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Getriebefrage D Super 5 1971 5-Gang man.

Verfasst: Mi 23. Mär 2011, 10:47
von klapproth
Hallo,

leider blieb gestern bei der Ausfahrt das Kupplungspedal beim Schalten unten.

Seile in Ordnung, dann genauer geschaut:

Oben am Getriebe neben der Betätigung ist ein Halter abgeschert / abgerissen, so ca. unterhalb der Wasserpumpe, die Kupplungswinkel-Stange und der Kupplungswinkel lagen noch im Motorraum. Wahrscheinlich ist das abgebrochen Teil das Kupplungswinkel-Lager.

War das bei Euch auch schon mal und wie habt Ihr das Problem gelöst? Denn das neue Teil kann da ja wohl nicht einfach mal so draufgeschweißt werden?

Vielen Dank schon mal für Eure wertvolle Hilfe

Gruß

k.

Re: Kupplungshebel

Verfasst: Mi 23. Mär 2011, 17:04
von Ulrich Knaack
klapproth schrieb:
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> Oben am Getriebe neben der Betätigung ist ein
> Halter abgeschert / abgerissen, so ca. unterhalb
> der Wasserpumpe, die Kupplungswinkel-Stange und
> der Kupplungswinkel lagen noch im Motorraum.
> Wahrscheinlich ist das abgebrochen Teil das
> Kupplungswinkel-Lager.
> War das bei Euch auch schon mal und wie habt Ihr
> das Problem gelöst? Denn das neue Teil kann da ja
> wohl nicht einfach mal so draufgeschweißt werden?

Doch, das gab es ja öfter - wenn ich richtig verstehe, was los ist..

Die Schraube im Getriebegehäuse zur Lagerung des Kupplungshebels, denn das ist eine solche, rieb früher oftmals die runde Bohrung in dem "Bumerang" zur Kupplungsübertragung auf, manchmal durch.
Ordentliches Schweißen und Nachschliefen, vor allem aber dauerhaftes Lagern (z.B. mit einer kleine Buchse) und Fetten der ganzen Chose (Kupferfett) half dann meistens für mehrere Hundertausend km.

Jedenfalls waren/sind gebrauchte "Bumerangs" oft ovalisert, die Schrauben dann manchmal durch erhebliches Spiel im Betrieb "geköpft" worden.

Das Spiel war manchmal so groß bereits, dass der Kupplungsweg eigentlich schon zu klein war, denn ein Drittel davon ging fürs Spiel drauf.

Immer vorausgestzt, ich verstehe den beschriebenen Schaden richtig.

toi, toi
Ulrich

Re: Getriebefrage D Super 5 1971 5-Gang man.

Verfasst: Mi 23. Mär 2011, 19:33
von klapproth
Hallo Ulrich,

besten Dank für die Antwort, ja, ich denke, wir sprechen vom selben Thema.

Kann mir auch jemand sagen, welche Teile ich jetzt bestellen muss? Und wie ich dann vorgehe? Mir sieht das so aus, dass dort eine Art Stehbolzen rausstand, wo die Betätigung befestigt war und das Ganze noch in einem Art Lager(schale) gewesen sein muss.

Gibt es dann dafür noch Originalteile? Wie kann man sich behelfen?

Ist auf Dauer nämlich blöd, wenn man nur mit eingelegtem 2. Gang fahren und starten kann ;-)

Gruß

k.

Re: Kupplungsbetätigung

Verfasst: Mi 23. Mär 2011, 22:12
von Ulrich Knaack
Ich nehme an, du hast den Übertragungshebel noch.
Kontrollieren ob das Loch drin rund ist oder zu stark ovalisiert.
Es gibt zwei Längen, je nach Tellerfeder oder Lamellenkupplung (sieh Vechta-Firma Artikel-Nr. 32230 und 32229 beispielsweise)
Die Befestigung erfolgt mittels einer Schraube M 7x20
Ganz wichtig: Diese berührt den Winkel nicht direkt, sondern dazwischen liegt eine Büchse und unten drunter eine Scheibe, um die Reibung zu minimieren und von dem Hebel wegzunehmen.
Wenn da nix mehr vorhanden ist, da abgebrochen (oft liegen aber Teile noch unter der Lenkung/Kühler in der "Schraubensammelstelle" auf dem Getriebe?):
Schraube ausbohren oder Rest wenn zu packen mit Zange entfernen, neue Hülse suchen oder aus Werkzeughandel z.B. oder Vergaserdienst o.ä besorgen oder am besten aus gut sortierter Kleinteilekiste in Werkstatt raussuchen und mit neuer Scheibe drunter und neuer Schraube wieder einsetzen.
Sollte das 7er Gewinde bereits hin sein (gabs auch oft), habe ich da schon 8er und sogar 9er Gewinde erlebt (und teils selbst setzen müssen, was solls, man miuss ja die Kupplungskraft übertragen).

bonne chance
U

Re: Getriebefrage D Super 5 1971 5-Gang man.

Verfasst: Do 24. Mär 2011, 12:00
von klapproth
Ja, ich habe den Hebel noch, das Loch ist noch rund. Was mir fehlt, ist die Schraube (abgerissen) und das Lager. Ist das beim Vechta die Nummer 32231?

Re: genau

Verfasst: Do 24. Mär 2011, 12:19
von Ulrich Knaack
jau das ist es.
Und das Maß 7,2 zeigt dir, dass zur Schraube 7 mm ein wenig "Luft" ist.
Kupferfett rein und kontrollieren, dass ne breite Scheibe drunterliegt, also der Hebel selbst nicht Reibung auf dem Gehäuse hat.
Evtl. fertigen die die Buches aber auch lang genug.
Lose (ohne Seilzug drin und ohne Übertragungshebel dran) ausprobieren.

Frohes Schalten (und Walten)
U

Re: Getriebefrage D Super 5 1971 5-Gang man.

Verfasst: Do 24. Mär 2011, 17:49
von uvlight
..und damit bekommst Du die abgerissene Schraube wieder raus..!!

http://www.google.de/products/catalog?q ... CHEQ8wIwAw#


Uli

Re: Ausbohren

Verfasst: Do 24. Mär 2011, 18:46
von Ulrich Knaack
Richtig.
Um die Ausdreher anzusetzen, muss man allerdings sowieso bohren.
Oft drehen sich die Reste beim 4,5er spätestens beim 5er Bohrer dann schon "freiwillig" raus oder sind "prokelbar".

Manchmal kriegt man unwilige "geköpfte" Schrauben an unmöglichen Stellen zuvor auch mit dem Körner "gehorsam".

Und filigrane Schutzgasschweißgerätbesitzer schweißen sowieso mit Vorliebe einen Hohlkörper, wie z.B. eine Mutter auf den "Stumpf", die sich dann packen lässt, da die temporäre Erwärmung den "abben" Rest sehr schön im Gewinde lockert.

Re: Getriebefrage D Super 5 1971 5-Gang man.

Verfasst: Fr 25. Mär 2011, 02:15
von tomsail
...warum eigentlich gelten halbautomaten als kompliziert? :-)


Re: Ausbohren

Verfasst: Fr 25. Mär 2011, 08:40
von uvlight
...ich wußte nicht, dass Du noch ein "Packende" hast. Dann gehst vieleicht ohne diese Hilfen. Schrauben drehen sich rechtsrum bei bohren, raus kommt sie davon nicht. Und nur ausbohren schädigt meißt das Restgewinde, da Du nicht genau das Zentrum triffst. Dann besteht noch die Gefahr beim rauspuhlen oder nachschneiden der einseitigen Schraubengewindereste mit Gewindebohrer, dass dieser abbricht. dann hast Du richtig Probleme.

Trotzdem viel Erfolg
Uli