Ralf

Re: Stösselbecher

Verfasst: Do 22. Mär 2018, 22:06
von Robert
Hallo Frank, hallo Ralf,

sicher, die Nockenwelle sieht auch entsprechend aus, aber ich denke, das Schleifen von Nockenwellen sollte für den Instrandsetzer kein Problem sein, oder bin ich da jetzt zu naiv?

Viele Grüsse
Robert

Re: Stösselbecher

Verfasst: Do 22. Mär 2018, 22:35
von Carsten_SM
Dazu muss noch genug Grundkreis da sein. Wenn der Nocken an Höhe verloren hat, muss man die ja aus dem Vollen wieder rausfräsen können.
Und man muss das Ventilspiel genug nachjustieren können, das ist bei OHC- Motoren (SM...) manchmal ein Problem, wenn man außerhalb der Toleranzen und Gewichte der Shims kommt. Am DS sollte das aber gehen.

Carsten

Re: Stösselbecher

Verfasst: Fr 23. Mär 2018, 10:22
von uwe.v11
wenn die Härteschicht so wegplatzt wie im Bild gezeigt,dann ist das ein Übergang vom Härtegefüge,der Härteschicht
ins weiche Grundmaterial.
man redet vom Eierschaleneffekt.
das bedeutet ,ein Nachschleifen bringt nichts,weil es da drunter nicht mehr hart ist.
die hatten damals ein Härteverfahren,welches es so heute so nicht mehr gibt.
natürlich ist auch die Oberfläche der Nocken beschädigt...
uwe

Re: Stösselbecher

Verfasst: Fr 23. Mär 2018, 23:41
von anieder
Hallo

Ich sehe auf dem Bild eher Pitting.

Citrotech bietet nachgeschliffene Becher an. Zumindest für 5 palier Motoren.
Robert, du könntest aber dort fragen, ob sie deine für aufarbeitbar halten, bzw. diese aufarbeiten würden.


Gruß

Andreas