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Ausbau hintere Achshälfte
Verfasst: So 19. Sep 2004, 12:21
von j-cruiser
Nach längerer Pause beschäftige ich mich nun wieder mit der Restaurierung meiner DS und bräuchte da mal Eure Hilfe.
Ich möchte die beiden hinteren Achshälften ausbauen und habe im Prinzip schon alles soweit demontiert, wie es auch im Handbuch beschrieben ist.
Allerdings lassen sich die beiden Achshälften weder mit Kraft, noch mit guten Worten dazu überreden, Ihre dauerhafte Bindung mit dem Chassis aufzugeben.
Ich habe als letzten Lösungsansatz einen hydraulischen Wagenheber liegend eingespannt und über eine Metallrohr mit entsprechendem Durchmesser massiven Druck von Innen (Kofferraum) auf das äußere sichtbare Gewinde ausgeübt. Keine Reaktion, nichts. Nicht einmal der kleinste Spalte wurde sichtbar.
Auch der großzügige Einsatz von Rostlöser konnte bisher nichts bewirken.
Hat jemand einen Tipp für mich?
Verzweifelnd grüßt Euch j-cruiser
Re: Ausbau hintere Achshälfte
Verfasst: So 19. Sep 2004, 19:44
von Ralf Syben
hallo j-cruiser,
ich musste vor kurzem zum schweissen der ecke auch eine achse ausbauen.
ging auch mächtig schwer.einer hat von aussen an den teil gezerrt,der andere von innen mit dem vorschlaghammer draufgezimmert (hartholz zwischen legen).
sicher nicht die feine art, vielleicht weiss jemand eine bessere methode
rostlöser ist sicher nicht verkehrt,kann man soweit ich weiss auch von
unten durch die ablaufbohrung(gummistopfen)in den kasten sprühen,in dem das achsrohr sitzt.
die idee mit dem wagenheber war schon nicht schlecht, allerdings kann mann damit auch das auto verbiegen.
also dann ,noch viel erfolg
gruss, ralf
Re: Ausbau hintere Achshälfte
Verfasst: So 19. Sep 2004, 23:30
von Jürgen
Hallo j-cruiser,
die hinteren Achshälften sind mit jeweils 4 Muttern befestigt, außen 3* M9 und innen die große Ringmutter. Wenn die alle ab sind sollte es mit dem Wagenheber gehen. Hat eventuell jemand bei einer unsachgemäßen Reperatur die Achse festgeschweißt?
Re: Ausbau hintere Achshälfte
Verfasst: Mo 20. Sep 2004, 08:43
von ralf
hallo
die hammermethode ist der falsche weg.wenn dann nur mit einem hydraulik -paket.vorher muss mann die oben genannten 3schrauben-m9-von aussen und die grosse mutter von innen lösen.dann mit dem hydraulik-dozzer die achse rauspressen.wenn sie noch nicht rauswaren die letzten 30 jahre dann geht es etwas schwer.habe sie bis jetzt noch alle ohne grössere schäden rausbekommen.sollten sich die achswürfel verziehen,was normalerweise nicht der fall ist,dann ist erfahrungsgemäss sowieso immer etwas mehr kaputt. wenn alles nicht geht,dann bleibt dir nut die flamme und beide seiten warm machen.
wenn du in nrw wohnst,könnte ich dir das gerät mal leihen.ruf mich an: 0176/20003495
mfg ralf
Re: Ausbau hintere Achshälfte
Verfasst: Mo 20. Sep 2004, 18:07
von j-cruiser
@all
Danke für Eure Antworten.
Es scheint so zu sein, dass diese Achse wohl nach über 30 Jahren zum ersten Mal ausgebaut wird. Sie bewegt sich nicht einen Millimeter, nicht einmal mit einem hydraulischen 2 Tonnen-Wagenheber.
@Ralph
Vielleicht sollte ich mal die Hitze-Methode ausprobieren. Wo genau setze ich denn das Chassis der Flamme aus? Die Achse selbst sollte sich ja dabei nicht erwärmen. Übrigens Danke für Dein Angebot, ich komme aus Hessen, ist leider ein bißchen weit....
@ Jürgen
Du hast vergessen zu erwähnen, dass ich auch den Querstabi ausbauen muss

Die Schrauben habe ich natürlich alle vorher demontiert. Es schaut auch nicht so aus, als wäre an dieser Stelle etwas geschweißt worden. Nur Unterbodenschutz wurde großzügig darauf verteilt.
Hat jemand vielleicht noch einen anderen Tipp? Kann ich die Achse eventuell in ihre Einzelteile zerlegen und so nach und nach ausbauen? Geht das überhaupt?
festgerostet grüßt Euch
Oliver
Re: Ausbau hintere Achshälfte
Verfasst: Mo 20. Sep 2004, 20:31
von Til
Hallo Oliver, klar kannst Du die Achse ausbauen, dafuer musst Du nur die Mutter innen loesen (also nicht die Kronenmutter, sondern die auf der Achse des Schwingarmes). Dann kannst Du den Arm nach draussen rausziehen und haust oder loetest nicht auf den Lagern rum

- Til