Danke,
das mit dem Schnapsglas Benzin war ein guter Typ....
Allerdings will ich jetzt die ganze Story berichten - war nämlich heute schon echt ´ne Hardcore-Aktion das Ganze:
Als verwöhnter Fahrer "neuerer" Fahrzeuge war ich nicht mal im Besitz eines Reservekanister - habe ich bis heute auch noch nie gabraucht...
Also Kanister besorgt und zur Tanke Superplus reingeschüttet.
Das "Schnapsglas" oben rein, Maschine lief gleich - aber nur kurz. Interessant wie schnell so ein Schnapsglas verarbeitet wird...
Nun, dann mache ich eine größere Portion rein - ich glaube der Vergaser beginnt schon überzulaufen - hört sich zumindest so an. Guten Mutes die Zündung betätigt - ich wundere mich, daß der Sammler immer noch mitmacht - und siehe da, Maschine springt an...
Nun, aufgrund der Anlasserorgeleien denke ich, macht es Sinn gleich mal eine Runde zu fahren, damit sich der Akku wieder erholen kann...
Gesagt, getan. Ich mache hierbei den verhängnisvollen Fehler, ohne Papiere, Geld und Handy loszufahren...
Göttin fährt tadellos, macht echt Spaß nach den 3 Wochen Entzug damit zu fahren. Will im Nachbarort dann Retour fahren, da plötzlich stirbt der Motor ab... Bleibt einfach stehen die Zicke...
Ich schaffe es noch mit dem Anlasser in eine Nebenstraße einzubiegen...
Sch.....
Nun jetzt hat die "Intelligenz auf Rädern" nicht mal einen Cent dabei, keine Handy, kein gar nichts...
Marschiere zu einer benachbarten Tankstelle, die mich nach vielem guten Zureden telefonieren laßt. Will meine richtige Göttin anrufen, damit ich erstmal selbst versuchen kann den Schlamassel zu regeln - bin mir mittlerweile nämlich sicher, daß der Tank leer ist... (peinlich sowas hier zu schreiben, aber das Instrument stand auf 1/4)
Nun kommt der Hammer, daß ich nicht zu Hause anrufen kann, da immer besetzt ist - später bemerken wir, daß der Hörer im Schlafzimmer nicht aufgelegt war... wie war das noch mit Murphy´s Gesetz...
Aufgrund des nicht sehr hilfsbereiten Verhaltens des Tankwartes entschließe ich mich, ihn nicht um einen gefüllten Benzinkanister anzubetteln - von wegen Ehrverlust etc...
Nun, zum Basiscamp sind es rund 5 km, bei 31 Grad im Schatten, ohne Mütze und ohne Getränk, aber der Hoffnung, daß ich die DS heute noch zum Fahren bringe. Also los, habe ja letzte WOche in Südtirol zwei Dreitausender erwandert, da ist das doch auch zu machen...
Nun, nach der schönen Wanderung - habe jetzt wegen der fehlenden Mütze Sonnenbrand auf der Glatze - fahre ich dann mit meinem C5 und dem gefüllten Reservekanister zur Stelle der Schande.
Fülle die restliche 4 Liter rein und bin mir sowas von sicher, daß das Triebwerk anspringen wird - ja muß...
Pustekuchen - nichts geht. Ich hätte nicht gedacht, daß der Anlasser solange drehen kann - nach dieser gerademal 5 km Ladefahrt. Plötzlich streikt sogar der Anlasser - wahscheinlich ist er überhitzt - Magnetschalter und so. Dann orgelt er wieder - aber die Maschine springt nicht an.
Nun, denn, jetzt muß es sein: Anruf beim Pannendienst meines Automobilclubs. In der Familie habe wir seit Jahrzehnten einen ACE-Schutzbrief, den wir noch nie benötigt haben...
Nach rund einer Viertelstunde kommte der Abschlepper. Ich erkundige mich nochmals sicherheitshalber, daß der Pannenschutz auch für historische Autos gilt - man weiß ja nie...
Der freundliche Mann meinte sofort, daß er an Autos die älter sind als er grundsätzlich nichts macht, und ist sofort einverstanden, den Wagen in meine Garage zu schleppen.
Es ist übrigens die zweite DS die er in seiner Karriere abschleppt...
Er hilft mir dann auch noch das Auto in unsere Garage reinzuschieben - wir habe eine sauenge Zufahrt. Hätte nicht gedacht, daß die DS - vor allem wenn die Lenkung eingeschlagen ist - so schwer zu schieben ist.
Nun, jetzt war wieder der Zustand von heute morgen erreicht...
Aber es gab dann doch ein Happyend:
Fuhr nochmals zur Tanke - der Tankwart schaute mich schon ganz komisch an, da ich heute schon den zweiten Kanister bei ihm holte. Schüttete das Zeug rein - jetzt fällt mir ein, daß ich das Bleiersatzadditiv vergessen habe

- und die Maschine startete.
Anscheinend waren die ersten 5 Liter zu wenig gewesen.
Evtl. ist da auch etwas Dreck im Spiel oder Benzinfilter - jedenfalls werde ich das noch untersuchen bevor ich VOLLTANKEN werde.
Mannomann, das war für mich schon eine Grenzerfahrung heute - bin nämlich noch nie WIRKLICH mit einem Auto stehen geblieben.
Zudem noch der Frust, da mein C5 vor genau 10 Tagen in der Lombardei uns mit einer schönen Fehlermeldung (Abgassystem defekt) den Urlaub vermiest hat. Waren gerade ca. 80 km vom Hotel entfernt am Foscagnopass bei rund 2100 m als der C5 diese Meldung brachte und ins Notprogramm fiel. Nur im Notprogramm kann man keine Steigungen mehr fahren. Die Radfahrer die ich überholen wollte, guckten ganz erstaunt, als sie mich dann überholten. Um Souveränität bei der Familie vorzugaukeln machte ich dann mal die Motorhaube auf, um - das einzige was man in so einer Abgeschiedenheit machen kann - die Batterie zwecks Reset mal kurz abzuklemmen. Was auch half - wir kamen problemlos nach den nächsten 600 km zu Hause an. Erst dort, gab es wieder den gleichen Fehler, den der freundliche Citroën-Händler in dieser Woche (hoffentlich wirklich) beseitigt hat...
Also innerhalb von 10 Tagen zwei Probleme mit Fahrzeugen der Marke Citroën tut mir schon ganz schön weh...
Aber vielleicht habe ich jetzt ja meine Ruhe...
Hoffe ich habe Euch nicht mit dieser Story zu arg gelangweilt...
Grüße
Peter
PS: Meine bessere Hälfte fragte ernsthaft, ob ich den von der Göttin auf dem Abschleppwagen nicht wenigstens mit dem Handy ein Foto gemacht hätte

)...