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Kupplungskorrektor

Verfasst: Mo 17. Mai 2004, 08:42
von Christoph
Hallo,


in der letzten Zeit wird mir immer mehr bewußt, daß in meinem Gaspedal(21ie) ein ungewöhnlicher, variabler Widerstand ist.
Ich kann mich erinneren, daß schon mal jemand im Forum erwähnt hat, daß der Kupplungskorrektor unter anderem vermeidet, daß der Motor während des Schaltens zu hoch gedreht wird. Das wurde aber nicht weitergehend diskutiert.
Mir kommt es so vor, als ob auch nach dem vollständigen Einkuppeln dieser Widerstand da wäre, mal mehr mal weniger, nach einiger Zeit dann gar nicht mehr. Kann das sein? Und vor allem: Soll das sein?

???

Gruß,
Christoph

Re: Kupplungskorrektor

Verfasst: Mo 17. Mai 2004, 19:57
von patric
Hallo Christoph,

falls Du ein Vergaser-Modell fährst würde ich da eher auf eine ausgeschlagene Vergaser-Welle bzw. verschmutztes Ansaugrohr desselben tippen. Ad-hoc hilft da das Standgas etwas hochzudrehen, dann ruht die Welle nicht immer in der gleichen Position, wie zig Jahre vorher und die hackende Drosselklappe hatt mehr Spiel zur Vergaserwand. Langfristig hilft nur Vergaser überholen.

Kann aber auch sein das das Silentlager des Gasgestänges hin ist.
Im ersten Fall eher sich ruckartig lösender Widerstand im zweiten eher Schlackermann.

Wenn Du 'nen Einspritzer fährst - Allah weiß...

Re: Kupplungskorrektor

Verfasst: Mo 17. Mai 2004, 21:42
von Frank
Entlüfte den Fliehkraftregler.Wenn dann immer noch fest, hängt ein Kölbchen im Korrektor.Dann kann der Spass beginnen.

Re: Kupplungskorrektor

Verfasst: Di 18. Mai 2004, 08:20
von Christoph
Hallo Patric,



bei Allah! Es ist ein Einspritzer.

Hallo Frank,

werde den Fliehkraftregler entlüften. Das hab ich noch nie gemacht...
Im Korrektor hängt kein Kölbchen, den hatte ich kürzlich erst zerlegt; er ist das Teil an meinem Auto was ich am besten kenne.



Grüße,
Christoph

Re: Kupplungskorrektor

Verfasst: Di 18. Mai 2004, 12:53
von Frank
Dann entlüfte.Es hängt ein Pfurz im Korrektor.

Re: Kupplungskorrektor keine Kölbchen??

Verfasst: Mi 19. Mai 2004, 10:11
von Dirk Müller
Kupplungskorrektor
1) Zweck:
Er dient dazu, ein schnelles und progressives Einkuppeln zu gewährleisten.
Er soll:
- Die Zeitspanne der Wiedereinkupplung je nach dem auf das Gaspedal ausgeübten Druck bestimmen.
- Ein schnelles Auskuppeln gestatten.
2) Beschreibung:
Der Korrektor befindet sich im hydraulischen Kreislauf zwischen Schaltblock und Kupplungszylinder.
Ein mit der Achse der Drosselklappe der ersten Stufe des Vergasers verbundener Nocken (2) betätigt über eine Rolle einen Übertragungshebel (3). Die sich aus den Federn (4) und (5) ergebende Kraft wirkt über den Zwischenhebel (6) auf den Schieber (7). Mit der Stellschraube (9) kann man die Spannung der Feder (5) genau einstellen. Der Schieber (8), welcher durch eine schwache Feder gegen den Schieber (7) gedrückt wird, hat in seiner Mitte einen Durchmesser, der unter dem der Bohrung liegt, in welcher er gleitet.
3) Prinzip und Funktion:
a) Auskupplung:
Prinzip:
Dieser Vorgang soll so schnell wie möglich erfolgen. Der Korrektor muss also einen nicht gebremsten Durchlauf der Flüssigkeit vom Schaltblock zum Kupplungszylinder gewährleisten.
Funktion:
Gehen wir von der eingekuppelten Ruhestellung (Abb. IV) aus. Der zur Auskupplung aus dem Schaltblock kommende Druck stößt zunächst den "By-pas" Schieber (8) (Abb. I) zurück, denn die Tarierung seiner Rückholfeder ist schwach. Der Schieber macht. eine Bohrung frei, die den Durchlauf der Flüssigkeit gestattet.
Wenn der Druck weiter zunimmt, wird der Schieber (7) seinerseits zurückgedrückt; dieser gibt eine andere Bohrung frei und spannt dabei die Feder (4). Sein Weg
ist durch einen Anschlag des Zwischenhebels (6) begrenzt. Der Druck, der nunmehr sein Maximum erreicht hat, gleicht sich zu beiden Seiten des „By-pas“ Schiebers (8) aus, welcher von seiner Feder zurückgedrückt wird (Abb. II).
Man erhält so das gewünschte schnelle Auskuppeln, da die Flüssigkeit praktisch nicht gebremst wurde.
b)Wiedereinkupplung
Prinzip:
Es muss eine erste schnelle Phase einer Wiedereinkupplung bis zu dem Moment erfolgen, wo die Kupplungsmitnehmerscheibe eben Kontakt bekommt und eine zweite langsamere Phase angestrebt werden, um ein progressives, d. h. ruckfreies Einkuppeln zu erreichen.
Hierzu muss der Rücklauf der Flüssigkeit zunächst frei und dann gebremst erfolgen.

Re: Kupplungskorrektor

Verfasst: Mi 19. Mai 2004, 16:00
von Christoph
Hallo Dirk,


danke für die ausführliche Erläuterung.
Kann es sein, daß er nicht vollständig ist, er endet so abrupt?

Grüße,
Christoph

Re: Kupplungskorrektor

Verfasst: Di 25. Mai 2004, 08:27
von Christoph
Hallo Dirk nochmal,



ich habe jetzt erst Deine Überschrift gesehen: In meinem Kupplungskorrektor befinden sich natürlich Kölbchen, aber ich bin mir sicher, daß keines "hängt".



Ich habe gestern den Fliehkraftregler nach Anleitung entlüftet, das war ziemlich unspektakulär. Allerdings hatte ich keinen Drehzahlmesser ausser dem des Armaturenbrettes. Es kam einfach ein wenig Öl raus, aber nicht die von mir erwartete blasige Suppe.
Trotzdem hat es eine Verbesserung bewirkt, ich konnte jetzt den Kupplungskorrektor auch korrekter einstellen.
Ich weiß aber immer noch nicht, ob es nicht noch besser geht: Wenn man gefühllos vom ersten in den zweiten schaltet, kann es schon einen ganz schönen Ruck geben.

Christoph