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Hygroskopische Hydraulikflüssigkeit
Verfasst: Do 7. Nov 2013, 21:01
von andreas wisniewski
Guten Abend,
da die fünfte Jahreszeit vom Webmaster verbannt wurde, mal eine von der Jahreszeit unabhängige Frage :
Die rote Hydraulikflüssigkeit soll ja in gewissem Umfang hygroskopisch sein, besteht eigentlich die Möglichkeit des " Wasserentzugs " durch Erhitzung, ohne die vom Hersteller als maximal zulässige Betriebstemperatur ( 100 °C ) zu überschreiten ?
Re: Hygroskopische Hydraulikflüssigkeit
Verfasst: Do 7. Nov 2013, 21:11
von DS20_break
Wasser kocht (also verdampft) in unseren Höhenlagen und bei den meist herrschenden Luftdrücken bereits mehr oder weniger kurz unter 100 °C.
Also könnte man theoretisch bei konstanter Temp. von 100 Grad die ca. 6l Suppe solange kochen, bis nix mehr dampft.
Ich würde es jedoch nicht machen, find ich am falschen Ende gespart.
Re: Hygroskopische Hydraulikflüssigkeit
Verfasst: Do 7. Nov 2013, 21:58
von M. Ferchaud
...ich vermute, dass
a) das Zeug beim Abkühlen wieder ordentlich Wasser aufnimmt - es sei denn, es wird heiß ins Einweckglas gefüllt
b) die chemischen Komponenten in ihrer Zusammensetzung die große Hitze nicht so lieben
c) es fürchterlich stinken würde, von der Gesundheitsgefährdung mal abgesehen
d) Dreck und andere gelöste Stoffe drin bleiben
Ich bin der Meinung, dass gerade an den ca. 150 Euro für die Neufüllung alle ein bis zwei Jahre falsch gespart ist - da gibt es größere Kostenverursacher bei einer DS.
Tipp: Mit leben, oder auf LHM umrüsten (bin ich allerdings kein Fan von, und kostet auch einen Haufen Geld und Arbeit).
Gruß
M.
Re: Hygroskopische Hydraulikflüssigkeit
Verfasst: Do 7. Nov 2013, 22:06
von M. Ferchaud
Re: Hygroskopische Hydraulikflüssigkeit
Verfasst: Do 7. Nov 2013, 23:30
von symphatique
Wenn das so einfach wäre, gäbe es diese Kochshow sicherlich auch schon für DOT-Bremsflüssigkeit.
Re: Hygroskopische Hydraulikflüssigkeit
Verfasst: Do 7. Nov 2013, 23:45
von rsa404
Ich handhabe das so. Die 58er bewege ich niemals auf Strecken unter 20 Kilometern. Die LHS muss also Gelegneheit haben auf Temperatur zu kommen und ordentlich durch den Kreislauf gepumpt werden.
Wenn ich die 58er für längere Zeit außer Betrieb nehme, klebe ich das Entlüftungsloch am Verschluss des Flüssigkeitsbehälters mit einem breiten Klebeband zu.
Die erste Fahrt danach hat mindestens eine Strecke von 50 Kilometern.
Da die frühen Modelle durch ihre Leckleitungen regelmäßig gewollt Flüssigkeit in die Umwelt beförden, fülle ich in gewissen Abständen den Stand im Behälter auf. Gewechselt wird die Flüssigkeit bei mir nicht.
Gruß,
Ralf
Re: Hygroskopische Hydraulikflüssigkeit
Verfasst: Fr 8. Nov 2013, 09:57
von Langhuber
Man kann ja versuchen, die LHS-Flüssigkeit unter vermindertem Luftdruck zu entwässern. Wenn man das Vakuum genügend hoch macht, siedet Wasser ja auch schon bei Raumtemperatur.
Man müsste dazu natürlich auch herauskriegen, bei welchen Temperaturen das "Pentosin" anfängt zu verdampfen.
Was ich mich anfangs gefragt habe: Wäre es nicht besser erst gar kein Wasser in die Bremsflüssigkeit reingelangen zu lassen? Der Hauptort wo die Flüssigkeit mit Luft und deren Feuchtigkeit in Berührung kommt ist ja der Vorratsbehälter. Wenn man da in einem Tee-Ei Silicagel reinhängt, das man regelmässig erneuert, bzw im Backofen entwässert, müsste man den Prozess ja mindestens verlangsamen können.
Ich weiss, die LHS spritzt in dem Behälter rum, und es ist nachher alles versaut, aber vielleicht gibt es ja eine Möglichkeit, das Tee-Ei mit einem Spritzschutz zu umgeben.
Klemens
Re: Hygroskopische Hydraulikflüssigkeit
Verfasst: Fr 8. Nov 2013, 16:04
von Charles Duchemin
Die "Kochshow" ist, wie man mir sagte, gängige Praxis um LHS zu "recyclen", da es immer noch besser ist, "gekochtes LHS" zu verwenden, als LHS2 einzufüllen.
Persönlich kann ich mir nur schwer vorstellen, dass altes, gekochtes LHS seine Eigenschaften auch nur annähernd behält, geschweige denn, zurückgewinnt.
Gruß, Ingo
Re: Hygroskopische Hydraulikflüssigkeit
Verfasst: Sa 9. Nov 2013, 01:52
von Til
Ich bin ja seit langem gruen, aber vielleicht solltet ihr "roten" mal ein bischen im Bootsbereich rumgoogeln - die haben deutlich mehr Erfahrung mit Wasserkontamination in Tanks - vorwiegend Benzin und Diesel, aber Benzin ist ja seit einiger Zeit auch immer mehr Alkohol - ich habe vor einiger Zeit glaube ich auch mal ein Produkt gesehen, das in die Tankentlueftung eingebaut wird (und hier im forum gepostet, finde es allerdigns nicht mehr) - das Waser kann ja eigentlich nur ueber das Belueftungsloch reinkommen - Til
http://www.b3cfuel.com/documentation/b3 ... .15.12.pdf
Re: Hygroskopische Hydraulikflüssigkeit
Verfasst: Sa 9. Nov 2013, 02:42
von DS20_break
Hallo Til,
meinst du den Beitrag hier?
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