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Welchen Rostlöser benutzt Ihr?
Verfasst: So 25. Mai 2014, 16:13
von michl
Hallo liebe MitschrauberInnen,
welchen Rostlöser benutzt Ihr? Und würdet ihn weiterempfehlen.
Ich habe bisher immer mal wieder unterschiedliche Dosen gekauft und spiele mit dem Gedanken mir einen grossen Kanister anzulegen und damit eine wiederbefüllbare Sprühflache zu bestücken.
Jetzt ist das Angebot unüberschaubar, deshalb meine Frage an die Praktiker.
Danke schon mal
Michael
Re: Welchen Rostlöser benutzt Ihr?
Verfasst: So 25. Mai 2014, 16:50
von DS20_break
Hallo Michl,
der beste ist m.E. der von Würth. Obs den "lose" gibt, weiß ich allerdings nicht.
Re: Welchen Rostlöser benutzt Ihr?
Verfasst: So 25. Mai 2014, 17:20
von DS20_break
den hier meine ich
Re: Welchen Rostlöser benutzt Ihr?
Verfasst: So 25. Mai 2014, 22:35
von symphatique
Was erhoffst Du Dir von einem Rostlöser?
Ich habe NOCH NIE gesehen, daß eine durch Rost blockierte Schraubverbindung sich von sogenanntem Rostlöser zur Bewegung überreden liess! Da kannste die arme Schraube/Mutter noch so sehr in aufgesprühtem Dieselöl aus der Dose ersäufen.
Er wird Dir bei festgerosteten Schrauben erst dann die Arbeit erleichtern, wenn sich die Schraube/Mutter bewegt, sodaß die Flüssigkeit auf´s Gewinde vordringen und die Gängigkeit fördern kann. Ist also eher ein Auswaschen der Rostkrümel. Und das geht auch mit Biodiesel von der Tanke zu einem angemessenerem Preis.
Rostige Schraubverbindungen brauchen Wärme und professionelles Werkzeug.
Lieber nach einer guten Lötlampe suchen, die punktuell schnell erhitzt und mit Piezozündung schnell anwendbar ist.
Dieseligen Gruss
Volker
Re: Welchen Rostlöser benutzt Ihr?
Verfasst: So 25. Mai 2014, 23:49
von Langhuber
Sympathique hat geschrieben:
Was erhoffst Du Dir von einem Rostlöser?
Deinen Ausführungen kann ich nur zustimmen. In meiner Garage habe ich eine ganze Sammlung von Rostlösern, die meine Bremsenexzenter
nicht gangbar gemacht haben.
Übrigens habe ich es auch mit einem Gasbrenner versucht. Hat auch nicht funktioniert.
Klemens
Re: Welchen Rostlöser benutzt Ihr?
Verfasst: So 25. Mai 2014, 23:58
von symphatique
Auch der Gasbrenner sollte Profiqualität sein.
Nich´der von Mutti für die Crème brulée...
Re: Welchen Rostlöser benutzt Ihr?
Verfasst: Mo 26. Mai 2014, 00:58
von Simon
Rostlöser funktioniert nicht direkt nach dem Auftragen. Er muß verhältnismäßig lange einwirken, bevor sich etwas tut. Ich verwende OKS 611 und behandle die fraglichen Verbindungen mindestens 2 Wochen vorm Lösen.
Wärme via Lötlampe oder Brenner hingegen wirkt eher -- je nach dem, wie eilig es ist.
Gruß
Simon
Re: Welchen Rostlöser benutzt Ihr?
Verfasst: Mo 26. Mai 2014, 01:15
von papasitt
gibs eigentlich nen ROSTlöser der wirklich rost löst?
... es gibt ja auch keinen Zitonenfalter der Zitronen faltet ...
Ist doch leider bei vielen Produkten so das sie nicht annähernd das halten was sie versprechen.
evtl.
https://kunden.stahlgruber.de/Kataloge/ ... p?sb=13361
Re: Welchen Rostlöser benutzt Ihr?
Verfasst: Mo 26. Mai 2014, 06:59
von aquablader
... es gibt ja auch keinen Zitronenfalter der Zitronen faltet
Da bin ich auch froh drum: denke gerade an Kinderschokolade, Baby-Öl und so... duck und wech
Volker hat Recht, das wirklich wirksame Zeugs muß erst noch erfunden werden.
Oft genug habe ich Schraubverbindungen wochenlang vorher eingeweicht, weil die Reparatur planbar war. Beim ersten Lösen der Muttern war es dann überraschenderweise gar nicht sooo festgerostet, aber es wurde deutlich sichtbar, daß von dem Rostöser nichts in die Gewindegänge gekrochen ist.
Einfach roter Rost, staubig, krümelig, aber kein Rostlöser.
Trotzdem ist das Zeugs wichtig beim Losschrauben, um das Gewinde vorm Fressen zu schützen. Manche Auspuffmutter ließ sich lösen und fraß sich auf den letzten Gewindegängen fest. Da lernt man dann Fluchen und den Umgang mit dem Brenner: die rotglühende Mutter lässt sich dann doch noch weiterdrehen.
Zuletzt noch mein Favorit: Ballistol.
Schöne Woche!
Ingo
Re: Welchen Rostlöser benutzt Ihr?
Verfasst: Mo 26. Mai 2014, 11:11
von Langhuber
aquablader hat geschrieben:
Volker hat Recht, das wirklich wirksame Zeugs muß erst noch erfunden werden.
Sehr richtig. Wunder werden ja auf allen Dosen versprochen.
Oft genug habe ich Schraubverbindungen wochenlang vorher eingeweicht, weil die Reparatur planbar war.
...
aber es wurde deutlich sichtbar, daß von dem Rostöser nichts in die Gewindegänge gekrochen ist.
Der Zustand der Roststellen ist sicher immer wieder unterschiedlich. Ich denke aber, es ist durchaus möglich, dass der Rostlöser kapillar in feinste Spalten reinkriecht. Und dazu muss man ihm auch mal mehr Zeit lassen, als die auf den Dosen propagierten 20 Minuten.
Trotzdem ist das Zeugs wichtig beim Losschrauben, um das Gewinde vorm Fressen zu schützen.
Wenn ich so eine problematische Mutter/Schraube habe, dann dreh ich die erst mal ein oder zwei Gewindegänge, wie sie es eben halbwegs "gutwillig" mitmacht raus, gebe etwas Rostlöser oder Öl drauf und schraube sie wieder rein, und das mehrmals , jedes Mal ein bisschen weiter.
und den Umgang mit dem Brenner: die rotglühende Mutter lässt sich dann doch noch weiterdrehen.
Meine Bremsträgerplatte wollte ich nicht unbedingt auf Rotglut bringen. Da habe ich so heiss gemacht, dass die Spucke auf der Einstellschraube auf der anderen Seite gezischt hat. Ist aber vielleicht auch nicht so gut: Erst Ballistol o. ä. und dann so heiss machen, dass das Zeug verkohlt?
Zuletzt noch mein Favorit: Ballistol.
Ich habe eine ganze Apotheke. Eins ist so gut oder so schlecht wie das andere.
Klemens