Seite 1 von 1

Antriebswellen zerlegen

Verfasst: Mo 8. Nov 2010, 22:49
von sebastianklaus
Hallo,
ich zerlege gerade die Antriebswellen, um sie neu zu fetten.
Problem bei der Demontage des Kardans: Nach Entfernen der Seegerringe und Klopfen mit einem Hammer ließ sich eine Nadellagerschale problemlos entfernen. Die gegenüberliegende lässt sich an sich innerhalb ihrer Bohrung leicht bewegen, kommt aber nicht raus, sie klemmt, bevor sie oben ein Stück heraus schaut. Alles Klopfen, vorsichtiges Schlagen auf die Stirnseite des (nach Demontage der ersten LAgerschale) freiliegenden Antiebssterns hilft nicht. Die Schale kommt nicht so weit heraus, dass ich sie mit der Zange zu packen bekomme. Das Rep-Handbuch gibt auch keinen besseren Rat.
Mit der Flamme heißmachen möchte ich die Chose nicht, ein Gewinde in das Zentrum der LAgerschale schneiden, um sie dann heraus zu drücken, möchte ich auch nicht.
Hat einer eine Idee zum zerstörungsfreien Entfernen der Nadellagerschalen des Kardangelenks ?
Danke im Voraus
Viele Grüße
Sebastian

Re: Antriebswellen zerlegen

Verfasst: Di 9. Nov 2010, 07:26
von Gerhard Trosien
Gibt es einen fühlbaren Grat am Rand der Bohrung, über den die Schale nicht hinaus will?

Re: Antriebswellen zerlegen

Verfasst: Di 9. Nov 2010, 07:31
von sebastianklaus
Hallo Gerhard,
mit einem Stechbeitel habe ich die Ränder der Seegerringnut nachgezogen, da ist keinesfalls mehr irgend ein Grat. Die Schale hat die Seegerringnut auch passiert, bewegt sich aber nun, ca. 0,5 mm unterhalb des Bohrungsrandes liegend, keinen Nanometer weiter Richtung außen.
Man kann auch von innen nicht mit einem Dorn an die Schale heran kommen, um sie auszutreiben.
Ratlose Grüße
Sebastian

Re: Antriebswellen zerlegen

Verfasst: Di 9. Nov 2010, 07:54
von andreas wisniewski
Hallo Sebastian,

es gibt hier im Forum einige Hinweise unter
" Achswellenfrage "
mit einem langen, dünnen Dorn kommt man an die Lagerschale heran.
Ich habe auch das Problem - Schalen liegen bündig an - dann ist Schluss.
Zerstören möchte ich da nichts - es gibt die Schalen und Lager als Eteil ( Franzose ), sind aber nicht umsonst.
Die " Leidensgenossen " hatten Erfolg mit Hitze....

Gruß

Andreas

Re: Antriebswellen zerlegen

Verfasst: Mi 10. Nov 2010, 19:48
von sebastianklaus
Hallo Andreas,
Dake für Deine Hinweise.
Also nach langem Probieren bin ich mit einem Dorn GAR NICHT weiter gekommen. Ich sehe jetzt nur noch die Möglichkeit, die Bohrung oben mit einem Dremel aufzufeilen und dann zusätzlich noch mit aufwärmen weiter zu kommen. Ich werde weiter berichten.
Viele Grüße
Sebastian

Re: Antriebswellen zerlegen

Verfasst: Mi 10. Nov 2010, 20:21
von scardale
Hallo Sebastian,

ist es die Sache wert? Meine 65er Wellen können generell nicht geöffnet werden, da muss ich auch damit leben dass nicht das ganze alte Fett entfernt werden kann.

Gruß
Stefan

Re: Antriebswellen zerlegen

Verfasst: Mi 10. Nov 2010, 20:49
von sebastianklaus
Hallo Stefan,wahrscheinlich hast du recht. Ich versuche es an der einen Antriebswele. Wenn es gar nicht gehen sollte, schmeiße ich sie weg und baue, nach vbestmöglcihem Wechsel des Fettes, eine andere wieder ein. Es würde mich aber ärgern, wenn ich dass nicht hin bekommen sollte.
Viele Grüße
Sebastian

Re: Antriebswellen zerlegen

Verfasst: Do 11. Nov 2010, 00:25
von tomsail
hallo sebastian!

jetzt muss ich mich aber doch ein wenig wundern!

die bolligen radnaben zerlegst du wie nix, aber vor den antriebswellenlagern kneifen!!
nee, nee, nee!

trau dich doch mal 'n bissel!
zugegeben ist das nach dem stoßstangenpolieren die dumpfeste arbeit am auto, aber es lohnt sich.

pro antriebswelle hab ich einen ganzen abend gebraucht.
die dinger wollen sich einfach nicht zerlegen lassen!
aber komisch verdrehen und einen satz austreibdorne, warmmachen, einsprühen und immerwieder wechselweise von rechts u. links auf die lagerschalen dengeln.

dann kommen die irgendwann.

nun noch die position merken/markieren und für jeder lagerschale die zugehörigen nadeln und sicherungsringe sammeln.

ein trost: schwieriger als das zerlegen ist das zusammenbauen.
hier gilt es mit der presse/schraubstock das gefühl zwischen "normal einpressen" und "lagernadel stellt sich quer" zu erfühlen.

das hab ich zumglück an meinen spitfire antriebswellen geübt!
(hat mich 3 kreuzgelenke gekostet)

grüße
thomas

Re: Antriebswellen zerlegen

Verfasst: Do 11. Nov 2010, 08:28
von sebastianklaus
Hallo Thomas,
vielen Dank für Deine freundlichen Worte.

Ich habe noch mal eine Nacht drüber geschlafen und werde an die störrische Hülse heute abend erst mal eine M20- Schraube ankleben. Mit "warm machen" hoffe ich dann auf eine Chance, die Dinger alle heil heraus zu bekommen.
Ich melde mich
Viele Grüße
Sebastian