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LHM bei -22 Grad

Verfasst: Fr 10. Feb 2012, 12:45
von aquablader
Wer von Euch hat denn seine Madame in den letzten Tagen bei diesen bitteren Temperaturen raus gelockt?
Ich musste meinen Garagenplatz räumen und bin daher zum ersten Mal mit richtig gut durchgekühltem LHM DS gefahren.
Es waren bei uns -22 Grad an dem Morgen und nachdem der Motor erfolgreich gestartet war (was wegen meiner geringen Anlasserdrehzahl manchmal recht spannend ist), hatte ich das Gefühl, mehr Servounterstützung zu haben. Im Stand war meine Lenkung schon immer "mechanisch", bei rollendem Auto gehts dann passabel. Allerdings mit richtig zähem Öl sinkt wohl der innere Druckverlust und es bleibt mehr zum Lenken übrig. Auch die Pumpenintervalle sind merklich länger.
Erschrocken hab ich mich dann bei der verpätet einsetzenden Bremswirkung, habe aber gleichzeitig einen polterneden Fliehkraftregler. Da ist wohl Entüften angesagt...
Die Federung andererseits zeigte sich von den Temperaturen unbeeindruckt.

Habt Ihr ähnliche Erfahrungen?

Re: LHM bei -22 Grad

Verfasst: Fr 10. Feb 2012, 16:32
von Eric
Hallo,

ich habe eher die Erfahrung gemacht, daß alles etwas zäher geht: Schalten, Lenken. Die Suppe muß erst warm werden :-)

Eric

Re: LHM bei -22 Grad

Verfasst: Fr 10. Feb 2012, 18:38
von uri
Auch ich kann bestaetigen, dass es eher zaeher geht (ich fahre meine ID den ganzen Winter ueber, auch jetzt bei der Kaelte), z.B. senkt sich Madame nach dem Abstellen sehr viel langsamer ab als im Sommer. Allerdings kann ich NICHT von verspaeteter Bremswirkung berichten, das sollte auch nicht sein, bei dem Druck der beim Bremsen freigegeben wird. Vielleicht sollte dein gesamtes System (insb. Bremsen) wirklich mal entlueftet werden.
kalte Gruesse
Peter

Re: LHM bei -22 Grad

Verfasst: Fr 10. Feb 2012, 19:26
von aquablader
Immer, wenn sie länger nicht gefahren wird, muß ich vorn entlüften.
Schnell gemacht, aber ich hab noch keine Ursache finden können.

Re: LHM bei -22 Grad

Verfasst: Fr 10. Feb 2012, 19:56
von Garvin
Das mit der servo... Kommt vom eis unter den reifen ;-)



Das gefühl hab ich allerdings auch immer bei frost ...

Re: LHM bei -22 Grad

Verfasst: Sa 11. Feb 2012, 01:21
von Bernhard(Süd)
Hallo,

interesantes Thema.

Mein damaliger Xantia fuhr sich bei ca. minus 20° auch irgendwie "träger", was Feder-, Lenk!!- und Bremswirkung angeht!

(trotz des sogen. techn. Fortschr.)...

Erst kürzlich habe ich LHS im ins Freie platzierten Probegefäss bei minus 15 als honigartig-zäh beobachtet. Ausserdem schien mir da eine dünnflüssige, mit der Zeit abgesonderte fast klare Flüssigkeits"Fraktion" obenauf zu schwimmen....

(Merkwürdig,- scheidet sich bei Niedrigtemperaturen ein niedrigviskoser Bestandteil der Flüssigkeit ab und führt wömöglich dann in den Hydraulikaggregaten der DS ein Eigenleben -?!?!?!?!?!? O Geist des seligen Magès hilf ! ).

Die Pointe ist, dass nach den mir vorliegenden Daten das LHM(!) sogar ein wenig temperaturempfindlicher reagiert als das olle LHS.

Was zu beweisen war...
- WAS sagen alte Citroën (Erstbesitzer aus den 1960...703r-Jahren) dazu -? -

Grüsse:
Be



Re: LHM bei -22 Grad

Verfasst: Di 14. Feb 2012, 15:06
von papasitt


meine DS brauchte einen Tag um abzusinken, Federung, Lenkung, Bremsen
aber keine Probleme.(- 14 Grad)

Per Handhebel reagierte Sie normal -hoch und runter-
dachte schon das was verstopft wäre.

Ist aber alles wieder normal.

Es waren nur 10 km, brauchte aber auch eine Zeit um aufzutauen.

Gruß aus dem Schnee
Siggi
PS
mit meinem Trabant war ich an diesem Tag blaugefroren, hatte vergessen Kuchen mitzubringen, Autos sollen ja bewegt werden, wollte mich eigentlich nicht umbringen