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Vordere Bremsbelege mit neuen Belag versehen ?
Verfasst: Mo 6. Sep 2004, 17:55
von Jint Nijman
Hallo DS-Liebhaber,
Weiss jemanden ob es in Deutschland erlaubt ist die vordere Bremsklötze mit neuen Belag versehen zu lassen.
Und falls Ja, wer macht und kann soetwas ?
Und wenn Nein, wie kommt man zu den original Bremsklötze, das heisst die mit den Kühlrippen ?
Ich habe zwar solche aber die Bremsbelage sehen nicht mehr sehr vertrauensweckend aus.
Jint Nijman
Re: Vordere Bremsbelege mit neuen Belag versehen ?
Verfasst: Di 7. Sep 2004, 09:20
von dietmar
Jint
das wurde frueher immer so gemacht! bevor es geklebte belaege gab, haben die leute zu hause neue belaege auf ihre bremsbacken aufgenietet. das ging auch recht gut, musste ich meinem vater immer bei helfen. beim lkw ist das nach wie vor usus, wenn ich recht weiss.
damit ist das thema "duerfen" wohl klar: auch wenn die gesamte bremsbelag-einheit keine kba-zulassung mehr hat, spricht nichts explizit dagegen.
was du sicherlich meinst, ist das aufkleben neuer reibmaterialien auf alte tragplatten. nehmen wir mal an, du bekommst die passenden reibbelaege von beispielsweise Textar geliefert. und den passenden spezialkleber.
ja, wieso nicht?
es gibt m.w. keinen zulassungspflichtigen ausbildungsgang, um das zu "duerfen" (liebe obrigkeit, darf ich?).
anscheinend sind die richtigen tragplatten bei der DS doch ausgesprochen wichtig (kuehlung, druckverteilung, schutz des kolbens). ich wuerde also jederzeit einen aufgearbeiteten bremsklotz mit original-tragplatte einem nachgefertigten vorziehen, der nicht die mechanische und thermische strukur aufweist (und deren verarbeitung ich ebensowenig pruefen kann!!).
wenn jemand in der lage dazu ist, den richtigen kleber korrekt zu verarbeiten, ist das doch nindestens so sicher wenn nicht besser, als manche billig-bremskloetze, die dann gelegentlich in so serioesen zeitschriften wie auto-bild (rem: it's a kind of yellow press) als huehnerkacke geoutet werden! diese hinterhofprodukte ohne jeden nachweis der eignung werden einfach nur nett verpackt und schon ist alles serioes und glaubwuerdig. das heisst marketing!
also ist es gut und richtig, wenn man weiss, was man tut.
/D
Re: Vordere Bremsbelege mit neuen Belag versehen ?
Verfasst: Di 7. Sep 2004, 14:16
von Frank
In Nürnberg gibt es laut Markt-Anzeige eine Firma, die das macht.Ich sammle gerade Belagplatten für Langhuber, da mir die überalterten Dinger auf den Geist gehen.Meine Kiste bramst astrein, aber ich hatte beim vorigen Satz Belagablösung, wiie auch ein anderer Kund mit einer 62er.
Seine Bremse quietscht nervtötend.Und es gibt trotz Belagwechsel keine Abhilfe, die Scheiben sind abgedreht und fluchtend, vorher hat es nicht gequietscht.
Jint, ich ruf da mal an und hör mir an, was die sagen.Für Kurzhuberbremsen ist es ja kein Problem, die Händler haben ja zwei Qualis zur Auswahl, Textar oder "den toitschen Nachbau".
Re: Vordere Bremsbelege mit neuen Belag versehen ?
Verfasst: Di 7. Sep 2004, 15:00
von Jint Nijman
Dietmar und Frank danke für die Antworten.
Frank du sagst das es für die Kurzhuberbremsen kein Problem gibt. Ich kenne aber nur die nicht originale Bremklötze die nicht über Kühlrippen verfügen. Man hört die könnten problematisch sein, oder siehst du das anders?
Deshalb hätte ich gerne die originale Klötze neu "besohlt".
Was ist der Unterschiedt zwischen den Textar und die "toitschen Nachbau" Klötze ?
Schon vielen Dank im voraus.
Jint
Re: Vordere Bremsbelege mit neuen Belag versehen ?
Verfasst: Di 7. Sep 2004, 21:47
von Robert Kruse
Hallo Frank,
bei den Langhuberbremsbelägen besteht wirklich Handlungsbedarf. Viele Beläge sind verglast und damit zwar verschleissfest, aber auch wirkungslos geworden. Wenn Du da was machen kannst, würde ich Dir gerne 2 Paar zum Aufarbeiten schicken.
Gruss
Robert
Re: Vordere Bremsbelege mit neuen Belag versehen ?
Verfasst: Mi 8. Sep 2004, 10:36
von Frank
Der Unterschied?Der Preis auf jeden Fall.Die Textar kommen mir weicher vor.Der Nachbau hat mal die Eigenschaft gehabt, am Ende der Bremsung zu brummen, das lag wahrscheinlich am Belag.Ich hab mal einen Karton mit fünf Sätzen entsorgt, die waren überaltert.Der erste Satz quietschte, der zweite brummte und der dritte sorgte für hohen Blutdruck bei meiner Freundin im Super5, da der Wagen nicht so bremste, wie sich die Dame das vorgestellt hatte.Durch Belagwechsel liess sich ein Scheibenfehler ausgrenzen.
Mittlerweile verbaue ich wieder den Nachbau, der bremst gut.Kein Gebrumme, das ja eigentlich ein Rupfen ist.
Textar ist teuer, wird aufgrund des sinkenden Angebots auch noch teurer werden.Sofern die Beläge langfristig keine Belagablösungen haben.
Ob die Kühlrippen so wichtig sind?Ich denke sie sollen die Klebefläche kühlen, damit es sich nicht ablöst.Hoffentlich gab es mit den anderen Testläufe, vielleicht sollte ich mal nach einem Prüfzeichen oder sowas fragen, aber da sieht es sicher eher dunkel aus.
Es gab ja auch aufgenietet, revidierte Textarträger, aber das ist bestimmt länger her.
Dann kommt noch die Nummer mit den Alukolben, aber das betrifft die ab 74 bis Ende, es gab ein Rundschreiben, daß nur bestimmte Beläge geeignte seien, aber die Sättel sind recht rar.
Re: Vordere Bremsbelege mit neuen Belag versehen ?
Verfasst: Mi 8. Sep 2004, 17:32
von dani
Hallo,
ohne das ich es wusste habe ich Nachbaubremsklötze drin (noch vom Vorgänger). Das Bremsverhalten ist gut. Nur sind sie jetzt runter und ich muss neue besorgen. Textar sind mir zu teuer und original sind die laut Reparaturhandbuch auch nicht. Ich habe jetzt Nachbauklötze gefunden die schonmal die gleichen Kühlrippen wie die Textar haben, von dieser Seite sollte es also keine Probleme geben.
gruß,
Daniel