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geschweisster Langhuberkopf
Verfasst: So 30. Jan 2011, 19:40
von Sarko de Funes
Liebe Leute,
vor ca. 2 Jahren habe ich den Motor meiner 64er Eule (vert till(eule)) überholt.
Dabei stellte sich heraus, dass der Kopf an einigen Stellen nach 25 Jahren rumstehen richtiggehend zerfressen war.
Ich habe dann sicherheitshalber einen anderen Kopf verwendet, den Originalkopf jedoch zumindest mal vom Motorbauer schweißen lassen. Das sieht jetzt noch ziemlich seltsam aus mit den Schweißnähten und muss zur weiteren Verwendung noch weiter bearbeitet werden.
Da meine 60er Dame einen Kopf hat, bei dem ich vor lauter Sprödigkeit nicht mehr wage, die Kerzen zu wechseln, habe ich überlegt, ihr vielleicht den geschweißten Kopf zu verpassen.
Was mein Ihr dazu? Wer hat Erfahrungen mit geschweißten Köpfen?
Oder soll ich doch lieber einen "neuen" Kopf (woher?) nehmen?
Kopflose Grüße
Sarko
Re: geschweisster Langhuberkopf
Verfasst: Mo 31. Jan 2011, 00:14
von Robert
Hallo Sarko,
was meinst du mit Sprödigkeit? Das hört sich mehr nach Problemen mit Carla an. Wie gibt Dir der Kopf zu verstehen, dass du die Kerzen nicht wechseln sollst?
Grüss
Robert
Re: geschweisster Langhuberkopf
Verfasst: Mo 31. Jan 2011, 09:47
von Sarko de Funes
Hallo Robert,
eieieieieieiei, da hast Du den Finger in die zweite Wunde gelegt.
Aber die 60er-Dame hat das gleiche Problem. Ich musste jetzt schon zwei Mal beim Rausschrauben der Kerzen einen Helicol-Einsatz bei montiertem Kopf verwenden, um erst die eine und dann noch eine weitere Kerze wieder fest zu bekommen. Und ich weiß, dass eine Schraube der Kipphebelwelle auch sozusagen auf dem letzten Gang hält.
Jetzt befürchte ich, dass weitere Kerzenrausschraubungen bei den verbleibenden Kerzen ähnliche Probleme zutage treten lassen. Insgesamt kein schönes Gefühl, wenn man nicht weiß, ob trotz aller Vorsichtsmaßnahmen nicht doch der eine oder andere Span im Brennraum bleibt. Zumal eine der vier Kerzen jetzt auch noch schräg sitzt.
Deshalb der Gedanke, den anderen Kopf richtig schön fertigmachen zu lassen und ihn dann zu verwenden.
Die Frage ist halt, ob der an den geschweißten Stellen wirklich hält.
Carlas Kopf kann ich nur zurechtrücken. Erneueren wird nicht gehen.
Grüße
Sarko
Re: geschweisster Langhuberkopf
Verfasst: Mo 31. Jan 2011, 11:33
von Robert
Hallo Sarko,
ich habe nicht ohne Hintergedanken nachgefragt. Bei meiner 59er sieht es nämlich ähnlich, wenn auch nicht ganz so übel aus. Als ich sie in Ohut genommen habe, waren 3 Stehbolzen der Auslasskipphebelböcke ausgerissen und ich musste auch hier Helicoil nehmen. Beim letzten Ventileinstellen hatte sich ein weiterer Bolzen gelockert und da frage ich mich auch, a. was da mit dem Material passiert und b. ob der Kopf noch eine grosse Zukunft hat, sprich, ob es sich lohnt, prophylaktisch auch die restlichen Gewinde mit Helicoil zu versehen. Die Kerzengewinde sind allerdings bisher in Ordnung.
Viele Grüsse
Robert
Re: geschweisster Langhuberkopf
Verfasst: Mo 31. Jan 2011, 23:39
von Sarko de Funes
Hallo Robert,
ich habe keinen Schimmer, warum der Kopf so spröde geworden ist. Vielleicht einfach Alterung? Geht das? Altert Alu? Dass es je nach verwendetem Frostschutzmittel richtig zerfressen wird, habe ich beim Eulenkopf deutlich sehen können. Welches Frostschutzmittel so agressiv ist, weiß ich aber auch nicht.
Du hast ja noch Glück wenn´s nur die Stehbolzen sind.
Hattest Du nicht irgendwann gefragt, ob man Ventilschaftdichtungen bei Langhuberköpfen einbauen kann? Was ist daraus geworden? Oder bin ich im falschen Film?
Viele Grüße
Sarko
Re: geschweisster Langhuberkopf
Verfasst: Di 1. Feb 2011, 00:01
von Robert
Hallo Sarko,
stimmt, habe ich gefragt. Mit entsprechend abgeänderten Ventilführungen funktioniert das ohne weiteres. Den Kopf habe ich fertig gemacht hier liegen, der sollte bei Gelegenheit in die ID kommen, habe ich aber auch noch nicht geschafft. Mir kommt die Beschaffenheit meines DS-Kopfs weniger spröde als wie aufgeweicht vor, ich wüsste auch gerne, was in so einem Kopf vor sich geht, Alu-Pest, interkristalline Korrosion, keiner 'ne Ahnung?
Grüsse
Robert
Re: geschweisster Langhuberkopf
Verfasst: Di 1. Feb 2011, 10:41
von Sensenmann
Also prophylaktisch Stahlbuchsen in einen Alukopf bzw. Graugußkopf einzubauen ist ohnehin sinnvoll. Normalerweise müßte das ab Werk so sein. Einfach aus Qualitätsgründen. Aber das sparen sich fast alle Hersteller
Re: geschweisster Langhuberkopf
Verfasst: Di 1. Feb 2011, 11:13
von Gerhard Trosien
Sarko de Funes schrieb:
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>.... Welches
> Frostschutzmittel so agressiv ist, weiß ich aber
> auch nicht.
>
RICHTIG aggressiv ist: gar kein Frostschutzmittel
Bei einem Auto, das 30 Jahre in F "gewartet" wurde, sollte man nicht erwarten, dass immer Frostschutz drin war und dies alle 2 Jahre erneuert wurde.
Auch ein DS war mal nur 'n altes Auto.
Als ich vor 20 Jahren meinen Kurzhuber abholte, waren bereits 2 Kerzengewinde von einem Interessenten, der vor mir da war, ausgerissen worden, ich schaffte den Rest. Jetzt sind Stahlbuchsen drin. Das hatte aber mit Materialermüdung nichts zu tun, sondern mit Kupferpaste.
Stehbolzen im Leichtmetall soll man auf gar keinen Fall ohne Not anrühren. Die Ursache für's Ausreißen kann durchaus sein, dass sie mal demontiert waren.
Re: geschweisster Langhuberkopf
Verfasst: Mi 2. Feb 2011, 17:09
von Bernhard(Süd)
Hallo,
nur als Anmerkung / Beobachtung:
In meiner 1962er hatte der ursprüngliche Kopf einen Riss, -wurde durch einen aus einem HY-Motor ersetzt. Dieser scheint bisher in Ordnung!
Grüsse: Bernhard
Re: geschweisster Langhuberkopf
Verfasst: Mi 2. Feb 2011, 18:20
von Sarko de Funes
Hallo zusammen,
..... aber Erfahrungen mit geschweißten Köpfen scheint es nicht wirklich zu geben?
Mir scheint, ich werde mich auf die Suche nach einem neuen (alten) Kopf machen müssen.
@Bernhard: Was für ein HY war das (Bj. etc)? Oder passen alle HY-Köpfe?
Grüße
Sarko