Seite 1 von 3

Bremsbacken Einstellnocke

Verfasst: Di 6. Mai 2014, 15:18
von Langhuber
Hallo,
damit es nicht langweilig wird: Gestern habe ich beim Versuch, die obere Einstellschraube für die Bremsbacke wieder gängig zu machen, glücklich den Nocken abgerissen. Die Einstellschraube aussen hatte zuvor schon nur noch entfernte Ähnlichkeit mit einer 6-Kantmutter.

Jetzt gibt es ja in Vechta, und offensichtlich leider nur dort, fast alles neu:
Bremsbackeneinstellnocke (#13104), Unterlagsscheibe (#13091), Bremsbackenzentriernockenachse (#13061). Das einzige, was grade fehlt, ist der Zentrierachsen-Distaanzring.
Der Gedanke, eine leicht zu betätigende Bremseneinstellung zu habe hat ja schon was.
Die Frage in die Runde: Hat schon mal jemand dieses Exzentergeraffel ausgetauscht?
Wie ich seit gestern weiß, kriegt man den Exzenter mit einer Grip-Zange sehr leicht ab. :-(
Danach könnte ich mir vorstellen, die Achse auszubohren. Wenn ich es recht verstehe, ist der Distanzring, der in Vechta nicht lieferbar ist, nur locker auf der Achse drauf. D. h. wenn man ihn nicht zu sehr beim Ausbau misshandelt, müsste der wieder zu verwenden sein.

Die Frage für mich ist: Wie befestige ich den Nocken auf der Achse? Original ist der sozusagen genietet. Aber um das wie im Original zu machen, muss man vermutlich die Bremstragplatte ausbauen, um den Kopf der Einstellschraube unelastisch zu lagern.

Hat hier jemand schon dieses Genockerl ausgetauscht? Ich habe zwei Ideen:

[attachment 8411 nocke_1.jpg]
1. in die Achse der Einstellschraube ein Blindgewinde reinschneiden (m3 oder m4) und die Nocke festschrauben.
2. mit Hilfe eines massiven Schraubstockes und einer Stahlkugel keine "Schlagvernietung", sondern eine "Pressvernietung" des Nockens durchführen.

Im Handbuch habe ich nix dazu gefunden.

Sonstige Ideen und Vorschläge?

Klemens

(grad immer mehr gefrustet).

Re: Bremsbacken Einstellnocke

Verfasst: Di 6. Mai 2014, 22:18
von anieder
Hi Klemens

Lass den Kopf nicht hängen.

Kann leider nichts beitragen.

Fürs nächst mal empfehle ich metrinch Schlüssel vor Grippzange



Gruß

Andreas

Re: Bremsbacken Einstellnocke

Verfasst: Di 6. Mai 2014, 23:46
von Jint Nijman
Andreas hat geschrieben:

>>Lass den Kopf nicht hängen.
Genau.

>>Kann leider nichts beitragen.
Ich auch nicht echt. Bei meine DS bricht nie etwas ab. Ausser einmal einen Auspuffstehbolzen...

Aber wie wäre es hiermit:
http://www.ebay.de/itm/Citroën-DS-und-I ... 417f7900c1

Ich komme auch gerne helfen mit Schrauben wenn es zeitlich passt.

>>Fürs nächst mal empfehle ich metrinch Schlüssel vor Grippzange
Ich auch, Metrinch Werkzeug funktioniert wunderbar.

Jint

Re: Bremsbacken Einstellnocke

Verfasst: Mi 7. Mai 2014, 09:48
von Langhuber
Dann werde ich mal in Vechta anrufen und die fragen, ob sie mir einen Rat zur praktischen Verwendung ihres verkauften Sortiments sagen können.

Klemens

Re: Bremsbacken Einstellnocke

Verfasst: Mi 7. Mai 2014, 10:23
von MichaIN
Ein, zwei Schweißpunkte vielleicht?

Gruß Michael.

Re: Bremsbacken Einstellnocke

Verfasst: Mi 7. Mai 2014, 12:46
von symphatique
Bin sehr gespannt auf den Rat aus Vechta.
Diese profunden Kenner der Materie, allesamt langjährige Schrauber mit ingeniösen Genen, werden Dir bestimmt weiterhelfen können.

MfG
Volker

Re: Bremsbacken Einstellnocke

Verfasst: Mi 7. Mai 2014, 13:49
von ...hannes
Bei der Restauration meiner Uraltente habe ich alle vier oberen Zentrierexzenter an der Hinterachse, die nach demselben Prinzip funktionieren, tauschen müssen. Ich hatte allerdings guten Zugang zur Bremsträgerplatte, weil das Häusl ab war. Ich habe das Chassis so gestellt, dass ich die Außenseite (also die Seite mit dem 6- Kant) über eine Verlängerung an den Betonsäulen der Werkstatteinfahrt abgestützt habe und dann mit stumpfem Körner und schwerem Fäustel die Vernietung auf der Bremsbackenseite vornehmen konnte.
Wie erwähnt, stabiles Abstützen (Stützen müssen massiv sein und dürfen nicht federn) ist unerlässlich.
Ob man mit einem Schraubstock je diese Kräfte aufbringen kann, um eine ordentliche Pressvernietung zustande zu bringen, bezweifle ich eher. Schweißpunkte zu setzen wäre eine andere Lösung, hat aber den Nachteil, dass man die Zentriernock kaum spielfrei /straff in den Bremsträger einsetzen wird können.
lg

Re: Bremsbacken Einstellnocke

Verfasst: Mi 7. Mai 2014, 14:42
von Langhuber
sympathique hat geschrieben: Bin sehr gespannt auf den Rat aus Vechta.
Diese profunden Kenner der Materie, allesamt langjährige Schrauber mit ingeniösen Genen, werden Dir bestimmt weiterhelfen können.
Ich bemerke die Ironie, die aus den Leerzeichen zwischen Deinen Worten an das Licht der hellen Sonne aufsteigt. ;-)
Blöderweise sind die die einzigen, die die Dinger angeblich auf Lager haben.
...hannes hat geschrieben: Ich hatte allerdings guten Zugang zur Bremsträgerplatte,
Ich bin mir gar nicht so sicher, ob beim vorderen Nocken nicht der Schwingarm im Weg ist. Und dass beim Versuch, etwas zu nieten keinerlei Elastizität im System sein darf, das ist mir klar.
Und u. U. ist dann wenigstens beim vorderen Nocken noch der Schwingarm im Weg.

Mir ist eingefallen, dass ich irgendwo mal sowas gesehen habe:
[attachment 8418 betzer.jpg]
Wenn es die in m4 oder m5 gibt, sind die hoffentlich mindestens so stabil wie eine handwerkliche Vernietung.

Klemens

Re: Bremsbacken Einstellnocke

Verfasst: Mi 7. Mai 2014, 14:51
von Langhuber
[quote=MichaIN]
Ein, zwei Schweißpunkte vielleicht?
[/quote]
Das wäre sicher das Beste. Aber ich habe kein Schweißgerät, in der Garage ist kein Stom und Madame steht schräg aufgebockt. Ich weiß noch gar nicht, wie ich den Motor wieder anlassen kann: Nach der Standzeit ist sicher die Batterie wieder leer, Ankurbeln geht auch nicht, weil die Garage so kurz ist. Vorne ist nur 5 cm Abstand zur Wand. Ich weiss noch nicht mal, ob ich die Haube aufkriegen würde. Also mit Starhilfekabel ist auch nix.

Aber es wäre schön, wenn das das letzte Problem wäre.

Klemens

Re: Bremsbacken Einstellnocke

Verfasst: Mi 7. Mai 2014, 16:47
von Langhuber
Manchmal tut man den Leuten auch unrecht:
Vorhin kam die Antwort aus V:

"Hallo Herr Krause,
der Nocken wird einfach mit 2 Schweißpunkten angeheftet.

Mit freundlichen Grüßen
...
"

Dass ich keinen Strom in meiner Garage habe und kein Schweißgerät, kann man denen dann wirklich nicht anlasten.

Klemens