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Tür aufarbeiten

Verfasst: So 6. Feb 2011, 09:56
von scardale
Nachden sich gestern erste Anzeichen des Frühlings zeigten habe ich mich auf den Dachboden der Garage geschwungen und mir die schlechteste der 4 Türen in die Werkstatt geholt. Der Boden ist Schrott und muss gewechselt werden, von der Türhaut sind lediglich die unteren 2-3cm morsch. Ringsum ist ansonsten die gebördelte Kante gesund und nicht aufgequollen. Was mich aber am meisten ärgert, die Tür ist innen oberflächlich komplett angerostet und muss wenn ich es fachmännisch machen möchte innen gestrahlt werden. Da sah Tomsails Tür innen besser aus, vermutlich mal wieder der völliog fehlende Rostschutz bei den älteren Baujahren. Hat schon mal jemand bei aufgezogener Türhaut innen gestrahlt und lackiert? Oder muss die ansonsten gute Türhaut runter? Ich befürchte die restlichen, äußerlich gutenTüren sehen innen auch nicht anders aus.

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Gruß Stefan

Re: Tür aufarbeiten

Verfasst: So 6. Feb 2011, 18:59
von Thomas Held
Hallo Stefan,

auf den Fotos sieht der Boden gar nicht so schlecht aus, eher angerostet als durch.
Ich habe eine 60er-Jahre-Tuer hier, die ist auch innen flaechig angerostet. Meine 70er-Tueren waren innen flaechig immer rostfrei, aber unten durch...
Erstere werde ich wohl chemisch behandeln lassen.
Gruss,

Tom

Re: Tür aufarbeiten

Verfasst: So 6. Feb 2011, 19:12
von scardale
Hallo,

ne ne, der Boden kann nicht bleiben, seltsamerweise ist er teilweise nicht mehr ebven sondern macht einen gestauchten Eindruck. Es wurde auch bereits mal rumgefrickelt, die untere umgelegte Kante ist teilweise abgeflext. Ich zerbrech mir derzeit lediglich darüber den Kopf ob ich die Haut abmache und aufarbeite oder ob ich nur unten ca. 8cm abnehme. Dann kommt natürlich die Schwierigkeit der langen Schweißnaht quer über die Tür. Ich hab schon überlegt ob es machbar ist ein Profilblech einzupunkten auf dem der Länge nach beide Bleche aufliegen, danach durchgehend mit WIG stumpf verschweissen. Das Problem dabei wäre allerdings das die Naht von innen nicht mehr zugänglich wäre (zwecks Nachrichten bzw. Ausklopfen der Naht). Die anderen 3 Türen sind höchstwahrscheinlich weitgehend rostfrei, allerdings wird auch dort der Innenraum angerostet sein. Also brauche ich die Möglichkeit die Tür inen zu entrosten und zu grundieren/lackieren. Ich denke ich sprech mal mit dem Strahler meins Vertrauens.

Re: Tür aufarbeiten

Verfasst: So 6. Feb 2011, 19:25
von Robert
Hallo Stefan,

meinst Du wirklich, die Türe müsste innen perfekt rostfrei sein? Die sind doch immer mehr oder minder angerostet, aber durchrosten tun sie selten so mitten auf der Fläche. Und an so einem leichten Flugrost kann sich der Mike doch richtig gut festhalten. Ich habe da jedenfalls bei meinen Autos nichts gemacht.

Grüsse
Robert

Re: Tür aufarbeiten

Verfasst: So 6. Feb 2011, 19:30
von scardale
Hallo,
nein, eigentlich muss die nicht perfekt rostfrei sein, allerdings ist die Anrostung nicht ganz ohne. Hab mal mit 8oer drübengeschliffen und da kam dann noch kein blankes Blech durch. Bei uns um die Ecke ist ein Entlacker, die Preise kommen mir recht zivil vor, den werde ich nächste Woche mal ansprechen.

Gruß
Stefan

Entlacker:

http://www.boehl-entlackung.de/ueber-uns.html

Re: Tür aufarbeiten

Verfasst: So 6. Feb 2011, 21:46
von sebastianklaus
Hallo Stefan,
mit der chemischen Entlackerei ist das so eine Sache. Meinst Du nicht, dass Reste der Brühe in den umgebördelten Falzen hängen bleiben (trotz nachträglicher Passivierung) ? Dann kommt im Laufe der Jahre aber erst RICHTIG der Rost.
Ich würde Robert Recht geben: Mike Sanders drüber und gut ist. Gerade Du bist es doch gewesen, der (im Gegensatz z.B. zu mir) die alten Schrauben eben nicht in die Betonmischmaschine geworfen hast, um sie dann neu galvanisieren zu lassen und stattdessen einen Tropfen Fett auf den Schraubenkopf gemacht hast. Ist ja alles gut und schön, aber DANN finde ich den Aufwand für die Innenseiten der Türhäute übertrieben.

Wenn Du es schön machen willst, dann überleg doch mal, ob du nicht doch Deinen Strahler die Tür innen (ganz vorsichtig) blank strahlen lässt und grundiere dann das Blech sofort.

PS: Sei froh, dass du so phantastische Türen hast !!

Viele Grüße
Sebastian

Re: Tür aufarbeiten

Verfasst: Mo 7. Feb 2011, 00:58
von scardale
Hallo,
eigentlich hast Du ja recht, ich bin eher der Patina Typ. Und wenn die Falze außen noch gut sind dürfte mit einer Sanders gefluteten Innerei auch nichts passieren. Aber wenn es innen flächig rostig ist schwankt man einfach bei der Überlegung ob es so bleiben darf. Das mit der Fettkleckserei halte ich immer noch so wie ein Bild von gestern zeigt.

Gruß
Stefan

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Re: Tür aufarbeiten

Verfasst: Mi 9. Feb 2011, 21:20
von scardale
Hallo zusammen,

tja, so schnell kanns gehen, jetzt stehe ich vor der Entscheidung ob ich 300 EURO für ne neue Haut investiere oder ein Repblech einsetze. Diese Tür (wenn ich mich recht erinne die einzig Schlechte) wurde mal großflächig überspachtelt. Unten auf der B-Säulenseite muß mal was passiert sein, an einer Stelle ist der Spachtel fast 1cm dick. Flächig wurde dann auf dem alten Lack gespachtelt. Ich tendiere zur Türhaut weil ich mir nicht sicher bin ob ich es ansonsten einigermassen gerichtet bekomme.

Gruß
Stefan

(mal wieder ein wenig frustriert)

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Re: Tür aufarbeiten

Verfasst: Mi 9. Feb 2011, 21:49
von sebastianklaus
Hallo Stefan,
so wie du schweißen kannst (noch dazu mit WIG !) wirst Du doch keine neue Haut kaufen !
Bau alle Türen und Kotflügel der jeweiligen Seite an Dein Chassis und passe dann den Flicken an die benachbarten KArosserieteile an. Ist bestimmt kein Problem für dich.
Wenn es dann gar nicht geht (was ich nicht glaube), kannst du dann immer noch eine neue Türhaut kaufen (von der ich nicht mal weiss, ob sie 100%ig passen wird) !
Viel Erfolg.
Sebastian

Re: Tür aufarbeiten

Verfasst: Do 10. Feb 2011, 07:24
von Gerhard Trosien
Die Tür ganz oben sieht doch fast neu aus ;-)

Wenn Du sie wegschmeißen willst, sag mir wohin! Wenn Du sie aber vorher innen strahlen lassen willst, will ich gar nicht wissen, wo sie gelandet ist.

Den Rost innen kannst Du weitestgehend mechanisch entfernen, den Rest schafft Phosphorsäure, die, wenn man es richtig macht, einen hervorragenden Rostschutz und Haftvermittler für die Grundierung ergibt.

Wenn sie fertig aufgearbeitet ist, sollte man in ein paar Spritzer Siega- oder Mike-Sanders-Fett investieren. Bei Reparaturen gibt es immer Ecken, die man nicht richtig erreicht beim Entrosten und Lackieren.