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Wie ist der Idealzustand einer Halbautomatik?
Verfasst: Mi 25. Aug 2004, 11:58
von Christoph Muthers
Hallo,
wie gut kann eigentlich eine HA schalten?
Ich meine, ist es normal das man etwas Übung braucht, und vor allem ist es normal, daß man, wenn man die Wiedereinkupplungsgeschwindigkeit am Kupplungskorrektor einstellt, einen Kompromiß zwischen schalten in niedrigen Gängen und schalten in hohen Gängen machen muß:
Gibt es im Schaltblock eine Vorrichtung die zwischen 1. und 2. Gang sanfter einkuppelt als zwischen 3. und 4. Gang?
Christoph
Re: Wie ist der Idealzustand einer Halbautomatik?
Verfasst: Mi 25. Aug 2004, 21:47
von Siebert
Hallo, mein DS 21 Pallas ist (nicht nur) deswegen in der Werkstatt.
Konnte das Auto zuletzt kaum noch bewegen, hätte es diverse Male fast
kaputtgefahren. Werde berichten, was zu welchem Preis repariert wurde.
Re: Wie ist der Idealzustand einer Halbautomatik?
Verfasst: Do 26. Aug 2004, 10:21
von wolfgang
fahre auch ds21 pallas ha,merke keinen unterschied wie geschildert,schaltet sich alles wunderbar.ich schalte aber z.b. n i e vom 2. in den 1.
gruss wolfgang
Re: Wie ist der Idealzustand einer Halbautomatik?
Verfasst: Do 26. Aug 2004, 11:57
von Christoph Muthers
Hallo Wolfgang,
aber Du schaltest Doch sicher manchmal vom 1. in den 2 Gang:-)?
Wenn Du das tust, verweilst Du kurz im Leerlauf, bis die Motordrehzahl etwas abgefallen ist? Oder schaltest Du genausoschnell als würdest Du von 3. in den 4. schalten, wo sich der Drehzahlunterschied als schwächerer Ruck bemerkbar (wenn zu schnell eingekuppelt wird) macht?
Das ist mein Problem: Mit etwas Übung kann man sanft fahren und schalten mit meiner HA, ich frage mich nur, ob das die Kunden damals überzeugt hätte, weil es wurden ja nicht wenige DS mit HA ausgeliefert.
Also nochmal: Wenn ich einfach stur den Gang einlege, den ich gerade will, kann es schon mal unsanft werden. Das kann ich nur unterbinden, wenn ich das Einkuppeln so langsam stelle, daß es manchmal zu lange dauert, die Kupplung länger schleift als mir lieb ist. Und dann läßt auch die Wiedereinkupplung beim Bremsen und runterschalten (längere Bergabstrecke) sehr auf sich warten, oder will mit einem Gasstoß provoziert werden.
Christoph
Re: Wie ist der Idealzustand einer Halbautomatik?
Verfasst: Do 26. Aug 2004, 17:11
von wolfgang
hallo christoph,
habe das gerade mal ausgiebig getestet.
ich glaube es liegt auch sehr an der fahrweise,richtige grundeinstellung natürlich vorausgesetzt.
wie schnell beginnt sich der wagen zu bewegen wenn du den ersten gang einlegst bzw.bei eingelegtem gang von der bremse gehst?
bei mir ist das im ersten fall ca 1 sec. im zweiten 2-3 sec. beidemal vollkommen ruckfrei.
als "frühschalter"benutze ich den ersten gang nur äusserst kurz und selbst wenn ich den wählhebel durchreisse gibts kein ruckeln der fuss muss natürlich
ganz vom gas weg.beim zurückschalten aus dem 4. nicht vor 50 km/
aus dem 3. nicht vor 25.ich habe auch mal probiert vom 2. in den 1. zu schalten aber fast bei schritttempo auch hier kein rucken.ruckeln kenne ich nur beim schalten wenn der choke noch gezogen ist.
gruss
wolfgang
Re: Wie ist der Idealzustand einer Halbautomatik?
Verfasst: Do 26. Aug 2004, 18:25
von Pit
Hallo Wolfgang,
wie ist das mit Fuß ganz vom Gas? Beim gemütlichen Schalten mache ich das auch so. Nehmen wir aber mal einen Überholvorgang, bei dem zügig bei ca. 120 vom 3. in den 4. geschaltet werden soll. Der Einkupplungsvorgang hängt ja von der Gasstellung ab, also bleibt man auf Vollgas um die Schaltzeit zu verkürzen? Wie lang dauert so ein Schaltvorgang bei dir? Ist da eine deutliche Pause, in der der Motor "gebremst hochdreht" oder hört sich das wie bei einer normalen Handschaltung an?
Ich habe gerade den Schaltblock gewechselt und bin daher auch noch beim Einstellen.
Danke
Pit
Re: Wie ist der Idealzustand einer Halbautomatik?
Verfasst: Do 26. Aug 2004, 20:21
von wolfgang
hallo pit,
ich habe mich ja als frühschalter geoutet,es käme mir nie in den sinn
im 3. bis 120 zu fahren.trotzdem glaube ich flott zu fahren. aber fuss auf dem gas n u r beim zurückschalten laut meiner französischen betriebsanleitung
siehe anlage
gruss
wolfgang
Re: Wie ist der Idealzustand einer Halbautomatik?
Verfasst: Fr 27. Aug 2004, 08:31
von Christoph Muthers
Hallo Wolfgang,
danke für den Hinweis mit dem Fuß auf dem Gas beim runterschalten. Das hat mir keiner gesagt.
Damit ist das runterschalten schon viel besser.
Das Anfahren ist ähnlich wie Du es beschreibst, aber ich hätte das gerne etwas schneller. 2-3 Sekunden finde ich beim Rangieren schon viel.
Ich bin auch ein Frühschalter, aber nur an 3 von 4 Tagen. An diesen Tagen geht das Schalten auch zufriedenstellend. An den anderen finde ich es einerseits etwas zu langsam, und andererseits kann es schon mal einen Ruck tun.
Insgesamt klingt das so, als ob Deine HA ähnlich schaltet wie meine.
Hallo Pit,
also so ein von Dir beschriebener Schaltvorgang dauert bei mir nicht lange, ist vielleicht sogar schneller als mit manueller Schaltung. Allerdings nehme ich das Gas etwas zurück, aber nicht ganz raus. Man muß bei meiner HA üben, damit man jedes mal die richtige Gaspedalstelluing trifft.
Ich verstehe aber nicht ganz was für eine Pause du meinst, damit der Motor "gebremst hochdrehen" kann? Wenn vom 3. in den 4. geschaltet wird, muß doch die Drehzahl währenddessen absinken. Es klingt dann m.E. wie mit Handschaltung.
Grüße zusammen,
Christoph
Idealzustand einer Halbautomatik?
Verfasst: Fr 27. Aug 2004, 22:21
von patric
Hallo Chritoph,
Vorweg, die HA kann weitgehend ruckelfreie und sanfte Gangwechsel vollbringen. Wer jedoch erwartet, daß das flutscht wie bei einer Porsche 6-gang Tiptronic der könnte enttäuscht werden. Letztlich muß man einen persönlichen Kompromiß zwischen Schnelligkeit und Sanftheit des Gangwechsels finden.
Da das ganze HA-Bremborium mehr oder weniger fest "programiert" ist, muß man natürlich die Umgebungsvariablen in den vom Komandoblock "erwarteten" Varianzen halten, sprich eine regelmäßige Grundeinstellung ist nötig.
Aber da fängt der Ärger ja schon an, das HAndbuch verlangt einen Leerlauf von 625 U/min (ab 68) und einen erhöhten von 850-900 U/min, da muß der Motor schon gut laufen, um solche Werte stabil zu halten.
Was also tun, wenn nicht? Motor und Vergaser überholen?
Oder aber eine höhere Standgaseinstellung wählen und Kompromisse machen.
Das A und O bei der Ganzen Einstellerei - so hat es sich für mich herauskristallisiert - ist es den Schleifpunkt der Kupplung möglichst genau zu treffen, denn das ist quasi der Eichpunkt von dem aus alle "programmierten" Steuerzeiten des Komandoblocks ausgehen.
Was aber wenn man den Schleifpunkt absolut genau hat und dann der 2. beim reinlegen knallt, weil der Synchronring im Getriebe schon nicht mehr so richtig will? Neues Getriebe, oder man muß halt dem armen Ring seine Zeit lassen und etwas mehr Kupplungspiel geben und den Kupplungskorrektor um mehr Geduld bitten, also langsameres Einkuppeln - erwähnte ich das Kompromisse machen schon?
Ein Mensch als Komandoblock passt sich der schleichenden Abnutzung des Fahrzeugs an aber eine Kolbenorgel muß halt regelmäßig nachjustiert werden, letztlich schaltet man immernoch schneller und stressfreier als mit einer manuellen Schaltung - ich zumindest komme mit dem schwammigen Rührwerk der manuellen Ds nicht annähernd so gut klar wie mit der exact schaltenden HA...
P.S.
vom 2. während der Fahrt in den 1. zu schalten ist absolut problemlos möglich (natürlich nicht bei 50 kmh), da gibt es sogar eine extra Kupplungsverriegelung die das Wiedereinkuppeln erst erlaubt wenn der 1. Gang wirklich physisch drin ist...
Re: Wie ist der Idealzustand einer Halbautomatik?
Verfasst: Sa 28. Aug 2004, 10:24
von Mike
Die frühen Modelle hatten keinen synchronisierten 1. Gang.
Da darf man wirklich nur bei stehendem Fahrzeug den Gang einlegen.
Ist auch akustisch unüberhörbar, falls man doch rollend den Gangwechsel vornimmt!