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Drosselklappenwelle Kraftstoffaustritt

Verfasst: Mo 31. Mär 2014, 21:43
von Gimlie
Hallo zusammen !

Habe jetzt schon mehrere Treads über Vergaserüberholung gelesen - trotzdem bleibt eine Frage offen:
Bei meiner DS 20 EZ. 74 mit Webervergaser tropft während des Betirebes immer eine stetige Menge Kraftstoff aus dem Bereich der vorderen Drosselklappenwellenlagerung. Die Welle hat aber kein spürbares Spiel. Hat das schon einmal jemand gehabt ? Gibt es eventuell Möglichkeiten dies abzudichten ohne eine Neuausbüchsung vornehmen zu müssen?

Gruß an die Gemeinde

Re: Drosselklappenwelle Kraftstoffaustritt

Verfasst: Mo 31. Mär 2014, 22:17
von Langhuber
Bist Du sicher, dass das wirklich aus der Drosselklappenwelle kommt? Da sollte doch gar keine größere Menge flüssiges Benzin mehr vorhanden sein.
Bei mir war das Röhrchen an dem der Benzinschlauch sitzt, etwas undicht. Das sitzt ja vorne oberhalb der Drosselklappenwellen. Da es nicht sehr getropft hat, war im Betrieb der ganze vordere Teil des Vergasers benzinbenetzt. Wenn das am Vergaser runterläuft, sieht es vielleicht nur so aus, als ob es aus der Drosselklappenwelle kommt?

Klemens

Re: Drosselklappenwelle Kraftstoffaustritt

Verfasst: Di 1. Apr 2014, 01:02
von symphatique
Beschleunigerpumpe liefert ständig Sprit.
In der Spritzdüse sitzt ein Kugelventil, daß es zu prüfen gilt.
Bei laufendem Motor in den Vergaser leuchten und Düse beobachten.

MfG
Volker

Re: Drosselklappenwelle Kraftstoffaustritt

Verfasst: Di 1. Apr 2014, 09:35
von Langhuber
symphatique hat geschrieben: Beschleunigerpumpe liefert ständig Sprit.
Sicher?
Wodurch wird die denn angetrieben? Ich dachte, bei einem kräftigen Tritt aufs Gaspedal macht die einen Hub und gibt einen Schuß Benzin dazu.

Klemens

Re: Drosselklappenwelle Kraftstoffaustritt

Verfasst: Di 1. Apr 2014, 14:24
von Doctor-D
Wenn das Rückschlagventil weg ist, saddert da dauernd Kraftstoff heraus.

Re: Drosselklappenwelle Kraftstoffaustritt

Verfasst: Di 1. Apr 2014, 17:49
von Langhuber
[quote=Doctor-D]
Wenn das Rückschlagventil weg ist, ....
[/quote]Wahrscheinlich einfacher zu beheben, als die Achsen neu auszubuchsen.

Bei meinen end-of-life-Enten haben ich die Vergaserachse "abgedichtet", indem ich Kupferfolie um die Achse rumgewickelt habe. Sozusagen schwimmende Ausbuchsung, für Enten sehr artgerecht. ;-)
Besser als nix.

Klemens

Re: Drosselklappenwelle Kraftstoffaustritt

Verfasst: Di 1. Apr 2014, 23:41
von Claude-Michel
Normalerweise stimmt das Benzingemisch nicht weil an den Drosselklappenwellen Luft eingezogen wird. Kann mich daher nicht vorstellen, dass da Benzin rauskommen soll.

Re: Drosselklappenwelle Kraftstoffaustritt

Verfasst: Mi 2. Apr 2014, 17:27
von Gimlie
Das Rohr am Schwimmerkammereingang habe ich schon neu befestigt - da dürfte nichts mehr kommen.

Ich werde mal schauen, ob die Beschleunigerpumpe "dicht" ist.

Was mich halt irretiert ist, dass die Welle kein spürbares Spiel hat und trotzdem dort augenscheinlich der Kraftstoff abtropft.

Weis jemand, ob das Einspritzrohr von der Beschleunigerpumpe in einen bestimmten Bereich des Ansaugtrichters einspritzen muss ? Vielleicht spritzt das auch mitten auf die Drosselklappenwelle und
deshalb der Austritt.

Re: Drosselklappenwelle Kraftstoffaustritt

Verfasst: Mi 2. Apr 2014, 21:18
von symphatique
Das Rohr der Beschleunigerpumpe ist kein Rohr, sondern ein Alugussteil, nicht biegbar.
Zielt in die erste Vergaserstufe.
Wenn das Kugelventil im Innern dieses Gussteils nicht schliesst, sabbert es die ganze Zeit vor sich hin. Bei geschlossener Drosselklappe fällt der Sabbersprit dann auf die Klappe und kriecht die Welle entlang nach draussen.
Lässt sich bei kräftig warmgefahrenem Motor am besten erkennen. Gummiluftstutzen abnehmen und bei laufendem Motor in den Vergaser leuchten/gucken.
Und es sitzt ein O-Ring an diesem Beschleunigerrohr. Rohr nach Abnehmen des Vergaserdeckels vorsichtig aus dem Gehäuse hebeln und gucken, ob überhaupt einer drauf ist. Sonst läuft´s da auch über.

MfG
Volker

Re: Drosselklappenwelle Kraftstoffaustritt

Verfasst: Do 3. Apr 2014, 14:16
von dominik
Also an meinem Solex Vergaser 28/36 ist auch ein Beschleunigerröhrchen, das zum Gehäuse mit einem O-Ring abdichtet. Auch an diesem Röhrchen ist ein Kugelventil vorhanden. Ich vermute das Prinzip ist das gleiche.

Was mich wundert ist, dass die Kugel nicht federbelastet ist und nur durch ihr Gewicht schliesst. Sollte sich also ein Druckgefälle zwischen Schwimmerkammer und Austritt am Röhrchen aufbauen wird die Kugel einfach aufgedrückt.
Allerdings habe ich festgestellt, dass die Kugel zu Beginn nicht gangbar war und m´glicherweise in einer halboffenen Position verklemmt war.
Der Sinn der Kugel erschliesst sich mir nicht richtig ohne Feder....

Ist das beim Weber auch so?

Grüsse

Dominik